Beiträge von kruenta

    Hallo Martin, hallo Pablo,


    der Übergang des Hutes in den resupinaten Teil ist in Bild 3 sehr glatt und zweifellos. In Bild 4 hingegen hat der Hut (der zu Ischnoderma gehört) überhaupt keinen Übergang zu dem resupinaten Teil darunter. Der ist halt einfach da. Auch die Struktur des resupinaten Teils ist eine deutlich andere als in Bild 3. Bild 4 zeigt 2 verschiedene Arten.


    LG, Bernd

    Hallo Martin,


    also ich kann ja zu Mikromerkmalen nichts sagen, aber die ganzen Pilze ohne Hüte, beginnend bei Bild 4 - wo beide Arten zusammen sitzen - sehen für mich eher wie eine Antrodia aus. Oder irgendwas aus der Richtung. Jedenfalls kein Ischnoderma resinosum.


    LG, Bernd

    Hallo Schupfnudel,

    den Schlüssel hatte ich mir angeguckt, größenmäßig bleiben da aber nur zwei übrig, wovon ich Resupinatus trichotis ausgeschlossen habe wegen der fehlenden Zonierung und Behaarung des Hutes - falls das nicht in trocken dann doch ganz anders aussehen wird. Wobei von Hohenbuehelia sicher noch ein paar Arten mehr dazu kommen, als in dem Schlüssel genannt. Da die einzelnen Arten mal bei R. mal bei H sind, ist wohl auch die Zuordnung zur Gattung schon nicht beständig oder wenigstens nichttrivial.


    LG, Bernd

    Moin allerseits,

    an einer kürzlich abgestorbenen jüngeren Espe habe ich einen schwarzen, braunschwarzen Seitling gefunden und war dann extra mit Leiter im Wald. Die Rinde löst sich schon leicht ab. Größe bis 18 mm. Stiel ist nicht erkennbar, aber nur wenig angewachsen. Huthaut nicht zoniert, wenig haarig. Lamellen in Hutfarbe, aber weiß bereift. Vielleicht geht das Richtung Hohenbuehelia albonigra?



    Nur an einem einzigen Baum in dem Espencluster, wo ich voriges Jahr Innonotus rheades hatte - die alten Fruchtkörper sind noch da, aber im letzten Jahr nicht wiedergekommen, auch nicht an irgendeinem anderen der Bäumchen. Man sollte meinen, dass es eigentlich genug gleichwertiges Substrat gibt.


    LG, Bernd

    Hallo allerseits,

    Hm, also ich würde das obere Stämmchen von Felli mit dem Pilz als Zitterpappel ansprechen. Aus dem was man sieht, so dick verzweigt doch keine Tanne und die "Warzen" auf der Rinde sind auch nicht tannig. Und bei dem unteren - liegt der Pilz da nur drauf, oder ist das Stämmchen samt Pilz rumgedreht? Da ist es weniger offensichtlich, aber eher Zitterpappel als Tanne.


    LG, Bernd

    Hallo

    @ Jan,

    zur Bestimmung von Totholz gibt es einen oben festgepinnten Beitrag, worinnen es hier Erläuterungen zur Unterscheidung von Nadel- und Laubholz gibt Bestimmen von Totholz Man sieht das hier aber leider nicht besonders gut. Ich würde mich anhand dieses Bildes nicht festlegen wollen.

    @ Ingo W

    Mein Erstfund von H. nidulans war in etwa 30 cm überm Boden, ansonsten, stehendes totes Laubbäumchen, war das da auch so-


    LG, Bernd

    Hallo Martin,


    danke, hab ich durcheinander gebracht, waren Ingos Fotos, von Dir war nur der Kommentar, das war jedenfalls die Inspiration für die Art an Ahornrinde.


    Physconia sieht sehr passend aus, muss ich morgen noch mal schauen, ob da wirklich nirgends Apothecien sind.


    bei Bild 3a) und 6c) ist jeweils was violett/rosa verfärbt. Teils sind alte Parmelia sulcata fast komplett so violett eingefärbt, wird dann aber so ein dreckiges unansehnliches Violett und die Struktur geht verloren.


    Bei den letzten beiden Bildern bin ich mir nicht mal sicher, ob das in der Mitte von 6d) wirklich die gleiche Art ist, aber vielleicht nur ein späteres Entwicklungsstadium. Bei Trockenheit sollte das besser zu sehen sein. Physcia sp. war mein Arbeitstitel für 6c). Freut mich, dass das nicht daneben war. So langsam nährt sich das Eichhörnchen.


    LG, Bernd

    Moin allerseits,


    1) an Kirsche (kommt aber auch anderswo vor) grüne, weißgerandete Flechte


    2) an einer älteren (~85) Birke eine grüne Cladania


    3) an jüngerer Birke (~20) vermutlich Hypogymnia physodes (wurde kürzlich hier irgendwo gezeigt)


    4) ebenda, ist wohl Evernia prunastri, oder doch was anderes?


    5) ebenda, Ramalina cf. farinacea


    6) und noch einiges von jungem Ahorn (~20)

    a) zunächst Lecidella (cf.) elaeochroma mit Lecanora sp. (inpsiriert von Martins Bild ähnlicher Kostellation)

    b)

    c)

    d)

    LG, Bernd

    Hallo allerseits,


    hatte ich bisher auch noch nicht gesehen, dass ein Haselporling am abgefallen Ast weiterwächst, mit der entsprechenden Umorientierung.

    Am noch stehenden Ast

    im Doppel

    am abgefallenen, einst oben davon, dazugehörenden Ast (rechts war jeweils oben) zwei weitere Frk., die mindestens eine komplette Saison weitergewachsen sind, und so aussehen, als würden die auch noch weiterwachsen können



    LG, Bernd

    Moin,

    ein Apfelbaum auf, Hof, der mit der Sorcodontia setosa (crocea), ist beim Sturm der letzten Tage umgefallen - früher als erwartet. Da im Forum gerade nicht viel los ist, zeige ich mal ein paar Bilder der verschiedenen Flechten. Das Bäumchen war höchstens 20 Jahre alt, ist aber voll mit Flechten und Pilzen. Ausdrücklich keine Bestimmungsanfrage, aber ich hab natürlich nichts dagegen, wenn jemand eine Idee anhand eines einzelnen Bilds hat

    0)

    Jahresringe um 1 cm breit

    1) Sarcodontia setosa

    2)

    3) vermutlich Ramalina fastigiata

    4) Sulcata parmelia? mit sehr ausgeprägten Soralen

    5) Xanthoria parietina

    6) Lecanora sp.

    7) irgendwas mit schwarzen Apothecien

    8)

    9) Physcia cf. adscendens mit Illosporiopsis christianensii

    10)

    11) hier kommt m.E. ein Pyreno durch Rinde und Flechtenschicht

    12) das ist wohl Melonahalea exosperula

    13)

    14)

    15) eine farblich auffällige Flechte komplett bedeckt mit Isidien

    16) Physcia sp. ?


    LG, Bernd

    Hallo, überredet. Dann wohl doch O. üoüulinus. Wobei der Unterschied zu dem Exemplar vom Hof, von Ahorn, schon sehr ausgeprägt ist. Größere und vor allem irpexoide Poren. Das ist dann vielleicht alters- oder substratbedingt.

    Danke für alle Vorschläge.


    LG, Bernd

    Hallo beli,


    das wäre natürlich eine klasse Variante, nach dem suche ich schon eine geraume Weile, hatte aber eigentlich erwartet, dass der größer sein sollte. Deswegen wollte ich da jetzt nachprüfen, da stand aber zu viel Wasser. Nächste Woche soll es wieder frieren ...

    Davon abgesehen liegt von dem ja eine Probe bei Pablo - schon ziemlich lange.


    LG, Bernd

    Hallo, nochmal zur Nr. 7. Im direkten Vergleich mit O. populinus - ne, das muss was anderes sein. Poren viel kleiner, etwa 7 pro mm. Porenschicht erkennbar geschichtet. Also vermutlich gar keine Oligoporus. Fotos sind mit Kunstlicht, entsprechend farblich entstellt.



    Hat 'ne gewisse Ähnlichkeit mit dem hier Tramete an Weide auch ganz in der Nähe, wobei ich den nicht wiedergefunden habe, da hätte ich höhere Stiefel gebraucht. Liegt bei mir auch noch auf'm Tisch - also sicher keine Trametes pubescens - die hätte sich längst aufgelöst.


    LG, Bernd

    Hallo Frank, hallo Pablo,


    an O. populinus hatte ich gar nicht gedacht bei der 7). Klingt aber gut, und da der auf'm Hof reichlich vorhanden ist, werde ich morgen mal den direkten Vergleich machen. Nr. 1 ist Ischnoderma benzoinum, dazu bin ich auch schon gekommen, war nur durch die singuläre Wuchsweise verwirrt - meist sind die ja doch im Cluster. Von Nr. 2 habe ich keine Probe mitgenommen, auch nicht die Konsistenz getestet, ist allerdings leicht wiederzufinden.


    Danke und beste Grüße,

    Bernd

    Hallo nochmal, vielleicht könnten die Freunde der Baumporlinge mal einen Blick auf die Nr. 7 werfen. Nachdem Frank heute seinen Oxyporus Schlüssel eingestellt hat - könnte das sowas wie Oxyporus ravidus sein? Beleg habe ich mitgenommen und den würde ich auch wiederfinden.


    Tomentella  Beorn  Werner Edelmann


    LG, Bernd

    Hallo Martin,


    ich habe den Umfang der Wachstumsschübe nicht gemessen. Also nur vom subjektiven Eindruck her, war die erste Phase länger und hat größeres Wachstum gebracht (10-15 % von der vorhandenen Grüße).


    So weit weg ist das hier ja nun auch nicht, läßt sich etwa mit Mittelgebirge in D bei 300-500 m vergleichen. Der August ist normalerweise warm und trocken. 2021 war er aber deutlich zu kalt und zu nass. Wer seine Getreideernte nicht schon Ende Juli weg hatte, hatte echte Probleme. Kann sein, dass diese zweite Wachstum unter normalen Bedingungen ausgeblieben wäre.


    LG, Bernd

    Hallo allerseits,

    einen dieser Haselporlinge, der gleich am Weg ist, habe ich über das Jahr immer mal wieder fotografiert, so halbwegs auch gleicher Perspektive. Ich sehe hier 2 Wachstumsschübe, einen größeren ab Mai und dann wieder ab August. Zwischen Ausgangssituation und Endstadium hat der sich größenmäßig kaum verändert, was Raum für Spekulationen lässt, wie alt der zu Beginn war.

    2021-04-15

    05-03

    05-24

    05-29

    06-26

    07-09

    07-16

    08-02

    08-19

    09-09

    09-21

    10-30

    2022-01-18

    LG, Bernd

    Hallo Norbert,


    schon richtig "diese Heilpilz-Geschichte kommt aus den selben Quellen wie", doch wer soll solche Studien bezahlen? In der Pharmakologie sind Agenturen wie die DFG kaum aktiv, die Grundfinsnzierung der Wissenschaft ist auch am Boden, da finanziert also die Pharmabranche fast alles. Die werden kaum eine Studie (frei nach Otto) finanzieren "man gehe in den Wald und suche sich einen solchen Pilz". Hingegen kann man Studien finden, wo gezeigt wird, dass Inonotus obliquus schädlich ist - an der wahnsinnig gewaltigen Zahl von N=1 Probanden (gab es mal verlinkte Studien hier im Forum).


    Jenseits solcher Sachen wie Himalajasalz, auf die Du Dich beziehst, gibt es aber auch echte Volksheilkunde, mit durchaus hundertjähriger Erfahrung. Nur wer kaut heute schon noch Weidenrinde? Zumal in der Stadt wohnend. Da nimmt man doch lieber das Synthetikum ASS. Wobei gilt, wenn die Wissenschaft nicht findet, welcher Wirkstoff an einem solchen Volksheilmittel wirkt, dass das nicht zwingend heißt, dass es nicht wirkt. Man hat nur nicht gefunden, was man extrahieren kann. Kann ja z.B. eine Kombination von mehreren Wirkstoffen sein.


    Abgesehen davon, gibt es gereade in der pharmakologischen Forschung, aber nicht nur da, eine Reproduzierbarkeitskrise (Replikationskrise – Wikipedia), wo viel Mist publiziert wird. Kontergan war auch mal eine tolle Sache, oder Opiate, die angeblich nicht süchtig machen.


    LG, Bernd