Ich denke auch, dass man die Kirche im Dorf lassen sollte. Wozu bei einem Zeckenbiss zum Arzt? Der kann die Zecke auch nur entfernen. Übrigens gibts da so kleine Plastikwerkzeuge, die aussehen wie Kuhfüße. Ich finde, die eignen sich am besten zur Entfernung. Sogar Hund und Katze lassen sich damit freiwillig die Zecken herausdrehen. Zecken haben zwar kein Gewinde, aber tatsächlich lassen sie los, wenn man die ins Werkzeug eingeklemmte Zecke "herausschraubt".
Wer hier in meiner Region unterwegs ist, fängt sich zwangsläufig Zecken ein. Es reicht der Weg in den Garten, Wegbringen des Komposteimers um sich einen dieser lästigen Achtbeiner einzufangen. Die Nymphen sind anfangs rosa. Man sieht man erst, wenn sie sich vollgesaugt haben. Um Zeckenstiche zu verhindern, müsste man sich ständig umziehen und untersuchen. Nee. Dafür ist mir meine Lebenszeit zu schade. In diesem Jahr hatte ich bis heute nur 6 Zecken. Zwei Nymphen, zwei Adulte. Zecke raus, ein Tropfen Rotöl auf den Stich und gut. Passiert ist dieses Jahr nichts. Mein Immunsystem scheint gut zu funktionieren, oder die Zecken waren borrelienfrei.
Mit einem frischen Zeckenstich zum Arzt zu gehen nutzt nichts. Blutuntersuchungen sind erst einige Wochen nach der Infektion aussagekräftig. Der Arzt handelt, wenn sich die Wanderröte zeigt. Das dauert ein paar Wochen. Also auch ein mückenstichgroßer oder größerer roter Fleck an der Stichstelle ist noch kein Grund für Antibiotikagaben. Erst wenn der Fleck wächst und vor allem, wenn das Innere des Flecks wieder hell wird und sich ein roter Ring manifestiert, werden Antibiotika verschrieben.
Problematisch sind allerdings unentdeckte Infektionen, wenn das Stadium der Wanderröte übersehen wurde. Insofern habe ich schon Respekt vor den Biestern.