Beiträge von kruenta

    Hallo allerseits,


    Helianthemum nummularium wird gelegentlich als Symbiont von Pilzen genannt. Und weil das Sonnenröschen hier nicht so selten ist und es in der Nähe ein größeres (~1 m2) und beständiges Fleckchen davon gibt, schaue ich da immer mal nach, ob es Pilze gibt. Heute bin ich fündig geworden. In der Nähe gibt es Kiefern und Birken, die sonst als Partner in Frage kämen, allerdings fand ich den Pilz nur inmitten des Sonnenröschenbestands in 2 Exemplaren. Allerdings scheint es da eine ganze Reihe von Cortinarien zu geben, die mit Helianthemum können - eine Publikation aus Großbritannien (Liimatainen, Ainsworth 2018) listet 15 Arten. Womit mein Plan, dass sich aus dem Symbiont eine einfache Bestimmung ergeben könnte, leider vereitelt ist. Und von dem Pilz selbst habe ich nicht viel Angaben, Geruch habe ich nichts Auffälliges bemerkt, keine Verkostung.

    LG, Bernd

    Hallo Urs-Peter, der sieht schon aus wie der Jungfernellerling. Von dem gibt es verschiedene Farbvarianten, die teilweise als eigene Arten ausgelagert sind. Noch im Rahmen der Variationsbreite nach Form und Farbe käme C. russocoriaceum in Frage, der hat allerdings einen deutlichen angenehmen und sehr typischen Geruch (dessen Beschreibung zwischen Zeder und Leder variiert). Wenn die Pilze olfaktorisch unauffällig waren, bleibt C. virgineum, vorsichtshalber mit einem agg. versehen :D


    LG, Bernd

    Hallo Andy, den würde ich auch als G. rufescens bezeichnen. Da lohnt es sich oft genauer hinzugucken und dann kann man bei dieser Art noch Reste vom Vorjahr finden - ich kenne den als sehr ortsfest.


    LG, Bernd

    Hallo allerseits,


    der Geruch der bläulichen Stropharia (3) ist relativ ausgeprägt, aber nicht pfeffrig, erinnert eher an Rübe - also wohl doch St. caerulea.


    das Keulchen (6) habe ich nach Nachtfrost ausgebuddelt, das sieht in Gänze so aus


    LG, Bernd

    Hallo Wolfgang, die Arbeit von Olariago et al. hatte ich durchgesehen. Mir ist klar, dass da makroskopisch keine Entscheidung zu treffen ist, aber flavipes [Gelbfuß] trifft rein linguistisch auf meinen Pilz zu. Bei [Gelbsterntragend] ist das nicht so offensichtlich - ja, ich weiß, die Etymologie wird in neueren Arbeiten immer mit angegeben. Und der hat, zumindest auf den Fotos in dieser Arbeit, auch nicht so schöne gelbe Stiele. Wobei bei dem von mir gezeigten Pilz das Gelb zu Anfang (den beobachte ich seit vielleicht 2 Wochen) auch nicht so stark war und ich erst nur an C. falcata gedacht hatte.


    LG, Bernd

    Hallo und danke,


    @ Jörg, ok, den Geruch von der Stropharia probiere ich dann mal aus.


    @ Ulla, bei mir sind die Wiesenstäublinge eigentlich immer weiß, bestenfalls beige, aber so gelb habe ich die noch nicht gesehen. Was aber nichts zu heißen hat, da ich bei den Stäublingen meistens im Dunklen tappe. Irgendwann wird man ja sehen, ob unten ein steriler Teil verbleibt.


    LG, Bernd

    Hallo allerseits,


    die letzten Saftlinge sind in Unkenntlichkeit verfallen, Pilze sind trotzdem etliche vorhanden.


    1) Lepista personata

    2) Stropharia coronilla

    3) den halte ich für Stropharia pseudocyanea, schließe aber St. caerulea nicht komplett aus, der wächst da, wo sich sonst CHEG tummeln. Hat jemand Erfahrung, wie man die beiden trennt?

    4) Stropharia inuncta

    5) Psathyrella sp. im Cluster (Holz ist da keins im Boden, höchstens Wurzeln von Artemisia oder so)

    6) Der sieht aus, als könnte er auf Clavaria flavipes hören

    7) ein gelblicher Bovist, im Farbkontrast zu normalen weißen V. pratense. Da ein Einzelstück habe ich bisher keinen Schnitt gemacht. Kann die gelbliche Färbung diagnostische Bedeutung haben?

    Noch sind die Schafe auf der Wiese ...

    LG, Bernd

    Hallo Claudia,


    und, dem Bauern von der Wiese schon 'ne Kiste Bier angeboten? Oder vielleicht doch nahegelegt, er solle sich endlich ein Mikroskop zulegen - denn wie kann man eine Wiese mit Pilzen haben, ohne ein Mikroskop dazu?

    :)


    LG, Bernd

    Hallo,


    meine Meinung ist zwar ganz unmaßgeblich, zumal ich den I. resinosum erst zwei Mal gefunden habe. Aber den Benzinporling habe ich quasi auf dem Hof und auch sonst in der Gegend regelmäßig, meistens an Fichte, aber auch an Kiefer. Der wirkt anders. I. resinosum sah hingegen so aus wie Deiner - wobei meine Bestimmung von I. r. dem Substrat folgte, und "sieht deutlich anders aus" als I. benzoinum. Hier ein Foto vom 12. vorn in relativ jung, die schwarzen ein paar Wochen älter. Daneben auch die Reste der vorjährigen. Der Fichtenstubben ist von vielleicht 2003.

    Viel dünner als Deine und relativ eng übereinander gestapelt. I. resinosum wirkte dicker und distanter in der Stapelung. Sollten irgendwann irgendwelche harten Daten das anders sehen, lasse ich mich gern belehren.


    LG, Bernd

    Übrigens, die Reihenfolge der Fotos ist nicht chronologisch, die Oberfläche habe ich erst fotografiert, nachdem ich diese interessante interne Struktur gesehen habe, der Vollständigkeit halber, gefunden habe ich den auf leicht bemoostem Altholz. Die Moosunterlage auf dem Foto ist Fake - für besseren Kontrast.


    Die Arbeit von Leontyev habe ich gefunden, das sieht schon ganz passend aus, aber man findet nirgens - für keine der 3 genannten Arten igendwo einen Querschnitt (vielleicht, weil es im Schnitt nicht mehr so schick aussieht, wie im Querriss?), der ähnlich aussieht. Am nächsten kommt noch der hier, aber viel schlanker https://www.micobotanicajaen.c…Lindbladia%20tubulina.pdf


    Falls ich sowas nochmal finden würde - zugegeben, sehr unwahrscheinlich - würdest Du den untersuchen und zugeschickt bekommen wollen? Steht eigentlich das Flugzeug noch am Gotthartsteich?


    LG, Bernd

    Hallo Ulla, vielen Dank für Deinen Wegweiser. Ich habe keinen Beleg mitgenommen und damit wird es bei Vermutungen bleiben. In diesem Fall wohl Schade, aber ich hätte hier eh keinen, dem ich einen Schleimpilz zur Bearbeitung aufschwatzen könnte. Aber ich fand die Struktur sehr interessant.


    LG, Bernd

    N'Abend,

    vom Wochenende habe ich noch einen schwarzen (vermutlich) Schleimpilz, der im Querschnitt (Querriss) wie Basaltsäulen aussieht. Welcher kann das sein?

    Danke für's Anschauen und für Vorschläge,


    LG, Bernd

    Hallo allerseits,


    viel ist nicht mehr los auf der Wiese, außer vielen kleinen Weißen Trichterlingen und Ellerlingen


    1) seit geraumer Zeit gibt es diese weiße Wiesenkoralle mit kurzen, stumpfen Verzweigungen


    und dann noch zwei Entolomas, der größere hat einen Hutdurchmesser von 16 mm

    2) eine Entoloma mit kegeligem, spitzen Hut im relativ kurzen Gras, selbigen hatte ich vor zwei Tagen schon unweit davon

    und von heute

    3) ein winziger Pilz, bei dem ich zwar erst an einen Nabeling gedacht habe, den ich nun aber eher Entoloma halte, im Unterholz von Sandreitgras, fernab vom Tageslicht - ein Einzelexemplar. Bei dem finde ich E. incarnatofuscescens, den Dieter hier vorgestellt hat (Bericht vom 03.08.2016: 6 tolle Funde im Garten unter'm Birnbaum) keinen üblen Anfangsverdacht

    Danke für's Anschauen,


    LG, Bernd

    Hallo allerseits,


    die Probe von Nr. 1 hat lange bei mir rumgelegen, inzwischen ist sie aber im BILAS gelandet und hab mal nachgefragt, nach mikroskopischer Untersuchung meint Irsenaite, dass St. tenuispinum wohl hinkommt, mit einer kleinen Restunsicherheit weil keine Vergleichsmöglichkeit vorhanden. Irgendwann soll noch eine Sequenzierung folgen.


    LG, Bernd

    Hallo miteinander,


    gestern war ich in einem Mischwald am Fluss in Hanglage mit vielen kleineren Kerbtälern, nicht ergiebig in Sachen Pilzen. Und sehr schlechte Beleuchtung noch mit Laub und Wolken bis zum Boden. Ein Teil der Bilder von heute bei Tageslicht.


    1) eine weiße Antrodia s.l., die bei Berührung zügig rötet und später schwärzt, an liegendem Stamm von Linde. Vermutlich Physisporinus sanguinolentus

    -

    2) eine gelb-weiße Antrodia s.l. an ziemlich dicker liegender Fichte, die ich für Antrodiella citrinella halte. Von den Farben her käme noch Antrodia xantha in Betracht, die verknubbelt aber nicht so

    -

    3) ein Saftporling an relativ dünner, liegender Eiche, bei dem ich keine Poren erkennen kann, der aber nicht so klein aussieht (~ 5 cm * 10 cm), als dass er erst noch ganz viel wachsen will. Geruch unauffällig, Geschmack und Kosistenz wie ranziger Magerquark, KOH keine Reaktion. Wieso hat der keine Poren?

    -


    LG, Bernd

    Hallo allerseits,


    An einer verletzten Hainbuche im Hanglaubwald wächst dieser Lamellenpilz in gut 2 m Höhe, der mit dem knolligen Stiel (bis 3,5 cm dick) so aussieht, als hätte er sehr groß werden wollen. Leider ein Einzelstück. Geruch unangenehm, so ähnlich wie beim Mairitterling. Geschmack nicht getestet. Hut und Stiel im Schnitt weiß. Ein Stück habe ich zum Absporen ausgelegt, vielleicht geht das ja schon. Keine Flocken, Ringe oder Schuppen am Stiel, nur etwas Muster auf dem Hut. Ich tappe im Dunklen und bin für Hinweise und Vorschläge dankbar.

    LG, Bernd

    n'Abend allerseits,


    seit einiger Zeit ist alles wieder herbstlich durchweicht und das Brennholz blüht geradezu vor Pilzzeugs


    zwei Funde, die ich überhaupt nicht zuordnen kann, beides Nadelholz, wohl Fichte

    1) ein hellgrünes Etwas mit schwarzen Pünktchen, zum Größenvergleich ein Birkensame auf Bild 1, der "Schnitt" erfolgte mit dem Fingernagel, sehr weich. Oder könnne Pyros so aussehen?


    2) zwei Ansammlungen von Würstchen, alles am gleichen Klotz, vermutlich die gleiche Art


    danke für's Anschauen und ggf. Wegweiser

    Beste Grüße,

    Bernd