Beiträge von kruenta

    Hallo, das kürzlich gezeigte Pilzlein ( kurzer Rundgang zum Moor Nr. 1) mit dem Verdacht auf Pterula multifida habe ich heute erneut aufgesucht. Und ringsherum etwas noch etwas geschaut, mit einigen weiteren interessanten Funden (und vielen anderen, die den Umfang sprengen würden).


    1) Pterula cf. multifida - an der Gattung besteht wohl kein Zweifel und hinsichtlich der Art weiß ich nicht, was es da sonst noch gibt, wahrscheinlich aber schon multifida. Einen Beleg habe ich mitgenommen. Unter anderem auch, weil der Pilz vor Ort überhaupt nicht stinken wollte. Jetzt habe ich ihn in ein Glas gesperrt.

    2) Gyrodon lividus nicht flächendeckend aber reichlich, zu Hunderten, auch mit riesigen Schlappen bis 15 cm.

    3) Ein Mehlschirmling, der seinem Namen alle Ehre macht und ordentlich "mehlt" - also deswegen nehme ich ja an, dass es ein Mehlschrimling ist, wohl Cystolepiota sistrata.

    4) An toter Schwarzerle ein junger Lamellenpilz, wohl eine Pholiota


    5) Das sollte Cortinarius violaceus sein. Denn Nadelwaldpartner hatte ich schon früher gefunden, hier war aber nur Laubzeugs in der Nähe. Damit ein Perser.

    IMGP6181.JPG

    6) Irgendwas Richtung Omphalina an Schwarzerlenhorst

    7) Ein weißlich beiger Schleimi, der Moos und Zweige überwuchert

    8) Cantharellus aurora, diesen angenehmen fruchtigen Geruch kann ich riechen,

    IMGP6268.JPG

    9) ebenda: Malaxis monophyllos, das Einblatt, eine recht kleine und unauffällige Orchidee, hatte ich in diesem Jahr während der Blüte nicht gefunden, dafür nun heute


    LG, Bernd

    Hallo,

    hier stelle ich einige Pilze zusammen, die entweder für eine seperate Anfrage zu dünn sind oder wo ich gar keinen Plan habe, oder wo klar ist, dass das makroskopisch nicht geht.

    1) das sollte Cystolepiota seminuda sein, da gibt es wohl nichts, womit man den verwechseln kann. Gilt hier als häufig, und bevorzugt bei Hasel wachsend. Steht nicht im Widerspruch zu meinen Beobachtungen.

    Eigentlich reinweiß, die Fotos sind leicht farbstichig.

    2) ein weißer Schleimi

    3) ein Öhrling, der hier seit einer Woche etwa recht zahlreich erschienen ist, vielleicht O. alutacea


    4) winzige orange Gnubbel auf Zitterpappelstubbem, vermutlich ein Schleimi oder doch Gallerttränern?

    5) eine graue Schicht auf Holz und Streu, im Vergleich zu dem Beitrag hier ( Tomentella sp. ), könnte ich mir vorstellen, dass das auch in Richtung Tomentella geht.

    6) weißes Zeug auf Rohboden, immer wieder anzutreffen, trotzdem keine Ahnung, nicht mal, womit anfangen


    Für Vorschläge und Kommentare vielen Dank im Voraus,

    LG, Bernd

    Hallo Großstadtpilz, der sollte eigentlich an lebenden Bäumen vorkommen, an Wunden. Wobei es bei dem ja sowieso an Vergleichsmaterial und Erfahrung fehlt. Es gab im Winter anhand von alten Bildern dazu eine Diskussion, die dann auch offen blieb. 3x Pholiota (vermutlich) aus dem Archiv


    Dieser neue Fund hat nun den erheblichen Vorteil, dass der nur 100 m vom Haus weg ist und es möglich sein sollte, die in frisch zu erwischen. Von daher will ich mich da jetzt auch gar nicht festlegen. Aber es ist schon gut, das einzugrenzen und zu wissen worauf man achten muss.


    LG, Bernd

    Hallo, heute habe ich den ersten neuen Fruchtkörper gesehen. Und für die vorherigen Fruchtkörper muss man auch Zerfalszeiten von 4 bis 8 Wochen ansetzen. Das finden ich jetzt nun nicht so übermäßig schnell.

    Die ollen


    und der einzelne Nachwuchs, das wird wohl demnächst noch mehr werden

    LG, Bernd

    Moin,

    wie schon den Lamellen abzusehen, sind die Sporen braun, rostbraun. Hausknecht (2012) bezeichnet die Sporenfarbe in dem Artikel zur Gattung Simocybe als "tabakbraun". Das kann man wahrscheinlich so gelten lassen.

    Und noch Bilder von heute mit Größenangabe.


    LG, Bernd

    Danke Euch, interessanter Vorschlag.


    Simocybe sieht schon sehr gut aus. Ich muss mich aber korrigieren wegen Hutdurchmesser. War gerade nachmessen - es sind nur 4,5 cm bei dem größten. Das scheint dann sogar noch besser zu passen. Den habe ich leider in jung verpasst, kommt hoffentlich wieder.


    @ Großstadtpilz - Pholiota hatte ich im Vorfeld schon rauf und runter dekliniert, wäre natürlich von der Wuchsform sehr passend.


    LG, Bernd

    Wenn du ohnehin dort hingehts, kannst Du ja das Holz mit dem Messer testen. Pappel ist relativ weich, wogegen Robinie sehr hart ist, wie Eiche etwa. Pappelholz ist hell, Robinie wenigstens im Kernbereich rötlich. An Robinie glaube ich hier aber nicht.


    LG, Bernd

    Liebe Pilzfreunde,

    diesen äußert farbenfreudigen Fund habe ich gerade quasi vor der Tür gefunden. Der eine ausgebuddelte wächst auf einem Fichtenzapfen. der übliche Fichten-Kiefern-Wald mit Einsprengseln an Ahorn und Eberesche.

    Vermutlich ist das trotzdem Entoloma euchroum, auch wenn der mehr mit Laubwald in Verbindung gebracht wird. Einen Nadelwaldpartner habe ich nicht gefunden. Dann war nur der Akku alle, da werde ich aber sicher in den Tagen noch weitere Fotos machen, so auf die Schnelle waren mindestens 20 zu sehen.

    LG, Bernd

    Hallo, aufgrund der Rinde und der Eigenschaft, so viele Triebe (nach dem Umfallen?) aus dem Stammbereich austreiben zu lassen, würde ich hier eine der Pappelarten (aber nicht Zitterpappel) annehmen. Eventuell käme auch noch Weide in Frage, aber für die Arten die so groß wachsen, sieht das hier eigentlich zu trocken aus - oder ist da ein Gewässer daneben?


    LG, Bernd

    Hallo Pablo, ich bin da gerne dabei.

    Bisher war es ein Einzelstück, da konnte man immer mit Fehlbildung, außergewöhnlichem Wetter, schlechter Laune argumentieren. Bei mehreren Exemplaren, die wieder genau so aussehen, sieht das nun etwas überzeugender aus.

    Wenn ich mich recht erinnere (finde ich mit etwas Suche sicher wieder) gibt es da jemanden in Estland, der Sequenzieren kommerziell anbietet. Könnte ich dann ja direkt dorthin senden. Nur habe ich weder die Literatur und hochwertige Mikrobilder benötigt man auch noch. Ich hab gerade nachgeschaut, die anderen Proben sind noch bei mir. Vermutlich hast Du zur Zeit aber ausreichend eigene Funde - wobei eine potenzielle Neubeschreibung vielleicht auch bei Dir Priorität genießen würde :D


    LG, Bernd

    Hallo, nachdem dieser Pilz zuletzt ziemlich eingeschrumpelt und dunkel geworden war - seitlich sind die vorjährigen Zacken fast in schwarz zu erkennen - habe ich heute überraschend festgestellt, dass der einfach weiterwächst.


    LG, Bernd

    Hallo liebe Pilzfreunde,


    auf der Wiese/Weide gibt es derzeit, zumeist zwischen hohem Gras, zerstreut diesen kleinen weißen Pilz, der, soweit geprüft, auf vorjährigen Grasresten wächst. Bis zu 25 mm im Durchmesser. Geruch unauffällig, Geschmack widerlich mit einer leicht scharfen Note.

    Ich vermute Clitopilus scyphoides, der gelegentlich auch im Forum gezeigt wurde, und in den folgenden Diskussionen nie zu Zweifeln oder Fragen geführt hat, was mich zu der Annahme verleitet, dass der möglicherweise nicht so arg viele Verwachslungspartner bietet.


    Danke für Bestätigung, Einspruch oder sonstige Kommentare

    LG, Bernd

    Hallo Peter, es gibt in der Forensoftware einige Bugs. Darunter dieses komische Löschen von Beiträgen. Das betrifft aber immer nur Leute mit wenigen Beiträgen (wie auch immer das programmtechnisch realisiert ist) und das gibt sich mit der Zeit. Flechtenexperten sind hier rar und ein jeder, der dieses Gebiet aufhellen kann, gern gesehen.


    LG, Bernd

    Hallo, ich bin Ulla ja immer noch eine Bild von dem Pilz auf Fichtenzapfen schuldig und buddle deswegen immer mal, wenn bei dem Pilz Fichten in der Nähe stehen. Hat bisher nicht sollen sein.

    Dafür aber ein Bild, wo der Pilz gerade Junge kriegt. Wie man sieht, ist der Ansatz der jungen Pilze eindeutig am Stiel des vorjährigen Exemplars.

    LG, Bernd

    Hallo Jürgen,

    vielen Dank für Deine ausführlichen Erklärungen, denen ich entnehme, dass der Vorschlag ferrugineus wohl korrekt ist.


    Bezüglich Röhrenboden und Eigenschaften der Röhren (abreißend oder nicht, hatte ich noch nie gehört dass dies ein Kriterium sein kann), habe ich den Vorgang mit einem frischen Pilz wiederholt - der gestern war ja schon bestimmt 7 Stunden gealtert seit dem Ernten.


    Zudem heißt es auf der boletales Seite, dass es ein charakteristisches gelbes Basalmycel gibt. Auch das habe ich gefunden, deutlich gelb, aber nicht wie Zitrone (wie verschiedentlich geschrieben wird), hellgelb. Damit kann man dann wohl auch das cf. weglassen.



    Vielen Dank an alle, die bei Aufklärung mitgeholfen haben.

    LG, Bernd

    Hallo beli, klasse, das sieht echt sehr ähnlich aus. wobei Dein Fund sicher aus Kroatien stammt?


    ich habe noch nach Deinem Muster einige Bilder gemacht, mit KOH (selbstgestrickt, deswegen nicht ganz reiner Zusammensetzung, um die 5%). Suboptimale Lichtbedingungen bei Dämmerung. Die Farben des Pilzes und der Verfärbungen sind alle OK, nur der Hintergrund hat einen Blaustich. Das ist aber das selbe unbehandelte Eichenholz wie vordem.


    Huthaut, Verfärbung auch nach 2 Stunden noch vorhanden

    Hutquerschnitt, Stiel, Poren seitlich

    Hut nach Abnahme der Porenschicht

    LG, Bernd

    Hallo Werner, naja so weit weg von Xerocomus wäre moravica ja nun auch nicht, nur dass der südliche Verbreitung haben sollte. Wobei ich aber nicht annehme, dass die Gattung hier wirklich aufgedröselt ist. Wenn der neulich gezeigte X. cisalpinus tatsächlich cisalpinus ist, wäre das auch eine neue Art fürs Land (fürs ganze Baltikum).


    Für die normale Ziegenlippe fand ich den zu dunkel und dann noch mit Rottönen. Anbei Bilder von 5 h später. Möglicherweise ist die braune Schicht unter der Huthaut etwas dicker geworden. Ansonsten keinerlei Farbveränderungen. Auch nicht bei den gedrückten Poren.

    LG, Bernd

    War noch mal kurz dort, 2 Pilze stehen noch vor Ort.

    Biotop. In die eine Richtung, im Vordergrund die beiden obigen Pilze.

    In die andere Richtung. Die nächste Eiche (BHD 15 cm) ist knapp 10 m weg.

    Im nächsten Umkreis: Fichtensteinpilz, Perlpilz, Parasol, Suillus granulatus, Humaria hemisphaerica, diverse Täublinge


    LG, Bernd