Hallo Reinhard,
bei so lebhaft gefärbten Fruchtkörpern würde ich immer mikroskopisch reinschauen, ob Acanthozystiden vorhanden sind. Dann wäre es Stereum insignitum. Ansonsten ist es Stereum subtomentosum.
Björn
Hallo Reinhard,
bei so lebhaft gefärbten Fruchtkörpern würde ich immer mikroskopisch reinschauen, ob Acanthozystiden vorhanden sind. Dann wäre es Stereum insignitum. Ansonsten ist es Stereum subtomentosum.
Björn
Hallo zusammen,
Cornus mas hat gegenständige Blätter, die Blattknospen sind hier aber wechselständig. Ich bin nach wie vor bei Betula.
Björn
Hallo Steffen,
wenn ich Wolfgang richtig verstehe, ist die Überlegung der DGfM doch, das pdf frei und für jeden verfügbar zu machen, weil es einerseits keine Gewinnabsicht hinter dem Dokument seitens der DGfM gibt und andererseits das Werk ja aktuell vergriffen ist und eine Neuauflage mit Arbeit verbunden ist (man muß abschätzen, wie viele Exemplare gebraucht werden, man muß sich um Druck und Verkauf kümmern etc.).
Björn
Hallo zusammen,
bei ganz jungen Birken ist die Rinde aber durchaus noch braun und nicht weiß.
Björn
Hallo Schorsch,
bist du dir sicher, daß das wirklich Zystiden sind? Für mich sehen das eher wie Hyphenenden aus, die an den Spitzen der Aculei vorkommen.
Björn
Hallo zusammen,
ich bin heute Abend dabei und ihr könnte Euer blaues Wunder erleben!
Björn
Hallo Martin,
vergleiche deinen Fund mal mit Patellaria atrata.
Björn
Hallo zusammen,
die Sträucher würde ich mal mit Birke und Pappel vergleichen. Grundsätzlich gilt bei Sträuchern im vegetativen Zustand, daß man möglichst gute Fotos der Knospen machen sollte.
Zur Gamundia: Bei Arrhenia peltigerina laufen die Lamellen deutlich herab. Und Gamundia xerophila (lief früher unter Gamundia striatula) ist dann eben die zweite Art, die an Peltigera parasiert und von der Optik her paßt.
Björn
Hallo zusammen,
Micam mag ja ganz funktional sein, ist aber offenbar ein Windows-Programm und damit für viele Menschen nutzlos.
Björn
Hallo Rainer,
deinen Pilz bei Nr.1 würde ich eher für Gamundia xerophila halten.
Björn
Hallo Peter,
natürlich kommt es immer darauf an, nur korrekt orientierte Sporen zu vermessen. Aber ich behaupte von mir selber, daß ich dazu in der Lage bin, während ich da bei der KI eher skeptisch bin.
Was die Genauigkeit der Meßwerte angeht, würde ich sagen, daß es auch in der Physik fundamental ist zu wissen, wie genau eine Messung jeweils ist, welche systematischen Fehler es gibt etc. Und da wir es ja hier mit der Vermessung von Bildern eines optischen Mikroskops zu tun haben, sind 2 Nachkommastellen natürlich völliger Unfug, weil das die optische Auflösung einfach nicht hergibt. Das ist auch der Grund, warum meine Python-Scripte die Sporenmaße eben nur auf eine Stelle nach dem Komma runden.
Björn
Hallo zusammen,
von der Nutzung von ChatGPT für das Vermessen von Sporen würde ich abraten. ChatGPT ist ja ein LLM und erstmal nicht dafür gemacht worden, um Sporen zu erkennen und zu vermessen. Im Zweifelsfall halluziniert ChatGPT ja auch (auch eine nette Umschreibung für "lügt ohne rot zu werden") und man kann sich folglich nicht darauf verlassen, daß die Meßergebnisse auch wirklich korrekt sind.
Das automatische Erkennen von Sporen bei Fiji und Piximètre ist da natürlich etwas anderes, weil dort die KI eben gezielt auf diese Aufgabe trainiert ist und man im Zweifelsfall durch einen schnellen Blick auch überprüfen kann, ob die erkannten Formen wirklich Sporen sind. Neben dem geschilderten Problem mit den sich berührenden Sporen und Problemen mit hyalinen Sporen sehe ich aber auch Schwierigkeiten, wenn es um das Messen von Sporen bei Entoloma oder Thelephora geht. Da kommt es ja wirklich sehr darauf an, daß man nicht nur die Spore als solche erkennt, sondern auch erkennt, wie die Spore orientiert ist und dann eben nur passend liegende Sporen vermißt.
Björn
Also Claudia scheint sich in der abstrakten Mathematik auch bestens auszukennen!
Björn
Zitatwelche Literatur meinst Du?
Die bezieht sich vermutlich auf FeSO4 wasserfrei und nicht auf käufliches FeSO4-Heptahydrat. Das hat einen "Schmelz"-Punkt von 64°C.
Hallo Wolfgang,
ich hatte das in der GESTIS-Stoffdatenbank nachgeschaut, siehe hier. Aber offenbar ist Chemie viel komplizierter als Theoretische Physik ![]()
Björn
Im Hilbert-Raum trägt man natürlich ein Skalarprodukt!
Björn
Hallo zusammen,
ich bin etwas verwundert, daß das Eisensulfat bei den Experimenten geschmolzen ist. Laut Literatur soll es sich bei 400°C zersetzen ohne vorher zu schmelzen.
Björn
Hallo zusammen,
wer mikroskopiert wird regelmäßig in der Situation sein, daß er oder sie eine hinreichend große (>=20) Sporen eines Pilzes vermessen muß. Deshalb ist es hilfreich, wenn man dafür einen möglichst effizienten Arbeitsablauf hat. Ich hatte mich zu diesem Thema die Tage mit Vitus Schäfftlein ausgetauscht und dabei meinen Workflow noch etwas optimiert und möchte aus diesem Grund hier einmal vorstellen, wie ich Sporen mit Fiji/ImageJ und einem kleinen Python-Script vermesse. Ich selber nutze auf meinem Rechner Linux als Betriebssystem, aber im Prinzip funktioniert alles (mit entsprechenden Anpassungen) auch unter Windows oder MacOS, da Fiji/ImageJ ein Java-basiertes Programm ist.
Zunächst einmal muß man Fiji/ImageJ installieren. Die entsprechenden Downloads gibt es hier. Des weiteren benötigen wir die Erweiterung Microscopic Measurement Tools, die man hier herunterladen kann. Dort ist dann auch erklärt, in welchen Ordner von Fiji man die Erweiterung stecken muß, wie man seine Meßskala kalibiert und dauerhaft abspeichert. Wenn das alles geschafft ist, startet man Fiji und öffnet ein zu vermessendes Bild.
Nun kann man das Tool zum Ziehen von geraden Linien auswählen und damit eine gerade Linie von der Sporenspitze zur Sporenbasis ziehen. Anschließend drückt man 't' und erzeugt auf diese Weise eine sogenannte "Region of Interest" ROI, die im sich öffnenden ROI Manager angezeigt wird. Dann zieht man eine Linie über die Sporenbreite, drückt wieder 't' und hat eine weitere ROI erzeugt. Das wiederholt man dann Sporen für Spore, wobei man im ROI Manager die Option "Show All" aktivieren kann, damit man die bereits gezogenen Linien dauerhaft angezeigt bekommt. Nach einiger Zeit sieht das Ganze dann so aus
Jetzt wählt man unter Analyze > Microscope Measurement Tools > Choose Microscope Calibration die entsprechende Umrechnung von Pixeln in Mikrometern aus. Um diesen Schritt möglichst effektiv zu gestalten, kann man sich natürlich eine Tastenkombination für das Aufrufen dieses Fensters definieren.
Anschließend wählt man im ROI Manager alle bisher gezogenen Linien aus (einfach mit der Maus auf eine ROI im ROI Manager klicken und dann Strg+A drücken) und wählt dann im ROI Manager "Measure" aus. Es öffnet sich ein neues Fenster, das dann u.a. die Länge der gemessenen Linien in µm zeigt. Falls dort nicht nur Winkel und Länge, sondern auch noch andere Größen angezeigt werden, die man eigentlich gar nicht braucht, kann man bei Analyse > Set Measurements seine Einstellungen entsprechend so anpassen:
Das Ergebnis der Messung sieht dann am Ende so aus
Jetzt möchten wir natürlich Mittelwert, Standardabweichung sowie Minimal- und Maximalwerte von Sporenlänge, Sporenbreite und Länge-Breite-Verhältnis bestimmen. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder wir speichern unsere Meßergebnisse über File > Save as (Strg+S) in eine Datei, oder wir markieren wieder mit Strg+A alle Inhalte unserer Meßtabelle und kopieren sie mit Strg+C in die Zwischenablage. Im Folgenden stelle ich erstmal diesen zweiten Weg vor. Der Inhalt der Zwischenablage kann nun mit folgendem Python-Script entsprechend bearbeitet werden.
#!/usr/bin/env python
# -*- coding: utf-8 -*-
import numpy as np
from sys import stdin
i=0
last_column_even=[]
last_column_odd=[]
for line in stdin:
if line=='\n':
break
i=i+1
parts=line.split()
value=float(parts[-1])
if i % 2 == 0:
last_column_even.append(value)
else:
last_column_odd.append(value)
print(f"")
print(f"")
print(f"")
print(f" # | Länge (µm) | Breite (µm) | Q |")
print(f"---|------------|-------------|-----|")
q=[]
q=[a/b for a,b in zip(last_column_odd,last_column_even)]
for i,l_c in enumerate(last_column_odd):
print(f"{i+1:>2} | {last_column_odd[i]:>4.1f} | {last_column_even[i]:>4.1f} | {q[i]:.1f} |")
print(f"")
laenge=np.mean(last_column_odd)
laenge_std=np.std(last_column_odd)
breite=np.mean(last_column_even)
breite_std=np.std(last_column_even)
Q=np.mean(q)
Q_std=np.std(q)
laenge_min=np.min(last_column_odd)
laenge_max=np.max(last_column_odd)
breite_min=np.min(last_column_even)
breite_max=np.max(last_column_even)
Q_min=np.min(q)
Q_max=np.max(q)
print(f"Sporenmaße: {laenge:.1f}±{laenge_std:.1f} µm × {breite:.1f}±{breite_std:.1f} µm, Q={Q:.1f}±{Q_std:.1f}")
print(f" {laenge_min:.1f}-{laenge_max:.1f} µm × {breite_min:.1f}-{breite_max:.1f} µm, Q={Q_min:.1f}-{Q_max:.1f}")
with open("Sporenmaße.txt","w") as g:
print(f" | Länge (µm) | Breite (µm) | Q |",file=g)
print(f"---|------------|-------------|-----|",file=g)
for i,l_c in enumerate(last_column_odd):
print(f"{i+1:>2} | {last_column_odd[i]:>4.1f} | {last_column_even[i]:>4.1f} | {q[i]:.1f} |",file=g)
print(f"",file=g)
print(f"Sporenmaße: {laenge:.1f}±{laenge_std:.1f} µm × {breite:.1f}±{breite_std:.1f} µm, Q={Q:.1f}±{Q_std:.1f}",file=g)
print(f" {laenge_min:.1f}-{laenge_max:.1f} µm × {breite_min:.1f}-{breite_max:.1f} µm, Q={Q_min:.1f}-{Q_max:.1f}",file=g)
g.close()
Alles anzeigen
Konkret sieht das dann so aus. Man ruft in der Konsole das Script auf und kopiert dann mit Strg+Shift+C den Inhalt der Zwischenablage
Drückt man nun Enter, erscheint das Ergebnis
Das Ergebnis wird dann auch noch in eine Datei Sporenmaße.txt gespeichert. Hat man sich alternativ oben dafür entschieden, die Meßergebnisse in eine .csv-Datei zu speichern, kann man folgendes Script benutzen (der Speicherort der csv-Datei muß natürlich entsprechend angepaßt werden):
#!/usr/bin/env python
# -*- coding: utf-8 -*-
import numpy as np
last_column_even=[]
last_column_odd=[]
print(f" | Länge (µm) | Breite (µm) | Q |")
print(f"---|------------|-------------|-----|")
with open('/directory/of/file/Results.csv','r') as f:
i=0
next(f)
for line in f:
i=i+1
parts=line.split(",")
value=float(parts[-1])
if i % 2 == 0:
last_column_even.append(value)
else:
last_column_odd.append(value)
q=[]
q=[a/b for a,b in zip(last_column_odd,last_column_even)]
for i,l_c in enumerate(last_column_odd):
print(f"{i+1:>2} | {last_column_odd[i]:>4.1f} | {last_column_even[i]:>4.1f} | {q[i]:.1f} |")
print(f"")
laenge=np.mean(last_column_odd)
laenge_std=np.std(last_column_odd)
breite=np.mean(last_column_even)
breite_std=np.std(last_column_even)
Q=np.mean(q)
Q_std=np.std(q)
laenge_min=np.min(last_column_odd)
laenge_max=np.max(last_column_odd)
breite_min=np.min(last_column_even)
breite_max=np.max(last_column_even)
Q_min=np.min(q)
Q_max=np.max(q)
print(f"Sporenmaße: {laenge:.1f}±{laenge_std:.1f} µm × {breite:.1f}±{breite_std:.1f} µm, Q={Q:.1f}±{Q_std:.1f}")
print(f" {laenge_min:.1f}-{laenge_max:.1f} µm × {breite_min:.1f}-{breite_max:.1f} µm, Q={Q_min:.1f}-{Q_max:.1f}")
with open("Sporenmaße.txt","w") as g:
print(f" | Länge (µm) | Breite (µm) | Q |",file=g)
print(f"---|------------|-------------|-----|",file=g)
for i,l_c in enumerate(last_column_odd):
print(f"{i+1:>2} | {last_column_odd[i]:>4.1f} | {last_column_even[i]:>4.1f} | {q[i]:.1f} |",file=g)
print(f"",file=g)
print(f"Sporenmaße: {laenge:.1f}±{laenge_std:.1f} µm × {breite:.1f}±{breite_std:.1f} µm, Q={Q:.1f}±{Q_std:.1f}",file=g)
print(f" {laenge_min:.1f}-{laenge_max:.1f} µm × {breite_min:.1f}-{breite_max:.1f} µm, Q={Q_min:.1f}-{Q_max:.1f}",file=g)
f.close()
g.close()
Alles anzeigen
Ruft man das Script dann auf, erhält man direkt das Ergebnis
welches auch wieder zusätzlich in eine Datei Sporenmaße.txt geschrieben wird.
Björn
ZitatHast du manchmal mehrere Schlafanzüge an?
Das Treffen der Mathematiker findet nicht im Zoom-Raum, sondern im Hilbert-Raum statt ![]()
Björn
Hallo Rotfuß,
man kann auch problemlos ohne Kamera teilnehmen.
Björn
Hallo zusammen,
ich würde hier bei Nr. 9 wegen der Farben auch eher an S. insignitum denken. Gerade in wärmebegünstigen Regionen ist der deutlich häufiger als S. subtomentosum (deshalb bitte immer auch angeben, wo Pilze gefunden wurden!).
Björn
Hallo zusammen,
ich bin dabei und kann Euch trotz Frost Frischpilze in akzeptablem Zustand präsentieren.
Björn
Hallo Cognacmeister,
vergleich mal mit Botryobasidium isabellinum.
Björn
Hallo zusammen,
Stereum rugosum ist in der Regel blasser. Wichtig wäre hier erstmal zu klären, ob der Pilz beim Reiben rötet oder nicht. Danach spielt das Substrat (Nadelholz, Eiche, anderes Laubholz) eine wichtige Rolle.
Björn
