Hallo zusammen,
mit dem Schlüssel von Jule und Friedemann komme ich zu Heterosporium savulescui, leider findet man zu der Art dann praktisch keinerlei Literatur.
Björn
Hallo zusammen,
mit dem Schlüssel von Jule und Friedemann komme ich zu Heterosporium savulescui, leider findet man zu der Art dann praktisch keinerlei Literatur.
Björn
Hallo Uwe,
da hat sich seit Gerhardt ein bißchen was getan und das Aggregat wurde in mehrere Arten aufgedröselt, siehe Spirin et al. Studies in the Phaeotremella foliacea group 2018.
Björn
Hallo Uwe,
Phaeotremella foliacea parasitiert an Stereum sanguinolentum auf Nadelholz, den kannst du hier also sicher ausschließen. Dein Fund wird wohl P. frondosa sein.
Björn
Hallo zusammen,
am 11.11. und 12.11.2025 habe ich auf dem Weg zur Arbeit im Stadtwald eine schöne Gruppe von Pholiota squarrosa gefunden und dann zu Hause der Vollständigkeit halber einmal durchmikroskopiert. Da die Art offenbar noch kein Portrait hat, hier ein paar Bilder:
Huthaut in Wasser
Lamellenschneide in Ammoniak
Lamelle in Kongorot gefärbt
Sporen in KOH
Björn
Hallo zusammen,
am letzten Sonntag war der APR in den Borkenbergen unterwegs und hat sich die mageren Ränder der durch das Gelände freigegebenen Straße angeschaut. Dabei gab es einige pilzliche Highlights zu bestaunen.
1. Arrhenia rickenii am Parkplatz
2. Mycena pseudocorticola kam massig an diversen Baumstämmen vor
3. Tricholoma populinum in nicht mehr ganz frisch unter Populus tremula
4. Calocera furcata an Pinus sylvestris
5. Phlebia subcretacea
6. Hygrocybe miniata
7. Ein Rötling aus der Ecke um Entoloma undatum. Laut Noordeloos gilt aber: "Just wait a little the undatum group is full of surprises, we are working on them
"
8. Cotylidia undatum
9. Neottiella vivida
10. Podosordaria tulasnei
11. Hypholoma capnoides
12. Laccaria proxima
13. Deconica montana
14. Hygrophorus hypothejus
15. Cortinarius croceus
16. Entoloma vindobonense
17. Geopora arenicola
18. Glutinoglossum pseudoglutinosum
19. Gomphidius roseus
20. Lycoperdon utriforme oder eine Schale voller Kakao ![]()
21. Eine Helvella...
22. Highlight des Tages: Dendrocollybia racemosa
23. Sordaria macrospora
Björn
Hallo Dodo,
statt einer klassischen Pipette nutze ich einfach einen alten Q-Tip aus Plastik, bei dem ich die Watteenden abgeschnitten habe. Das wird dir im Zweifelsfall natürlich wenig weiterhelfen, weil man die nicht mehr zukaufen kriegt.
Björn
Hallo Grüni,
wenn ich das richtig mitbekommen habe, ist G. sciophanus wohl neu für die Wiesen gewesen.
Björn
Hallo Rainer,
Nr. 4 sieht in der Größe und mit der Farbe schon stark nach Clavaria argillacea aus. Das letzte Bild ohne Nummer ist eine Poronia-Anamorphe.
Björn
Hallo Cognacmeister,
es bringt halt wenig, wenn du hier einfach eine riesige Menge an Mikrobildern sehr lieblos an deine Beiträge klatscht. Da kann niemand deine Bestimmungen nachvollziehen bzw. im besten Fall bestätigen. Zur wissenschaftlichen Arbeitsweise gehört es eben, daß man Dinge systematisch untersucht und diese Untersuchungen dann auch so dokumentiert, daß andere sie nachvollziehen können. Bei einem Porling solltest du also z.B. Mikrofotos machen, die andere überzeugen, ob das Hyphensystem mono- oder dimitisch ist, die zeigen, ob Schnallen vorhanden sind oder nicht, ob es Zystiden gibt, wie diese ggfs. aussehen. Bei Sporen würde ich immer dringend dazu raten, einen Sporenabwurf zu machen. So stellt man sicher, daß man zum einen mehr als genug Sporen hat und daß diese zum anderen auch reif sind. Dann sollte man eine ausreichende Zahl (>=20) von Sporen vermessen und ggfs. prüfen, ob Sporen dextrinoid oder amyloid sind. Die entsprechenden Bilder solltest du dann idealerweise nicht einfach unkommentiert an den Beitrag anhängen, sondern mit Nummern versehen in den Beitrag einbinden und dabei erklären, was man deiner Meinung nach auf dem jeweiligen Bild sieht.
In der Art und Weise wie du deine Funde derzeit darstellst, macht es leider keinen Spaß sich die Beiträge anzuschauen und ich handhabe es für mich selber z.B. schon so, daß ich deine Beiträge in aller Regel gar nicht mehr anschaue, weil sie mich nur frustieren.
Björn
Hallo Alex,
danke für den Hinweis. Wenn ich das richtig mitbekommen habe, hat Wolfgang P. den Fund auch mitgenommen für eine potentielle Sequenzierung.
Björn
Hallo zusammen,
die Arten um den Löwengelben Dachpilz sind durchaus mikroskopisch zu trennen, vielleicht sogar makroskopisch, wenn man sich den Schlüssel in dem oben verlinkten Paper anschaut.
Björn
Hallo Chris,
ich hatte jetzt gar nicht geschaut, wie viele Nachweise es von dieser Art schon gibt. Dann gibt es also ab dem nächsten Jahr das Wiesbadener Rindenpilztreffen ![]()
Björn
Hi everyone,
what about the anamorph of some Inonotus species?
Björn
Hallo Claudia,
Die Huthaut von Hygrocybe coccinea kannst du dir einmal auf meiner Homepage anschauen, wobei der Ixo-Charakter dort nicht so gut zur Geltung kommt. Deshalb hier noch mal im direkten Vergleich:
Hygrocybe coccinea
Hygrocybe splendidissima
Björn
Ups, die Trompeten müssen wohl einen neuen Namen kriegen ![]()
Björn
Hallo Harald,
das hatte ich dann gar nicht mehr mitbekommen. Man mußte ja an so vielen Stellen gleichzeitig nach Pilzen schauen. Dann lege ich den mal so ab.
Björn
Hallo Bläuling,
Gliophorus psittacinus kann schon sehr stark gelb ausbleichen. Ich hatte am Wochenende auch einige Fruchtkörper, die praktisch gar keine Grüntöne mehr hatten. Sie wuchsen aber direkt zusammen mit weiteren Fruchtkörpern, die zumindest auf der Unterseite z.T. noch sehr deutlich grün waren.
Björn
Hallo zusammen,
die meisten von Euch dürften mitbekommen haben, daß Chris wieder einmal das großartige Saftlingstreffen in Wiesbaden organisiert hat. Dafür an dieser Stelle auch noch mal ein herzliches Dankeschön! Ich habe zum ersten Mal beim Saftlingstreffen teilgenommen und bin schwer beeindruckt. 8 für mich neue Saftlingsarten an einem Tag sind schon eine Hausnummer. Auch wenn hier ja schon erste Eindrücke von dem Treffen geschildert wurden, habe ich mich entschlossen, hier noch mal einen separaten Beitrag aufzumachen, da meine Beiträge ja traditionell doch etwas mikroskoplastig sind.
1. Cuphophyllus russocoriaceus. Auch wenn ich keine Ahnung habe, wie Juchtenleder riecht, konnte ich schon einen angenehmen Geruch wahrnehmen. Sporenmaße 8,5±0,4 µm × 5,2±0,4 µm, Q=1,7±0,1; 7,8-9,7 µm × 4,4-6,3 µm, Q=1,4-2
2. Clavaria fumosa. Das erste Bild zeigt vielleicht aber auch nur einen Untoten, der es bei Halloween dann doch nicht ganz aus der Erde geschafft hat
Sporenmaße 7,1±0,4 µm × 3,4±0,2 µm, Q=2,1±0,1; 6,2-7,9 µm × 2,9-3,8 µm, Q=1,8-2,4
3. Hygrocybe citrinovirens. Sporenmaße 7,8±0,5 µm × 5,4±0,5 µm, Q=1,4±0,1; 6,7-9 µm × 4,7-6,5 µm, Q=1,2-1,7
4. Entoloma anatinum
5. Gliophorus irrigatus
6. Hygrocybe punicea
7. Neohygrocybe ovina. Bestimmt nicht der hübscheste Saftling, aber das Röten bei Berührung ist schon beeindruckend. Sporenmaße 8,6±0,9 µm × 6,5±0,6 µm, Q=1,3±0,1; 7,5-10,6 µm × 5,5-7,8 µm, Q=1,2-1,6
8. Neohygrocybe nitrata mit sehr intensivem Schwimmbadgeruch. Sporenmaße 9,1±0,4 µm × 4,7±0,3 µm, Q=1,9±0,1; 8,2-10,2 µm × 4-5,2 µm, Q=1,7-2,2
9. Hygrocybe quieta. Sporenmaße 7,8±0,3 µm × 4,4±0,3 µm, Q=1,8±0,1; 7,2-8,2 µm × 3,9-5,1 µm, Q=1,5-1,9
10. Hygrocybe splendidissima mit sehr intensivem Honiggeruch. Sporenmaße 8,4±0,4 µm × 5±0,3 µm, Q=1,7±0,1; 7,6-9,4 µm × 4,5-5,8 µm, Q=1,5-1,8
11. Riecht auch, aber nicht angenehm: Clathrus archeri
12. Eines der absoluten Highlights: Porpolomopsis calyptriformis. Sporenmaße 7,6±0,6 µm × 5,5±0,2 µm, Q=1,4±0,1; 6,7-8,8 µm × 5-5,9 µm, Q=1,2-1,5
13. Gliophorus sciophanus. Sporenmaße 7,9±0,4 µm × 5,6±0,4 µm, Q=1,4±0,1; 7-8,5 µm × 4,8-6,4 µm, Q=1,2-1,5
14. Entoloma jubatum. Sporenmaße 8,6±0,5 µm × 6,1±0,5 µm, Q=1,4±0,1; 7,6-9,8 µm × 4,8-6,9 µm, Q=1,2-1,6
15. Noch ein Entoloma, zu dem es im Feld erstmal keinen Namen gab.
16. Hygrocybe fornicata. Sporenmaße 6,1±0,3 µm × 4,1±0,3 µm, Q=1,5±0,1; 5,7-6,7 µm × 3,8-4,6 µm, Q=1,3-1,7
17. Ramariopsis robusta
18. Ein noch unbeschriebender Doppelgänger von Hygrocybe coccinea. Sporenmaße 9,3±0,7 µm × 4,2±0,3 µm, Q=2,2±0,1; 8,1-10,5 µm × 3,5-4,8 µm, Q=2-2,4
19. Contumyces rosellus
20. Hygrocybe aurantiosplendens. Sporenmaße 8,4±0,6 µm × 4,4±0,2 µm, Q=1,9±0,2; 7,6-9,6 µm × 3,8-4,7 µm, Q=1,7-2,4
Soviel erstmal zu den Wiesenpilzen des Tages. Da es vor und nach der Wiese noch etwas Zeit gab, haben wir auch ein paar tolle Pilze im Wald gefunden, die folgen dann gleich.
Björn
Hallo zusammen,
ich bin dabei und kann euch mit Saftlingen überfluten ![]()
Björn
Hallo zusammen,
das mit dem Mikroskopierbesteck ist wohl auch durchaus eine Geschmacksfrage. Ich selber nutze zum Beispiel gar keine Pinzette. Das mag zum Teil daran liegen, daß ich eine Pinzette habe, die nicht wirklich scharf und präzise ist und mit der man folglich nichts so hinbekommt, wie man es gerne hätte. Stattdessen setze ich ausschließlich auf Rasierklingen und zwei Präpariernadeln. Mit den Rasierklingen mache ich einerseits radiale Schnitte der Huthaut, andererseits löse ich damit einzelne Lamellen aus einem Fruchtkörper heraus und schneide mir dann je nach Bedarf eine dünne Scheibe von der Lamellenschneide (Beurteilung von Cheilozystiden) oder aber ein schmales Rechteck aus der Lamelle (Untersuchung der Lamellentrama bei Saftlingen). Mit den beiden Präpariernadeln zerzupfe ich dann mein Präparat, nach dem ich so ein Lamellenstück gefärbt und anschließend in KOH gegeben habe. Akupunkturnadeln sind hier zwar feiner, aber leider auch zu weich um einen guten Zupfeffekt zu haben. Daneben kann man mit den Nadeln auch einen Streifen Huthaut im Wasser verschieben, so daß die Hutoverfläche dann am Ende sehr schön von links nach rechts durchs Präparat läuft.
Ein weiteres wichtiges und noch nicht erwähntes Bestecktteil ist ein Radiergummi. Damit kann man wunderbar auf dem Deckgläschen rumklopfen und drücken (das erfordert natürlich Übung und Fingerspitzengefühl) und die Bestandteile des Präparats auseinanderdrücken. Das klappt natürlich nicht immer gleich gut: Bei Keulchen klebt gerne alles zusammen und man muß sehr feste quetschen, bei Entoloma hat man mit etwas zu viel Druck gerne direkt die Basidien an den Köpfen gesprengt.
Björn
Hallo StrahlungJufo,
aber um Bekanntes nachzumessen, muß man ja erst einmal wissen, ob man es mit den zur Verfügung stehenden Methoden überhaupt nachmessen kann. Niemand würde auf die Idee kommen, bei Jugend Forscht ein Projekt zu machen, bei dem er oder sie noch mal das Higgs-Boson detektieren will. Und bei der Radioaktivität der Pilze stellt sich ja eben schon die Frage, ob ihr das mit dem Geigerzähler und handelsüblichen Pilzmengen detektiert bekommt.
Björn
Hallo zusammen,
aber auch da ist noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht. Denn irgendwann sieht man diesen Pilz und erinnert sich, daß es da doch ein Paper gab, wo die Pluteus leoninus Clade in mehrere Arten aufgedröselt wurde!
Björn
Hallo Radelfungus,
ich weiß ja nicht, wie du an diese deutsche Übersetzung gelangt bist, aber die Webseite an sich ist Englisch und da gibt es dann keine Probleme bei der Benamsung der Pilze. Man darf sich halt nicht immer nur auf KI verlassen, sondern sollte auch mal den eigenen Kopf benutzen.
Björn
Hallo zusammen,
es kommt jetzt ein wenig darauf an, was man unter einer Pilzwanderung genau versteht, aber ich bin regelmäßig mit einer Person, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, zum Kartieren unterwegs und wir unterhalten uns dabei auf Englisch. Mit den Pilznamen gibt es keinerlei Probleme, weil wir natürlich die wissenschaftlichen Namen benutzen
Björn
