Beiträge von Tricholomopsis
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Servus beinand,
ich bin zwar nicht früh aufgestanden, sondern spät ins Bett gegangen, aber es lohnt sich, in der Morgendämmerung nach Nordosten zu schauen. Im Moment kann man dort den Komet Neowise sehen. Ich konnte ihn heute früh mit bloßem Auge erkennen, aber dafür muss man genau wissen, wo er steht. Wenn's noch dunkel ist, ist er unter dem Horizont und wenn er ein bisserl drüber steht, wird der Hintergrund wegen der Dämmerung schon hell, sodass er nicht auffällt. Wenn man weiß, wo, dann sieht man den Kopf als hellen Punkt - wie ein Stern 2. Größenklasse, aber eben wegen des Hintergunds nicht so auffällig. Erst sieht man den Schweif nur indirekt (wenn man knapp dran vorbei schaut - da ist die Netzhaut empfindlicher). Hat man sich eingegroovt, dann sieht man den Schweif auch beim direkten Hinsehen - und er ist relativ lang.
Das Foto habe ich direkt geknipst - 100 mm Tele auf einem Stativ, 1/4 Sekunde Belichtungszeit, Iso 6400 (ich habe auch welche mit weniger Iso gemacht, die muss ich aber erst noch nachbearbeiten), deshalb ist es etwas grobkörnig. Es kommt so original aus der Kamera, noch völlig unbearbeitet.
Im Fernglas kann man ihn übrigens auch sehr gut erkennen.
Und wer nicht aufstehen will, der kann ja hier mit mir ein bisserl in den Weltraum schauen. Bald ist der Koment am Abendhimmel sichtbar, dann aber nicht mehr so hell. Er entfernt sich gerade von der Sonne. Den sonnennächsten Punkt hat er gerade erst kurz hinter sich gelassen, weshalb er noch so nahe an der Sonne steht.
Liebe Grüße,
Christoph
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leider muss man konstatieren, dass hinter jedem Bundesliga-Club ein Großsponsor steht.
Sonst wäre Leistungssport auf diesem Level wohl heutzutage nicht mehr möglich.
Ob nun VW bei Wolfsburg, Red Bull bei Leipzig, Gazprom bei Schalke, SAP bei Hoffenheim, Telekom bei Bayern und und und...
Wiesenhof ist natürlich schon krass!

Servus nobi,
auch von mir ein letztes Mal zum Thema Fußball – danach dann wieder Schwammerl

Großsponsoren sind klar – Gazprom ist auch nicht soooo sympathisch (und Tönnies als Clubchef auch nicht), aber es stimmt, ohne geht es nicht, denn ohne Großsponsoren keine guten und teuren Spieler. Nur ist es für mich schon noch ein Unterschied, ob es Telekom, SAP oder eben Wiesenhof ist. Für solche Tierquäler aktiv Werbung auf der Brust zu tragen, ist für mich rein subjektiv emotional daneben. Jetzt kann man sagen, was denn Tierquälerei gegen globale Erwärmung ist (VW, Gazprom), aber ich empfinde hier subjektiv. Und dieser Sponsor verleidet mir einfach die Bremer.
Und ja, ich esse auch Hühnerfleisch – zur Gewissensberuhigung stammen die beiden Hühnerbruststücke, die ich im Kühlschrank habe von einem Biohof aus der Region mit freilaufenden Hühnern. Schmeckt auch besser als Wiesenhof.

Ich vermute, dass wir da äußerst ähnlich denken – wollte das nur noch gesagt haben.

Liebe Grüße,
Christoph
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Liebe lubeca,
das sieht gut aus, ein bisserl Violett ist dabei, aber es ist schon sehr schwarz(!)violett ohne Brauntöne im Sporenpulver. Wenn du ganz sicher sein willst, bräuchte man noch die Sporenmaße und die Cystiden an der Lamellenschneide (ob Chrysocystiden oder nur normale Cystiden).
Wenn du den Pilz trocknest, kann ich gerne reinmikroskopieren. Rein makroskopisch sieht es aber wirklich sehr nach Stropharia melanosperma aus - finde ich.
Liebe Grüße,
Christoph
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Servus beinand,
ich hatte ja eigentlich den Heidenheimern die Daumen gedrückt. Wenn ich die das Wiesenhofemblem auf der Brust der Werderaner sehe, vergeht es mir immer. Die armen Gickerl.
Nach dem Tehater, das die Heidenheimer gemacht haben (Spielerfrauen auf die Tribüne mit anderen Fans, später der Angriff auf den Werderbus), bin ich ganz froh, dass die unten geblieben sind.
Wenn Werder irgendwann einen Sponsor hat, bei dem einem nicht übel wird, dann sehe ich die Mannschaft auch wieder anders. Denn eigentlich finde ich das Team sympathisch. Und natürlich freut mich, dass Claudio Pizarro von Werder noch aufgestellt wurde. Er ist ein echter Sympathieträger, ja, wenn nur Wiesenhof nicht wäre... Tierquälerei, Raubbau mit Grundwasservorräten usw. - siehe auch PHW-Gruppe – Wikipedia
Liebe Grüße,
Christoph
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Servus Pablo,
Marasmius torquescens (und ähnliche) kenne ich nie mit einem so abgesetzt helleren Hutrand. Würde ich völlig ausschließen. Für mich sieht da schon sehr nach Macrocystidia aus - und zwar wie Macrocystidia cucumis var. leucospora. Wir werden es aber vermutlich nicht rausbekommen.
@beli - vielleicht hast du auch gerade Schnupfen? Der Rettichhelmling sollte eigentlich deutlich riechen.
Falls er wirklich nicht riecht, wäre das auch interessant. Zumal "der" Rettichhelmling ja wohl ca. 10 Arten sein dürften (und ich meine nicht Mycena diosma und andere schon bekannte). Das Aggregat ist so richtig unübersichtlich, weshalb die Arten auch noch nicht beschrieben wurden.
Liebe Grüße,
Christoph
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Servus beinand,
für mich ist das sogar ein sehr typischer Lungenseitling.
Liebe Grüße,
Christoph
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Servus Stefan,
coole Fotos - das Treffen war sicherlich der Hit! Freut mich für euch! Und dann sogar Großpilze und nicht nur Phytos auf armen, kranken Pflanzen

Hygrocybe calciphicola -– wenn du daraus Hygrocybe calciphila machst, bin ich einverstanden. Die Art ist hier bei uns an entsprechenden Standorten (Kalkschotterfluren) sehr häufig. Und der Fransige wird immer häufiger (Klimawandel...). Trotzdem ist der stattliche Kamerad immer wieder schön anzuschauen.
Liebe Grüße,
Christoph
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Servus antoff,
"Inocybe" adaequata kenne ich viel kräftiger. Der Geruch ist für mich angenehm obstartig. Mich würde die Bestimmung daher rein makroskopisch und olfaktorisch wundern.
Und ja, "Inocybe" adaequata gilt allgemein als essbar. Ich kenne abewr nur Gerüchte, dass sie real auch schon gegessen wurde. Muscarin enthält die Art jedenfalls nicht. Leider gab es später (warum auch immer) weitere "essbar"-Etiketten bei den Risspilzen, die kein Muscarin enthalten, wie z.B. Inocybe cookei - gelblicher Hut, weißer Stiel, Stielbasis mit Knolle und Honiggeruch, daher mehr oder weniger bestimmar. In einer späteren Auflage des Gerhart stand die Art auch als essbar drin - und wurde in Deutschland daraufhin auch wirklich gegessen. Das gab eine Magen-Darm-Vergiftung (weiß ich von der Toxikologie in München). Diese Art ist also auch ohne Muscarin giftig. Der Umkehrschluss aus kein Muscarin ein "essbar" zu machen, greift also nicht (immer), wie das bei Umkehrschlüssen so ist. Der Weinrote Risspilz ist aber, wenn ich mich recht erinnere, auch schon im Michael-Hennig-Kreisel als essbar drin.
Wegen Verwechslungsgefahr und aus "didaktischen Gründen" würde ich aber ebenfalls niemals so eine Art zum essen empfehlen ;-).
Liebe Grüße,
Christoph
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Servus lubeca,
vergleich den Pilze mal mit Agrocybe dura.
Liebe Grüße,
Christoph
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Servus lubeca,
sieht gut aus. Mit einem Sporenabwurf kann man die Bestimmung auch makroskopisch klären - Stropharia melanosperma hat eine rein schwarzes Sporenpulver, so gut wie ohne Violettanteil.
Liebe Grüße,
Christoph
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Ein Detailfoto der Stieloberfläche hab ich tatsächlich leider nicht - aber dort befinden sich noch mindestens drei junge Fruchtkörper, die ich demnächst nochmal besuchen gehen könnte.
Was braucht ihr genau an Bildern? Worauf muss ich achten? Wie alt sollten die FK optimalerweise dafür sein?
Markus hat eine Hälfte als Exsikkat mitgenommen - wäre das hilfreich?
Servus Carina,
da haben sich unsere Antworten fast überschnitten. Es geht um die Abrisskante des Gesamtvelums. Gyroporus cyanescens s.l. hat ein so stark ausgeprägtes Velum universale, dass man am Stiel die Abrisskante gut sehen kann (wird auch als Scheinring bezeichnet). Gyroporus lacteus und Gyroporus pseudolacteus haben keine solche Abrisskante.
Mit der Abrisskante bleiben nach aktuellem Stand zwei Arten übrig, G. cyanescens und G. pseudocyanescens. Über die Problematik habe ich in der Mycologia Bavarica ein Editorial geschrieben, denn auch bei der Epitypisierung bzw. Neotypisierung wurde leider viel Mist gebaut. Das, was als G. lacteus epitypisiert wurde, entspricht nicht der Originaltafel. Das, was eigentlich G. lacteus s.orig. ist, wurde als G. pseudolacteus neu beschrieben, nachdem die Autoren merkten, dass es zwei Arten sind (da hatten sie aber schon epitypisiert und konnten das nicht zurücknehmen). Zumindest kann man aber beide Arten erkennen und unterscheiden (nur makroskopisch).
Bei den beiden mit Abrisskante geht aber gar nichts. Hier war es auch sehr unglücklich - erst wurde G. cyanescens neotypisiert, ohne dass die Mikromerkmale des Typus dargestellt oder gar beschrieben wurden (die Autoren schrieben nur, er sei so, wie in der Literatur typischerweise beschrieben - na toll. Und später wurde dann G. pseudocyanescens beschrieben - inklusive Mikromerkmalen, aber ohne eine einzige Klarstellung, ob sich der Typus von G. cyanescens auch nur irgendwie anatomisch unterscheidet. Den Autoren reicht offenbar die ITS, der Rest war nur lästig und egal. Ich könnte mich über den Murks, der da gemacht wurde, nur aufregen.
Es kann sein, dass die beiden anatomisch nicht trennbar sind, aber dann wüsste man es. So lassen einen die Autoren darüber völlig im Unklaren. Ich habe versucht, einen Schlüssel zu basteln: Gyroporus-Schlüssel für Europa, da sich die Sporenform der neuen Art von der des alten Kornblumenröhrlings unterscheiden könnte.
Liebe Grüße,
Christoph
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Servus Carina,
ich nehme alles zurück - man kann die Abrisskante des Velums doch gut auf dem Foto erkennen (von der Seite bei dem aufgeschnittenen Exemplar). Damit ist es einer der beiden: Gyroporus cyanescens oder Gyroporus pseudocyanescens. Da die Erstbeschreiber von G. pseudocyanescens es nicht für nötig befunden haben, irgendwelche Unterschiede zu nennen, bleibt nur der Unterschied in der ITS. Die Publikationen dazu sind m.E. abschreckend. Jedenfalls gehört die Kollektion nicht in die Arten rund um Gyroporus lacteus.
Liebe Grüße,
Christoph
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Servus Carina,
coole Funde! Wegen des Kornblumenröhrlings frage ich auch nach ;-). Habt ihr ein Detailfoto der Stieloberfläche? So nach Foto ist die Art nicht bestimmbar, da man nicht sieht, wie stark das Velum universale ausgeprägt ist.
Liebe Grüße,
Christoph
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Servus Lena,
das ist Amanita excelsa, eine der vielen Ausprägungen des Grauen Wulstlings - die hat öfters mal auch eine Bergsteigersocke (Abrisskante des Velum universale). Manchmal ist die Ringriefung undeutlich.
Du meinst vermutlich den "Tannenpantherpilz" - ja, der kann auch eine leicht geriefte Manschette haben. Was hier aber gegen den spricht: der Stiel zeigt bis weit oben graubräunliche Farben (da, wo er aufgerissen ist), die Hüllreste liegen "g'schlampert" auf dem Hut (beim Pantherpilze sind die konzentrisch angeordnet und meist recht klein). Es fehlt auch die Stielbasis - ich vermute, dass die leicht in den Boden eingesenkt war (wurzelnd), was beim Pantherpilz nicht der Fall ist. Und dieser ominöse Tannenpanther ist sehr groß und massiv. Ganz anderer Habitus. Alpin kommt der nicht vor, aber hochmontan. Ich kenne den aus den Österreichischen Alpen.
Liebe Grüße,
Christoph
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S. luteus, der Butterpilz, kommt lt. A. Gminder dort gar nicht vor, zumindest hat er in den langen Jahren der Kroatien-Pilzkurse noch keinen gefunden. Der Boden dort ist zu kalkhaltig für den Butterpilz.
Servus Oehrling,
habe den Thread eben erst gefunden. Nur kurz zur Ökologie - bei mir wächst Suillus luteus (fm. ochraceobrunneolus) direkt im Kalkschotter eines Kalktrockenrasens bei einer Kiefer (Rothschwaig bei Fürstenfeldbruck). Zu kalkhaltig für den Butterpilz gibt es nicht, der wächst von sauer bis extrem kalkig. Es kann sein, dass die Kalkbutterpilze später mal genetisch abgetrennt werden (*hihi), aber bisher wird das alles zu einer Art zusammengeworfen.
Suillus mediterranensis kommt hier (Fotos oben) übrigens auch m.E. gut hin, wobei ich meine, auch einen Fruchtkörper von Suillus granulatus zu sehen

Liebe Grüße,
Christoph
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Dann vielleicht erstmal nur bei den von Oehrling genannten roh ungefährlichen Arten.
Servus Lubeca,
nur kurz zu den roh "ungefährlichen" Arten - bei Täublingen musst du aufpassen. Oehrling meint vermutlich Arten wie den Frauentäubling oder den Grüngefelderten. Der Rotstielige Ledertäubling ist roh (auch in kleinen Mengen) oder ungenügend gegart heftig Magen-Darm-giftig. Ich kenne auch eine betroffene Familie persönlich.
Abgesehen von der Garzeit ist die Zubereitung immer Geschmackssache. Ich liebe Pilzsuppen und da werden manche Arten auch nur gekocht (z. B. Grünspanträuschlinge, Stockschwammerl oder Rauchbl. Schwefelköpfe).
Was scharf anbraten angeht - das liebe ich bei einigen Pilzen, so z.B. dem gezüchteten Kräuterseitling. Das ergibt m.E. köstliche Brataromen (wie auch bei Reizkern). Man sollte sie eben nicht nur scharf anbraten, sondern dann auch noch ziehen lassen.
Schlimm sind moderne Rezepte (manche Fernsehköche), nach denen man Pilze nur kurz kross anbraten soll. Das geht natürlich nicht.
Was das Dampfgaren angeht, hat der Dampf natürlich eine hohe Temperatur. Die Frage ist, ob die auch im Inneren der Pilze ankommt. Ich weiß nicht, wie groß deine Pilzstücke sind. Wenn ich das mit Brockoli vergleiche, fürchte ich, dass du halbe oder geviertelte Hüte dampfgaren willst? Dann kann es innen nicht lange genug heiß genug gewesen sein...
Ich habe mit Dampfgaren von Pilzen aber keine Erfahrung...
Liebe Grüße,
Christoph
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Servus Jörg,
danke für die Rückmeldung! Ich frage wegen der Pilzberaterpraxis. Wenn mir jemand sowas bringt und eine Essensfreigabe erhofft, dann gebe ich die natürlich, bin aber froh, wenn ich ein paar Erfahrungswerte dazu sagen kann (von gut bis nicht so gut). Bei mir wächst er meist mitten in Brennesselbeständen, sodass ich erst im nächsten Frühjahr die großen Leichen des Riesenbovists finde. Und da sammle ich in der Saison nichts zum Essen. Deshalb habe ich ihn selber noch nicht probiert, wobei ich weiß, wie andere Boviste schmecken (bzw. deren Konsistenz kenne) – deshalb hält sich meine persönliche Neugierde nach Eigenerfahrung auch stark in Grenzen

Liebe Grüße,
Christoph
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Servus gena,
das sind Babys, daher kaum bestimmbar. Ich würde vermuten, dass daraus mal Lackporlinge werden, z. B. Ganoderma adspersum. Für Perennipora fraxinea sind mir die so jung zu wulstig. Warte ein paar Wochen ab, dann werden wir sehen, was daraus mal wird.
Liebe Grüße,
Christoph
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Lieber hundsboog,
bei panierten Marshmallows schüttelts mich fast bei der Vorstellung. Aber Geschmäcker sind verschieden. Vielleicht schmeckt er dir ja. Berichte bitte von deiner Erfahrung (bin da auch neugierig).
Liebe Grüße,
Christoph
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Servus Steinpilzscout,
nix für ungut, aber wenn du solche Babys rupfst und isst, aber Schönfuß und Netzhexe nicht unterscheiden kannst, dann besteht die Gefahr, dass du auch bei Babys mal danebengreifst. Bei so jungen Fruchtkörpern sind einige Merkmale noch nicht ausgebildet. Ich bin sicher, dass dein Flocki noch gelbe Poren hatte. Da auch der große Schönfuß gelbe Poren hat, du ihn dennoch als Netzhexe vermutet hast, gehe ich davon aus, dass du auf dieses Merkmal gar nicht achtest.
Zudem: Babys und Leichen soll man nicht bestimmen, und beide schon gar nicht essen. Leichen eh nicht, weil das "in die Hose" geht. Und Babys nicht, weil man die eben nicht so sicher bestimmen kann. Und lässt man die noch etwas wachsen, freut man sich (oder andere) noch ein bisserl mehr, weil sich dann auch das Pflücken lohnt ;-).
Insofern drücke ich die Daumen, dass du auch in Zukunft vergiftungsfrei deinem Hobby Schwammerlessen nachgehen kannst ;-).
Ich schreib da nur, weil du geschrieben hast, dass du das Baby schon gegessen hast. Die Bestimmung als Flocki zweifle ich hingegen beim Baby nicht an

Liebe Grüße,
Christoph
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Servus Tobi,
nur kurz zu Cortinarius dionysae. Ich habe den zwar lange nicht mehr in der Hand gehabt (und da war der Mehlgeruch sehr deutlich), aber in unseren Moränengebieten kommt der immer wieder vor. Ob das Habitat wirklich sauer war, müsste geprüft werden, denn der ganze Rücken ist purer Kalk. Der kann natürlich verdeckt sein, kommt aber immer wieder durch.
Hier eine Verbreitungskarte (von unserem Ammersee-Projekt): Startseite | Pilze am Ammersee
Ich wohne übrigens ums Eck - wenn du mal gemeinsam in die Kalkbuchenwälder hier gehen willst, gib einfach Bescheid.
Liebe Grüße,
Christoph
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Liebe Ulla,
das sind ja süße Stinker. Danke für's Vorzeigen :-).
Liebe Grüße,
Christoph
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Servus Thiemo,
an Russula galochroa (s. str.) glaube ich nicht. ich würde den Fund mal mit Russula faustiana vergleichen. So selten ist die übrigens nicht, jedenfalls nicht im bayer. Voralpenland. Das ist Russula galochroa s. Einhellinger. Da passt, finde ich, sehr viel. Das Sporenpulver soll IIc sein, frisch ausgesport auch IIa
Russula galochroa s.str. hat isolierter warzige Sporen und zeigt gerne bläuliche bis rosaliche Hufarben und hat mit IId deutlich kräftigeres Sporenpulver - passt daher m.E. nicht.
Russula galochroides ist fast weißhütig und hat teils netzige Sporen - scheint eine mediterrane Art zu sein und fällt damit auch raus.
Noch kurz als Anmerkung zum Sporenpulver. Man sollte die Farbe des etwas angetrockneten Pulvers nehmen, also ca. 1 Tag nach dem Aussporen. Manchmal tut sich da einiges. Ich hatte eine vermeintliche Russula grisea, wo ein IId bis IIIa passte (frisch ausgesport). Einen Tag später war es dann zu IIb ausgeblasst. Frisch hängt die Farbe manchmal vom Wassergehalt ab. Selbstredend, dass das Sporenpulver unter Lichtabschluss gelagert wird, da die Pigmente auch durch UV-Licht ausblassen können. Hier geht es aber nur im den Faktor Feuchtigkeit. Wenn man Sporenabdrücke längere Zeit lagert, kann sich viel ändern, aber das ist ein anderes Thema

Liebe Grüße,
Christoph
