Beiträge von Sebastian_RLP

    Und wer hat jetzt festgelegt, was präziser war?

    Die Biopsie und histologische Untersuchung? Nein, ich weiß es für den geschilderten Fall nicht, denke jedoch, dass eine Kontrolle möglich ist.

    In der Radiologie wird künstliche Intelligenz längst eingesetzt, mindestens um Bilder vorzusortieren. Da gibt es schon die Erkenntnis, dass eine gut trainierte KI weniger Fehler macht (als zum Beispiel der Radiologie der bei der Durchsicht des tausensten Bildes nix mehr sieht). Die KI ermüdet nicht, schläft nicht usw. Das heißt aber nicht, dass sie fehlerfrei arbeitet. Das ist aber auch nicht die spannende Frage, den wir dürfen der KI kein Ideal von Mensch gegenüberstellen, der niemals Fehler macht. Die Frage ist also vielmehr, ob die KI ggf. weniger Fehler macht als Menschen mit bestimmten Aufgaben (ob PSVs niemals Fehler machen??? Ich habe da so meine Zweifel, womit ich bitte nicht die wichtige und gute Arbeit sowie das hohe Maß an Verantwortungsübernahme und -bewusstseins vieler PSVs schmälern möchte!!! Ich möchte auch derzeit nicht zu Pilzen beraten werden von einer KI.).

    Und richtig spannend wird es bei der Frage, wer eigentlich haftet, wenn der Arzt/Radiologe die Entscheidung der KI anzweifelt, sich anders entscheidet und dabei einen Fehler macht. Und wie sich das auf weitere Entscheidungen auswirkt, wenn es dann der Arzt ist, der haftet, weil er keinen Entscheidungsspielraum (auch für Fehler -wenige oder viele?) mehr hat.


    Ich denke man muss sich schon mit dieser Entwicklung befassen und ich sehe auch Möglichkeiten, auch von ChatGPT. Manches an der Diskussion dürfte aber auch Geschäftsinteressen geschuldet sein. Da muss man vielleicht auch nicht über jeden Stock springen, der da hingehalten wird. Der Prozess der Integration in die Arbeitswelt ist aber sicherlich ein spannender.


    LG Sebastian

    Hallo Raphael,


    vielen Dank für diesen sehr aufschlussreichen Artikel. Hier gäbe es also erneut Hausaufgaben ... sequenzieren und saubere Beschreibung. Werde mir das mal auf den Zettel schreiben, bekomme das aus dem vorliegenden Materialien vermutlich aber leider nicht mehr sauber hin. Habe auch eure interessante Diskussion gefunden:



    Danach käme nach der Beschreibung durchaus auch ochracea noch in Frage. Wobei die Fruchtkörper eher einen Beigeton als einen Ockerton hatten, auch die Größeren. Aber ich denke ohne Sequenzierung wird es nichts. Es kommt ja im Artikel auch zum Tragen, dass da weiterer Untersuchungsbedarf ist, um ggf. die (vorallem auch mikroskopische) morphologische Trennung besser herauszuarbeiten. Mit dem Phylogramm aus der Veröffentlichung ließe sich ja arbeiten. Man bräuchte nur mehr Zeit.

    Pseudostiel könnte schon auch passen. So richtig glatt "abgesetzt" wie das hier auf den Bildern von Catinus gezeigt wird, war das eher nicht. Aber das ist glaube ich auch alles kein hartes Kriterium, insbesondere ohne Erfahrung zu den Arten. Ein Stiel ist ja schon zu erkennen.


    Die Ökologie hilft soweit nur bedingt weiter, da stand in jedem Falle Buche, auch Fichte und Kiefer. Kann man deswegen pseudocatinus ausschließen? Da steht oft Carpinus, auch Corylus oder Quercus. Ob das jetzt Fagus ausschließt??? Manchmal steht eben auch lapidar "hardwoods", was man wohl mit Laubbäumen übersetzen muss. Die Böden waren noch kalkreich. Aber das liefert auch keinen weiteren Aufschluss.


    Hallo Karl, danke auch für deinen Hinweis. Die Sporen sind definitiv mindestens subamygdaliform (wie man auf den Bildern unterhalb auch gut erkennen kann). Gleichzeitig ausgeprägt grobwarzig. Habe mir jetzt nochmal viel Mühe mit der Produktion aussagekräftigerer Aufnahmen gemacht.


    Hatte ggf. eher an suberythrinus gedacht, wegen der Farben der Fruchtkörper. Da die Bilder aus dem Halbdunkel bei nicht mehr ganz taufrischen Fruchtkörpern jedoch auch wirklich nicht optimal sind, belasse ich es wohl bei cf. Ich vermute irgendwo da gehört er hin. Viel mehr Auswahl gibt es ja bei den Verni nicht. Bin mir nicht ganz sicher ab auch andere Arten noch so früh (April) erscheinen können.


    LG Sebastian

    Zu Monatsbeginn war ich noch an verschiedenen Orten unterwegs,


    in der Eifel konnten wir noch verschiedene Ascomyceten finden:


    01 Terzetta catinus cf.

    scheint mit der Abgrenzung zu Nachbararten schwierig), Sporen aber mitt 22x12 etwas größer als jene von cupularis? und auch die größeren Fruchtkörper über 2 (eher 3cm).



    in KOH 3%


    Asci komplett inamyloid (habe ich noch geprüft)


    An einem anderen Standort noch ein Einzelfruchtkörper, sehr jung mit etwas kräftigeren Farben, Sporen etwas kleiner, vielleicht aber schlicht unreif.


    Bei den Sarcophaeras (coronarius) gabs an den frühen Funden des Jahres (vgl. hier: Ein erster Abstecher in die Eifel ... Erstbegegnungen im doppelten Sinne. )

    leider keine Entwicklung mehr, dafür abe viele neue Fundstellen.


    02 Sarcosphaera coronarius scheint ein gutes Jahr zu haben (zuumindest in der Kalkeifel):


    Und dann mal eben am Wegesrand, leider auch ziemlich komplett geschlossen:


    Außerdem unter einen alten Buche sehr wahrscheinlich eine 03 Peziza avernensis (nicht weiter untersucht)


    Es gab aber auch Blätterpilze, wieder 04 Rhizocybe vermicularis, diesmal unter Wacholder!


    Ganz woanders, nämlich im Engerser Feld gabs dann schon Telamonien.

    Vielleicht 05 Cortinarius suberythrinus cf (was meint ihr?)


    Unter Hartriegel Standort 1:


    aber auch Pappeln und Birken in der Nähe,

    Standort 2 (schon etwas im Schummerlicht abends!):


    Von letzterer Kollektion Sporen amygdaliform, eher klein, mit gröberen Warzen (auch wenn das auf dem Bild nicht recht ersichtlich wird): 7,8-8,7 µm (av. 8,1 µm, SD 0,3 µm) x 4,7-5,2 µm (av. 4,9 µm, SD 0,1 µm); Q = 1,6-1,7 (av. 1,6, SD 0,0)(n = 7)


    In KOH 3%


    Dort gab es auch 06 Frühjahrsmallocyben (nicht weiter untersucht):


    LG Sebastian

    Oben rechts sollten folgende Symbole erscheinen, nicht?:


    Über den Klick auf die Sprechblase (roter Pfeil) öffnet sich die Konversation. Dort kann man wie in einem Forumsaustausch lesen und antworten.


    Mit dem Lupensymbol (blauer Pfeil) lässt sich die Suchfunktion starten. Man kann einfach einen Suchbegriff eingeben und global suchen. Oder komplexe Filter nutzen (z.B. nach Autoren suchen und auf deren Themen eingrenzen oder Ähnliches).


    Die Email hing leider tatsächlich im Postausgang fest ;( . Tut mir leid. Habe sie nun nochmal verschickt.


    Herzlich, Sebastian

    Hallo Zotto,


    ich hatte die persönliche Nachricht hier übers Forum geschickt. Es gibt hier die Möglichkeit, innerhalb der Forumsanwendung "persönliche Konversationen" zu starten, die dann nur der entsprechend ausgewählte Personenkreis mitlesen kann. Ich hatte schon gesehen, dass du die Nachricht nicht gelesen (und vermutlich in der Anwendung nicht gefunden hast?).


    Habe dir die Daten aber nun auch gerne nochmals per Email geschickt. Ich hoffe, es kommt nun alles an.


    Herzliche Grüße

    Sebastian Lyschik

    Hallo Karl, vergleiche mal hier:



    LG Sebastian

    Hallo zusammen,


    die Morchella vulgaris cf habe ich jetzt noch näher betrachtet. Habe auch nochmals eine Nachlese am Standort betrieben und noch einen reiferen Fruchtkörper für eine Untersuchung mitgenommen.


    Fruchtkörper vom 11.04.; ca. 5-6cm:


    gleicher Fruchtkörper vom 23.04.:


    Interessant das Sporenpulver: Im Vergleich zu Esculenta sichtbar heller:


    Esculenta:


    vulgaris


    Nebeneinander - esculenta (li) und vulgaris cf (re):


    Nebeneinander - vulgaris cf (li) und esculenta (re)


    Mikromerkmale:


    Sporen in Abwurf: 19,6-22,7 µm (av. 20,9 µm, SD 1,0 µm) x 12,2-14,3 µm (av. 13,2 µm, SD 0,6 µm); Q = 1,5-1,7 (av. 1,6, SD 0,1)(n = 7)

    Ein Ornament/eine Streifung konnte ich jetzt auch bei 1000x Öl-Immersion in Durchlicht nicht erkennen. Aufgefallen sind mir noch die relativ dicken Wände.


    Acrozyten in Kongo/SDS


    Asci Kongo/SDS


    in KOH3%


    Mit Paraphysen (KOH3%)


    Pyramiden (Stiel) in Kongo/SDS:


    LG Sebastian

    Hallo Zotto,


    ganz vielen Dank für die weiteren Darstellungen und Erläuterungen. Das Binucleata solche Reaktionen in IKI zeigt finde ich spannend, muss ich nochmal nachvollziehen. Auch die Strukturen des äußere Excipulums im Vergleich zwischen verschiedenen Binucleatafunden einerseits und mit tuberosa andererseits ist spannend. Ebenso, dass der Wirt offenbar Corydalis sein kann und gleichzeitig der Fund dort auch eine gewisse Variabilität zeigt (Ektalexcipulum).


    dein schöner Randschnitt hat übrigens eine falsche Skala.

    Richtig, leider versäume ich manchmal die manuelle Umstellung der Objektivangabe in ZEN-Core. Aber offensichtlich hatte ich das noch nachgeholt, denn ich habe das Schnittbild noch mit der korrekten Angabe:



    Nimm den Fund sehr gerne auf. Er stammt aus Dierdorf (RLP). Ich schicke dir eine persönliche Nachricht mit den genauen Fundkoordinaten.


    An der Stelle war viel Scharbockskraut (n die Fruchtkörper standen in rauhen Mengen dazwischen),

    keine Corydalis, keine Anemonen:


    Laibförmiges Sclerotium, sehr zerbrechlich.


    LG Sebastian

    Hi Elisabeth,


    Eine sehr schöne Dokumentation. Die Verpa conica scheint ein sehr gutes Jahr zu haben. Sie taucht allerorten auf. Bin dieses Jahr ebenfalls über mehrere neue Fundstellen "gestolpert":



    Ich habe es bisher so verstanden, daß es eine Art zu sein scheint. Eine valide Quelle dazu kann ich dir auch nicht liefern. Aber aus vereinzelten Diskussionen hier im Forum leite ich ab, dass es scheinbar sehr fraglich ist, ob es mehrere Arten gibt?


    Die Diskussion um populiphila verfolge ich ebenfalls mit größerem Interesse. Tricholomopsis hatte dazu mal einen interessanten und sehr lesesnwerten Beitrag geschrieben. Es scheint danach ein Mikromerkmal zur Unterscheidung zu geben. Da würde es sich lohnen mal genauer hinzuschauen bei Funden unter Pappel:


    Ich kenne selbst ein Fundgebiet unter Pappel, welches ich die Tage mal aufsuchen will. Hoffentlich ist sie da.


    LG Sebastian

    Hallo Oskar,


    ich nutze ebenfalls Helicon Focus und stacke nur noch aus den Post-Fokus-Videos heraus, die ich direkt da hinein schiebe. Das ergibt sehr gute Ergebnisse und geht vor allem schnell!


    LG Sebastian

    Hallo Steffen,


    die Frage kann letztlich nur so beantwortet werden: am Standort stehen überwiegend Buchen aber auch eine (vereinzelte) Picea abies. Für letzteren Mykorrhizapartner ist der Fund auf pilze-deutschland am häufigsten kartiert. Oft ist aber auch Fagus sylvaticus Partner und auch als Symbiont mehrfach kartiert. Man kann es sich also aussuchen, da der Märzschneckling mit beiden (und noch anderen) kann.


    LG Sebastian

    Leider nicht direkt vor der Haustür. Da wäre schon eine weitere Fahrt nötig.


    Wenn ich das Bild der vielen Fruchtkörper samt Schuhe betrachte, denke ich schon, dass das hinkommen kann.


    Hilfreich wäre noch ein Schnitt durch den Fruchtkörper gewesen.


    LG Sebastian

    Hallo Bernd,


    begebe mich da sehr gerne dran. Kann aber eine Weile dauern (Schritt für Schritt). Also die nichtfettgedruckten Artnamen (die in Klammern?) sollte ich besser rauslassen, weil diese in der Form eher untypisch? Oder einfach in Klammern mitintegrieren? Klammer könnte ja dann anzeigen das eher untypisch aber möglich.


    Durchsehen und ggf. überarbeiten sehr gerne. Es können ja immer auch Übertragungsfehler auftreten. Gebe mir aber die allergrößte Mühe, das zu verhindern.


    Beste Grüße

    Sebastian

    Hallo Bernd,


    ich verfolge dein Projekt hier weiter mit großem Interesse und finde es wirklich toll, wie du es voranbringst. Auch die Diskussionsbeiträge finde ich sehr wertvoll. Was hieltest du von der Idee, deiner ausführlichen Artentabelle eine Art Synopse voranzustellen? Je eine Seite für milde und scharfe Arten. Habe mal so etwas angefangen für einen ersten Eindruck ... siehe Anhang.


    LG Sebastian

    Hallo zusammen,


    Peter auch dir nochmals vielen Dank für deinen Tipp, werde ich auch bei Gelegenheit einmal ausprobieren.


    In der Tat hatte ich es jetzt bei der Nachreifung bei Zimmertemperatur in geschlossener Schachtel auf feuchter Küchenrolle probiert. An einem Rand zeigte sich nun nach einer Woche eine ganz dezente Schimmelbildung (unkritisch). Insgesamt zeigte sich zudem eine beginnende, dezente Zersetzung, aber in dieser Beziehung war der Fruchtkörper so absolut noch zu gebrauchen. Ich weiß nicht, ob das jetzt die beste Methode war, aber sie hat gemacht was sie soll.


    Beim öffnen der Schachtel entwickelt sich eine deutliche Sporenwolke. Die Sporen sind nun größer und zeigen deutliches Ornament. Alles passt sehr gut zu der bereits angenommenen Peziza avernensis. Das sollte also nun gesichert sein!


    Sporen:



    Operculum:



    Danke für eure Unterstützung und LG, Sebastian