Beiträge von Wutzi

    Ja Steffen, schön viel Regen. 120 Liter im Juli und im August auch immer reichlich. Für die Natur ein Segen.

    Hallo Jörg, Hannes2,

    Nee, nee, ich habe wohl richtig gesucht, aber am Kältepol sind auch die frühen Maipilze ein bisschen später dran.

    Ich jammere doch nicht, ich wundere mich nur. Guck mal, vor einem Jahr hat hier der Pilzbär gesteppt und jetzt trotz der Wassermassen Saure-Gurken-Zeit. Immerhin war ich drei Tage unterwegs. Das ist doch wirklich komisch.

    Moin zusammen.

    Das ist ein ziemlich seltsames Pilzjahr. Die Pilzsaison begann viele Wochen früher als sonst. Maipilze Anfang April, dann brachte der Juni fast alle Pilzarten, die sonst im Herbst ihre Hauptsaison haben, im Juli fiel hier bei mir 120 Liter Wasser vom Himmel und eigentlich sollte nichts dem Pilzwachstum entgegenstehen - aber es ist nicht so. Vor 2 Wochen war totale Pilzflaute. Seit drei Tagen geht ein bisschen was, aber keine spektakulären Funde.


    Vorgestern kurz vor dem Sonnenuntergang. Tolles Licht.


    1. Der Blick auf den Restwald und das sterbende Moos sieht aus wie von einer besoffenen KI generiert.


    2. Es ist ein bisschen unwegsam. Die meisten recht betagt, aber ein paar Pfifferlinge konnte ich noch einsammeln.


    3. Zu meinem Erstaunen wuchsen zwei Maggipilze. Immerhin. Ich liebe diese Giftpilze🥴.


    4. An mehreren Stellen wuchs dieses Geschwurbel, keine Ahnung, was das ist bzw. wird.


    5. Auf dem Rückweg dann noch Schirmlinge mitten auf dem Weg. Vielleicht kann mir ja jemand die Bestimmungsarbeit abnehmen.



    6. Gestern hinterm Haus entdeckte ich nach langer Zeit die ersten frischen Röhrlinge - Goldröhrlinge.


    7. Heute waren sie den Schnecken zum Opfer gefallen.

    Die sorgen schon dafür, dass die Pilze nicht überhand nehmen.


    8. Gestern war ich in einem anderen Waldstück. Null Pilze. Auf dem Heimweg durch‘s Dorf dann die große Überraschung. Wiesenpilze!

    Rauchgraue Keulen


    9. Pfifferlingssaftlinge


    10. und Entoloma infula


    11. Heute bin ich früh los und habe ein entferntes Waldstück besucht, in dem fast immer irgendwelche Pilze stehen. Ein paar Wieseltäublinge und ein Apfeltäubling wurden kulinarisch verwertet.


    12. Kleine Hautköpfe - ich denke Blutblättrige standen am Wegrand.


    13. Und dann: ein Wunder! Es gibt sie also doch, richtige Röhrenpilze. Genauer gesagt 2 Stück. Eine Marone.


    14. Und ein Schönfußröhrling.


    15. Allgegenwärtig Samtfußkremplinge von L -XXL


    16. Krönender Abschluss war die kleine frische Kammkoralle


    17. Die Zwerglfeuer glühen orange in der Hitze, Zeit für den Rückweg.


    18. Und weil es jetzt sowieso egal ist, dürft ihr jetzt noch meine zuverlässigste Lieblingssteinpilzstelle sehen🥲.


    19. Der Kleine hat mich dann ein bisschen getröstet, auch wenn das mit dem Prinzen nicht geklappt hat.


    20. Irgendwelche unbestimmte Milchlinge, vermutlich Wollige mit abgewaschener Wolle, gab es auf dem Rückweg.


    Alles in allem ziemlich wenig Pilz angesichts der Bodenfeuchte. Vermutlich geht’s den Pilzen einfach zu gut.

    Schön, dass ihr bis hierher durchgehalten habt und danke fürs Mitkommen.

    Hallo Martin, da siehste mal wieder: nur die Harten komm‘ in‘ Garten. Die Nebellandschaft hat was, nur für deine Zwecke gab es wohl zu viel davon. Trotzdem, hier vom Garten aus im Trocknen ist das eine sehr erbauliche Beschreibung. Danke dafür!

    Hallo Bernd, zumindest das abgebildete Exemplar ist mikroskopiert und sequenziert worden und wurde als einer von vielen Wiesenpilzen im Boletus veröffentlicht. Ich glaube mich zu erinnern, dass das diese Art erst kürzlich von Nordeloos entsprechend eingeordnet wurde.

    Ich finde. Dass sie makroskopisch recht gut ansprechbar ist, wenn man Fruchtkörper in allen Altersstadien hat.

    Hallo Bernd,

    makroskopisch würde E. porphyrogriseum zu deiner Nummer 1 passen. Die ist hier standorttreu und wächst genau da, wo auch E. Griseocyanea steht. Vergleiche mal:


    Moin zusammen.

    Sagt mal, gibt es irgendwelche Erkenntnisse, dass zu viel Regen schlecht sein kann für das Pilzwachstum? Brauchen Pilze vielleicht eine Phase der Trockenheit, damit sie unter Stress kommen und dann wieder Fruchtkörper schieben? Oder sind die vergleichsweise hohen Temperaturen in diesem August für die Pilzflaute trotz der feuchtigkeitsgesättigter Böden verantwortlich? Oder machen sie einfach Pause, weil sie sich im Juni schon verausgabt haben. Gibts dazu irgendwelche belastbare Erkenntnisse oder lediglich Mutmaßungen?


    Letztes Jahr um diese Zeit hatten wir jedenfalls ein richtig hohes Pilzaufkommen, allerdings war es da auch kühler - zumindest im Thüringischen Schiefergebirge und im Juni gab's auch keine Pilzschwemme.

    Hallo Claudia,

    gibt´s Obsidentify auch für Windows PC?


    LG Christine

    Keine Ahnung Christine. Ich nutze die App nur auf dem IPhone. Von Microsoft verstehe ich noch weniger als von Apple. Das Einfachste wäre es, wenn du die App auf dem Handy installieren würdest, da wird sie überall laufen.

    Moin Mausmann, lade dir doch mal die kostenlose App Obsidentify herunter. Deine Käferfunde hätte sie dir sicher benamsen können. Sie liefert wie alle diese KI‘s auch mal Blödsinn, aber mal über Bestimmungsvorschläge lachen ist ja auch nicht Schlechtes.

    Moin, ja bin dabei. Sonst bekomme ich noch Entzugserscheinungen.

    Irgendwas pilziges zu zeigen gibts ja immer, aber mit richtigen Pilzen ist es tatsächlich ganz schlecht. 2 Wochen weitgehend niederschlagsfrei, schöner Feriensommer, schlecht für Pilze - obwohl Vollmond! Wahrscheinlich liegt daran oder an den vielen Aluminiumhüten, die hier herumspazieren.

    Steffen, gute Besserung!

    Björn, viel Spaß bei der Ph...tagung in Prag. Reiß da nicht überall die Pflanzen und Blätter ab, sonst bekommst du das nächste Mal Einreiseverbot. Und vor allem: Lass die Sporen wo sie sind!

    Die hatte ich auch. Sehr schöne kleine Pilze. Samthäubchen habe ich gelernt. Und dass man sie nicht essen oder Rauchen soll… 😎😀😀😀😀

    Hallo Tilo,

    stimmt, aber lustig ist das kein bisschen, denn es gibt Arten wie Conocybe rugosa, die das tödliche Gift des Grünen Knollenblättepilzes Amanitin enthalten sollen. Es gibt auch psilocybinhaltige Arten, die jedoch für Laien kaum sicher zu unterscheiden sind. Vor einiger Zeit haben Jugendliche versehentlich Psilocybe mit Sptzgebuckelten Rauköpfen verwechselt und dafür am Ende den den höchsten denkbaren Preis bezahlten müssen. Deshalb grundsätzlich Hände weg von kleinen braunen Pilzen!

    Moin, ein paar Dunkle Lackporlings-Geschenke hab ich gerade

    zu Ausstellungszwecken auf ein Brett genagelt. Kannst ja mal vergleichen. Die sind schon dunkler als dein Reishi, denke ich.

    Moin, hab Besuch. Wahrscheinlich kann ich mich schlecht verdünnisieren. Leider müsst ihr daher auf neuen Hiobsbotschaften von vielen pilzkranken Pflanzen am Kältepol verzichten.

    Moin Jörg,

    du bist ja schon richtig in der Pilzsaison. Hier gibts nur vereinzelt Pilze jenseits von Cantharellus, die inzwischen in allen Altersstadien herumstehen und du hast schon das volle Täublingsprogramm. Bin gespannt, wann du dich wieder über zu wenig Regen beschwerst. ==Gnolm7

    Danke für diesen Thread, Cratie.

    Bei jeder Dungpilzanfrage, jedem Beitrag, der die mittelenglischen Umgangsformen vermissen lässt, bei Bildern mit sauber geputztem Korbinhalten sind die Erinnerungen an Nobi wieder da.

    Ja, Nobi fehlt sehr.

    Moin Jörg. Genial! So von der Wirkung her warst du wieder mal im Neidpark😬.

    Aber sag mal, gab’s eigentlich auch Netzhexen - oder Sommerszeinpilze🤣?

    Du könntest mal Fotos bei Tageslicht machen. Dann beobachte das Teil doch mal über eine Zeitlang. Am besten mach jeden Tag ein Foto und schau ob und wie es sich verändert.

    Woraus besteht der Kellerboden? Was ist das für eine Flüssigkeit vor dem Gebilde? Sind die Aufnahmen von derselben Stelle?

    Hallo Andy, eine grandiose Pilzstrecke für den Juli!

    Kleine Nichtspeisepilze bei einer gemeinsamen Wanderung können Stimmungskiller sein. Das kenne ich so gut.

    Du Armer, und das bei diesen tollen Funden. Sicher warst du auf kalkhaltigem Gelände unterwegs. Ich kenne nur Saftlinge in sauren Milieu. Den Granatroten (punicea) kenne kenne ich farblich auch etwas anders. Ich würde den Fund mal mit H. splendidissima abgleichen, aber keine Ahnung ob der auch auf Kalk kann. Auf alle Fälle hast du auf dem zweiten Foto drei Pilze dazugelegt, die zu einer anderen Art gehören könnten. Hier könnte ich mir H. coccinea vorstellen. Aber besser ist natürlich, wenn sich das mal jemand mit Ahnung von Pilzen ansieht, wie beispielsweise Karl W .