Nach dem Foto zu urteilen jedenfalls nicht. Ehrlich gesagt habe ich mit rosa Lamellen zumindest am Hutrand gerechnet. Bei meinen Funden vergangene Woche ging das rasend schnell, am Nachmittag gesammelt und am Abend schon rosa ...
Gruß,
Frank
Nach dem Foto zu urteilen jedenfalls nicht. Ehrlich gesagt habe ich mit rosa Lamellen zumindest am Hutrand gerechnet. Bei meinen Funden vergangene Woche ging das rasend schnell, am Nachmittag gesammelt und am Abend schon rosa ...
Gruß,
Frank
Hallo Josh!
Ein Längsschnitt und Nahaufnahme von dem mutmaßlichen Schopftintling wäre sinnvoll. Ich könnte mir vorstellen, dass die Lamellen schon rosa verfärbt sind.
Gruß,
Frank
Hallo Menedemos!
Meines Wissens versuchen die meisten Pilze, ihre Sporen optimal zu verbreiten. Dazu gehört bei Röhrlingen, dass die Röhren Richtung Erdmittelpunkt zeigen, um quasi mit der Schwerkraft zu arbeiten. Geotropismus. Wenn eine Marone umkippt oder gar auf dem Hut liegt, wird es mit dem Sporenauswurf deutlich schwieriger.
Und ja, ich habe sowas auch schon gemacht. Aus genau den von dir genannten Gründen. Ich wüsste nicht, dass sowas schädlich ist. Über den tatsächlichen Nutzen kann ich freilich nur spekulieren. Vielleicht hat hier ein Forenmitglied nähere Informationen?
Beste Grüße,
Frank
Einzelverkostung kleiner Wald-Champignon.
Gestern konnte ich einige Exemplare in einer Fichtenschonung finden, die in einem brauchbaren Zustand waren:
Nach dem Putzen ist die Menge geschrumpft, denn die blinden Passagiere haben über Nacht weiter gearbeitet:
Der Geruch der rohen Pilze ist zwar nicht so einladend wie z.B. von Anis-Champignons, aber in der Bratpfanne ändert sich das gewaltig! Die ganze Wohnung - nicht nur die Küche - ist in einer Aromawolke eingehüllt. Das würde ich als die hervorstechende Eigenschaft dieser Art bezeichnen. Im Gaumen mundet der Pilz zwar auch, kann vom Geschmack aber leider nicht ganz mit dem Duft mithalten. Etwas würzig, ein Hauch von harzig-herb, aber leider nicht der süßlich-aromatische Geschmack, den der Duft verspricht.
Meine Frau findet den kleinen Wald-Champignon ganz ok, besser als der Durchschnitt, aber eben nicht Spitzenklasse. Wir vergeben 7/10 Punkten.
Guten Morgen Craterelle!
Wenn ich die Schopftintlinge putze, schabe ich die Oberfläche mit einen Messer ab, um den anhaftenden Schmutz und Erde zu entfernen. Gerade die Hutspitze entfaltet dabei einen irgendwie ammoniakähnlichen Geruch, den ich als nicht gerade einladend empfinde.
In der Bratpfanne verschwindet der unangenehme Geruch aber alsbald und der Pilz ist - goldbraun gebraten - einer meiner Favoriten, gehört zu den top 10 in meiner Beliebtheitsliste.
Der wollige Scheidling hat auch einen eher unangenehmen Geruch (nicht ammoniakähnlich, schwer zu beschreiben) beim Abziehen der Huthaut, ist aber zubereitet ebenso lecker. Schade, dass der so selten ist. Die Putzreste habe ich in Weidenholz verimpft, diese Art soll relativ leicht zu kultivieren sein.
Gruß,
Frank
Junge Exemplare, gut gebraten, sind eine gute Alternative zur Tinte. Obwohl die roh ziemlich anstrengend riechen, entfalten sie nach ausreichender Hitze in der Bratpfanne (oder in dünne Scheiben geschnitten im Backofen bis zur knusprigen Konsistenz) ein überaus leckeres Aroma.
Seit zwei Jahren verteile ich regelmäßig die Putzreste und zu alte Exemplare auf meinem stickstoffreichen Acker und hoffe auf baldige Ansiedlung ...
Gruß,
Frank
Guten Abend!
Im Kiefern-Buchen-Birken Mischwald habe ich diese Exemplare gefunden. Lehmboden auf saurem Buntsandstein, Weinbauklima bayrischer Untermain. Zuerst dachte ich an den narzissengelben Wulstling, aber es gibt ja auch noch A. eliae. Entscheidend für die Abgrenzung soll die Hutriefung sein. Allerdings habe ich auch schon Fotos von A. gemmata mit ansatzweise erkennbarer Hutriefung gesehen, falls die abgebildeten Exemplare richtig bestimmt wurden.
A. gemmata soll mit KOH auf den Lamellen gelborange reagieren. Ist das bei A. eliae auch oder nicht der Fall?
Beste Grüße,
Frank
Hallo Jörg!
Ja es gibt schon verrückte Kombinationen. Mykorrhiza-Steini zusammen mit Hallimasch ist sehr ungewöhnlich, die haben doch ganz unterschiedliche Ansprüche.
Gruß,
Frank
Hallo!
Gestern hatte ich gar keine Zeit, um nach Pilzen zu suchen. Allerdings habe ich nur wenige Meter von der Mosel in der Nähe von Trier dieses Exemplar auf einem Grünstreifen gesehen, kurzhand mitgenommen und aus Zeitgründen erst jetzt näher angeschaut. Zwischenzeitlich ist auch noch ein schöner Sporenabdruck entstanden. Passt großer Scheidling? Den Sporenabwurf würde ich eher rostbraun anstatt rosa nennen.
Gruß,
Frank
Hallo zusammen,
diese Exemplare habe ich heute unter einer Linde direkt neben einem Supermarktparkplatz gefunden, eine Hainbuchenhecke war in ein paar Meter Entfernung auch noch vorhanden. Wegen der Blauverfärbung würde ich den Schwarzblauenden Röhrling nennen , passt das oder gibt es Verwechslungspartner? Die Blauverfärbung verblasst schon nach wenigen Minuten und ist keinesfalls intensiv schwarzblau, wie in der Literatur beschrieben.
Beste Grüße,
Frank
Hallo Markus!
Die Wuchsform erinnert mich an den rosafarbenen Saftporling Rhodonia placenta.
Allerdings passt das Substrat nicht, denn der soll auf Nadelholz wachsen, und er wäre auch ziemlich blass geraten. Was besseres fällt mir gerade nicht ein.
Gruß,
Frank
Moin Pablo!
Salpetersäure hat einen stechenden Geruch, je nach Konzentration. Die sogenannte "rote rauchende Salpetersäure" enthält zusätzlich gelöste Stickoxide, wodurch eine gelbliche bis rötliche Färbung entsteht.
Da ich schon viel mit Salpetersäure und auch mit salpetriger Säure gearbeitet habe, kenne ich diesen Geruch (Salpetersäure und Stickoxide) recht gut. Er unterscheidet sich auch etwas zum Chlorgeruch (z.B. aderiger Morchelbecherling).
Allerdings sind Gerüche eine höchst subjektive Wahrnehmung und können einen leicht in die Irre führen. Ich habe gestern meiner Schwiegermutter Mehlräslinge unter die Nase gehalten, sie konnte den Geruch nicht beschreiben.
Beste Grüße,
Frank
Moin Raphael und vielen Dank für deinen Tipp.
Gerade habe ich nach den Unterschieden dieser beiden Arten gesucht. F. fennae soll "leicht bitterlich" schmecken, ansonsten ist die Unterscheidung, Zitat, "für den Laien fast unmöglich".
Links direkt unter meinem Nutzernamen steht ja, was Sache ist ....
Es bleibt wohl beim "Samtfußrübling" s.l.
Beste Grüße,
Frank
Guten Abend Harald,
dann werde ich morgen die KOH-Probe (gelb) und Schaeffer´sche Kreuzreaktion machen ...
Danke für den Tipp.
Gruß,
Frank
Hallo Wolfgang!
Vielen Dank für den Tipp mit der Sporenfarbe, das werde ich machen.
Gruß,
Frank
Guten Abend,
eigentlich mache ich um Champignons einen Bogen, aber derzeit ist ja eine regelrechte Schwemme davon. Neben den vielen Karbol-Champignons habe ich auch ein paar sehr große Exemplare auf einer Wiese gefunden, wo auch Parasol wuchsen.
Kann man aufgrund der makroskopischen Merkmale und der schieren Größe eine Eingrenzung vornehmen? Mikroskop habe ich leider nicht, könnte aber evtl. mit Chemie (Schaeffer´sche Kreuzreaktion etc.) dienen, falls es was im konkreten Einzelfall nützt. Kein auffälliger Geruch wahrnehmbar.
In ca. 20 Meter Entfernung war eine Weide, das dürfte aber bei Saprobionten ohne Bedeutung sein.
Beste Grüße,
Frank
Beim letzten Foto könnte ich mir sogar einen stark verblassten grünen Anis-Trichterling vorstellen. Ich hatte die Tage solche Exemplare, bei denen die grüne Farbe kaum noch erkennbar war, der Geruch aber verräterisch.
Gruß,
Frank
Hallo lila Auster!
Willkommen im Forum. Dein Seitling solltest du mal mit Riesenporling vergleichen und der kleine orange Pilz könnte ein falscher Pfifferling (orangegelber Gabelblättling) sein, was aber mangels Foto der Hutunterseite Spekulation bleibt.
Gruß,
Frank
Hier noch zwei in Sachen Hutfarbe extreme Exemplare. Wenn man jetzt noch bedenkt, dass auch die Größe, Stieldicke etc. variabel sind, ist die Bestimmung ohne ausreichende Erfahrung nicht ganz trivial:
Beste Grüße,
Frank
Hallo!
Ja, der Perlpilz ist leider sehr variabel. Dicke Stiele, dünne Stiele, hellere Hutfarben, dunklere Hutfarben etc.
Ein gutes Merkmal ist das Röten, welches man (fast) immer irgendwo sieht: Druckstellen, Fraßstellen etc.
Gruß,
Frank
Guten Abend allerseits,
auf einem Kiefernstumpf habe ich diese Helmlinge mit markantem Geruch nach Stickoxiden (Salpetersäure bzw. salpetrige Säure) gefunden. Ca. 300 Meter über NN, Weinbauklima, Lehmboden auf Buntsandstein.
Gerhardt schreibt, dass es neben viersporigen und zweisporigen Nitrat-Helmling noch andere Helmlinge mit diesem Geruch gibt, die aber am Boden wachsen.
Gibt es auch noch andere Helmlinge, die auf Totholz/Kiefer wachsen und auch einen derartig markanten Geruch haben oder ist das ein Alleinstellungsmerkmal für diese beiden Arten?
Beste Grüße,
Frank
Hallo zusammen,
diese Exemplare hätte ich bedenkenlos unter "gemeiner Samtfußrübling" verbucht, wenn ich sie nach den ersten Nachfrösten in der Vorweihnachtszeit auf Weichholz (typischerweise Weide, Pappel etc.) gefunden hätte. Das waren jedenfalls bisher die typischen Fundumstände bei meinen Kollektionen.
Anfang Oktober auf Buche hatte ich noch nicht.
Wikipedia und Google sagen mir nun, dass es mehrere verschiedene Samtfußrüblinge gibt. Kann man den ohne Mikroskop näher festmachen oder bleibt es beim Samtußrübling s.l. ?
Gruß,
Frank