Hallo Thorben,
die größeren Sträucher in der Düne sind Hippophae rhamnoides (mit Ochropsora hippophaes befallen).
Björn
Hallo Thorben,
die größeren Sträucher in der Düne sind Hippophae rhamnoides (mit Ochropsora hippophaes befallen).
Björn
Hallo Nikky,
erstmal vorweg: Es gibt in Mitteleuropa ca. 70-80 Champignonarten, die teilweise nur äußert schwer zu bestimmen sind. Außerdem gibt es darunter auch giftige Arten und selbst bei den ungiftigen Arten sollte man auf dem Schirm haben, daß viele von ihnen Schwermetalle wie Cadmium in ihren Fruchtkörpern anreichern.
Zur Farbe der Lamelle: Bei jungen Fruchtkörpern von Agaricus xanthodermus sind die Lamellen in der Tat nicht rosa, sondern eher cremefarben, siehe hier.
Björn
Hallo zusammen,
ich ergänze mal einige Bilder einer Kollektion, die ich heute im Duisburger Stadtwald gemacht habe.
Gruppe am Morgen
Gruppe am Abend mit einem Kleks 20% KOH verschönert
Cheilozystiden mit Kongorot gefärbt
Basidien und Basidiolen mit Kongorot gefärbt
Velumsflocken auf der Unterseite des Rings mit Kongorot gefärbt
Huthaut in Wasser
Sporen in KOH
Björn
Hallo Tuppie,
ich kann heute Abend beim Zoom-Meeting auch mal einige Bilder aus dem Boletenbuch von Miksik et al. zeigen. Dort finden sich Fruchtkörper, die denen von dir gezeigten sehr ähnlich sind.
Björn
Hallo zusammen,
am 15.9.2026 habe ich im Duisburger Stadtwald ein schönes Exemplar von Trichoderma citrinum (Synonym: Hypocrea citrina) gefunden. Die Art bildet große Stroma, die meistens am Stumpf von gefällten Bäumen wachsen und von dort aus dann oft auf den benachbarten Waldboden übergreifen. Beim Betrachten mit der Lupe erkennt man die Perithecienöffnungen dann als kleine dunkle Punkte. Mikroskopisch hat die Art wie die anderen Trichoderma-Arten auch Asci, die nicht mit Lugol reagieren und achtsporig sind. Die Sporen zerfallen allerdings in 2 Zellen, so daß man auf den ersten Blick auch meinen könnte, die Art hätte 16 Sporen. Die beiden Zellen der Sporen sind leicht unterschiedlich geformt. Die Sporen sind hyalin (Die Gattung Trichoderma hat neben Arten mit hyalinen Sporen auch Arten mit grünen Sporen; die letzteren sind meistens einfacher zu bestimmen).
Fruchtkörper am Fundort
Detailaufnahme des Stromas mit Perithecienöffnungen
Asci in Wasser
Björn
Hallo zusammen,
beim Kartieren in den Borkenbergen haben wir am 12.9.26 den Orangegelben Saftporling Tyromyces kmetii an Betula pendula gefunden. Der Pilz ist durch seine orangefarbene Oberseite und die weiße Porenschicht auf der Unterseite schon makroskopisch gut anzusprechen. Die Art scheint in Ausbreitung zu sein und vom Klimawandel zu profitieren. Mikroskopisch ist die Art durch ziemlich kleine Sporen von 3.6±0.3 µm × 2.7±0.1 µm, Q=1.4±0.1 bzw. 3.3-4.2 µm × 2.5-2.9 µm, Q=1.2-1.6 gekennzeichnet, die mit Melzer nicht reagieren. Das Hyphensystem ist monomitisch, die Septen haben Schnallen, Hyphen zum Teil mit öligem Inhalt. Zystiden sind nicht vorhanden, Basidien sind viersporig mit Basalschnalle.
Fruchtkörper am Fundort
Überblick über Hymenium und generative Hyphen mit Kongorot gefärbt
Basidien mit Kongorot gefärbt
Generativen Hyphen mit Kongorot gefärbt
Sporen in Wasser
Hyphen der Huthaut in KOH. Zum Teil verfärben die Hyphen bzw. deren Auflagerungen mit KOH rötlich. Diese Reaktion läßt sich auch makroskopisch durch bestreichen der Hutoberseite mit 3% KOH prüfen.
Björn
Hallo zusammen,
am letzten Sonntag war Tag des offenen Denkmals und man hatte freien Eintritt im LWL-Museum Henrichshütte in Hattingen. Das habe ich (trotz strömenden Regens) genutzt um einen in Deutschland ziemlich seltenen Rostpilz zu besuchen: Uromyces proeminens auf Euphorbia prostrata. Der Pilz stammt ursprünglich aus Nordamerika, ist mittlerweile aber im Mittelmeerraum relativ weit verbreitet. Aus Deutschland sind bislang zwei Fundstellen bekannt, einmal die Henrichshütte und ein weiterer Standort in Augsburg. In Hattingen wurde der Pilz schon 2011 zum ersten Mal nachgewiesen, damals allerdings nicht als solcher erkannt. Bei einer Exkursion des Bochumer Botanischen Vereins zur Henrichshütte im Jahr 2015 wurden Pflanze und Pilz ebenfalls gefunden. Damals wurde der Pilz zwar als solcher erkannt, erfuhr aber keine weitere Beachtung. 2022 habe ich den Standort dann gezielt für den Pilz aufgesucht und wurde fündig. Der Fund wurde dann in der Z. Mykol. 90 (1) 2024 im Rahmen der Artikelserie über bemerkenswerte Funde phytoparasitischer Kleinpilze vorgestellt.
Der Rostpilz bildet auf Wolfsmilcharten der Sect. Chamaesyce sowohl Aecien, Uredien und Telien aus. Die becherförmigenAecien werden blattunterseits an deformierten, vergeilten Trieben gebildet. Braune Uredien und fast schwarze Telien werden auf den niederliegenden, normalen Trieben des Wirts gebildet. Die Aeciosporen sind feinwarzig und hell gelblich. Die Pseudoperidienzellen sind dickwandig und mit länglichen Warzen besetzt. Die Uredosporen sind ellipsoid, braun, relativ dickwandig und haben 4-6 Keimporen. Die Teliosporen sind einzellig, ellipsoid, braun, haben einen kurzen, hyalinen Stiel und sind warzig. Am Scheitel findet sich der Keimporus, der mit einer flachen, farblosen Papille bedeckt ist.
Befallene Pflanzen am Fundort
Aecien auf der Blattunterseite
Uredien auf der Blattoberseite
Telien auf der Blattoberseite
Aeciosporen in Wasser
Pseudoperidienzellen in Wasser
Uredosporen in Wasser
Zum Teil unreife Uredosporen
Teliosporen in Wasser
Björn
Hallo Frank,
vergleiche deinen Fund mal mit Abortiporus biennis.
Björn
Hallo Karl,
freut mich, daß die ganzen Portraits so gut ankommen ![]()
Björn
Hallo zusammen,
gestern war ich bei strömenden Regen auf einer kleinen Runde in Hattingen unterwegs und konnte dort den Rostpilz Phragmidium potentillae an Potentilla argentea finden. Der Pilz bildet auf der Blattunterseite orangefarbene Aecien vom Caeoma-Type, orangefarbene, kissenförmige Uredien sowie sehr dunkle, fast schwarze Telien. Jetzt im Herbst findet man in der Regel nur die Uredien und Telien. Die Uredosporen sind rundlich, warzig ornamentiert und haben deutlich erkennbare Kappen auf den Keimporen. Außen sind die Uredien von keulenförmigen, farblosen Paraphysen umgeben. Die Teliosporen sind dunkelbraun, haben 4-5 Zellen, sind gestielt und haben an der Spitze eine kleine Papille.
Befallene Pflanze am Fundort
Uredien und Telien auf der Blattunterseite
Uredosporen in Wasser
Paraphysen der Uredien in Wasser
Teliosporen in Wasser
Björn
Hallo Andreas,
irgendwie erinnert mich dein Fund an Buglossoporus quercinus, auch wenn ich diese Art selber noch nie gesehen habe. Das Wachstum an einer sehr alten Eiche würde ja zu dieser Art passen. Das wäre dann natürlich ein sehr toller Fund. Mal schauen, wie er sich weiter entwickelt.
Björn
Hallo Brummel,
dann hoffe ich erstmal, daß du jetzt wieder fit und gesund bist und wünsche ansonsten weiterhin gute und schnelle Genesung! Ich selber habe bisher noch nie Rh. punctatum gefunden und habe von Rh. acerinum auch noch nie gute Mikrofotos gemacht. Prinzipiell kann man aber mit einer Nadel und viel Geduld aus den schwarzen Blattflecken Konidienträger und zugehörige Konidien fummeln. Bei Rh. acerinum sind die laute Klenke & Kruse 8-10 µm x 1 µm, während sie bei Rh. punctatum nur 4-5 µm x 1 µm groß sind. Inwiefern die beiden Arten sich auch in der Teleomorpe unterscheiden, kann ich leider nicht sagen.
Björn
Und wenn man die Säure dabei vorsichtig (!) erwärmt, löst sich das Vanillin auch deutlich besser aus.
Björn
Hallo Inge,
ich denke nicht, daß es einen Zusammenhang zwischen Meruliopsis und Flechte gibt. Der Pilz wird ja erst aufgetreten sein, als die Kiefer schon das Zeitliche gesegnet hat, die Flechte war sicher schon vorher auf der Rinde der Kiefer vorhanden.
Björn
Hallo Rainer,
die Pflanze mit den blauen Blüten würde ich eher für Gentiana pneumonanthe halten. Die Art paßt deutlich besser ins Moor als Echium parviflorum, das in Deutschland auch gar nicht vorkommt.
Björn
Hallo Jürgen,
vielleicht liest du das Paper erstmal, bevor du hier einfach einen abfällig wirkenden Kommentar postest, der inhaltlich wenig beiträgt. Gerade bei den Weiden-Mehltauen war es in der Vergangenheit ja alles andere als einfach mit der Bestimmung. Der Versuch E. capreae und E. pseudoregularis zu trennen (über die Anzahl der Anhängsel) ist regelmäßig gescheitert, weil man meistens mittig im Überschneidungsbereich der beiden Arten gelandet ist. Durch die Arbeit von Darsaraei et al. ist nun klar, warum das der Fall ist: Es ist halt ein und die selber Art.
Björn
Hallo Felli,
könnten das eventuell auch sehr alte und dadurch schon kollabierte Pollen sein?
Björn
Hallo zusammen,
@ Peter
Pilze wachsen natürlich immer in perfekt an das Fotoformat angepaßten Gruppen
Nein, ich habe hier schon einige Fruchtkörper zusammengestellt, allerdings ohne Zahnstocher, sondern einfach komplett entnommen und an anderer Stelle wieder in die Erde eingepflanzt.
@ Henrik
KI Bilderkennung ist meiner Meinung nach keine Bestimmung, denn wie du schon selber schreibst, hast du keinerlei Kontrolle darüber, ob der KI-Vorschlag richtig oder falsch ist. Bestimmung setzt zwingend voraus, daß man sich mit den Merkmalen eines Pilzes und seiner Doppelgänger beschäftigt. Ansonsten habe ich wenig Motivation, mühsam einzelne Funde anderer Leute bei inaturalist zu suchen und dann ggfs. die Bestimmung zu korrigieren.
Björn
Hallo zusammen,
am 5.9.2026 habe ich im Duisburger Stadtwald eine hübsche Kollektion ovn Infundibulicybe gibba gefunden, die ich hier vorstellen möchte. Interessanterweise gibt es von der Art ja noch kein Portrait. Eigentlich ist die Art ja schon makroskopisch gut ansprechbar, aber da insgesamt nicht schrecklich viele Pilze vorhanden waren, habe ich sie auch einmal unters Mikro gelegt. Das ist allerdings eher unspektakulär, da es keine Zystiden gibt und die Sporen einfach nur farblos, glatt und tropfenförmig sind. Auffallend war der sehr intensive Blausäuregeruch, als ich die Fruchtkörper zu Hause aus meinem Sortimentsköfferchen geholt habe. Bestreicht man die Huthaut des Exsikkats mit 3% KOH, tritt keine Verfärbung auf.
Fruchtkörper am Fundort
Huthaut in Wasser
Basidien mit Kongorot gefärbt, Zystiden nicht vorhanden
Lamellentrama mit Kongorot gefärbt
Sporen in Wasser
Sporenmaße:
5.3±0.4 µm × 4.0±0.3 µm, Q=1.3±0.1
4.5-6.2 µm × 3.4-4.6 µm, Q=1.1-1.5
Björn
Hallo Felli,
da du E. pseudoregularis erwähnst, hast du wahrscheinlich Klenke und Scholler zur Bestimmung benutzt? Da hat sich in letzter Zeit etwas getan und es gibt ein Paper von Darsaraei et al., wo u.a. E. pseudoregularis und E. capreae synonymisiert werden.
Björn
Hallo Felli,
die Haare gehören einfach zum Blatt. Bei Kabatia periclymeni gehe ich mit.
Björn
Hallo zusammen,
bei einer Kartierungsexkursion mit Karl und Jan-Arne in den Borkenbergen haben wir am letzten Sonntag an einer feuchten Stelle kleine Becherchen mit leuchtend gelben Randhaaren gefunden. Es handelt sich um Amicodisca svrcekii, eine Art von der es bislang 6 Fundmeldungen aus NRW (und insgesamt nur 6 Fundmeldungen aus Deutschland) gibt. Die Gattung Amicodisca ist durch die Apothecien mit grünlichem Hymenium und gelben Haaren schon makroskopisch gut gekennzeichnet. Schaut man sich dann die Sporen an, die hier um die 11 µm x 3 µm groß sind, kommt man dann relativ einfach zur Art (insgesamt gibt es in der Gattung aber wohl auch nur 3-4 Arten).
Pilze am Fundort
Fruchtkörper bei 40x Vergrößerung unter dem Mikroskop
Fruchtkörper bei 100x Vergrößerung unter dem Mikroskop
Excipulum in Wasser
Randhaare in Wasser
Asci und Paraphysen in Wasser
Asci und Paraphysen in Baralscher Lösung
Björn
Hallo Thorben,
ich habe gerade mal in den Schlüsselband der Fungi of Temperate Europe geschaut. C. cystidiatus paßt, wie du schon bemerkst, von der Sporengröße her nicht, soll laut Schlüssel auch eher creme-grau bis gelbbraun sein. Wählt man die andere Schlüsselalternative (weißlich bis blaß gräulich) kommt man zu C. chrischonensis als Art mit Cheilozystiden und Sporen von 9,5-11,5 x 5-6 µm. Das scheint insgesamt besser zu deinem Fund zu passen.
Björn
