Beiträge von Matthias

    Servus,


    sieht aus wie ein typisches Inosperma maculatum, Gefleckter Risspilz. Falls du mikroskopierst, solltest du keine Pleuros finden, nur dünnwandige Cheilozystiden.


    Beste Grüße

    Matthias

    Im key der Fungi of Temperate Europe ist dieser Dachpilz als P. semibulbosus drin, und ich hab ihn auf meiner Website auch so genannt. In dem genannten Schlüssel sind dann auch noch P. plautus und P. depauperatus separat aufgeführt. Ich hab den aktuellen Forschungsstand nicht parat, aber wie Raphael schon schrieb, da ist noch einiges ungeklärt.

    Pluteus semibulbosus


    Grüße

    Matthias

    Servus Raphael,


    stimmt, Alnicola muss natürlich neu bearbeitet werden. Bei mir liegen auch stapelweise nur provisorisch bestimmmte Kollektionen auf Halde.

    Ich mag die Gattung trotzdem (mal abgesehen von der Huthaut-Mikroskopie - die ist zumindest bei Exsikkaten oft ein Desaster).


    LG Matthias

    Servus beinand,


    ich würde auch den "echten" P. plautus für möglich halten. Den gibt's auch oft auf Nadelholz. Er hat einen in der unteren Hälfte braun punktierten Stiel. Die Pleurozystiden müsste man noch sehen, die sind überwiegend mukronat oder rostrat.


    Beste Grüße

    Hias

    Hallo Andreas,


    ich halte es schon für wahrscheinlich, dass das C. lepidotoides ist. Die Art kommt sporadisch auch mal terrestrisch auf vergrabenem Holz vor.

    Trotzdem sollte die Bestimmung mikroskopisch abgesichert werden. C. populinus ist das ziemlich sicher nicht. Schön, dass die MycBav gelesen wird :gfreuen:


    Beste Grüße

    Matthias

    Servus Bernd,


    der blaue Cortinarius aus dem Sphagnum bei Kiefer erinnert mich an Cortinarius brunneotinctus. Diese Art hat allerdings etwas breitere Sporen (ca. 6 µm oder wenigstens 5,5 µm). Anhand des Fotos ist das nicht zu beurteilen. Die Messung von 20 Sp. vom Abwurf oder aus den deutlich sichtbaren Cortina-Resten würde sicher nicht schaden.


    Beste Grüße

    Matthias

    Zitat

    Ein winziger, weisser Rötling. Bisher war das einfach Entoloma sericellum, jetzt ist es nicht mehr so einfach.

    Mit FE5c wird die Bestimmung vielliecht einfacher, im Moment ist die Gruppe enorm schwierig.

    Ja, schon etwas schockierend, wie viele Arten Noordeloos et al. (2026) in der Untergattung Alboleptonia aufgedröselt haben. Ich hatte kürzlich 3 Aufsammlungen E. sericellum, die nicht wirklich zusammenpassten, sequenzieren lassen, Ergebnis war 1x E. eborinum 1x cuboidoalbum und eine noch unbeschriebene Art.

    Grüße Matthias

    Servus Bernd,

    die vermeintliche Pleurozystide sieht mir eher wie eine umgedrehte Basidie mit abgerissener Schnalle aus. Aber ohne selbst durchs Mikroskop zu schauen, ist das immer schwer zu sagen.

    Grüße Hias

    Servus Raphael,


    den letzten Cortinarius (so ein hübscher!) könntest du mal mit C. comatus vergleichen. Eine sequenzierte Aufsammlung von Eyssartier sieht ziemlich ähnlich aus. Der gehört zu den Flexipedes und wurde schon mit Pelargonium-Geruch berichtet.


    Grüße

    Matthias

    Servus,


    dein erster Risspilz gehört zur Gattung Inosperma. Für am wahrscheinlichsten würde ich I. pisciodora halten.


    Beste Grüße

    Matthias

    Hallo Raphael,


    interessante Inos! Die Namen sagen mir natürlich nichts, weil ich nie so weit oben sammle.

    Zwar war ich in letzter Zeit sehr ausgiebig in den Bergen unterwegs, aber halt in Höhenlagen zwischen 1500 und 2100 Metern. Mehr als ein paar Körnchenröhrlinge unter den Latschen ist da nicht zu finden, auch weil es viel zu trocken und zu warm ist. Naja, Hauptsache in den Bergen rumlaufen, und mit Pflanzen kann man sich ja auch mal beschäftigen.


    Grüße

    Matthias

    Servus Johann,

    ich denke, Andy liegt richtig! Man bräuchte noch die Angaben Basidien 2- oder 4-sporig und mit oder ohne Schnallen. Ich denke, dass man in deinem Huthautfoto Schnallen sieht. Am ehesten geht's wohl in Richtung H. pseudocrispula oder H. crispuloides. Ich hab so ein Teil mal 2012 im Farnbachtal vermutlich auf Pestwurz gefunden - das könnte auch diesmal das Substrat sein, denn an den Rändern der Forststraße im Aurachtal ist überall Pestwurz an den feuchteren Stellen. Übereinstimmend sind auch die entfernt stehenden Lamellen, die nicht ganz den Hutrand erreichen.

    Grüße Hias

    Servus beinand,
    gemäß Landry et al. (2021) "Phylogenetic analysis of the distribution of deadly amatoxins among the little brown mushrooms of the genus Galerina" gibt es in dem Clade "Sideroides" noch weitere Arten, wobei die Zuordnung der Namen unklar ist.

    Grüße

    Hias

    Servus Raphael,


    die Parvuli sind eine komplizierte Gruppe, die ich - wie gesagt - mangels Material nicht gut beurteilen kann. Deine 3 alpinen Kollektionen gehören wohl in den Clade, der bei Kokkonnen (2020) als C. parvannulatus geführt wird. C. parvannulatus ss. Kokkonen wäre also ein möglichere Name. Aber der Namen ist ja auch nicht so wichtig. Die morphologischen Unterschiede rechtfertigen jedenfalls die Trennung von deinen anderen Kollektionen. Es deutet einiges daraufhin, dass es in der Gruppe morphologisch trennbare Arten gibt, die in der ITS nahe beieinander lieben. Also lieber erstmal alles sauber trennen. Ein gutes Beispiel ist C. croceocingulatus, den auch Kokkonen aufgrund morphologischer Unterschiede klar abtrennt, auch wenn es da keine Typus-Sequenz gibt. Bei Gelegenheit schau ich mir die Gruppe mal genauer an.

    Grüße Hias

    Servus Thorben,


    bei 1 und 3 hätte ich wenig Zweifel. Bei 2 sehen die Stielhyphen eher glatt aus. Bei 4 kann ich es nicht erkennen. Das Problem ist, dass auch M. leptocephala mal auf einer Wiese rumstehen kann, und wenn man keine Geruchsprobe hat, bleiben dann fast nur noch die bei M. aetites divertikulierten Stielrindenhyphen als sicheres Unterscheidungsmerkmal. Cheilos mit schlanken, fast spitz zulaufenden Hälsen hat M. leptocephala in der Regel nicht, aber sie ist in dieser Hinsicht meiner Erfahrung nach doch ganz schön variabel.


    Grüße

    Matthias