Beiträge von Cortinarius

    Hallo Rainer

    Ich sehe hier auch eher den Bluttäubling

    Die Farben, die Hutoberfläche und die etwas herablaufenden Lamellen, die dann am Stiel wie mit der Rasierklinge abgeschnitten wirken , passen perfekt R.sanguinaria

    Im Rensberg Moor bei Schonach finden wir die auch immer zusammen mit R.rhodopus bei Moorkiefer und Fichte

    Gruss

    Uwe

    Hallo

    Also bei der Nr1. kommt mit den dunkleren Hüten der langsamen Reaktion auf rot und den grossen Sporen eigentlich nur C.metarius ( Syn. Barbaricus) in Frage.


    Nr2.

    Mit den trübgelben Hüten und dem tief violetten Stiel ist das C.haasii


    Nr. 3 C.piceae ist möglich, da braucht es aber die Sporengrösse

    Ich sehe aber auf den Bildern immer noch eine Mischung mit den C.haasii


    Gruss

    Uwe

    Hallo Frank

    Bei den braunen Ritterlingen ist die Geschmacksprobe ein wichtiges Bestimmungsmerkmal.

    Die kann hier noch Bestätigung geben

    Colossus wäre fast mild, höchstens minimal bitter im Abgang

    Meine Funde , einmal hir am Bodensee und aus Italien sahen ähnlich aus, hatten aber voll ausgebildete Stiele. Bei deinem sieht es wirklich nach einer Wachstumsstörung aus, vermutlich weil er sich durch den Boden drücken musste.

    Auf jeden Fall noch die Sporen messen, dann sollte der Fall klar sein

    Gruss

    Uwe

    Hallo

    Das sieht wirklich beeindruckend aus bei.

    Ganz so eine Pracht haben wir hier gerade nicht.

    Einige der Arten sind hier auch zu finden aber nicht alle und auch nicht in so schönem, frischen Zustand. Bei euch scheint es doch noch etwas mehr Regen gegeben zu haben.

    Bei der Nr. 20 sehe ich eigentlich nur typische C.haasii und keine C.piceae . So violettstielig ist nur C.haasii

    zu Nr. 19 kann ich ohne Mik.-Daten nichts sagen

    Der Rest sieht gut und richtig bestimmt aus

    Gruss

    Uwe

    Hallo Thomas

    aurilicis würde früher als Varietät bulbopodium von C.nanceiensis geführt und dabei sicher bei der Kartierung mit C.nanceiensis vermischt.

    Ich finde C.nanceiensis im Nadelwald auch manchmal mit angedeuteter Knolle.

    Aber ebenso auch bei Buche im reinen Laubwald, auch die nenne ich nanceiensis.


    Dann gibt es wohl noch C.bulbopodius der laut FN bei Hainbuchen und Linde wachsen soll, den kenne ich gar nicht.


    C.aurilicis kenne ich aus Kroatien und Italien bei diversen mediterranen Eichen auf Kalk. Der kann dort richtig häufig sein


    In wie weit diese Arten gut trennbar sind kann ich nicht wirklich beurteilen. Ohne die Bäume und das Biotop zu kennen könnte ich die Arten sicher nicht auseinanderhalten

    Vielleicht hat Mykollege_Günter da einen Artikel an der Hand, mit einem genetische Baum der Gruppe, dann könnte man die Arten besser beurteilen.

    Generell beobachte ich aber schon, dass gewissen eher südliche Arten bei uns häufiger werden.

    Z.B. kommen bei mir mittlerweile die Kaiserlinge jedes Jahr , vor 10 Jahren war immer ein paar Jahre Pause zwischen der Fruktifikation

    LG

    Uwe

    So ähnlich wurde das von einer Pilzfreundin aus der Schweiz empfunden, sie wollte den Raum wo die Pilze eine Nacht lang lagen nicht mehr betreten.

    Für mich persönlich, war der Geruch nicht so unangenehm stinkend

    Gruss

    Uwe

    Das könnte auch wieder eine Mischkollektion sein. Die Dreiergruppe sieht nach rotem Velum auf der Hutmitte aus. Der Einzelne auf dem vorletzten Bild links nach braunem Velum.

    C.nanceiensis , mit rotem Velum, riecht irgendwie nach "unreifer Bananenschale"

    Die wachsen oftmals durcheinander

    Kann natürlich auch täuschen, sind halt nur Bilder

    Wird Zeit dass ,das Geruchs-Internet erfunden wird 8o

    Hi,

    Die Dibaphus sind natürlich der Hit.

    Leider ist mein Terminkalender voll, bin nächste Woche beim Cortinarienkurs in Hornberg.

    Aber vielleicht kannst du Günter locken.

    Die Gelbfleischigen Schleimköpfe kannst du mal mit C.russoides vergleichen. Der hat dunkelbraunes Velum, was ich am Stiel so grob erkennen kann.

    Die KOH Reaktion im Fleisch sollte Olivbraun sein

    und spätestens morgen sollte der Geruch deutlich unangenehm bis stinkend werden.

    Gruss

    Uwe

    Hallo zusammen,


    Bei Nr.6 denke ich passt C.nanceiensis schon

    C. nanceiensis passt super, ich habe irgendwie den KOH Test im Knollenfleisch vergessen, der ist blutrot.


    Das bei Nr.5 nachgelieferte Bild und die grösseren Sporen passen sehr gut zu C.haasii

    Alles andere ist Spekulation und aus der Ferne nicht machbar, da kann ich Günter nur zustimmen

    Zum Thema Sequenzierung:

    Ich arbeite seit einigen Jahren mit Pablo Alvarado , Alvalab in Spanien
    Zum Trocknen wurde schon alles geschrieben.
    Ich schicke immer eine viertel/halben getrockneten Hut in einem eindeutig markierten ZIP-Beutel

    Cortinarien lassen sich mit der ITS Sequenz sehr gut trennen und es genügt normalerweise die einfachste / kostengünstigste Variante. ( ca. 22,00 € )
    Ich lasse mir nur die Rohdaten der Sequenz als AB1-File schicken.
    Das beinhaltet quasi die "analogen" Werte der Sanger-Sequenz
    Das hat den Vorteil, dass man mit etwas Erfahrung sieht wie gut die Qualität der Sequenz ist, oder ob sich ein Schimmelpilz oder ähnliches mit reingeschmuggelt hat.

    Mit einer Freeware Software wie z.B. MegaX kann diese Sequenz dann in ein FASTA File und/oder die übliche Buchstabenfolge ( GATC..) gewandelt werden.
    Damit geht es dann in die Online Genbank BLAST
    Im Idealfall findet sich dann eine 100% Übereinstimmung mit einer Typus Sequenz
    Was aber oft nicht der Fall ist und dann etwas Recherche Arbeit benötigt.
    Für all das braucht es etwas Geschick im Umgang mit Software und ordentliche Englisch-Sprachkenntnisse


    Falls du das mal machen willst, kann ich dir bei all diesen Schritten auch helfen, das geht alles Remote


    beste Grüße

    Uwe

    Hallo

    also Nr.5 könnte auch eine Mischkollektion sein.
    C.haasii hat eigentlich immer violette Stiele, einen Ocker-olivfarbenen Hut und recht grosse Sporen
    Das Basalmycel ist weisslich aber die Rhizomorphen sind oft chromgelb

    Die sind wirklich alle negativ , auch am Basalmycel ?

    C.metarius gibt es bei uns auch, der ist aber positiv, deutlich blutrot, bei dem dauert es aber etwas bis die Reaktion kommt


    Nr.6 das sollte C.nanceiensis sein , mit rotem Velum am Stiel und eine tiefrote KOH Reaktion im Knollen-Fleisch


    Nr.8. sicher kein C.cumatilis.
    Nr.9 mit violettem Velum , wahrscheinlich C.pseudoglaucopus , Rettichgeruch ???

    Nr.10 da braucht es Bilder vom ganzen Pilz ,


    Gruss

    Uwe

    Hallo Cornelius

    Hast du da wirklich richtig gemessen ?

    Wenn ich auf den 2. microbild schaue, interpoliere ich da ein paar Sporen mit annähernd 10um.

    zB. Bei der 6 und 5 des Maßstabs, man misst die von Spitze zu Spitze

    Makroskopisch passt C.citrinus gut zu deinem Fund, der hat auch ziemlich die kleinsten Sporen in der Gruppe mit 8,5-10 x 5-6, Form usw würde gut passen

    Gruss

    Uwe

    Wenn du jetzt noch dezenten Rettichgeruch und die subglobosen Sporen hast ist das schon C.venetus. An eine Var. montanus kann man glauben oder auch nicht, die Art ist auf jeden sehr variabel was Habitus und Ökologie anbelangt

    Da ist wohl irgendwo auch ein alter Cortinarius venetus dabei, der wird im Alter schnell braun. Zumindest das unscharfe Bild mit der gelblichen Stielbasis könnte einer sein. Das würde die subglobosen Sporen erklären.

    Was sicher nicht dabei ist, ist C.orellanus

    Hallo Frank,

    Nr1 +2 würde ich auch so nennen


    Bei Nr3 würden Angaben zu den Sporen sicher mehr Klarheit geben. Was ich mir vorstellen könnte, wäre ein ausgeblasster C.salor

    C.salor kommt auch im Buchenwald, wenn auch seltener wie bei Weisstanne


    Gruss

    Uwe

    Hallo Peter

    Fluens passt, wir hatten heute auch genau so eine Kollektion

    Für L.pallidus scheint mir der Fund zu viel gelb zu haben, oder verfälscht das Bild den Farbeindruck

    Pallidus ist fleischbraun, quasi ohne Abweichung immer ziemlich gleichfarbig. Eine gelblich wirkenden Fund hatte ich da noch nie.

    Gruss

    Uwe

    Hallo

    Wenn man der neuesten Arbeit der Innsbrucker folgt, ist das wohl so.

    Der "echte" C.semisanguineus ist dann sehr selten und auf Kalkböden beschränkt.

    Alles was man bisher im sauren Nadelwald gefunden hat , wäre dann C.ominosus , Bidaud

    Ich bleib trotzdem erstmal bei C.semisanguineus und mach vielleicht ein agg. dahinter

    Gruss

    Uwe