Beiträge von Cortinarius

    Bläuliches oder auch teilweise blauer Fleisch ist ein verbreitete Eigenschaft bei den Cortinarien. Da gibt es sicher über 50 Arten, die das zeigen.
    in Kombination mit anderen Merkmalen ist es allerdings oft sehr hilfreich.
    In deinem Fall bräuchte es aber eine frische Kollektion von jungen und älteren Fruchtkörpern für eine Bestimmung und dann zumindest die Mikroskopie der Sporen.

    So wird sich das nicht lösen lassen.

    Sorry

    Uwe

    Hallo Jonas,

    so sollte der Nelkenschwindling aussehen.
    Prüfen kannst du mal den Stiel, der sollte sehr steif sein.
    Der Pilz heisst nämlich auch Nagelschwamm, weil der Stiel fast so stabil wie ein Nagel ist.

    Gruss

    Uwe

    Hi Frank,

    Wow, mit Riesenrötlingen habe ich sowas noch nicht gesehen.
    Bei mir gab das mal mit Satansröhrlingen.
    Was es immer für so etwas braucht sind Idealbedingungen ( Temperatur, Feuchte und Boden)

    Auf jeden Fall ist dieser Wald etwas besonderes und du wirst noch weitere seltene Arten aus verschiedenen Gattungen finden.


    Gruss

    Uwe

    Hallo

    das ist wohl auch ein Lila Dickfuß , Safranfleischiger Dickfuß ( Cortinarius traganus)

    Dem fehlt es halt etwas an blauem Pigment, das kommt ab und zu vor.

    Ältere Exemplare bleichen oft komplett aus und sehen dann komplett anderst aus.
    Was bleibt ist der aufdringliche Geruch nach Birnenschnaps bzw. wenn älter nach Azetylen

    Gruss

    Uwe

    Hallo Benjamin,

    zu deinem ausgesuchten Mik. kann ich nicht direkt etwas sagen, da ich diese Serie nicht kenne.
    Ich vermute aber, dass Andreas diese Mikroskope nicht in sein Programm aufgenommen hätte, wenn sie nicht Ok wären.
    Da könnte man aber bei ihm auch mal persönlich nachfragen.
    Du hast ein Phasenkontrast Mikroskop ausgesucht. Das ist nicht der Standard für Pilzmikroskopie.
    Phasenkontrast wird normalerweise für mehr oder weniger durchsichtige Objekte verwendet, um einen dreidimensionalen Eindruck zu erzielen.
    Eine Anwendung dafür gibt es bei Pilzen eher selten. Der Preisunterschied zum normalen Durchlicht Modell sind immerhin fast 1000 €, das solltest du dir überlegen
    In dieser Preisklasse hast du meist einen Trino-Tubus d.h. der Anschluss einer Kamera ist möglich, das heisst aber noch lange nicht, dass diese direkt anschliessbar ist.
    Du brauchst normalerweise eine Adaption, die auch nochmal erheblich Geld kosten kann.

    Dazu kommen Chemikalien, Werkzeug, Bücher usw.

    Wenn du bis zum Cortinarienkurs warten kannst, könntest du die verschiedene Mikroskope anschauen.
    Eine weitere gute Quelle in D ist auch noch http://www.mikroskopie.de
    Bei weiteren Fragen kannst du mich auch per "Konversation" ansprechen


    Gruss

    Uwe

    Hallo zusammen,

    erst einmal zu Andys Bestimmung, die ist nachvollziehbar und mit hoher Wahrscheinlichkeit richtig.
    Zu den Farben bei Kunst- und Naturlicht:

    Bei den Aussen-Aufnahmen sind die Blautöne deutlich zu stark, das Fleisch bei C.variecolor hat zwar einen leichten Blaustich, aber niemals so stark wie hier gezeigt.

    Ich habe mal ein kleine Farbanpassung gemacht.
    So sollte es in etwa in Natura ausgesehen haben


    Das Studio Bild wiederum hat etwas zu wenig blau:

    Hier mal korrigiert:


    beste Grüsse
    Uwe

    Hallo Benjamin

    Da kann ich Günter nur zustimmen, C.renidens ist das nicht

    Ich hätte den mal mir Cortinarius illuminus verglichen.

    Aber da braucht es eine einfache Sporen Mikroskopie. Illuminus hätte subglobose Sporen und wäre so einigermaßen sicher zu bestimmen

    Auf deutsch heißt C. illuminus auch Braun- gestreifter Wasserkopf , was sich auf den Stiel bezieht.

    Die Art finde ich recht regelmässig im bergigen Fichtenwald, Schwarzwald/Alpen

    Gruß

    Uwe

    Hallo zusammen,

    Da kann ich Oehrling leider nicht so ganz zustimmen.

    Ich sehe hier makroskopisch eine junge Ramaria subbotrytis

    Das kalte Pink ist typisch bei dieser Art und sie darf auch im Flachland unter Eiche, Buche und Hainbuche vorkommen

    Auf jeden Fall ein seltener und bemerkenswerter Fund, der mikroskopisch überprüft werden sollte

    LG

    Uwe

    Hi Jan,

    Man kann zumindest erkennen, dass es sich um eine langstachelige Art handelt, dann hört es aber auch auf.

    Ob die Ornamente gratig verbunden sind ist nicht auszumachen. Auch fehlt ein Grössenmasstab

    Da bleibt es bei Raterei. Auf jeden Fall ist C.carpinii damit noch im Rennen und nicht ausgeschlossen

    Mehr zu sagen wird so aber nicht möglich sein

    Gruß

    Uwe

    Hallo Jan

    Ganz ohne Chemie wird das schwierig.

    Die Sporenornamente bei Täublingen sind amyloid d.h. sie müssen mit einer Jodlösung angefärbt werden, um gut sichtbar zu sein

    Das nennt sich dann Melzer oder Lugol

    Du kannst das SPP aber mal in Wasser anschauen, dabei wirst du das Ornament schon erahnen können

    Bei R.carpini hast du recht lange, isoliert stehende Stacheln, ohne großartige Querverbindungen.

    Ja und es braucht schon 1000fache Vergrösserung mit Ölimmersion

    Gruß

    Uwe

    Hallo Jan,

    war der wirklich richtig scharf, das hätte ich bei der Farbe nicht erwartet.
    Ich hätte hier eine Art der Griseinae gesehen und erstmal auf R.ionochlora, Papageitäubling getippt.

    Die dürfen in den Lamellen leicht schärflich/pikant sein, laufen aber als "milde" Täublinge

    Gruss

    Uwe

    Hallo Jan,

    die Lamellen sehen schon sehr gelb aus.

    Geht das Sporenpulver nicht in Richtung satt dottergelb

    Wenn ja, wäre ich beim Hainbuchentäubling. Der kommt gerne recht früh im Sommer und mag es warm.
    Das Farbspiel passt auch, die Art ist extrem farbvariabel.
    Das müsste man halt mikroskopisch absichern

    Gruss
    Uwe

    Hallo zusammen,
    vielleicht hat es noch nicht jeder gesehen, Bernd Miggel bringt im Mikro-Forum regelmässig sehr gelungene Pilzprotraits mit Beschreibungen / Fotos und detailierten Mikro-Angaben.
    Das aktuellste Beispiel findet ihr hier Russula decipiens

    Eine Übersicht der bisher erschienenen Arten gibt es hier

    Aktuell sucht er Fotos zu weiteren Russula Arten , meiner Ansicht nach eine absolut unterstützenswerte Sache.

    beste Grüße

    Uwe

    Hallo zusammen

    Aus berufenerer Quelle kann ich sagen, dass die Fertigstellung des Buches kurz vor dem Abschluss steht

    Der Erscheinungstermin mit Mitte August wird also definitiv gehalten.

    Inhaltlich basiert das Werk auf den bewährten Schlüsseln von Ruedi , die aber komplett überarbeitet wurden.

    Ergänzt werden diese mit Gattungsbeschreibungen und Bildern zu sehr vielen Arten. Nomenklatorisch wird das Werk auf neuestem Stand sein.

    Für die Zukunft ist dann noch eine App mit synoptischem Bestimmungsschlüssel geplant.

    Dieser basiert auf einem neuartigen Wahrscheinlichkeitsmodell.

    Das wird aber noch ne ganze Weile dauern.

    Ende August werde ich hier sicher eine kleine Rezension über das Buch verfassen.

    Beste Grüße

    Uwe


    PS: ob Ruedi im Augenblick Zeit findet Anfragen zum Buch zu beantworten, glaube ich eher nicht