Beiträge von kruenta

    Hallo Andreas, gerade das Karlszepter ist hier auch selten (geworden), die neue rote Liste kennt nur noch aktuelle, nach 2007, Belege aus 3 MTB. Davon ist diese hier die mit Abstand größte Population. Wenn es blüht werde ich auch Bilder zeigen. Dann müssten da in den nächsten Tagen noch Ophrys insectifera und Liparis loeselii, Malaxis monophyllos blühen - die letzeren beiden sind aber ohne Blüten oder Fruchtstände kaum zu finden und auch nicht jedes Jahr anzutreffen.


    LG, Bernd

    Moin, heute war ich im großen Kalkflachmoor im benachbarten NSG Pravirsulis schauen, was denn so die Orchideen - die im Forum ja auch ziemlich populär sind - machen. Eine Zeit lang habe ich hier auch Tagfalter gezählt, bis das nationale Tagfaltermonitoring nur noch aus mir bestand ... Da ich das libellen- und schmetterlingstaugliche 300 mm Telemakro durch ein 60 mm Macro ersetzt habe, ist dazu aber mit Bildern nicht mehr viel, zahlreich waren jedenfalls biotoptypische Arten wie Coenonymphe hero, Euphrydryas aurinia und Melitaea diamina.


    1) Pinguicula vulgaris, Fettkraut

    2) Pedicularis palustris

    3) Pedicularis sceptrum-carolineum, Karlszepter

    4) Moosbeere in Blüte

    5) Dactylorhiza ochroleuca

    6) Dactylorhiza incarnata

    7) und in weiß, D. incarnata f. alba

    8) Dactylorhiza cruenta

    9) Dactylorhiza baltica (D. majalis ssp. baltica nach Eccarius)

    10) Dactylorhiza traunsteineri

    11) Potentilla palustris

    12) Salix rosmarinifolia, eine Zwergweide

    mit Pilzen sah es dünn aus

    13) Polyporus ciliatus

    14) nicht gesucht aber trotzdem gefunden, sehr grelle Angelegenheit: Exobasidium karstenii

    LG, Bernd

    Hallo Karl, vielen Dank für die Bestätigung. Ich war gerade noch mal dort und habe an einer anderen Stelle auch noch einen etwas größeren gefunden.

    die die drei von vorgestern sind deutlich geschrumpelt, dabei aber oranger geworden, das hätte ich nicht erwartet.

    und gleich daneben sind noch drei unscheinbarere, leider war nun der Akku alle

    Liebe Grüße, Bernd

    Moin, weil er so fotogen dasaß, habe ich ihm einige Bilder gewidmet, das hier ist wohl ganz schick geworden: Melolontha melolontham der Feldmaikäfer im Wald.

    LG, Bernd

    Hallo allerseits, erst mal vielen Dank für Eure Versuche dem fraglichen Pilz zu einer Identität zu verhelfen. Heute habe ich noch mindestens weitere 4 Hexenringe ähnlicher Größe und dichter Bestückung weggemäht, teils müffelt der schon ziemlich stark, sodass man das sogar deutlich im Trecker riecht (bei offenem Fenster). Sollte der Mairitterling nicht eine eher angenehme Duftnote haben?

    Dicht und hoch ist das Gras an den fraglichen Stellen, offensichtlich befördert der Hexenring das Wachstum der Gräser.

    Und jetzt ist Sauna ...

    LG, Bernd

    Moin allerseits, der Sporenabdruck bringt ein solides Weiß zu Tage. Da ich mit dem Mähen noch nicht fertig bin, findet sich ja heute vielleicht noch ein anderer Ring der Art mit jüngeren Exemplaren. Mein erster Gedanke ging auch in Richtung Ritterlinge, und da hatte ich mir den Mairitterling angeschaut, aber alles was von dem im Forum letztens gezeigt wurde, hatte dicke, knubbelige Stiele, und das passte hier gar nicht.


    LG, Bernd

    Hallo Werner, ich hab einen halben Hut zum Aussporen abgelegt. Denn so ganz sicher, dass das Sporen sind, war ich mir nicht. Hoffentlich kann ich morgen dazu was nachreichen.

    LG, Bernd

    Hallo, nach einem Bad, bleibt die Huthaut fest, sie wird etwas glänzend, ledrig, aber kein bisschen schleimig. Das Fleisch wird aber deutlich dunkel. Ach ja, die Huthaut lässt sich ganz gut abziehen, das hatte ich vorm Bad probiert, ist auch auf dem Foto zu sehen.

    LG, Bernd

    Hallo Wolfgang, schon klar, aber ein Mikroskop hab ich nicht und die Pilzsammlung liegt jetzt mit im Gras um Heu zu werden. Der gezeigte Pilz war noch einer der ansehnlichsten. Junge habe ich nicht gesehen, kleinere schon. Viele aber verschrumpelt. Der Hexenring war etwas eiförmig, so 3*6 m groß vielleicht. die Pilze standen teilweise dicht an dicht, einander überlappend im Zehnerpack. Bäume sind 150 m im Umkreis nicht vorhanden. Ich nehme prinzipiell kein Fotogerät mit zum Treckern - da kommt man sonst zu nichts, allein schon der Schreiadler, der mir gern Gesellschaft leistet, auch heute wieder, würde dann erheblich ablenken. Wenn ich jetzt weiß, dass es dort einen unbekannten Pilz gibt, kann ich den im Auge behalten, notfalls im nächsten Frühling. Das Gras ist dort farblich deutlich abgesetzt, sodass der Hexenring auch ohne Pilze zu sehen sein müsste.


    Danke und Gruß, Bernd

    Hallo, vorhin war ich dabei ein paar Bilder von dem neulich gezeigten Pilz, vrmutlich ein Weichritterling, zu machen, als mir ein anderer Pilz ins sprang - keine Sorge, die Brille ist noch ganz :D

    Jetzt, wo ich mir die am Bildschirm so ansehe, kommen mir die irgendwie vor, als hätte ich die kürzlich erst gesehen. Und siehe da, im April d.J. gab es den Erstfund von Plectania melastoma in Lettland, und der wurde in der lettischen Pilzgruppe auf FB gezeigt. Wenn man davon ausgeht, dass meine etwas älter sind, dann sind die Farben natürlich nicht mehr so grell. Alle 3 auf einem Stöckchen, das wohl Hasel oder Eberesche sein müsste.

    Was meint Ihr, ist der das, kann der das sein? Wäre vermutlich auch ein Erstfund für Litauen.

    LG, Bernd

    Moin, heute habe ich auch noch die Zwischenformen mit mittelgroßen Poren gefunden, sodass ich einverstanden bin, die Porengröße als variabel von den Wuchsbedingungen o.ä. anzusehen. Damit wird die ganze Geschichte als tuberaster abgelegt. Vielleicht wäre es nützlich, das Artporträt entsprechend zu ergänzen, sowohl was die Größe der Hüte, die Stielgestaltung als auch die Porengröße angeht. So ziemlich mit allem liege ich hier ja außerhalb der dort genannten Werte.


    LG, Bernd

    Hallo, ich hatte gehofft, dass Wuchsort, Zeit und die Wuchsweise in Hexenringen vielleicht die Auswahl deutlich einschränken könnten. Denn das ist derzeit der einzige Pilz auf mehreren ha Wiese. Bäume gibt es da nicht, soweit Entoloma sinuatum (und die anderen aus dem Cluster) sonst passt, finde ich in der Literatur den als Wald- oder wenigstens Parkpilz, wo es Symbiosepartner gibt. Das ist aber immerhin erstmal ein Ausgangspunkt, danke für den Vorschlag beli,

    LG, Bernd

    Hallo allerseits,

    ... habe ich den hier gefunden, oberseits beigefarbener Lamellenpilz in dicht bestandenen Hexenringen. 4-9 cm Hutgröße. Der hier ist 8 cm. Standort mäßig fette, seit mind. 30 Jahren bestehende ungedüngte Wiese. Geruch unangenehm, ranzig. Kein Plan was die Identität angeht.

    Danke für's Anschauen und für Vorschläge,

    LG, Bernd

    Hallo,

    danke für Eure Vorschläge, auch der von beli ist sehr spannend. Ergänzend wäre, dass der Pilz relativ gummiartig ist, nix zum Essen. Geschmacklich aber unauffällig pilzig. Der Haselstamm hat noch Blätter, ist aber zu etwa 30% eingetrocknet, das Substrat könnte also auch Totholz sein. Die Huthaut ist seitlich wie umgekrempelt und lässt sich abziehen. Die Porenschicht ist bis 5 mm dick.


    Wenn es denn auch P. tuberaster wäre, gibt es da Hinweise, dass der in einem Bestand ökologisch so stark variiert, abhängig von Wuchsort (liegend/stehend), Wuchsform (zentral/seitlich), Substrat (finalmorsch und nass/frisches Totholz)?


    Also weitere Bilder:



    Dann war ich noch bei dem anderen Pilz, der nicht an auf dem Boden liegendem Substrat wächst. Siehe da, auch der hat riesige Poren. Ist überhaupt ein gewaltiger Schlappen geworden, 16 cm breit, der unter dem Eigengewicht abgefallen ist:

    So sah der am 23. Mai aus:

    Und vorjährige Fruchtkörper vom gleichen Stämmchen:

    Also vielleicht gar P. squamosus?


    LG, Bernd

    Hallo Frank, ja, das Verbreitungsgebiet scheint etwas außerhalb zu sein. Aber wirklich danach suchen tut ja auch keiner. Was ich gefunden habe, sind Vorkommen in Polen (Polyporus alveolaris (żagiew wielkopora)) weiter unten ist eine Karte, da sieht man einen Fund Nähe Gdansk, nicht viel südlicher als hier. Und weiter nach Osten ist der aus der Oblast Kaluga dokumentiert (Вячеслав Степанов: Грибы Калужской области - Трутовик ячеистый (Polyporus alveolaris)), auch etwas südlicher. Litauen ist das südlichste der drei baltischen Länder - deswegen sehe ich die Abwesenheit im nördlichsten, Estland, unkritisch. P. tuberaster habe ich hier relativ zahlreich und den auch extra zum Vergleich zu einem tuberaster getragen, den ich u.a. auch an Hasel gefunden habe. Allerdings, sind die Poren im direkten Vergleich, wie man am letzten Bild sieht, doch ganz anders ausgeprägt, und die hatten alle, soweit geprüft, einen zentral ansitzenden, relativ schlanken Stiel. Den habe ich meist an auf der Erde liegendem Holz (Hasel, Eberesche und Salweide) gefunden, einmal an einem noch in der Luft hängenden, aber toten Haselast. Wobei die tuberaster ganz schön groß sind, teils um die 10 cm. Der heutige Fund hingegen ist an einem senkrecht stehenden Haselstämmchen, das noch grünt. Wobei ich das morgen noch genauer dokumentieren kann.


    LG, Bernd

    Hallo Pablo, es sind nur zwei Pilze. Davon habe ich einen versucht so gut es geht komplett abzumachen. Das ist wohl auch ganz gut gelungen. Der Stiel ist 2 cm lang, 1,5 cm dick geringfügig zum Ansatz verjüngend, der Hut etwas über 5 cm breit. Der Stiel ist eindeutig auf der Seite, aber was will man bei dem Wuchs zwischen zwei ca. 7 cm dicken Haselstämmen auch anders erwarten. Der Stiel weist keine deutlichen Verfärbungen oder Farbveränderungen in der Richtung oben-unten auf, längs ist aber teils ein dreckigeres dunkles gelb, teils fast weiß - vermutlich in Abhängigkeit davon, ob an der Luft oder ob in Kontakt mit Holz, dem anderen Pilz. Die Poren laufen nur gering am Stiel entlang herunter, danach gar keine mehr. Soweit verbal - ich reiche dann morgen bei Licht die entsprechenden Bilder nach.


    LG, Bernd

    N'abend, heute hatte ich ja eigentlich gar keine Zeit, aber wenn man im Wald wohnt, reichen auch wenige Minuten bis in die Pilze. Nach dem ausgiebigen Regen im Mai (über 100 mm) wird es jetzt warm.


    An Hasel habe ich diesen Porling mit sehr weiten Poren gefunden. In Frage kommen meine Erachtens eigentlich nur die beiden oben genannten Arten. Wobei ich da mehr alveolaris sehe. Wozu ich aber in Litauen, Lettland und Weißrussland überhaupt nichts finde, erst ein Stück weg in Polen. Das wäre dann eine neue Art für die Gegend.

    Im Vergleich zu dem kürzlich angefragten P. tuberaster, die großteils schon von Schnecken zerfressen sind.

    Vielen für Eure Meinungen,

    LG, Bernd

    Moin allerseits, ein befreundeter Ornithologe ist über dieses Pilzchen gestolpert, damit bin ich total überfragt, noch nie gesehen. Sieht aber ziemlich charakteristisch aus, sodass vielleicht eine Bestimmung per Ferndiagnose möglich ist. Die Größe ist anhand der Flechten und der Hand ja gut abzuschätzen. Das Holz ist abgestorbene Weide. Auch in Litauen, irgendwo in der Nähe des Kurischen Haffs.

    Danke für Vorschläge,

    Beste Grüße, Bernd

    Hallo allerseits,

    wieder in den Kerbtalwäldern an der Dubysa, laut Forstkataster ist das Birkenwald, Alter 100. Was gut hinkommen kann, wobei einige Fichten und Birken sicher älter sind. An einer alten Birke, lebend, aber mit grünen Ästen nur sehr weit oben, habe ich einen Porling gefunden, mit dem ich nichts anfangen kann. Überwiegend konsolenartig übereinander, teilweise 2 cm, die größeren aber mindestens 8 cm vorspringen. Mit ausgeprägter "scharfer" Kante. Deutlich geschichtet, mit bereits wieder einsetzendem Wachstum. Sehr kleine Poren, etwa 5 je mm. Geruch schwach, unauffällig. Keine Reaktion auf KOH. Beleg habe ich mitgenommen, ist ja vielleicht wieder was interessantes.

    die jüngste Schicht ist noch nicht komplett angefangen

    was man hier auch sieht, da wo mittig die Poren deutlicher zu sehen sind, ist die vorjährige Schicht

    LG, Bernd