also, nun noch ein paar Nichtdungpilze.
8:

Dieses Samthäubchen wuchs in der Nadelstreu bei Pinus und Picea. Ich habe es als Conocybe pulchella bestimmt.

Sporen mittelgross, mit deutlichem Keimporus.

Cheilozystiden unauffällig, wie immer.

Stielbekleidung gemischt aus lecythiformen Kaulozystiden und anderen Elementen.

HDS mit einzelnen schlanken Pileozystiden.
9:

Gymnopus ocior. Schon makroskopisch mit den gelben Farbtönen gut ansprechbar.
Die wuchsen nicht im Wald, sondern auf der Pferdeweide etwas abseits vom Dung bei Populus tremula.
10:

Für Lyophyllum deliberatum eigentlich etwas früh im Jahr, vor allem auf 1800m wo vor vier Wochen noch Schnee lag.

Aber mit diesen rautenförmigen Sporen kann es nichts anderes sein.
11:


Die beiden Spitzmorcheln durften stehen bleiben.
12:

Ein Rätsel, falls jemand Lust darauf hat. Was seht ihr hier?
13:

Marasmius oreades. Sie rochen untypisch nach Thymian, liegt wohl am Habitat.
14:

Weichritterlinge scheinen ein gutes Jahr zu haben. Diese hier wuchsen in der Nadelstreu bei Pinus und Picea.
Die Bestimmung ist ja immer so eine Sache. Die Gattung ist zwar inzwischen recht gut bearbeitet, aber einfach wird das wohl nie sein.
Für die Arten mit Brennhaar-Zystiden gibt es nun immerhin einen aktuellen Schlüssel.
Dieser führt mich zu Melanoleuca fontenlae.

Sporen breit elliptisch, ansonsten halt typische Melanoleuca-Sporen.

Ich brauchte drei Präparate, bis ich endlich Cheilozystiden fand. Pleurozystiden gab es keine.

Kaulohymenium mit echten Zystiden und zahlreichen keuligen Elementen.
15:

Noch ein Weichritterling. Der Hut ist mehr grau, das muss nichts heissen. Aber der Stiel ist stark faserig.
Hier habe ich noch keine richtig gute Bestimmung. Vielleicht Melanoleuca favrei, sonst passt nichts so richtig.

Sporen wieder ähnlich.

Dieses Mal waren die Cheilozystiden einfach zu finden. Pleurozystiden keine.

Echte Kaulozystiden konnte ich nicht finden, nur keulige Elemente.
16:

Weichritterling Nr. 3. Hier könnte man anhand der gelblichen Lamellen einfach mal Melanoleuca cognata dran schreiben.
Aber es ist was völlig anderes, vermutlich Melanoleuca paedida.

Sporen wieder sehr ähnlich wie vorher.

Massenhaft Brennhaar-Zystiden an der Schneide.

Und dieser hier hat auch zahlreiche Pleurozystiden.

Am Stiel nur keulige Elemente.
17:

Eine kleine Telamonia in der Nadelstreu. Mit Geruch irgendwo zwischen fruchtig und pelargoniumartig.
Ich meine das gehört irgendwo in die Gruppe um Cortinarius diasemospermus.

Sporen schlank und fein warzig.
18:

Noch eine grössere Telamonia. Geruch schwach aber angenehm, unspezifisch.
Was es ist? Keine Ahnung, nach dem AdC komme ich auf Cortinarius ochraceosafranopes ad int., zu dem es aber kaum Literatur gibt.
Ein Fall für die Sequenzierung.

Sporen jedenfalls grob warzig und auch eher schlank.
19:

Eine rätselhafte Telamonia bei Pinus, Picea und Betula. Einiges spricht für Cortinarius vernus, aber die Fruchtkörper sind viel zu kräftig.
Geruch am Standard stark nach Rettich, später eher fruchtig, mit Pelargoniumkomponente oder sogar etwas spermatisch.
Einen brauchbaren Vorschlag habe ich nicht.

Sporen grob warzig.
So, bald habt ihr es überstanden. Es folgen dann noch drei Risspilze.