Beiträge von kruenta

    Hallo Werner, ich habe noch ein bisschen die östliche Literatur durchsucht und dabei ein paar spannende Arten gefunden, da wäre zum einen ein Spongipellis ambiens (Publikation von Spirin 2022 zu Spongipellis), wo die Hutoberseite passen würde - allerdings ist der zu dünn und kann mit Poren von 3-6 je mm wohl ausgeschlossen werden.

    Dann gibt es noch einen Aurantioporus alborubescens (Publikation von 2014 aus CZ, Dvorak et al.), der zumindest von der Porengröße her und nach Substrat passen würde, farblich vielleicht nicht ganz. Und sicher gibt es noch weitere Arten, von denem ich noch nie was gehört habe.


    LG, Bernd

    Servus Werner,


    danke, zumindest habe ich nichts Offensichtliches übersehen. T. fissilis hatte ich eigentlich ausgeschlossen - relativ kleine Fruchtkörper, im Cluster, die Porenschicht dicker als das Trama, die Porenschicht von außen erkennbar, mit sehr langen Poren bis zum Rand, das Trama quatschnass, noch saftiger als bei T. fissilis, keine Verfärbung mit KOH, und eigentlich am wichtigsten die Hutoberfläche, während diese bei T. fissilis zwar filzig ist, handelt es sich um liegenden Filz. Dieser Pilz hingegen ist filzig und mit senkrecht stehenden "Stacheln" versehen. Ach ja, bei T. fissilis wäre das Substrat doch eigentlich Apfel und Zitterpalmepappel - hier handelte es sich um Esche.


    Beste Grüße, Bernd

    ach ja, mit dem überstehenden Hutrand, der die Lamellen überragt, könnte Cortinarius velicopius ein Arbeitsname sein. Aber vielleicht gibt es noch mehr mit dieser Eigenschaft, das weiß ich nicht.

    LG, Bernd

    Hallo, die sollten zu den Schleierlingen (Cortinarius sp.) Sektion Klumpfüße (so klumpfüßig ist kein Rötelritterling) gehören. Teilweise ist die Spur des Schleiers als brauner Filz um den Stiel noch zu sehen - für eine Bestimmung etwas zu viel aufgeräumt :D. Für eine genauere Artbestimmung wirst Du mindests einen Schnitt und Angaben zum Geruch benötigen.


    LG, Bernd

    Hallo Thomas, das erklärt natürlich, warum Felli immer nach Schuppen gesucht hat :D Bei gut 100 Pilzen in dem Bestand habe ich keine einzelne Schuppe gesehen. Aber sicher eine Option, die man im Auge behalten muss. Bei allen fraglichen Gattungen wäre die Sporenpulverfarbe aber im Großraum braun, ob ein Abdruck da wirklich weiterhilft? Ich habe mal einen abgelegt.


    LG, Bernd

    Hallo Felli, das ist irgendwas obendrauf auf der Schleimschicht, keine Schuppen.


    Mittlerweile habe ich aber gesehen, dass es Hebeloma Arten gibt, die einen Schleier haben (können), etwa H. hermanniae Gröger 1985 - wobei gerade diese Art farblich nicht passt. Bei dem Angebot an Arten, das bei den Finnen gelistet wird (https://laji.fi/en/taxon/MX.69674/taxonomy) kann schon was passendes dabei sein. Hier im Forum gibt es nicht zufällig jemanden, der auf Hebeloma spezialisiert ist?


    LG, Bernd

    Hallo Felli,


    ganz junge Pilze habe ich leider nicht mehr gefunden, aber das letzte Bild von gestern zeigt doch einen echten und unzweideutigen Schleier ... Ansonsten hätte ich Hebeloma sp. in Betracht gezogen und die Sache ad acta gelegt.

    Die Stiele sind nicht schleimig. Schuppen hat keiner der Pilze auf dem Hut, das sind entweder angefressene Stellen oder Fremdkörper. Unter dem Schleim sind die glatt.


    LG, Bernd

    Hallo,


    ich war noch mal vor Ort, um die Geschmacksprobe zu machen, den im Schnitt zu fotografieren und Belege einzusammeln.

    Die Farbe ist von weiß auf elfenbein zu korrigieren. Die Mehrheit der Pilte ist im Hutgrößenbereich 4...6 cm mit einem Maximum von 10 cm. Begleitbaum ist ziemlich sicher Fichte, der Bestand zieht sich in einen dichten jungen Fichtenbestand (nicht gepflanzt, natürliche Verjüngung) hin.

    Keinerlei bitteren Geschmack. Konsistenz und Geschmack sind eher wie junger Steinpilz. Die Stiele sind im unteren Bereich teils flockig beschuppt.

    LG, Bernd

    Danke Uwe, das ist doch erst mal eine Richtung. Allerdings würde ich den Pilz nicht als klein bezeichnen, die größeren hatten bestimmt Hüte von 8 cm und die Stiele, wenngleich relativ schlank, sind doch um 1 cm dick. Da werde ich wohl morgen noch mal hin müssen - sind nur 4 km.


    von dem ersten Bild noch eine Ausschnittsvergrößerung, die Schleimschicht hat die Pilze abgedichtet, so dass mittig Wasser steht


    LG, Bernd

    Hallo allerseits,


    auf Sand, bei Kiefer, Birke, Fichte und vereinzelten Eichen im Unterholz habe ich ein ganzes Ensemble von extrem schleimigen Pilzen gefunden. Die Schleimschicht auf dem Hut dürfe ~1 mm dick sein. Geruch war unauffällig, Geschmack nicht gekostet. Alles andere ist auf den Bildern zu sehen. Mikrodaten habe ich nicht. Ich hoffe aber, dass es nicht viele so krass schleimige Arten gibt. Das Wetter ist herbstlich feucht, es hat aber nicht geregnet.

    Danke für's Anschauen und ggf. Vorschläge,

    LG, Bernd

    Hallo allerseits, ein weitere Saison ist auch für diesen Pilz vorbei. Im Laufe des Jahres ist der Ast knapp oberhalb abgebrochen und es würde mich nicht wündern, wenn in diesem Winter das Stück mit diesem Pilz auch abbricht.

    1.11.2022

    2.5.2023

    24.5.2023

    23.7.2023

    17.8.2023

    7.9.2023

    1.10.2023

    1.11.2023

    LG, Bernd

    Hallo zusammen,


    gestern konnte ich auf einer bemoosten, liegenden Esche eine Peltigera finden, die sich deutlich von der gleich daneben befindlichen P. praetextata unterschied. Die Lappen nur etwa halb so groß, keine Isidien auf der Oberfläche, keine Apothecien trotz erheblicher Ausdehnung, Knubbel an den Lappenkanten, die ich als Bortensorale ansehe. allerdings sind die nicht grau, wie in der Literatur meist angegeben und auch nicht durchgehend. Unterseits sind die Adern erkennbar, aber nicht sehr erhaben und ockerfarben. Die Rhizinen sind einfach, bis 4...5 mm lang.

    Zuerst die Bilder von gestern, im nassen Zustand

    Und von heute, getrocknet


    LG, Bernd

    Hallo allerseits,


    auf liegender, gut bemooster Esche habe ich diesen weichen, saftigen Porling gefunden. Die ganze Gruppe ist so um 10-12 cm breit. Geruch und Geschmack unauffällig bis nicht vorhanden. Die Poren sind sehr lang, bis 20 mm im Schnittbild, relativ groß 1...2 je mm, eher polygonal als rund. Die Oberseite ist bürstig, die weißen Borsten stehen bis 2 mm senkrecht. Auf KOH geringer Konzentration keine Verfärbung. Mit Mikrodaten kann ich wie gehabt leider nicht dienen. Mein Verdacht geht in Richtung Sarcodontia spumea - den habe ich aber noch nie gefunden. Vielleicht hat ja jemand eine Idee oder kann meine Vermutung disqualifizieren?

    Danke für's Anschauen und ggf. Vorschläge,

    LG, Bernd

    Hallo Jörg,


    ich habe G. triplex noch nicht selbst gefunden. Hingegen schon sehr viele G. fimbriatum, die oft genug so eine Bruchline andeuten, sich aber bei der Nachkontrolle bisher immer als fimbriatum herausgestellt haben. Will sagen, so eine angedeutete Bruchlinie kann fimbriatum im frühen Stadium schon haben, daraus entsteht aber nie ein Kragen. Zudem sollte triplex um die Sporenöffnung einen etwas helleren Hof haben - diesbezüglich würden Deine Bilder im letzten Post (die beiden rechten Exemplare) sogar eher noch den Verdacht in Richtung triplex erwecken.


    Das extremste Beispiel von solchen abartigen fimbriatum füge ich bei, den würde man, als Einzelstück betrachtet, und ohne Nachkontrolle sehr gut als G. triplex durchgehen lassen,


    LG, Bernd

    Ein Update zu diesem Pilz. In dem ersten Foto vom 2. April 2023 sind zwei Fruchtkörper zu sehen, unten der ältere, der den Thread eröffnet hat, oben der jüngere. In dieser Saison ist der untere nicht weitergewachsen und eingegangen und damit von dem schnell wachsenden Baum (Salweide) überrannt worden. Aber der jüngere ist noch da und gedeiht prächtig. Von heute

    LG, Bernd