Beiträge von Cortinarius

    Hallo zusammen,

    die Tage ist mir bei einer Wanderung an der Algarve dieser fleissige Kollege begegnet.
    Er hat dieselbe Substrat Vorliebe, wie unsereins ==duenger

    Gruss

    Uwe


    PS: Schaf und Kaninchen aus der Gegend hab ich auch schon eingepackt

    Hallo Marco,

    Schicke Sache, von der Art hatte ich noch nie zuvor gehört.

    Mit diesem Substrat aber eindeutig

    Gratulation zum seltenen Fund.

    Gruss

    Uwe


    PS: bei Swiss fungi gibt es noch keinen Eintrag zu dieser Art !!!

    Hi Oskar,

    Ein Tip zu Helicon Focus

    Such dir Gleichgesinnte

    Helicon Focus gestattet 4 Installationen auf verschiedenen Rechnern.

    Ich habe so eine "Shared" Lizenz, funktioniert einwandfrei und damit relativiert sich der Preis.

    Gruß

    Uwe

    Hallo Josef,

    Helicon Focus kann Videos direkt stacken, ohne irgendwelche Vorbearbeitung/Zerlegung in Einzelbilder.
    Bei Mikro-Stacks habe ich das schon verwendet. Einfach ein kurzes Video starten und dabei den Feintrieb am Micro langsam runterdrehen.
    Die Video-Datei ( MP4) nach Helicon Focus schieben und dann stacken.

    Gruss

    Uwe

    Hallo Alis,

    jaja die Fachbegriffe, in diesem Fall schon speziell

    Also ich versuchs mal

    Squamufolien: verklebte Haare, mit dunklen Spitzen am Fruchtkörper in der Gattung Schizothecium (Gattungsmerkmal)

    Pedicelle: hyaline Teilspore, der Sporenkopf ist opak, die Pedicelle hyaline und schmaler

    (Gattungsmerkmal bei Podospora +Schizothecium)

    De Bary-Bubble: Blasenartige Struktur in der Spore, dunkler Rand, helle Mitte, siehst du in manchen Sporen in meinem Bild


    Gruß

    Uwe

    Hallo mal wieder,

    Dieses Schizothecium auf Reh hab ich mir angeschaut, weil unterm Stereomik. keine Haare/Squamufolien zu sehen waren.
    Am Perithecien Hals dann nur kurze Squamufolien.
    Freie Sporen hatte es keine, die Pedicelle nur erahnbar, dafür mal mit deutlicher DeBarry-Bubble
    Sporengrösse : 27 x 14
    Beim schlüsseln lande ich mit dieser Sporengrösse immer bei S.conicum, die es auf den Kötteln zu hauf hat.

    Nur sollte S.conicum ja deutlich längere, sichtbare Squamufolien haben
    Jetzt habe ich in einem älteren Beitrag eine Bemerkung von nobi_† gelesen, dass conicum verkümmerte Squamufolien oder auch gar keine haben kann.

    Habe ich jetzt so eine Variante gefunden ?


    Squamufolien 400x

    Sporen 400x

    LG
    Uwe

    Hallo zusammen,

    eine ähnliches Problem hatte ich letzte Woche auch

    Meine Micros decken sich ziemlich mit deinen, allerdings waren bei mir die Pleurozystiden nicht so häufig wie bei dir.
    Sporengrösse war exakt gleich. Microbilder habe ich leider keine gemacht.
    Standort im Herbst radikal abgemähter Grünstreifen mit viel Goldrute und ähnlichem
    Jetzt viele Anemonen/Scharbockskraut mit grossen Mengen Dumontinia tuberosa

    Hier die Pilze


    Stark hygrophan, siehe zweites Bild liegender Pilz
    Am nächsten Tag waren alle Exemplare komplett ockergelblich ausgebleicht.
    Auffallend waren noch die zugespitzten, fast wurzelnden Stiele


    Ich bin bei der Bestimmung auf P.niveobadia gekommen.

    Die Abbildung in Ludwigs Pilzkompendium hat für mich gut gepasst


    Gruss

    Uwe

    Hallo nochmal,

    Eine mikroskopisch interessante Podospora hab ich noch auf altem Galloway-Dung gefunden.
    Die Perithecien sind eher schlank- konisch geformt und haben vereinzelte, dünnere Haare

    Die Sporenköpfe sind ca. 53 x 28 groß, die Pedicelle ungefähr gleich lang und deutlich keulenförmig
    Die Caudae beidseitig und sehr lang - siehe Bild

    Bei allem was ich so in der Literatur gefunden habe, passt irgendwas nicht richtig.
    Ich hoffe also auf wegweisende Tipps






    Hallo zusammen,

    die folgende Sporomiella würde ich gerne S.longisporopsis nennen oder kommt da nich etwas anderes in Frage ?

    Die Perithecien sind ca 0.5mm gross und rundlich bis leicht birnenförmig

    Die Sporen messen 84-91 x 12-14 um, die Keimspalten sind parallel , teilweise aber auch leicht schräg
    Die Sporenteile lösen sich leicht voneinander und sind recht stark eingeschnitten

    Die in Nobi und Peters Artikel in der MykBav beschriebene Rot-Verfärbung des Substrats konnte ich auch beobachten.
    Was mich etwas stört sind die etwas zu schmalen Sporen

    Hier ein paar Bilder


    beste Grüße

    Uwe

    Hallo zusammen,

    auf meinem Rehdung haben sich diese haarigen Teile gezeigt

    Die Qualität der Bilder ist leider suboptimal

    FK: weisslich, Form etwas becher- bis schüsselförmig, Durchmesser ca. 0,2 mm
    mit langen, prominenten Haaren , orange-gelb, dickwandig, septiert ( ca. 10-15 um dick , Wandstärke 2,5um)
    ASCUS/i keine erkennbar
    Sporen zig Tausende, oval.ellipsoid, sehr klein , hyalin leicht gelblich, 4,5-5,3 x 2,5 -3,0 um

    Jede Idee ist willkommen
    beste Grüße

    Uwe

    FK:


    Hallo Bernd,

    erstmal vielen Dank für deine tolle Arbeit.

    Wie schon besprochen fände ich toll, wenn das ganze Projekt noch weiter leben würde.

    Konkret heisst das, dass die Listen mit weiteren Arten ( auch solche die du noch nicht gefunden hast) ergänzt wird.
    Da ist hier sicher der eine oder andere bereit mitzuhelfen.

    Mein Vorschlag wäre diesen Thread oben "anzupinnen", dass es nicht imForen-Nirwana verschwindet.
    Vielleicht kann Climbingfreak oder ein anderer Admin das übernehmen

    beste Grüße

    Uwe

    Hallo zusammen,

    hier noch ein Beifang vom Reh.
    Ich hatte Thelebolus microsporus im Mik, und dann war da noch dieser Mini-Fruchtkörper als Beifang mit dabei

    Kugelförmig max. 0,1mm Durchmesser.
    Asci clavat kurzstielig, 8-sporig , 25 x 10 um, Sporen 6x4 dunkel


    Hat jemand eine Gattungsidee ?
    Gruss

    Uwe

    Hallo zusammen,

    diese Mini-Saccoboluse sind auf meinen Reh-Dung Kulturen aufgetaucht.
    Die weislichen Apothecien waren ca. 0,4mm gross
    Mit diesen Sporen-Cluster-Form hatte ich noch keine.
    Es kommen da ja nur S.globuliferrus und S.dilutellus in Frage
    Ich lande bei S.dilutellus.
    Seit ihr einverstanden, oder muss ich noch etwas überprüfen ?

    beste Grüße

    Uwe

    Liebe Dung-Pilz Freunde,

    jetzt ist der Dung-Pilz Kurs in Hornberg schon wieder eine gute Woche her.

    Mittlerweile sind alle Funddaten ausgewertet und es ist Zeit für einen kleinen Bericht.

    Wieder fanden sich 12 Gleichgesinnte in der Pilzlehrschau Hornberg zusammmen, um unter der Leitung von Björn Wergen,

    neues zu lernen und über dieses spezielle Thema zu fachsimpeln.

    Schon die Sichtung der mitgebrachten Kulturen war spannnend. Wir haben nicht gezählt, es kamen aber sicher über hundert Döschchen und Schüsselchen mit verschiedenstem Pflanzenfresser Dung zusammen.

    Neben den Standard-Proben war auch diesmal wieder etliches Exotisches am Start.

    Dung von 4 Kontinenten war zu bestaunen wie z.B. Wallaby aus Australien, Elch aus Usa (Alaska) , Kudu aus Afrika und noch vieles mehr.

    4 Tage wurde fleissig und konzentriert gearbeitet und so weisst die aktuelle Fundliste ganze 109 Arten auf, dass sind über 40 Arten mehr wie im letzten Jahr.

    Einige spezielle Arten wollen wir kurz vorstellen. Die folgenden Funde wurden im wesentlichen von Björn bearbeitet


    Starten wir mit einem Saccobolus auf Wallaby aus Australien

    Saccobolus gauthieri Faurel & Schotter, Literatur: Cahiers de La Maboké 3: 131 (1965)

    Ein Saccobolus mit einer speziellen Sporenornamentation, mit diesem Muster sind wohl nur 4 Arten bekannt nämlich Saccobolus beckii, tuberculatus, verrucisporus und gauthieri

    Über die Sporen- und Clustergrösse, Asci und Paraphysen kommt man zu S.gautheri. Diese Art wurde von Faurel & Schotter 1965 an Hadd eines Fundes aus Gabun beschrieben und ist wohl seither nicht mehr aufgetaucht.

    FK: 190 - 240µm diam., anfangs hyalin, dann blass gelblich.

    Sporen: (16.1) 17.1 - 18.9 (19.4) × (9.2) 9.3 - 10.8 (11.1) µm; Q = (1.6) 1.7 - 1.9 (2) ; N = 8. Me = 17.9 × 10 µm ; Qe = 1.8

    Cluster: 43.1 - 47.29 (47.3) × 18 - 18.5 µm; Q = 2.4 - 2.57 (2.6) ; N = 4. Me = 45 × 18.3 µm ; Qe = 2.5

    Asci 90-110(120)x30-35µm



    Auf Schweizer Schaf gab es Leucothecium emdenii Arx & Samson 1973. Literatur: Persoonia 7(3): 378 (1973)

    Die kleinen Fruchtkörper, Asci und Sporen im Lichtmikroskop sichtbar zu machen ist eine Herausforderung

    Nachdem klar war, dass die Sporen einen äquatorialen Rand haben, stellte sich die Frage, wie dieser genau aussieht, da wir uns nicht sicher waren, ob es nur einen Rand

    oder zwei sehr nahe beieinander liegende gibt.

    Die Sporen sind wahnsinnig klein, so dass viele Arten von Eurotium, Eupenicillium und Neosartorya ausgeschlossen sind. Worum handelt es sich also?

    Die leuchtend gelblichen Fruchtkörper wiesen wieder auf Eurotium hin, und auf eine weitere Gattung, Leucothecium, mit den beiden beschriebenen Arten L. coprophilum (ohne Rand) und L. emdenii (mit Rand).

    Wenn man alles mit L. emdenii vergleicht, passt das überraschenderweise ganz gut.

    FK: 100-170µm

    Sporen:(2.3) 2.35 - 2.6 (2.7) × 2.2 - 2.38 (2.4) µm x 1.7 - 2.0 µm; Q = 1 - 1.16 (1.2) ; N = 14. Me = 2.4 × 2.3 µm ; Qe = 1.1., rim 0.25 - 0.4 µm high.

    Asci: 6 - 7 x 4.6 - 5.0µm, 8sp.



    Das Schwarzwälder Lama direkt aus Hornberg brachte gleich zwei spezielle Arten

    Pseudoscopulariopsis schumacheri (E.C. Hansen) Sand.-Den., Gené & Guarro (syn.: Pithoascus schumacheri)

    Sporen: (9.1) 9.5 - 10.6 (10.8 ) × (2.8 ) 3 - 3.7 (3.8 ) µm; Q = (2.5) 2.7 - 3.2 (3.3) ; N = 12. Me = 9.9 × 3.3 µm ; Qe = 3. strongly dextrinoid.

    Asci: 16,3-18,57x10,8-13,06(13,1)µm, 8sp.


    Und ebenfalls vom Lama

    Westerdykella nigra (Syn: Preussia nigra).

    Auf "Pilz Deutschlands" ist die Art nicht gelistet.

    Es wäre interessant, ob schon mal jemand die Art gefunden hat ?

    FK: 60-80 µm Durchmesser, halb im Substrat eingesenkt

    Spore: (Teilsporen): (4.2) 4.3 - 4.9 (5.2) × (2.2) 2.5 - 2.89 (2.9) µm; Q = (1.6) 1.62 - 2 (2.1) ; N = 13. Me = 4.6 × 2.6 µm ; Qe = 1.8.

    Asci: (26.5) 26.51 - 34.65 (34.7) × (9.6) 9.62 - 10.6 µm; Q = 2.6 - 3.6 ; N = 5. Me = 31 × 10.1 µm ; Qe = 3.1.


    Auf New Yorker Weisswedelhirsch gab es Spumatoria longicollis, Lit: Welt & Heine 2006.

    Ein sehr seltene Art, die auf Dung von verschiedenen Tieren vorkommt

    Sporen: (19.3) 21 - 24 (24.8 ) × (4.1) 4.3 - 5.8 (6.3) µm; Q = (3.6) 3.8 - 4.9 (5.2) ; N = 6. Me = 22 × 5.1 µm ; Qe = 4.4.


    So das waren ein paar Spezialitäten, die wir alle noch nie vorher gesehen hatten.


    Jetzt einfach noch ein paar schöne Bilder von trivialeren Arten

    Pilobolus cristallinus und Ascobolus beckii von SandraB


    Von mir Ascobolus brassicae, erstaunlicherweise auf Reh


    Wie schon letztes Jahr waren es wieder intensive aber auch sehr lehrreiche Tage und ich werde auf jeden Fall nächstes Jahr wieder dabei sein
    beste Grüße vom Bodensee


    Uwe


    PS: wer an der Fundliste interessiert ist, schreibt mir bitte eine Privat-Mitteilung