Beiträge von Clavaria

    So, hier kommen nun noch die vier Mallocybe.

    Sie gehen alle in die Sequenzierung, so richtig klar lässt sich wohl keine morphologisch bestimmen.


    9:

    Eine eher grosse Art mit schwachem Pelargonium-Geruch, Durchmesser bis 35 mm.


    Fleisch in der Stielbasis gelblich.


    Sporen: 8.3-9.2-10.2 x 5.0-5.4-5.8 µm, Q = 1.48-1.71-1.94 (n=20)



    Zystiden aus bis zu vier Elementen, das vorderste zylindrisch oder keulig, 17-22-27 x 7-9-10 µm.


    Wenn ich die gelbe Stielbasis als kritisches Merkmal betrachte, müsste es M. substraminipes sein.

    Aber da gefallen mir weder die Hutstruktur noch der Pelargonium-Geruch.

    Einigermassen passen könnte auch Mallocybe hebelomoides, wie Armada diese darstellt.



    10:

    Diese hier ist makroskopisch täuschend ähnlich, aber mikroskopisch ziemlich anders.

    Man muss wirklich jede Kollektion mitnehmen, am Standort kann man nicht entscheiden ob man sie schon hat.

    Auch diese hatte schwachen Pelargonium-Geruch.


    Hier ist die Stielbasis nicht gelb.


    Sporen sehr kurz und breit: 7.3-8.4-9.3 x 5.2-5.8-6.6 µm, Q = 1.27-1.45-1.67 (n=20)



    Zystiden oft kettenförmig aus rundlichen Elementen. Das Endelement rundlich, keulig oder fusiform.

    Ich habe jetzt nur die länglichen Endelemente gemessen: 19-23-31 x 9-12-15 µm (n=12)


    Wirklich bestimmen konnte ich ihn nicht. Vielleicht Ludwig's Mallocybe lagenicystidiata, aber die ist mir nicht so richtig klar.



    11:

    Noch eine kräftige Art mit deutlichen Hutschuppen. Geruch süsslich.


    Und hier ist die Stielbasis wieder gelb.


    Die Sporen sind klein: 7.0-8.5-9.5 x 4.8-5.2-5.7 µm, Q = 1.35-1.64-1.83 (n=20)


    Zystiden mehrheitlich keulig, 15-20-27 x 9-12-15 µm.


    Mit dem Geruch, der gelben Stielbasis, den eher kleinen Sporen und den Hutschuppen denke ich an Mallocybe substraminipes.



    12:

    Eine geruchlose Kollektion, jung mit reichlich Velum am Hutrand.


    Schon wieder eine gelbliche Stielbasis.


    Sporen etwas grösser als bei den anderen Kollektionen: 8.4-9.5-10.7 x 5.5-5.8-6.0 µm, Q = 1.51-1.74-1.94


    Zystiden kettenförmig aus oft sehr kurzen Elemente.

    Das vorderste habe ich nur gemessen, wenn es länglich ist: 15-20-25 x 7-8-9 µm (n=10)


    So, das war die letzte Inocybe-Kollektion von der Gemmi.

    Es gab noch ein paar Nicht-Risspilze, die stelle ich dann separat rein.

    Die Inocybe-Kollektionen von vorgestern folgen in Kürze, darunter eine wunderschöne Inocybe aurea.


    LG Raphael

    Liebe Ditte


    Danke, ja ich lasse die drei sequenzieren.

    Dieses Jahr ist wirklich sehr gut für Risspilze, ich habe schon wieder zehn neue alpine Kollektionen.

    Ich komme gar nicht mehr nach mit Bestimmen.


    LG Raphael

    Hallo zusammen


    So, nun kommen ein paar weitere Risspilze.


    6:

    Bei dem hier bin ich der Meinung, dass er identisch mit Nr. 1 ist:




    Sporen: 8.6-9.5-10.8 x 5.6-6.2-6.9 µm, Q = 1.36-1.54-1.69 (n=20)


    Cheilozystiden wieder fast dünnwandig, 17-46-57 x 15-17-20 µm (n=10)


    Pleurozystiden gleich


    Im oberen Stieldrittel gibt es Kaulozystiden, meist ohne Kristalle.



    7:

    Ein Höckersporer mit ganz bereiftem Stiel. Geruch war unauffällig.



    Die Sporen sind sehr unregelmässig. Einige mit grossen, rundlichen Höckern.


    Andere eher eckig, rundlich oder fast sternförmig. 10.2-11.1-12.5 x 7.7-8.5-9.6 µm, Q = 1.07-1.31-1.47 (n=20)



    Zystiden wieder recht dickwandig, 55-61-69 x 15-19-22 µm.


    Pleurozystiden


    Kaulozystiden überall sehr zahlreich, bis zur Basis sehen sie gleich aus.


    Hier bin ich auf nichts wirklich Passendes gekommen. Irgendwo in die Nähe von Inocybe favrei denke ich.



    8:

    Da soll noch jemand sagen, dass alle Risspilze braun und hässlich sind.

    Ich habe drei Kollektionen davon, nicht bei allen war das Velum so reichlich.

    Geruch spermatisch.




    Schnittbilder von zwei Kollektionen. Auffallend ist das weisse Fleisch in der Knolle.


    Sporen: 11.2-12.0-14.0 x 6.4-7.5-9.3 µm, Q = 1.32-1.60-1.88 (n=20)


    Cheilozystiden: 31-42-58 x 11-15-17 µm, n=10


    Die Zystiden sind oft braun pigmentiert.


    Kaulozystiden im oberen Stieldrittel zahlreich, wie die Cheilozystiden.


    Hier habe ich den Verdacht, dass es Pseudosperma bulbosissimum sein könnte.


    Nun habe ich noch vier Mallocybe, die muss ich noch gründlich anschauen.


    LG Raphael

    Hallo Ditte


    Vielen Dank, mit den drei canescens kann ich mich anfreunden. Dass die Kaulos bei der bis unten reichen können, wusste ich nicht.

    Die anderen lasse ich sequenzieren.


    Ich bin jetzt bis Sonntag an einer kleinen Tagung, die weiteren Kollektionen könnten etwas auf sich warten lassen.


    LG Raphael

    Hallo zusammen, Ditte


    Ich war am Samstag bei strahlendem Sonnenschein auf dem Gemmipass.


    Ich verbrachte dort vier Stunden in diesem steinigen Hang, mutmasslich viel Kalk, aber wohl nicht überall.

    Dort gibt es zahlreiche Flächen von Dryas octopetala, Salix herbacea, Salix retusa und Salix reticulata:


    Schwer beladen ging ich mit 15 Risspilz-Kollektionen und 12 anderen Sachen heim.

    Die Bestimmung ist wie erwartet eine Sisyphus-Arbeit.

    Ich bin noch lange nicht fertig, aber stelle hier schon mal die ersten rein, damit es nicht zuviel auf einmal ist.


    1:

    Ein Winzling, die Hüte hatten weniger als 10 mm Durchmesser. Aufgrund der lilagrauen Töne am Stiel meine ich, dass es irgendwo in die Gruppe um Inocybe pusio gehört.

    Einen vernünftigen Vorschlag habe ich aber nicht. Geruch banal spermatisch.


    Sporen: 8.5-10.0-11.2 x 5.9-6.3-7.0 µm, Q = 1.38-1.58-1.68 (n=20)


    Zystiden ziemlich dünnwandig, 39-49-68 x 11-15-17 µm (n=10).


    Pleurozystiden ähnlich.


    Kaulozystiden im oberen Stieldrittel vorhanden, aber recht spärlich.



    2:

    Den hier habe ich recht früh gesammelt, als ich dachte ich finde eh nicht viel.

    Sie sind am Rand etwas angetrocknet, ich hätte sie gar nicht mitnehmen sollen. Aber nun ist es so, also versuchen wir es.

    Einen Geruch konnte ich nicht feststellen.


    Obendrein sind sie noch verwurmt.


    Sporen: 8.7-9.9-11.7 x 5.3-5.9-6.3 µm, Q = 1.43-1.69-2.05 (n=20)



    Cheilozystiden oft sehr dickwandig: 49-54-59 x 14-16-19 µm (n=10)


    Pleurozystiden etwas länger.


    Im oberen Stieldrittel zahlreiche schlanke, oft wellige Kaulozystiden.


    Meine Schlüsselversuche enden nach Bon bei Inocybe gausapata oder flocculosa, die aber deutlich kleine Sporen haben soll.



    3:


    Eine kleine Gruppe mit gelblichem Stiel, leuchtenden Lamellen, ohne deutlichen Geruch.



    Sporen: 9.6-10.5-11.9 x 5.2-5.9-6.5 µm, Q = 1.57-1.78-1.95 (n=20)



    Cheilozystiden dickwandig, in KOH deutlich gelb, 42-48-55 x 13-16-20 µm (n=10)


    Pleurozystiden ebenso.


    Im oberen Stieldrittel reichlich Kaulozystiden.


    Die Bestimmung ist so eine Sache, ja nachdem wie stark ich den gelblichen Stiel beachte.

    Wenn ich den als "gelb" interpretiere, komme ich nach Bon am ehesten auf Inocybe luteipes. Aber die soll nur am obersten Apex Kaulos haben.

    Andererseits könnte es auch eine "banale" Inocybe canescens sein.



    4:

    Diese hier wuchsen mitten in einem Dryas-Polster. Geruch sehr stark spermatisch.



    Sporen: 9.4-10.4-11.5 x 5.3-6.1-6.6 µ, Q = 1.45-1.71-1.93 (n = 20)



    Cheilozystiden oft subcapitat, gelbgrün in KOH, dickwandig, 57-67-85 x 16-18-24 µm.


    Echte Kaulozystiden gibt es keine, der Stiel ist bedeckt von diesen zylindrischen, oft schwach bräunlich inkrustierten Fasern.


    Das sollte in die Gruppe um Inocybe cincinnata gehören. Vielleicht Inocybe obscuroides?

    Ich finde aber keine Hinweise, dass die alpin vorkommen kann. Und die Sporen passen auch nicht so richtig.



    5:

    Noch eine Knacknuss. Diese hier hatten einen schwachen, eigentümlichen Geruch, der mich an Leder erinnerte.



    Sporen: 8.4-9.8-11.8 x 4.8-5.6-6.0 µm, Q = 1.56-1.76-2.11 (n=20)


    Cheilozystiden: 39-46-51 x 14-16-19 µm, dickwandig


    Pleurozystiden ebenso.


    Kaulozystiden gibt es bis zur Basis. Oben haben sie öfter noch Kristalle.


    Weiter unten sind sie dünnwandiger und unregelmässiger.


    Mit der Bestimmung tue ich mich schwer. Nach Bon könnte es Inocybe tenerella (ined.) sein.


    Das war's fürs erste, die nächsten Tage folgt dann noch mehr.


    LG Raphael

    Hi Raphael, außer, dass die erste eine gelbe Stielbasis hat, sehe ich wenig Besonderheiten, und ob die Hutoberfläche typisch ist, weiß ich nicht ... also ich kann dazu nichts sagen, das kann alles mögliche sein... :) .

    Herzlich, Ditte

    Liebe Ditte


    Das hatte ich mir schon fast gedacht :)

    Ich geb dir dann irgendwann Bescheid, wenn ich die Sequenzen habe.


    LG Raphael

    Hallo Felli


    Hm, jetzt machst du mich nachdenklich.

    Ich habe die Sporenfotos aus einem Abwurf gemacht, die sollten also schon reif sein.


    Aber du hast recht, der Standort war nicht auf Holz, sondern einfach auf feuchtem, sandigem Waldboden.

    Dass die Haare wurzelnd sein sollten, hatte ich auch nicht beachtet. Zu schnell abgehakt weil es ja so klar war. :haue:


    Dein Vorschlag Sc. nigrohirtula gefällt mir eigentlich ganz gut.

    Man findet auch Portraits wo man die Sporenwarzen kaum sieht. Und alles andere passt auch viel besser dazu.


    LG Raphael

    Hallo Martin


    Schön Fund :thumbup:


    Bei 10 würde ich makroskopisch mitgehen.

    Helvella confusa ist zumindest frisch innen dunkler und graubraun bis dunkel graubraun.

    Helvella oblongispora hat immer diesen schönen Braunton ohne grau.

    Zudem ist der Stiel meiner Erfahrung nach im Verhältnis meist länger als bei oblongispora.


    Hier zum Vergleich:


    Helvella oblongispora


    Helvella confusa


    Gruss Raphael

    Hallo zusammen


    Letzte Woche war es sehr warm, deshalb legen die Pilze hier eine Pause ein. Aber mit etwas Geduld konnte ich doch ein paar wenige Sachen auftreiben:


    Zunächst zwei alpine Mallocybe für Ditte .

    Habitat: Bei Salix herbacea auf 2550m in einem alpinen Sumpfgebiet (Lac de Châteaupré, wo ich oft sammle).

    Ich habe ein probiert sie zu bestimmen, aber da fehlt im Moment halt die geeignete Literatur.

    Sie sind auch schon vorsorglich für die Sequenzierung eingetragen, falls sich jetzt nicht herausstellt dass es etwas völlig Triviales ist.


    1:

    Diese seidigen Fasern bitte ignorieren, die sind von den umliegenden Salix-Sträuchern.

    Geruch 0.





    Sporen meist eiförmig, manchmal fast etwas konisch. 7.9-8.8-9.7 x 5.1-5.5-6.3 µm, Q = 1.48-1.60-1.83 (n=20)


    Cheilozystiden aus bis zu vier Elementen, das vorderste keulig, 19-25-30 x 8-10-12 µm (n=10)



    2:

    Leider ist hier der Stiel überbelichtet... Geruch 0.





    Sporen: 7.1-8.4-9.7 x 4.8-5.2-5.7 µm, Q = 1.45-1.61-1.90 (n=25)




    Cheilozystiden betonter keulig bis gestielt-blasig, teils mit abrupt erweitertem Kopfteil. 23-26-33 x 12-15-18 µm (n=10)



    Dann zwei Sachen aus dem montanen Fichtenwald.


    3:

    Bei dieser Lepiota ist der Stiel irgendwie deformiert, das ist kein echter Ring. Das hat mich zuerst ziemlich verwirrt.

    Es ist einfach Lepiota clypeolaria.


    Sporen schlank fusiform.


    Zystiden meist lageniform.


    HDS im Zentrum mit hymeniformer Unterschicht und sehr langen, zylindrischen Elementen.



    4:

    Schon wieder eine Scutellinia, die fangen an mir Spass zu machen.




    Die Sporen sehen glatt aus, aber haben offenbar ganz feine Warzen. Siehe unten die weitere Diskussion.


    Paraphysen


    Haare ohne Wurzeln, bis etwa 350 µm lang.

    Alles in allem scheint Scutellinia nigrohirtula am besten zu passen.



    5:

    Ein Nabeling auf nacktem Boden am Wegrand, auf ca. 2500m.

    Braune alpine Nabelinge sind normalerweise kaum bestimmbar.

    Selbst beim Sequenzieren kommt man selten auf einen Namen, weil es kaum glaubwürdige Referenzsequenzen gibt.

    Aber der hier war einfach, es ist Lichenomphalia velutina.


    Sporen etwas kleiner als das was Ludwig angibt, zu anderen Büchern passt es aber.

    Zystiden keine, Basidien mehrheitlich 2-sporig, keine Schnallen gefunden.


    HDS grösstenteils intrazellulär pigmentiert, einzelne Hyphen auch inkrustiert, Endzellen keulig oder verjüngt.


    Stieloberfläche mit verschieden geformten Elementen, wodurch der Stiel fein flaumig ist.



    Wenn man die kleine Knolle an der Stielbasis vom Dreck befreit und aufschneidet, findet man darin diese grünen Botrydina-Einschlüsse.



    Mehr habe ich leider nicht...


    LG Raphael

    Liebe Ditte,


    Nun komme ich endlich dazu, hier zu antworten. Danke für deine Bemühungen!


    Bei 3 bin ich irgendwie froh, dass ich im Feld mit proximella doch richtig lag.


    Zu 6:

    Dickwandige Kaulozystiden hatte die nicht, nur diese büscheligen, langen Fasern.

    Hier auf der Nahaufnahme sieht man, dass es die auf der ganzen Stiellänge gibt. Aber das kann gut eine Scheinbereifung sein.


    Bei 7 ist mir alles zu unsicher und die Kollektion ist auch nicht wirklich gut, schon leicht angetrocknet.


    Das geht alles in die Sequenzierung. Für 2 und 9 sollte ich noch dieses Jahr die Resultate bekommen, der Rest dauert länger.


    LG Raphael

    Hallo,


    Mal schauen was die Tintlings-Experten meinen, aber vermutlich wird die Bestimmung schwierig.

    Zunächst kann das in Blumentöpfen auch eine exotische Art sein, die man hier in der Literatur kaum findet.

    Dann fehlen Nahaufnahmen oder Beschreibungen, wie die Hutoberfläche bei jungen Fruchtkörpern aussieht.

    Ist die körnig oder eher faserig, welche Farbe hat die Hutornamentierung?


    Die Velumsstruktur ist mir auch noch nicht ganz klar. Ich meine aber Sphaerozyten zu sehen.

    Da ist es am besten wenn man wirklich nur Velumreste unters Mikroskop tut, und nichts vom Hut mitnimmt.

    Dann sieht man, ob es Sphaerozyten gibt, und wie genau das Velum aufgebaut ist.


    Und schliesslich noch Schnallen suchen, am besten am Stiel.


    LG Raphael

    Ach du Schreck, was habe ich denn da ausgelöst ^^


    Hier der Link ohne Hyperlink, einfach in ein neues Tab kopieren falls jemand keine Maus hat:


    Code
    http://www.sardegnafunghi.it/subcandida.html

    Hallo zusammen


    Ich dachte ich versuche mich mal an einer Scutellinia. War mein erstes Mal, deshalb wäre ich froh um eine zweite Meinung:


    Habitat: Reiner Fichtenwald.



    Sporen elliptisch, 20-22 x 10-11 µm, mit verschieden grossen, isolierten Warzen.

    Einen ablösenden Perisper konnte ich nicht beobachten.


    Haare wurzelnd.


    Nach dem Schlüssel auf ascomycete.org komme ich eigentlich direkt auf Scutellinia cejpii. Liege ich da richtig?


    LG Raphael

    Hallo Matthias


    Ja genau dieses Paper meine ich.


    Die makroskopische Ähnlichkeit mit I. bongardii ist wirklich verblüffend.

    An die hatte ich gar nicht gedacht, weil ich mich so sehr an den Pelargonium-Geruch geklammert habe.

    Aber ich denke nicht, dass ich mich im Geruch getäuscht habe.

    Mal schauen was dabei rauskommt.


    Hier ist jetzt wieder Pilzflaute. Heute habe ich alpin noch zwei Risspilze gefunden, aber sonst gar nicht mehr.

    Die muss ich noch untersuchen.


    LG Raphael

    Hallo zusammen


    Tja jetzt sind sie schon getrocknet, diese Tests funktionieren da nicht mehr.


    Ich nehme nicht an, dass die Bilder bei Ludwig abschliessend alle möglichen Erscheinungsformen der beiden Arten zeigen, er zeigt ja nicht einmal alle offiziell beschriebenen Varietäten und Formas.

    Mit Sicherheit gibt es Übergangsformen und noch andere Ausprägungen, das kann man auch anhand der Bilder in anderen Büchern sehen.

    Ein wirklich eindeutiges Merkmal, um eine der Arten auszuschliessen, sehe ich noch nicht.


    Fazit: Ich weiss nicht was es ist.


    Aber danke euch für all die Inputs :thumbup:


    Gruss Raphael

    Ludwig diskutiert noch eine neben "Rhodocybe" popinalis noch Rhodocybe mundulla, die direkt schwärzt, rötendes Fleisch hat, bevor es schwärzt und eher fruchtig als mehlig riecht. Danach wäre mein Fund näher an dieser Beschreibung/Art. Es ist nach seiner Aussage aber unklar, ob es sich dabei überhaupt um eine eigene Art handelt oder um eine "Extremform" an einem Merkmalsende von popinalis.


    LG Sebastian

    Hallo Sebastian


    Ludwigs Ansichten sind da nicht ganz auf dem neuesten Stand. Für die Bestimmung brauchst du dieses Paper:


    Overview of the European species of the genus Clitocella (Entolom...: Ingenta Connect


    mundula und popinalis sind zwei Arten, die man auch recht gut unterscheiden kann.


    Gruss Raphael

    ... ich hänge hier mal noch einen Risspilz an, weil der Thread ohnehin noch offen ist.


    9:

    Dieser Winzling aus dem calamistratum-Aggregat wuchs auf ca. 1950m am Rand der Schwemmfelder in Ferpècle.

    Es gab dort verschiedene Salix-Arten und Alnus viridis.

    Geruch nach Pelargonium.


    Sporen auffallend schlank, 11.5-12.7-14.6 x 5.4-6.1-7.0 µm, Q = 1.88-2.10-2.38 (n=20)


    Cheilozystiden keulig, 36-49 x 9-16 µm.


    Kaulozystiden im oberen Stielteil ähnlich, aber kürzer.


    Mit diesen Mikromerkmalen, vor allem den sehr schlanken Sporen, sollte es das neu umkombinierte Inosperma praetermissum sein.


    LG Raphael

    Doch, Amanita gemmata kann auch so eine Basis haben.Schau dir mal Kollektion D bei Ludwig an.

    Formen mit ausdauerndem Ring gibt es ebenfalls, sind auch dort erwähnt.


    Ich tendiere zwar auch eher zu pantherina, aber sicher ausschliessen kann man gemmata m.E. nicht.


    LG Raphael

    Hallo,

    A. eliae riecht nicht nach Kartoffeln und hat keinen eingepfropften Stiel, wie er auf den Bildern mustergültig zu sehen ist. Gegen A. pantherina spricht hingegen garnichts, oder?


    VG Stefan

    Nein nichts abgesehen von den eher ungewöhnlichen (aber nicht unmöglichen) Farben, aber gegen gemmata eben auch nicht...

    Hallo Benjamin


    Ja ich muss ihn quasi sequenzieren lassen für das Projekt, aber das wird einige Zeit dauern. Ich weiss gerne vorher, was ich da habe.


    Habe übrigens ein Paper dazu gelesen. Hinter den Sequenzen, die zu A. gemmata in der Genbank sind, verstecken sich weltweit etwa fünf unbeschriebene Arten.

    Die meisten lassen sich aber geographisch auf Kontinente eingrenzen, wie es bisher scheint.


    Lg Raphael

    Hallo zusammen


    Ja das ist genau mein Problem. Man findet Bilder von angeblichen pantherina's mit diesen Farben, aber ebenso findet man Bilder von gemmata's mit genau den gleichen Farben.

    Kartoffelgeruch kann gemmata laut PdS auch haben.


    Lg Raphael

    Hallo zusammen


    Hier brauche ich mal eure Meinung. Diese Amanita-Kollektion habe ich diese Woche auf ca. 1600m im Fichtenwald gefunden.


    Es gab etwa 20 Exemplare, alle waren genau so gefärbt und absolut frisch.

    Der Rand ist deutlich gerieft. Sie riechen kräftig nach Kartoffeln.



    Der Ring ist häutig, hängend, aber ausdauernd, mit isabellfarbenen Rand., ganz fein gerieft.


    Knolle flockig bis gegürtelt, erinnert etwas an A. pantherina.


    Sporen etwa 8.6-9.6-10.8 x 6.5-7.0-8.3 2 µm, Q = 1.30-1.37-1.44 (n=8), inamyloid (im Abwurf getestet)


    Velum mit vielen runden und länglichen Zellen.


    Es gehört sicher in die Gruppe um pantherina oder gemmata. Aber so richtig passen beide nicht. Was meint ihr dazu?

    An Amanita eliae hatte ich auch gedacht, aber es ist das falsche Habitat.


    LG Raphael