Beiträge von boccaccio

    Hallo zusammen,


    am letzten Samstag konnte ich auf der Halde Hoppenbruch einen schönen Fruchtkörper von Odontia fibrosa finden. Bis jetzt hatte ich die Art erst einmal am Parkplatz des Depots, da war der Fruchtkörper aber eher mickerig.


    Fruchtkörper am Fundort


    Hymenium unterm Mikroskop


    Rhizomorphen unterm Mikroskop


    Sporen in 3% KOH


    Sporen in Melzer


    Rhizomorphen in 3% KOH


    Hymenium in 3% KOH


    Und der Vollständigkeit halber auch noch Sporenmaße:


    | Länge (µm) | Breite (µm) | Q |

    |------------|-------------|-----|

    | 6.7 | 5.1 | 1.3 |

    | 7.4 | 5.9 | 1.3 |

    | 6.9 | 5.1 | 1.4 |

    | 6.7 | 4.8 | 1.4 |

    | 6.3 | 5.4 | 1.2 |

    | 6.6 | 5.5 | 1.2 |

    | 6.0 | 5.7 | 1.1 |

    | 5.7 | 4.5 | 1.3 |

    | 6.6 | 5.6 | 1.2 |

    | 6.4 | 4.9 | 1.3 |

    | 7.3 | 5.7 | 1.3 |

    | 5.8 | 5.0 | 1.2 |

    | 7.7 | 5.2 | 1.5 |

    | 7.1 | 5.7 | 1.2 |

    | 6.7 | 5.6 | 1.2 |

    | 5.7 | 5.3 | 1.1 |

    | 5.8 | 5.0 | 1.1 |

    | 7.3 | 5.3 | 1.4 |

    | 5.6 | 4.9 | 1.2 |

    | 7.0 | 5.5 | 1.3 |

    | 6.6 | 5.4 | 1.2 |

    | 6.5 | 5.7 | 1.2 |

    Sporenmaße: 6.6±0.6 µm × 5.3±0.3 µm, Q=1.2±0.1

    5.6-7.7 µm × 4.5-5.9 µm, Q=1.2-1.2


    Björn

    Hallo Tonio,


    dein Argument, daß man mit Phasenkontrast nicht färben muß und deshalb die Eigenfärbung nicht überdeckt, überzeugt mich nicht. Bei Phasenkontrastbildern hat man am Ende ja auch ganz andere Farben als die Eigenfärbung wie deine beiden Bilder eindrucksvoll beweisen.


    Björn

    Hallo Reinhard,


    das niederländische Projekt findest du hier, die Schlüssel dort sind aber leider auf niederländisch. Bei Calocera kommt es im Wesentlichen auf die Sporengröße und Septierung an, bei einigen Arten sind auch die Zellen der Stielaußenseite relevant. Am besten macht man einen Sporenabwurf in dem man entweder einen Fruchtkörper auf einen Objektträger legt oder gleich ein Stück Holz mit mehreren Fruchtkörpern. Bei Phragmobasidiomyceten (NB: das sind keine Schlauchpilze!) ist es in der Regel gut, wenn die Fruchtkörper den Objektträger berühren, weil die Sporen scheinbar nur dann ihre volle Septierung offenbaren, wobei bei Calocera eigentlich auch schon die Sporengröße zur Bestimmung ausreicht.


    Björn

    Hallo zusammen,


    der Laubholzhörnling kann wohl in Ausnahmefällen auch mal auf Nadelholzvorkommen, siehe die Schlüssel des Niederländischen Phragmobasidiomycetenprojekts. C. furcata würde ich hier von der makroskopischen Erscheinung her eigentlich schon ausschließen wollen. Ansonsten gilt aber hier wie auch sonst: Mikroskopieren geht über Rätseln.


    Björn

    Hallo zusammen,


    am letzten Sonntag war ich in Lengerich unterwegs, einer Gegend in der es Kalk gibt und entsprechende Kalkbuchenwälder sowie Kalkmagerrasen. Pilztechnisch war das ganze durchaus ergiebig:


    1. Phyllotopsis nidulans


    2. Tricholoma sulphureum


    3. Arrhenia retiruga


    4. Geoglossum cookeanum


    5. Helvella crispa


    6. Ein Saftling, der zunächst mal an Hygrocybe fornicata erinnert. Die Sporen sind aber mit 8,6±0,6 µm × 5,3±0,4 µm, Q=1,6±0,2; 7,7-10,7 µm × 4,8-6,3 µm, Q=1,4-2,1 deutlich zu groß. Exsikkat ist vorhanden.


    7. Panellus stipticus


    8. Sistotrema confluens mit sehr intensiv-chemischem Geruch


    9. Eine Corticiaceae, die an der Basis von Calamagrostis wächst. Ich hab da jetzt keine intensiveren Bestimmungsversuche unternommen, Vorschläge sind natürlich immer willkommen.


    10. Phlebiella vaga


    11. Polydesmia pruinosa


    12. Bisporella citrina


    13. Amaurodon viridis hatte ich ja hier schon ausführlich vorgestellt.


    14. Scytinostroma hemidichophyticum


    15. Hygrocybe konradii mit Sporen von 9,9±0,5 µm × 7,3±0,3 µm, Q=1,4±0,1; 9-10,9 µm × 6,5-7,7 µm, Q=1,3-1,5


    16. Tulostoma brumale


    17. Byssomerulius corium


    18. Russula orchroleuca


    19. Plicatura crispa


    20. Golovinomyces asterum var. solidaginis ex Solidago gigantea


    21. Phragmidium bulbosum ex Rubus sect. Rubus


    22. Cortinarius elegantissimus mit Sporenmaßen 14,9±0,7 µm × 8,8±0,4 µm, Q=1,7±0,1; 13,7-16,4 µm × 7,8-9,8 µm, Q=1,5-1,9


    Björn

    Hallo zusammen,


    ich war am letzten Samstag am Intruper Berg bei Lengerich unterwegs. Dort gibt es neben Kalkmagerrasen in einem ehemaligen Steinbruch auch einen schönen Buchenwald auf Kalkboden. Beim Stöckchendrehen gab es dort dann eine hellblaue Überraschung: Amaurodon viridis. Da die Art insgesamt sehr selten ist (29 Funde in Deutschland, 2 in NRW) und gleichzeitig makroskopisch und mikroskopisch hübsch ist, stelle ich sie hier einmal vor.


    Fruchtkörper am Fundort


    Hymenium bei 100-facher Vergrößerung


    Hymenium bei 40-facher Vergrößerung


    Sporen in 3% KOH. Frische Sporen sind dunkelblau und feinwarzig, ältere Sporen verfärben dann ins Grünliche


    Hymenium in 3% KOH



    Björn

    Hallo zusammen,


    am 11.11. und 12.11.2025 habe ich auf dem Weg zur Arbeit im Stadtwald eine schöne Gruppe von Pholiota squarrosa gefunden und dann zu Hause der Vollständigkeit halber einmal durchmikroskopiert. Da die Art offenbar noch kein Portrait hat, hier ein paar Bilder:



    Huthaut in Wasser


    Lamellenschneide in Ammoniak


    Lamelle in Kongorot gefärbt


    Sporen in KOH


    Björn

    Hallo zusammen,


    am letzten Sonntag war der APR in den Borkenbergen unterwegs und hat sich die mageren Ränder der durch das Gelände freigegebenen Straße angeschaut. Dabei gab es einige pilzliche Highlights zu bestaunen.


    1. Arrhenia rickenii am Parkplatz


    2. Mycena pseudocorticola kam massig an diversen Baumstämmen vor


    3. Tricholoma populinum in nicht mehr ganz frisch unter Populus tremula


    4. Calocera furcata an Pinus sylvestris


    5. Phlebia subcretacea


    6. Hygrocybe miniata


    7. Ein Rötling aus der Ecke um Entoloma undatum. Laut Noordeloos gilt aber: "Just wait a little 🙂 the undatum group is full of surprises, we are working on them 🙂"


    8. Cotylidia undatum


    9. Neottiella vivida


    10. Podosordaria tulasnei


    11. Hypholoma capnoides


    12. Laccaria proxima


    13. Deconica montana


    14. Hygrophorus hypothejus


    15. Cortinarius croceus


    16. Entoloma vindobonense


    17. Geopora arenicola


    18. Glutinoglossum pseudoglutinosum


    19. Gomphidius roseus


    20. Lycoperdon utriforme oder eine Schale voller Kakao :D


    21. Eine Helvella...


    22. Highlight des Tages: Dendrocollybia racemosa


    23. Sordaria macrospora


    Björn

    Hallo Cognacmeister,


    es bringt halt wenig, wenn du hier einfach eine riesige Menge an Mikrobildern sehr lieblos an deine Beiträge klatscht. Da kann niemand deine Bestimmungen nachvollziehen bzw. im besten Fall bestätigen. Zur wissenschaftlichen Arbeitsweise gehört es eben, daß man Dinge systematisch untersucht und diese Untersuchungen dann auch so dokumentiert, daß andere sie nachvollziehen können. Bei einem Porling solltest du also z.B. Mikrofotos machen, die andere überzeugen, ob das Hyphensystem mono- oder dimitisch ist, die zeigen, ob Schnallen vorhanden sind oder nicht, ob es Zystiden gibt, wie diese ggfs. aussehen. Bei Sporen würde ich immer dringend dazu raten, einen Sporenabwurf zu machen. So stellt man sicher, daß man zum einen mehr als genug Sporen hat und daß diese zum anderen auch reif sind. Dann sollte man eine ausreichende Zahl (>=20) von Sporen vermessen und ggfs. prüfen, ob Sporen dextrinoid oder amyloid sind. Die entsprechenden Bilder solltest du dann idealerweise nicht einfach unkommentiert an den Beitrag anhängen, sondern mit Nummern versehen in den Beitrag einbinden und dabei erklären, was man deiner Meinung nach auf dem jeweiligen Bild sieht.


    In der Art und Weise wie du deine Funde derzeit darstellst, macht es leider keinen Spaß sich die Beiträge anzuschauen und ich handhabe es für mich selber z.B. schon so, daß ich deine Beiträge in aller Regel gar nicht mehr anschaue, weil sie mich nur frustieren.


    Björn