Beiträge von Sebastian_RLP

    Ahoj, Sebastian,


    in welcher Region denn?

    Hallo Malone, also in der Kalkeifel an unterschiedlichen Orten, mehrere Stellen auch in der Schneifel und auch um Neuwied war er an bekannten Stellen da. An denen habe ich auch ein Vergleich zu den Vorjahren. So einen üppigen Wuchs wie dieses Jahr hat man nicht jedes Jahr.


    LG Sebastian

    Hallo,


    die Kollektionen auf den Bildern 10, 12, 13 und folgend würde ich auch bei A. crocea verorten.

    A. fulva konnte ich jetzt im Bragphenn bei Ormont beobachten. Leider die Bilder nicht ganz scharf, da teilweise auch aus der Ferne. Man achte auf die Vulva.


    Und hier noch eine A fulva aus Cuxhaven von 2021:


    und noch einer:



    Ich kenne A. crocea auch mit einer kräftigen Scheide (fast wie ein Topf), die nur innen orange ist und außen permanent weiß, ggf. diffus oranglich zum Rand hin ist, weniger aber so lappig und vorallem mit braunen Rostflecken außen wie bei A. fulva. Leider finde ich gerade meine alten A. crocea-Bilder nicht wieder. Hatte da auch schon schöne Exemplare. Auf die Farben kann man durchaus auch achten orangegelb vs rotbraun.


    LG Sebastian

    Hallo Matthias,


    ich danke dir, ja, das ist natürlich auch eine gute Idee. Mit Blick darauf scheint es um Regensburg interessante Gebiete zu geben, die auch gut von "uns" erreichbar wären. Den bayrischen UmweltAtlas mit Boden- und Naturkarten habe ich auch schon entdeckt. Auch hilfreich.

    Ich kann mir gut vorstellen das ihr im Juni, einer der pilzärmsten Monate oft, nicht viel hattet. Ich denke jetzt Anfang August kann es schon interessant werden. Mit den Regenkarten muss ich mich aber auch erst noch auseinandersetzen. Die Dürre hat ja auch viele Regionen fest im Griff, da muss ich mal schauen.


    Christoph Hahn kann ich mal versuchen übers Forum anzuschreiben. Und vielleicht weiß ja jemnad etwas, ob es zufällig noch Exkursionen im Zeitraum vor Ort gibt. Mit Ortskundigen zu streifen ist sicher auch immer eine gute Option.


    Danke und LG Sebastian

    Hallo zusammen,


    ab dem nächsten Wochenende bin ich in Urlaub im bayrischen Wald bei Bodenmais und aber auch mobil (30.07.-11.08.). Kennt jemand in der Region interessante Gebiete, in denen man auf Pilzjagd gehen kann? Mich würden insbesondere auch (seltene) Röhrlinge aber auch alles andere interessieren. Gerne geselle ich mich auch zu Exkursionen hinzu oder treffe mich mit Sachverständigen oder Pilzfreunden vor Ort, um die Region und die Funga des bayrischen Waldes besser kennenzulernen. Mir geht es null um Essbares, sondern um die Erkundung der Artenvielfalt. Vielleicht kann mir aus der Region auch jemand einen Hinweis auf digitale Bodenkarten für Bayern (Kalkgebiete?) oder auch auf digitale Biotoptypkarten geben. In Rheinland-Pfalz sind wir ja diesbezüglich wirklich verwöhnt.


    Sicher gibt es um die Ferienwohnung auch schon viel zu entdecken. Am Regen konnte ich schon tolle Funde verzeichnen, die ich von zu Hause nicht kenne wie z.B. Alloclavaria purpurea oder Suillus placidus: Suillus placidus (korr)


    Auch Albatrellus confluens als erster und für mich einziger Fund dieser Art eben von dort usw. usw. ...


    Also, freue mich über Tipps und Vorschläge ...


    Herzliche Grüße

    Sebastian

    Wir (Christian = Schrumz und ich) konnten noch eine weitere Morchelart für Deutschland erstnachweisen: Morchella eximioides. Siehe dazu Update im Eingangsbeitrag.

    Nun lohnt sich ein Aufsatz für die Z Mykol langsam aber ganz sicher. Daher werde ich hier gar nicht mehr soviel verraten.


    LG Sebastian

    Hallo Matthias,


    eine fantastische Darstellung, vielen Dank auch für die Verlinkung der hervorragenden und sehr interessanten Monografien. Wir hatten ja beim APV-Treffen im März ebenfalls eine Orbilia: 02 Orbilia xanthostigma cf. - das gelbe Madensporknopfbecherchen


    Ich hatte aufgrund der Sporenformen auf das Madenknopfbecherechen getippt. Aber obs stimmt. Jetzt kann ich mich ja nochmal vertiefen.


    LG Sebastian

    Hi, ich lege das Präparat in etwas verdünntes BWB. 1 Teil Wasser, drei Teile BWB etwa. Dann koche ich das auf dem Objektträger einmal kurz auf. Deckplättchen vorher drauf machen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das Ornament das BWB dann besser "annimmt".


    LG Sebastian

    ... kann man durchaus auch zu diesen Zeiten fündig werden. Auf eher kalkhaltigen Böden und Laubwald fanden sich insbesondere im und am Bachlauf viele Sachen. Hier mal die bestimmten:


    01 Delicatula integrella - der weiße Adernabeling


    02 Mycena renati - der gelbstielige Nitrathelmling



    03 Paragalactinia succosa (Berk.) Van Vooren - der gelbmilchende Becherling


    Sporen in BWB



    04 Scutellinia trechispora (cf) - der sternsporige Schildborstling (Erstfund für mich - endlich mal was anderes als crinita)


    Haare durchaus lang mit Haaren >1200µm, zudem zumindest teils verzweigt gewurzelt


    Sporen in BWB ca. 16x16:


    Paraphysen keulig und septiert:


    05 Cudoniella clavus - der Wasserkreisling


    06 Bolbitius pluteoides - der dachpilzartige Mistpilz


    HDS


    Cheilos


    Sporen


    diesen hatte ich bereits angefragt und mir konnte geholfen werden - danke an Harald :) , die komplette Mikrodoku daher unter der Anfrage: Gelöst: Bolbitius pluteoides (Pholiotina oder doch was anderes ... bräuchte mal Hilfe)


    Dann noch vermutlich 07 Panaeolus Papilionaceus - der behangene Düngerling (nicht weiter untersucht):


    Ansonsten gab es im Wald bei der Trockenheit nicht viel. Dann machte ich noch einen Abstecher zu einer bekannten "Eichhasenstelle".

    Der kommt immer zuverlässig Ende Juni an verschiedensten Stellen bei uns. Wegen der Trockenheit erwartete ich nicht viel und wurde überrascht - er nimmts halt von Baum vermute ich mal:


    08 Polyporus umbellatus - der Eichhase



    und etwas entfernt in ganz anderer Färbung:


    Dann fand ich noch etwas aus dem Grisea-Aggregat. Nicht so einfach mit der Bestimmung. Unter Buchen (Eichen deutlich entfernt) und mit Sporenpulver IIa-b lege ich das jetzt mal unter

    09 Russula ionochlora - der Papageientäubling ab, wobei mir die Sporen dazu nicht so richtig gefallen wollen. Geschmack mild, maximal in Lamellen kurz ganz leichte Schärfe. Was meint ihr dazu.

    09 Russula grisea (danke Oehrling)


    FeSO4 nach 3 Minuten:


    Sporen:


    HDS in Kongorot / NH3


    Außerdem gab es noch ein Blausieb, dem ist die Wärme wohl nicht bekommen:


    Also,ich denke in den Bachläufen gibts noch einiges zu entdecken. Natürlich würde ich mich auch freuen, wenn es bald mal wieder größeres zu finden gäbe ...


    LG Sebastian

    Liebe Corinne, genau. Das wäre eine wichtige Prüfung. Die Bilder sind auch aus meiner Sicht nicht aussagekräftig diesbezüglich. Nahezu nur in Nadelwald halte ich für kein zuverlässiges Kriterium. Ziel wäre, doch ersteinmal relevante Daten zum Täubling zu sammeln und diese dann bei der Anfrage möglichst mitzuliefern. Sonst wird hier auch geraten und geschätzt. Der Feldschlüssel könnte Cognacmeister helfen, auf relevante Arten einzugrenzen und deren Unterscheidungsmerkmale dann genau zu prüfen, zu testen ... so könnte er bereits eine fundierte Vermutung anfragen. Das würde ich empfehlen. Sonst gibt man sich mit irgendwas zufrieden, weil auf den ersten Blick passt und ist hinterher eigentlich nicht weiter als vorher.


    LG Sebastian

    Holla, nutze doch mal bei unbekannten Täublingen den hier im Forum von Bernd Miggel hinterlegten Feldschlüssel. Wäre doch spannend zu sehen, ob man damit zum Ergebnis kommt oder etwas eingrenzen kann. LG.

    Hallo Harald,


    also der gehört definitiv zu Bolbitius. Habe noch folgendes Portrait gefunden zu Bolbitius reticulatus gefunden: https://bender-coprinus.de/pil…olbitius_reticulatus.html


    Da kann man viele Übereinstimmungen finden. Die Sporen fallen bei meinem Fund dezent kürzer aus, habe heute morgen auch nochmal ein n=12 aus dem "Abwurf" nachgemessen (so richtig gelungen ist der Abwurf jedoch nicht, da der Pilz sich sehr vergänglich zeigt und man lediglich um vereinzelte angeklebte Lamellenfragmente im "Abwurf" Sporen finden kann).


    Bolbitius pluteoides scheint teilweise als Variation von Bolbitius reticulatus zu gelten (Bolbitius reticulatus var. pluteoides (M.M. Moser) Arnolds, Persoonia 18(2): 210 (2003)). Bei reticulatus an sich werden allerdings z.B. im Ludwig größere Sporen angegeben mit 9-12x4,5-6. Aber auch dort werden Variationen in den Sporenformen in den Fußnoten diskutiert. Im oben verlinkten Portrait fallen die Sporen des als "reticulatus" bezeichneten Fundes ebenfalls kleiner aus. In FN wird die Art B.pluteoides M.M. Moser mit passenden Sporenmaßen: "Sp 7-9.5 x 4.5-5.5 μm, ellipsoid to ovoid or amygdaloid" von reticulatus abgetrennt. Im Schlüssel passiert das über die Hutgröße und die Hutfarben: "Cap 5-15 mm, silver grey too buff grey, pale rose or lilac" (pluteoides) versus "Cap 20-45 mm, with strongly wrinkled to reticulate-venose centre, dark violet grey, greyish brown to brown" (reticulatus). Im Index fungorum ist pluteoides als "Current Name" vermerkt und die Variation in die Synonymie verschoben.


    Ob sich diese Trennung auch sequenzanalytisch durchhalten lässt? In der Unite-Datenbank findet sich das Taxon pluteoides nicht (nur reticulatus).

    Hallo zusammen,


    war heute im Hauswald unterwegs und an einem Bachlauf gabs doch einiges zu finden. Unter anderem hier abgebildeten Einzelfruchtkörper (leider in einer Spalte zwischen zwei Baumstämmen, ich hatte eigentlich da Gefühl auf Holz, konnte die Anwachsstelle aber nicht einsehen, fühlte sich jedenfalls so an), Hut etwa bis 2cm groß, durscheinend gestreift (striate) ohne Fleisch.

    Lamellen wie auf Bild, insgesamt gelblich-ocker wirkend, weiß gezähnelt. Stiel dünn, deutlich heller als Lamellen, farblich stark kontrastierend weiß (maximal zart gelblich).


    Mikrobilder:

    Sporen glatt, amygdaliform teils auch variabel geformt und eingeschnürt 7,8-8,8 µm (av. 8,3 µm, SD 0,3 µm) x 3,4-4,4 µm (av. 4,1 µm, SD 0,3 µm); Q = 1,8-2,6 (av. 2,0, SD 0,2)(n = 10)

    Keimporus vorhanden:


    Hutdeckschicht etwas klebrig, Mikroskopisch hochinteressant: ein Ixotrichoderm (liege ich mit der Einordnung richtig?) mit braunem Pigment:


    Cheilozystiden:


    Kaulozystiden:


    Würde mich über Hilfestellung freuen, da ich nicht recht vorankomme. Bin am ehesten mit FN bei Pholiotina gelandet, aber ob das stimmt? Vermutlich hat der Pilz keine Hülle, ich konnte nichts dergleichen erkennen, auch definitiv keinen Ring.


    Bei Pholiotina selbst lande ich in FN allerdings in Sackgassen, immer will irgendwas nicht passen: Wenn die Form der Cheilos passt, stimmt die Sporengröße nicht usw.


    Vielleicht habt ihr eine Idee.


    LG Sebastian

    Ich könnte nur aussagekräftige Bilder eines Einzelfruchtkörpers beisteuern. Kollektionen waren mir bisher nicht vergönnt:



    LG Sebastian