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Wenn hier jemand zu mir käme, würd ich ihn daher nicht freigeben, weil ich selbst zu wenig Erfahrung damit habe. Selbst 99 Prozent Sicherheit ist halt 1 Prozent Unsicherheit.
@alle Pilzberater
Wie handhabt ihr das? Ähnlich? Wenn jetzt jemand mit nem Birnenstäubling kommt (den hab ich z.B. auch noch nicht gegessen) - ok, dann bekommt er einen "Bäh" Hinweis und wenn er ihn frisch weiß-fest uuunbedingt verspeissen will, hab ich keine Bedenken. Wenn aber ein Pilz aus einer Gattungsecke mit drei VORSICHT Ausrufezeichen kommt, also Amanita oder Cortinarien z.B. dann möcht ich mir doch eher 101 % sicher sein und das heisst bei mir soooo sicher, dass ich diese Pilze nicht nur bestimmen und auf der DGfM Positivliste finden kann, sondern auch selbst sammle und selbst ESSE.
Hallo durnik,
Ich handhabe das auch so. Alles, was ich zweifelsfrei als Speisepilz identifizieren kann, gebe ich später auch frei. Sobald nur die kleinste Unsicherheit besteht, bekommt der Pilz diese Freigabe nicht. Natürlich auch nicht, wenn ich ihn aus Qualitätsgründen nicht mehr als verzehrbar einschätze.
Bei im Prinzip essbaren, aber sehr minderwertigen Arten sage ich dann auch dazu, dass ich den nicht essen würde. Bislang bekam ich dann immer als Antwort, dass der dann schon weg kann.
Würde aber trotzdem dann jemand diesen Pilz essen wollen, dann soll er, oder sie das halt machen. Solange die Art nicht giftig ist - viel Spaß mit dem Birnenstäubling, dem Porphyr-Röhrling, dem Stubbelkopf, und wie sie nicht alle heißen. 
Liebe Grüße Matthias