Hallo Norbert,
schon richtig "diese Heilpilz-Geschichte kommt aus den selben Quellen wie", doch wer soll solche Studien bezahlen? In der Pharmakologie sind Agenturen wie die DFG kaum aktiv, die Grundfinsnzierung der Wissenschaft ist auch am Boden, da finanziert also die Pharmabranche fast alles. Die werden kaum eine Studie (frei nach Otto) finanzieren "man gehe in den Wald und suche sich einen solchen Pilz". Hingegen kann man Studien finden, wo gezeigt wird, dass Inonotus obliquus schädlich ist - an der wahnsinnig gewaltigen Zahl von N=1 Probanden (gab es mal verlinkte Studien hier im Forum).
Jenseits solcher Sachen wie Himalajasalz, auf die Du Dich beziehst, gibt es aber auch echte Volksheilkunde, mit durchaus hundertjähriger Erfahrung. Nur wer kaut heute schon noch Weidenrinde? Zumal in der Stadt wohnend. Da nimmt man doch lieber das Synthetikum ASS. Wobei gilt, wenn die Wissenschaft nicht findet, welcher Wirkstoff an einem solchen Volksheilmittel wirkt, dass das nicht zwingend heißt, dass es nicht wirkt. Man hat nur nicht gefunden, was man extrahieren kann. Kann ja z.B. eine Kombination von mehreren Wirkstoffen sein.
Abgesehen davon, gibt es gereade in der pharmakologischen Forschung, aber nicht nur da, eine Reproduzierbarkeitskrise (Replikationskrise – Wikipedia), wo viel Mist publiziert wird. Kontergan war auch mal eine tolle Sache, oder Opiate, die angeblich nicht süchtig machen.
LG, Bernd