Servus Björn
wie lange waren den die Sporen?
Und die Paraphysen waren die keulig?
Die Makroskopie scheint etwas anders zu sein da würde ich C. delta noch überprüfen. Weiß grade aber nicht ob die auch auf Quercus fruktifiziert.
Grüße
Felli
Servus Björn
wie lange waren den die Sporen?
Und die Paraphysen waren die keulig?
Die Makroskopie scheint etwas anders zu sein da würde ich C. delta noch überprüfen. Weiß grade aber nicht ob die auch auf Quercus fruktifiziert.
Grüße
Felli
Servus,
Die Keimspalten sitzen an den Biegungen der Spore, erst wenn die Spore richtig liegt, kann man die KS erkennen.
Hier zeigt auf Bild Nr.3 (die rechte Spore) m.E. eine Keimspalte.
Manchmal hilft auch KOH oder Kongorot zum besseren Erkennen. Und die Sporen sollten reif sein.
Grüße
Felli
Servus,
schau doch mal bei Hypomyces aurantiaca nach.
Die Sporen erinnern mich sehr an diese Art.
Deine Äälchen sind vermutlich Nematoden die die ausgetretene Sporenmasse verarbeiten.
Grüße
Felli
Servus Tonio,
Zum groben Bestimmen benutze ich immmer noch den Peziza -Schlüssel von Hohmeyer.
Ist im Netzt eingestellt
Inzwischen gibt es aber viel mehr Arten und viele neue Namen, da muß man sich dann durchackern und viel lesen ![]()
Wenn du den gültigen Namen haben möchtest schau ins Index fungorum
Z.B hier
Current Name:
Geoscypha ampelina (Gillet) Van Vooren & Dougoud, in Van Vooren, Ascomycete.org 12(4): 187 (2020)
Synonymy:
Aleuria ampelina Gillet, Champignons de France, Discom.(8): 205 (1886) [1879]
Galactinia ampelina (Gillet) Boud., Hist. Class. Discom. Eur. (Paris): 47 (1907)
Peziza ampelina Quél., Grevillea 8(no. 47): 116 (1880)
Peziza queletii Medardi, Lantieri & Cacialli, Mycotaxon 128: 204 (2014)
Plicaria ampelina (Gillet) Rehm, Rabenh. Krypt.-Fl., Edn 2 (Leipzig) 1.3(lief. 43): 1003 (1894) [
Grüße
Felli
Servus,
Das ist bestimmt kein Kronenbecherling !
Ich bin jetzt nicht mit den taxonomischen Auswüchsen die zur Zeit stattfinden im Einklang, aber das ist das was man als Peziza ampelina oder P. queletii bezeichnet hat.
Wenn du jetzt noch kleine Schleimkappen an den unreifen Sporen im Ascus entdecken kannst........
Grüße
Felli
Servus Tonio,
hast du auch Mikrofoto´s? Sind die Sporen ornamentiert ? Welche Art von Guttulen sind in den lebenden Sporen und wie reagiert der Ascus mit Lugol nur oben oder auch der Rest der Wand?
War das ein Auwald Kalk oder sauer?
Ansonsten könnte das schon der von dir erwähnte Becherling sein ![]()
Grüße
Felli
Ok -
Hallo,
nö, das Bild zeigt P. aporos.
jetzt ists klar wie dein Satz gemeint war, ohne das Video war´s ein wenig verwirrend
Grüße
Felli
Servus Jörg
rein optisch bin ich hier bei Agrocybe praecox, zumindest bei dem was zu erkennen ist. P. aporos sieht m.E. etwas anders aus.
da hast jetzt die Namen vertauscht oder?
Grüße
Felli
Servus Bernd,
Bei den letzten Makrobild sieht es so aus als hätten die Apothecien einen Schorf an der Aussenseite. Wenn das so ist, könnt ich mir auch einen unreifen Ascobolus vorstellen. Falls du genügend Material davon hast mach doch mal einen Versuch mit Luglo/Melzers ob sich da im Hymenium was verfärbt.
Ansonsten lass die Dinger ausreifen da tut man sich mit der Bestimmung nicht so schwer ![]()
Grüße
Felli
Servus,
Es haben sich weitere Fruchtkörper gebildet. die Aussenseite hat makroskopisch nun keine braune auffällige Haarbüschel. Mikroskopisch sind sie aber dennoch vorhanden ( nur nicht so extrem gefärbt)
Im trockenen Zustand ist es auch deutlich zu erkennen.
Ich bin nun in einer Zwickmühle gelandet.
Nach dem Schlüssel in der Mycologia, 95(4), 2003, pp. 688–693.
lande ich hier bei 10:
10. Paraphyses strongly uncinate; ascospores regular ellipsoid;
asci strangulate . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11
10. Paraphyses straight; ascospores slightly inequilateral,
sub-ellipsoid; asci not strangulate . . . . . . . . . . . . . . 12
Da hier die Paraphysen nicht stark geknickt, die Asci aber verengt - und die Sporen mehr spindelig sind weiß ich nicht weiter.
Diese Merkmalskombination gibt es nicht.
Also beide Wege
11. Ascospores (13–) 14–17 x (6–) 7–9 (–9.5) mm . . . . . .
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . T. uncinatus Aas
11. Ascospores (20–) 22–26 (–28.5) x 11.5–16 mm . . . . . .
. . . . . . . . . . . . . . . . . T. strangulates (Vel.) Aas and Lundq.
Für T.uncinatus sind die Sporen hier eigentlich zu eng mit 6-7µ
T.strangulatus scheidet aus
12. Ascospores (12–) 14–16 x (5.5–) 6–7 mm, ornamented
with very small warts; paraphyses of two types . . . . . .
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . T. himalayensis
12. Ascospores 16–20 x 6–8 mm, ornamented with small
extended warts to very fine reticulations; paraphyses of
one type . . . . . . . . . . . . . . . . . T. viridescens E. Lundq.
Bei diesen beiden passt auch nicht alles zusammen. Hab ich wirklich 2 verschiedene Paraphysentypen- ich vermute eher nicht.
T. himalayensis sollte zudem grau - rot - rosa im trockenen zustand sein.
Nun würde T viridescens relativ gut übereinstimmen auch von der Ornamentation- nur sollte der auch 4-sporige , nicht verengte Asci haben
Bleiben also
T. uncinatus mit schlankeren subspindeligen Sporen + ohne geknickte Paraphysen
T himalayensis ohne zwei Paraphysentypen und anderer Ornamentation sowie verengten Asci
T. viridescens in einer rein 8-sporigen Variation und verengten Asci
Jemand eine weiterführende Idee? Ausser der Genanalyse
Sollten die Sporen von Thecoteus nicht deutlich apikulat sein? Dann wäre vielleicht als Gattung eher in Iodophanus zu suchen?
Servus Bernd
es gibt einige Thecotheusarten die keine apikulaten Sporen besitzen
Grüße
Felli
Servus,
Einen Morchelbecherling kann man hier m.M.n. ausschliessen.
Ebenso Peziza vesiculosa.
Dieser weißliche kleiige Aussenseite der Becher und das braune Hymenium deuten auf Peziza varia ssl. / agg. hin.
Du müßtest mikroskopieren um weiterzukommen.
P. arvernensis schließe ich ebenfalls aus, vermutlich weil das das Habitat nicht danach aussieht ![]()
Grüße
Felli
Servus Wastl
Habe ich hier eine Scheibchenlorchel gefunden?
ja, das hast du ![]()
Das sieht nach G.ancilis aus; Fichtenstumpf und rotbraune Färbung deuten zu mindest makroskopisch darauf hin.
Grüße
Felli
Mir fehlen die Worte, und bin tieftraurig.
Für mich kommt diese traurige Nachricht sehr überraschend.
Ich bin dankbar dass ich ihn über´s Forum kennenlernen durfte und an seinem großen Wissen teilhaben konnte.
Traurige Grüße
Felli
Danke Matthias,
das oben genannte Thema hatte ich schon gelesen.
Werd jetzt alle meine "S.citrinus" Funde mal überprüfen mal sehn was dabei rauskommt.
Grüße
Felli
Servus,
Hab ich hier S. oviboninus auf Rehköttel gefunden?
Oder ist es doch "nur" ein S. citrinus?
Beschreibung:
Fruchtkörper 0,2 -0,5 mm, ocker-goldgelblich, einzeln auf Rehköttel
Sporen-Cluster 48-53 x16-18µ mit umgebender Schleimhülle
Sporenanordnung Typ 1.
Asci:120-130 x 24-28µ, Basis kurz gestielt, mit Haken, IKI+
Sporen: 20 x 8-9µ, abgestutzt, Ornament eng, flächig - flachwarzig, mit unregelmäßigen Rissen.
Paraphysen fädig kaum apikal erweitert - 3µ, oberste Zelle gelb gefüllt.
Zwischen den Asci/Paraphysen keine gelbe Substanz.
Grüße
Felli
Servus,
Müssen die Becher zum Aussporen dann auch weiter feucht liegen, wahrscheinlich allein schon, damit sie nicht zugehen?
Es reicht wenn du einen reifes Becherchen auflegst und z.B mit einem kleinen Glas abdeckst dann reicht die Fruchtkörperfeuchtigkeit normalerweise aus. Du kannst aber auch noch ein kleines mit Wasser gefülltes Gefäß ( Fingerhut oder Deckglasschächtelchen) mit unter die Abdeckung stellen.
Was macht ihr euch eigentlich so an Notizen beim Mikroskopieren? Präparation ist wahrscheinlich gut aufzuschreiben, Wechsel der Objektive auch. Macht ihr euch Übersichtsskizzen oder ist das eigentlich zu viel?
Das kommt darauf an wie sehr du dich mit einem Pilzchen und seinen Verwandten auseinandersetzen willst. Ich hab da eine Liste die ich normalerweise ab arbeite damit ich ähnliche Pilze unterscheiden kann.
Los gehts zB. hier mit dem Substrat, Makroskopische Beschreibung ( Größe/ Hymeniumfarbe,Haarfarbe... usw.), wo sind die Haare(nur am Rand oder überall aussen).
Mikromerkmale:
Sporengröße/-form, Reaktion auf Melzers, Asci/Basidien, Excipulum-Zellaufbau, Haareigenschaften z.B. inkrustriert oder nicht, gebogen spitz ......
Und natürlich die Maße notieren ( in Wasser bei 1000 facher Vergrößerung)
Mit der Zeit macht man das mehr oder weniger automatisch.
Hier ein paar Beispielbilder von L. alboviolascens sind nicht schön aber selten ![]()
Schnitt x 200
Reaktion mit Melzers x400
Haare x1000
Grüße und viel Spass beim Üben
Felli
Servus Carolin
Wenn du dich mit den kleinen Becherchen beschäftigen möchtest, solltest du bei genügend Material ein Becherchen vom Holz entfernen.
Wenn du nur nach Sporen schauen möchtest legst du das Becherchen verkehrt herum auf ein Objektträger und wartest einen halben Tag, wenn der Becher reif war hast du genügend Sporen auf dem Glas.
Ansonsten halbierst du das Pilzchen und versuchst von der Hälfte einen dünnen Schitt abzutrennen so dass du das Hymenium und den Rand/Haare im Mikroskop begutachten kannst.
Ordentlich dolle quetschen hat dann auch noch sehr geholfen, mehr zu sehen. Deshalb
weiß ich auch nicht so riichtig, wo eigentlich oben auf dem Becher war. Gibt es da Tricks oder muss man sich das einfach merken/s
Das ist nach dem quetschen oft so, deshalb erst einen dünnen Schnitt, Deckglas drauf und erst mal ohne quetschen schauen wo was ist.
Apropos Sporen. Ist das hier eine Spore von dem oder irgendwas Fremdes?
Das braune 3xseptierte Teil dürfte eine Fremdspore eines Pyrenomyceten sein
Beim ersten Melzers Bild siehst du die Haare. Wenn ich es recht sehe gibt es eine Rötliche Färbung was bei Lachnella auch so sein sollte. Beim zweiten Bild könnten es Basidiolen sein,- sich bin ich mir da nicht.
Die Bilder sind auch zu klein, das ist nur 400 fach vergrössert oder? Um das alles besser beurteilen zu können solltest du bei 1000 fach fotografieren.
Ob das nun L. alboviolascens ist oder ein anderer cyphelloider Pilz kann ich dir so nicht sagen.
Grüße
Felli
Servus Alex,
Einen konkreten Artnamen hab ich natürlich nicht für deine Becherchen, dafür ist zu wenig bekannt.
Man kann sagen, dass die Teile vermutlich zur Gruppe um
Peziza micropus / Peziza varia gehören könnten, mehr aber auch nicht.
Grüße
Felli
Servus,
Jetzt hab ich den Fruchtkörper entfernt.
Er war reif, die Sporengröße hat sich nicht verändert und pendelte sich auf 16-17 x 6-7µ ein.
Die Ornamentation besteht aus kleinen Warzen die teilweise miteinander verbunden sind.
Die Schleimhülle ist teils geteilt.
Getrocknet sieht das Apothecium graugrünlich aus
Und die Paraphyseninhalte ( nicht alle Paraphysen!) färben sich mit Kresylblau
Wenn ich noch was rausbekomme.........
Grüße
Felli
Servus
Jetzt geb ich auch noch menen Senf dazu
Die dunklen Kreise sind meiner Meinung nach die Überbleibsel von einem Perithecium. Man sieht es hier auf dem Bild (Ich habs mal gekennzeichnet)
Das weißliche halt ich für eine Vuilleminia die sich unter der Rinde entwickelte und beim ablösen der Rinde den Pyreno auseinander riss.
Grüße
Felli
Servus
auf dem alten Hirschdung hat sich 1 Apothecium entwickelt mit dem ich nicht so recht klar komme.
Apothecium erst kugelig dann ausgebreitetet bis 3mm , Basis leicht stielartig zusammengezogen.
Tarzetta-ähnlich, Hymenium sehr hell weißlich-cremefarben ,
Außenseite gleichfarben mit büschelig angegeordneten hellbräunlichen Haaren
Asci: 170-200 x 12-14µ, zylindrisch, 8- sporig, mit deutlicher subapikalen Verengung,
Sporen uni/biseriat, Basis mit Haken / gegabelt; IKI+, ganzes Hymenium blau, einzelne Paraphyseninhalte färben sich rotbraun! Sind es zwei verschiedene Paraphysenarten?
Paraphysen fädig, apikal leicht keulig 3-4µ erweitert, Randparaphysen bis 6µ keulig kurzseptiert, manchmal am Rand Endzellen gegabelt.
Sporen 16-19 x (6)7-8µ, spindelig-ellipsoid mit abgerundeten Enden, von einer Hülle umgeben ( Kongorot), warzig, flach schollig ornamentiert .
Das Ornament ist deutlich aber sehr schwach, für meinen Foto nicht gut zu erkennen!
Q= 2,1-3 Qm 2,42
Haare / Schuppen der Außenseite 80 x110 x5-6µ, keulig , IKI-, bräunlich inkrustriert.
Excipulum aus dicken wurstförmigen Zellen
Haare
Haare+IKI
Hymenium+IKI
In Kongorot
Sporen in Wasser
Sporen in Kongorot
Mt diesen ganzen Mekrmalen komm ich zumindest auf die Gattung Thecotheus
Für T. strangulatus sind die Sporen allerdings zu klein
Außerdem bereiten mir die Makroskopie sowie die Haar-Schuppen der Apothecien-Außenseite extreme Kopfschmerzen.
Möglicher Weise ist das Pilzchen noch nicht ganz reif, habe aber den Eindruck dass die Sporengröße sich nicht mehr viel verändern wird, die Ornamentation vielleicht schon noch.
Könnt Ihr mir weiterhelfen ?
Grüße
Felli
Servus
Reichen da die paar Fichtennadeln, um das anzusäuern? Ich werd da irgendwie nicht ganz schlau draus, eigentlich sollte hier überall Kalk sein, ich finde aber oft vermeintlich kalkliebende und -fliehende Pilze wild durcheinander.
Ja, in einem mehrjährigen Fichtenforst mit jahrelanger Nadelstreu reicht das meiner Meinung nach locker aus um den Boden oberflächlich zu versauern. Dass du evtl. an ein und der selben Stelle kalkliebendeund + kalkmeidende Pilze findest liegt an der Lage/ Tiefe des Mycels. Es ist durchaus möglich dass über Kalk eine 1-10cm dicke versauerte Oberfläche liegt, wenn die kalkliebenden Schleierlingsmycele tiefer liegen dann wachsen die halt neben dem Fichtensteini
Grüße
Felli
