Beiträge von Lütte

    Guten Morgen liebes Forum,


    ich bin auf der Suche nach dem Titel "Die Gattung Helvella in Europa unter besonderer Betonung der im Norden vorkommenden Arten" von Henry Dissing. Kann mir da jemand weiterhelfen? Vielleicht gibt es ja einen link oder ähnliches. Darüber würde ich mich sehr freuen.


    LG Andreas

    Hallo Martin,


    die ersten drei Bilder sind sehr wahrscheinlich C.virgineus. Eine Verwechslungsmöglichkeit wären in dem Fall weiße Schnecklinge, die haben meines Wissens nach aber keine Anastosmosen, wie sie auf dem vierten Bild (kleine Adern zwischen den Lamellen) gut zu erkennen sind. Auf Bild 4 wird eine der zwei etwas dunklere Varietäten von C.virgineus sein (->C.virgineus var. ochroceopallida). C.virgineus kann manchmal auch rote bis pinke Flecken und eine Kokosgeruch aufweisen, was von einem Pilzbefall herrührt. Die farbigen Flecken sind die Konidien des Parasiten. Der Juchtenellerling ließe sich durch dessen lederartigen Geruch sicher von C. virgineus abtrennen.

    Die Tricherlinge kannst Du anhand der viel enger stehenden Lamellen ausklammern.


    LG Lütte

    Hallo Anton,


    Stockschwämmchen und einige andere Arten (z.B. Grünblättrige Schwefelköpfchen) sind sogenannte Dauerfruktifizierer, d.h. sie können bei geeignetem Wetter das ganze Jahr erscheinen. Das unterscheidet sie von vielen anderen Arten, die nur zu einer bestimmten Jahreszeit erscheinen (z.B. Morcheln und co). Allerdings kommen gerade bei sehr mildem Wetter im Spätherbst natürlich auch die Gifthäuptlinge durchaus noch vor.


    LG,Lütte

    Vom Bild her könnte das R. mustelina sein, könnte aber auch R.intergra sein. Wie sieht es mit dem Fundort aus? Begleitbäume? Höhenmeter? R. mustelina kommt im Flachland nicht vor und hat, wie oben erwähnt, einen sehr harten Stiel.

    Für eine halbwegs mögliche Bestimmung der Täublinge brauchts neben dem Geschmack (bitte nur, wenn man Täublinge als solche sicher erkennt), Geruch, eine Sporenabwurf, um die Farbe nach Romagnesi zu bestimmern (hier ließen sich mustelina und integra schon unterscheiden) und die Guajak-Reaktion (siehe Artikel von Chalange, Farbe nach 8 bis 10 Sekunden).


    LG, Lütte

    Moin und Guten Abend,


    ich versuch`s einfach mal und frage in die Runde, ob jemand die zwei Bücher von der Helga Marxmüller verkaufen würde oder zumindest mit dem Gedanken spielt. In letzterem Fall könnte man zumdest mal "sondieren" ;) In einen möglichen Handeln könnte von meiner Seite auch z.B. auch der Horak (Röhrlinge und Blätterpilze in Europa) oder Pareys Buch der Pilze als Teil des Deals mit einfließen.

    Freue mich über eine PN.


    LG Lütte

    Hallo Reinhard,


    das hat sicherlich eine Bedeutung (oder noch größere Gewichtung), wenn Du nach thermophileren Arten auf der Jagd bist bzw. wenn es schon relativ kalt wird. Auf jeden Fall trifft es auf die Frühjahrspilze wie die Morchel zu. Die Suchen sich zu Anfang ihrer Saison die warmen Plätzchen (Süden) und wandern dann zum Ende (über West/Ost) hin an die nördlichen Lagen. Beim Thema Wasserversorgung schließe ich meinen Vorgängern an.


    LG, Lütte

    Hallo Sponge,


    schließe mich Oehrling an. Ist die Huthaut von wachsartiger Beschaffenheit, wenn man drüberstreicht? Das wäre ein weiteres Indiz in diese Richtung.


    VG, Lütte

    Hi Lukas,


    die Linde, die feldrig aufgerissene Huthaut und das Schnittmuster, d.h. Hutfleisch blauend bzw. Stielfleisch rötend, sprechen für den Wurzelden Bitterröhrling. Ich würde fast vermuten, dass die in der Nähe vom Fransigen Wulstling standen (beide mögen neutrale bis basische Böden).


    LG

    Moin :)


    da ich meine ersten Rötlinge unter Weißdorn gefunden habe, wollte ich deren Reaktion mit Guajak zur Unterscheidung von Schild- und Schlehenrötling ausprobieren. Zufälligereweise hatte ich auch Maipilze da und habe deren Reaktion mit Guajak ausprobiert. In meinen Büchern habe ich dazu nichts gefunden. Scheinbar fällt die Reaktion abhängig vom jeweiligen Ort unterschiedlich stark aus. Im unteren Stielfleisch ist sie am stärksten, während sie auf dem Hut nur recht zögerlich stattfindet. Die Bilder sind nach 1,2,5 Minuten sowie am nächsten morgen aufgenommen worden.


    LG, Lütte

    Hallo Murph,


    die Verpeln sind bei uns in Niedersachsen eher selten. Es gibt ein paar verstreute Fundorte. Selbst als "Beifang" bei der Morchejagd sind sie mir bisher nicht ins Netz gegangen. Dagegen sind andere Gegenden wie Thürigen oder die alten Halden im Leipziger Raum voller Verpeln. Ich vermute, dass sie leicht andere Bodenverhältnisse (nicht ganz so viel Kalk) mögen.


    LG, Lütte

    Guten Abend,


    gerade bin ich mal die Fotos aus dem letzten Jahr durchgegangen und mir ist doch glatt der folgende Ascomycet durch die Lappen gegangen. Leider habe ich nur ein Foto geschossen und unter das Mikroskop hat er es auch nicht geschafft. da gibt es natürlich bessere Voraussetzungen zur Bestimmung. Meine Vermutung geht in Richtung Hasen-Öhrling oder geht die Reise in Richtung Pezziza?


    Fundort: Harz, 500m NN bei Fichte,

    Funddatum: 06.09.20

    Boden: sauer


    LG, Lütte

    Hallo Grüni/Kagi


    ja, ich meine das hessische Marburg :) Aber ich denke mal, dass Du wirklich nicht so weit fahren musst. Du brauchst wirklich nur sandigen Boden und Kiefern dazu. Wenn Du dennoch soweit fahren möchtest, die Stelle, welche näher an Dir dran wäre, ist der Wald rechter Hand, wenn man von Wehrda nach Goßfelden fährt. Beim Sandwerk parken und den ersten Weg nehmen, der den Berg hinauf führt. Dort standen sie (nördliche Ausrichtung, Süden war schon zu trocken) am Wegesrand. Ob sie da noch stehen, kann ich Dirnicht sagen, das es mittlerweile drei Wochen her ist.


    LG

    Hallo Azalee,


    Kontaktgifte, weswegen man Handschuhe bräuchte, wie es sie bei Pflanzen gibt (z.B. kaukasischer Bärenklau) sollte es bei europäischen Pilzen nicht geben. Zumindest im "Flammer" habe ich davon nicht gelesen (das ein Standardwerk, wenn es um Pilzvergiftungen geht) und bisher habe ich diese Therorie auch von keinem PSV gehört. Bei den Morcheln kann ich Dich beruhigen, von denen habe ich schon einige in den Händen gehabt, ohne einen körperlichen Schaden davon zu tragen 8o Allerdings muss ich vor dem geistigen warnen, wenn einem das Morchelfieber gepackt hat ==morchel==13


    LG

    Guten Morgen,


    die Salpetersäure durch Eisessig in der Schäffer-Reaktion zu ersetzen sollte funktionieren. Für die Reaktion brauche ich nur einen entsprechenden pH-Wert (da das Diazoniumsalz schon im Pilz vorliegt). Allerdings eigent sich beispielsweise konz. Salzsäure weniger gut. Schwefelsäure könnte man eventuell noch im Baumarkt bekommen, da sie oft in Sanitärreinigern enthalten ist, um Verstopfungen in Rohren zu lösen.


    mollisia Hast Du eventuell Literatur zur Reaktion der Sulfovanilin/Schwefeläure? Worauf ich hinaus will ist, wenn man weis, mit welchen Substanzen sie in den Täublingen reagieren, könnte man gezielt über einen Erstaz nachdenken.


    LG, Andreas