Beiträge von frank2507

    Hallo Gunnar!

    Besten Dank für den Tipp C. caerulescens. Den hatte ich auch in Erwägung gezogen, aber laut 123 Pilze soll der "unangenehm stinkend" sein. Deshalb hatte ich den zunächst ausgeschlossen.


    Jetzt habe ich nochmal bei Parey reingeschaut und lese dort: Geruch schwach mehlartig.


    Pilzwelten.de wiederum betont:

    "Der Blaue Klumpfuß besitzt einen wirklich unangenehmen, widerlichen, modrigen Geruch"



    Jedenfalls passt die Beschreibung bei Parey sehr gut, auch die Farbveränderung des Stielfleisches von hellblau zu cremeocker und die Farbveränderung des Hutes.


    Ob es auch Varietäten ohne unangenehmen Geruch gibt?




    Jedenfalls Danke :daumen:


    Beste Grüße,


    Frank

    Hier noch das Schnittbild von dem ganz jungen dunkelvioletten Exemplar. Bei dem Anschnitt war ein süßlicher Geruch festzustellen, der an junge Amanita phalloides erinnert.


    Nicht das da verschiedene Arten zusammen gewachsen sind?


    Die blauvioletten Lamellen des jungen Fruchtkörpers dürften mit C. praestans unvereinbar sein, denn da sollen bei jungen Frkp. die Lamellen weißlich bis hellgrau sein.


    Cortinarius

    Mykollege_Günter


    Wie üblich stecke ich in der Sackgasse und bitte um Aufklärung ...


    Beste Grüße,


    Frank



    Update: Ein erbsengroßes Stückchen vom Hut (mit Huthaut) und Lamellen habe ich so 10-15 Sekunden durchgekaut. Nix, praktisch ohne Geschmack. Erstaunlicherweise ist die Cortinarie auch praktisch geruchlos. Unverletzt sowieso, aber auch der frische Anschnitt direkt unter die Nase gerieben. Ganz schwach, unspezifisch, fast nicht wahrnehmbar.


    Bemerkenswert ist der Längsschnitt: Ein Exemplar hat deutlich blaustichiges Stielfleisch, das andere nicht. Dafür ist bei beiden Exemplaren die untere Knollenhälfte ockergelb. Dort ist auch eine deutliche Farbvertiefung mit 25% NaOH feststellbar.


    Siehe Fotos.


    Kann man mit Phenol, Formaldehyd, Eisensulfat, Ammoniak oder dergleichen weitere Eingrenzungen vornehmen? Guajak habe ich leider nicht.


    Beste Grüße,


    Frank


    Guten Abend allerseits,


    diese schicke Cortinarie habe ich heute im reinen Buchenwald auf basischem Diabas-Boden gefunden. Mein Wunschname wäre C. praestans. Da es bestimmt jede Menge Doppelgänger gibt, die ich nicht auf dem Schirm habe, bitte ich um Korrekturvorschläge.


    Beste Grüße,


    Frank


    Hallo Julia!


    Willkommen im Forum. Ich bin zwar nicht aus Norddeutschland, aber hier im Mittelhessen ist derzeit auch nicht so viel los. Vergangenen Monat war es witterungsbedingt deutlich besser. Ob es noch eine richtige "Hauptsaison" gibt, wage ich mittlerweile zu bezweifeln. Dafür reichen meines Erachtens die aktuellen Regenmengen nicht aus und in den nächsten Tagen ist keine grundsätzliche Änderung zu erwarten.


    Dieses Jahr war zwar besser als 2022, aber - zumindest bislang - deutlich schlechter als 2021. Trotzdem konnte ich eine Reihe interessanter und recht seltener Arten erstmals in den eigenen Händen halten, z.B.:


    - Satansröhrling

    - Falscher Satansröhrling

    - Eichhase

    - Borstiger Knäueling

    - Erd-Muscheling


    Beste Grüße,


    Frank

    Hallo Hansfuchs!


    Hier ein "richtiger" weißer Knollenblätterpilz Amanita phalloides var. alba, den ich vergangene Woche in einem Eichen-Hainbuchen-Mischwald gefunden habe. Beachte bitte die häutige Knolle an der Stielbasis, das ist das wichtigste Unterscheidungsmerkmal zu deinem Fund.


    Deshalb immer den kompletten Pilz mit der gesamten Stielbasis für Bestimmungen entnehmen, anderenfalls kann es schwierig mit einer präzisen Bestimmung werden.


    Beste Grüße,


    Frank


    Guten Morgen! Die beiden abgebildeten Pilze sind genau so zusammen gewachsen wie dieses Pärchen , welches ich als typische Graue Wulstlinge bezeichnen würde:


    So ganz ohne braun in der Huthaut hatte ich den noch nicht. Mikroskop habe ich leider nicht, kann man mit Chemie ( Phenol, Eisensulfat, Formalin, KOH ) die beiden Arten unterscheiden?

    Beste Grüße,

    Frank

    Guten Abend allerseits,


    heute habe ich diese beiden Exemplare im Eichen-Buchen-Mischwald auf Lösslehm gefunden. Wegen der hellen silbergrauen Huthaut und den spitzen Hutschuppen würde ich den gerne Igel-Wulstling nennen, passt das? Geruch ist allerdings unauffällig und auch den bei der Art angeblich vorhandenen grünlichen Lamellenschein kann ich nicht wahrnehmen, das passt also nicht so zur Artbeschreibung.


    Beste Grüße,


    Frank


    Irgendwo hatte ich mal gelesen, dass das in der Schweiz erst ab 15. August erlaubt wäre und deshalb viele Schweizer Anfang August nach Deutschland vorzugsweise in den Südschwarzwald fahren würden.


    Das ist aber schon mehrere Jahre her und an die genaue Quelle dieser Information kann ich mich auch nicht mehr erinnern.


    Vielleicht sollten wir hier im Forum mal versuchen, die wichtigsten Vorschriften der gängigen europäischen Urlaubsländer zusammenzustellen. Das kann natürlich nur für eine erste Orientierung dienen.

    P.S.: Ob du dein Körbchen vollpacken darfst, kann ich dir leider nicht beantworten. Andere Länder, andere Sitten und andere Gesetze. In Holland ist z.B. das Sammeln im Wald grundsätzlich verboten. In der Schweiz gibt es z.B. jahreszeitliche Beschränkungen, dann gibt es Sonderregelungen für Naturschutzgebiete, für Wald in Privatbesitz, mengenmäßige Beschränkungen u.s.w.


    Beste Grüße,


    Frank

    Hallo Pilzgreenhorn!

    Willkommen im Forum. Dein Fund sieht verdächtig nach Kuh-Röhrlingen Suillus bovinus aus. Vergleiche die doch mal damit:


    Kuh-Röhrling – Wikipedia
    de.wikipedia.org


    Zumindest ein Teil der fotografierten Pilze scheint nicht mehr so ganz jung und frisch zu sein, das lässt sich per Foto aber nicht abschließend beurteilen. Auch deshalb gibt es hier im Forum grundsätzlich keine Essensfreigaben für die eingestellten Pilze.


    Beste Grüße,


    Frank

    Hallo Uwe!


    Sehe ich genau so. Die Fundstelle habe ich markiert und werde diese im Auge behalten, ob da weitere weiße Fruchtkörper gebildet werden. Das ist jetzt das dritte reinweiße Exemplar insgesamt, welches ich gefunden habe. Blassgrüne fast weiße Exemplare zähle ich da nicht mit, die Hutfarbe ist ja schon recht variabel bis hin zu olivbraun.

    Beste Grüße,


    Frank

    Hallo Andy!


    Danke für den Hinweis, ich habe zur Sicherheit gerade die KOH-Probe gemacht, negativ. Damit dürfte A. virosa und A. verna aus dem Rennen sein, zumal das auch vom Habitat nicht passt.


    Ich habe das Exemplar in einem thermophilen Eichen-Hainbuchen-Mischwald auf basischem Basaltboden gefunden. Dort wächst in unmittelbarer Nachbarschaft der Riesen-Rötling und andere kalk- und wärmeliebende Arten wie der Tigerritterling.


    Der Pilz liegt im Dörrautomat und wandert in mein Privatherbar.


    Beste Grüße,


    Frank

    Nein, natürlich nicht. Aber erstens bekommt man die Stielbasis nicht immer unversehrt aus dem Boden und zweitens reiben sich die Warzenbänder auch bei mechanischer Beanspruchung ab.


    Ohne die komplette Stielbasis halte ich die sichere Identifikation mittlerweile für schwierig, ähnlich wie bei Gift-Häubling und Stockschwämmchen.


    Gruß,


    Frank

    Hallo!


    Gestern war ich Exponate sammeln für die heutige Frischpilz-Ausstellung auf dem Hofgut Fleckenbühl in Cölbe-Schönstadt (Nähe Marburg). Dabei konnte ich wieder einen A. franchetii erbeuten und musste feststellen, dass die sichere Identifikation dieser Art nicht nur durch die verblassenden gelben Hutschuppen erschwert wird, sondern dass A. franchetii auch an Fraßstellen röten kann.


    Wenn ich mir bei dem ersten Foto die linke Bildhälfte wegdenke und nur die verblichenen hellgrauen Hutschuppen auf der rechten Bildhälfte mit der geröteten Fraßstelle (!) anschaue, hätte ich den ohne Bedenken als Perlpilz durchgewunken.


    Das nur als Hinweis und WARNUNG AN ALLE PERLPILZ-SAMMLER !


    Beste Grüße,


    Frank


    Hallo zusammen!


    Gestern war ich im Eichen-Hainbuchen-Mischwald unterwegs und habe Exponate für die heutige Frischpilz-Ausstellung auf dem Hofgut Fleckenbühl in Cölbe-Schönstadt (Nähe Marburg) gesammelt. Dabei konnte ich einen reinweißen Knollenblätterpilz erbeuten:





    Mir ist dabei aufgefallen, dass das Exemplar völlig geruchlos ist.


    Das halte ich für bemerkenswert, denn nach einigen Literaturangaben soll der einzige Unterschied das fehlende grüne Farbpigment sein. Den Geruch von A. phalloides kann ich sehr gut wahrnehmen und mir ist vorher kein geruchloser A. phalloides untergekommen. Zur Sicherheit habe ich das Exemplar in eine Plastiktüte gepackt und nach einiger Zeit nochmal dran geschnuppert, richtig tief aus der Tüte inhaliert. Wieder nichts wahrzunehmen, und das bei fast 30 Grad im Schatten.


    Das gleiche habe ich gestern mit gewöhnlichen A. phalloides gemacht, da ist mir der widerlich-süßliche Geruch sofort aufgefallen.


    Daher könnte ich mir vorstellen, dass es neben dem fehlenden grünen Farbpigment weitere Unterschiede im Aufbau/Zusammensetzung gibt.


    Hat hier im Forum jemand diesen Unterschied auch bemerkt?


    Beste Grüße,


    Frank

    Auch den Stielporling habe ich in den Kühlschrank gelegt und werde ihn am Samstag zu zuehli für die Frischpilzausstellung am Sonntag bringen, dann kann er ausführlich begutachtet werden. Die Stielporlinge sind ja recht zähe Gesellen, die sollten die paar Tage durchhalten. Ob der Ritterling bis dahin noch in einem bestimmungsfähigen Zustand bleibt, werden wir sehen.


    Beste Grüße,


    Frank

    Hallo Oehrling!


    Den Riesenrötling konnte ich sicher ausschließen, denn davon hatte ich letzten Monat über 100 Exemplare zur persönlichen Anschauung.


    Tigerritterling ist natürlich eine Option. 123 Pilze schreibt, dass schon Geschmackstests Probleme bereiten können. Angesichts des nicht mehlartigen Geruchs (also nicht wie T. sejunctum, um einmal einen "Referenzgeruch" zu nennen) habe ich mich getraut, ein knapp erbsengroßes Stückchen aus dem Übergangsbereich Stiel/Hut herausgeschnitten und durchgekaut. Selbstverständlich nix runtergeschluckt und den Mund anschließend gründlich ausgespült.


    Der Geruch ist so muffig, wie ich ihn von manchen Cortinarien kenne. Nicht kartoffelkellerartig, also nicht wie A. citrina. Der unverletzte Pilz ist fast geruchlos, aber an der frischen Schnittfläche ist das deutlich wahrnehmbar.


    Durch den milden etwas mehlartigen Geschmack sollte sich doch das Kandidatenfeld etwas eingrenzen lassen?


    Beste Grüße,


    Frank

    Nachtrag: habe gerade etwas Hut- und Stielfleisch verkostet. Geschmack auch nach 15 - 20 Sekunden mild, mehlartig. Der dumpf-muffige Geruch ist zwar nicht allzu stark, aber insbesondere an den Schnittflächen deutlich wahrnehmbar. Erinnert mich an so manche Cortinarie.


    Gruß,


    Frank

    Also ich habe in Umkreis von so 15 Meter geguckt und nur Eiche und Buche entdeckt. Das war ziemlich weit oben auf der Kuppe, etwa 380 Meter über NN, einige hundert Meter nordöstlich von meinem eigentlichen Revier.

    OK dann habe ich schon mal einen Arbeitstitel für das Exemplar. Ich habe den in den Kühlschrank gelegt und hoffe, dass der bis übermorgen durch hält.


    zuehli kann sich übermorgen damit beschäftigen ...


    Beste Grüße,


    Frank

    Hallo Beli!

    Danke für die Info. Bei Ritterlingen hatte ich schonmal grob drüber geguckt und nix passendes gefunden. Markant finde ich den muffigen Geruch, ganz anders als der typisch mehlartige Geruch von z.B. T. sejunctum.


    Mikroskop habe ich leider nicht, gibt es chemische Nachweismethoden?


    Gruß,


    Frank