Beiträge von Wutzi

    Hallo zusammen,

    ich muss noch schnell meine Begeisterung loswerden. Bis gestern sah es ja traurig aus. Mumien von Steinpilzen, Wolligen Milchlingen, Täublingen, Perlpilzen und vielen anderen überständigen Pilzen säumten den Weg. Es gab so gut wie nichts Neues.

    Heute Nachmittag war ich wie vor den Kopf geschlagen. Was zum Teufel haben die Pilze in der letzten Nacht getrieben? Egal, was auch immer, das Ergebnis kann sich sehen lassen. Mein Problem ist, es gibt zu viele mir neue Arten und ich weiß jetzt schon, dass ich zu viele mitgenommen habe, um sie zu bestimmen. Dabei habe ich mich durchaus beschränkt.


    1 Die Gassi-Waldrunde begann mit einem Pilz im Pelz.



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    4 Es folgten dann in kurzer Folge diverse Fälblinge, die ich euch erspare, aber auch Schleierlinge, die ich leider nicht bestimmen kann. Wie ruft man eigentlich den Uwe? Cortinarius - warum bleibt das bei mir schwarz==Gnolm6? Bei Vorletzterem rate ich Cortinarius anomalus.


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    5b Die Seifenritterlinge waren auch da.


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    Und dann die Invasion der Albatrellen. So viele Albatrellus spec. (Ich muss erst sehen ob die vom Schaf oder der Semmel abstammen) habe ich selten gesehen. Die Böschungen waren voll von ihnen.


    7 Es gab verschiedene Täublinge. Zum einen hatten die Frauentäublinge nachgelegt.


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    8b Dann fand ich zwei Täublingsarten im Wald, die es vorher nicht gab und die ich nicht kenne. Die erste - Nummer 8 - war sofort sehr scharf. Geruch ja, aber ich kann ihn nicht beschreiben. Auf alle Fälle recht angenehm. Ich habe ein Exemplar mitgenommen. Vielleicht bekomme ich noch etwas mehr heraus.


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    9b Zum zweiten - Nummer 9 - kann ich nichts sagen, außer dass er eine tief dunkelviolette Huthaut hat. Dort wo sei fehlt, hat das weiße Fleisch einen leichten rot-violettstich. Alles andere ist weiß. Gekostet hab ich nach dem ersten Täubling nichts mehr==Gnolm24.


    10 Es gab so gut wie keine frischen Röhrlinge. Lediglich einen einzelnen Flocki. Der war dafür so hübsch, dass er das Fehlen der anderen wieder wett gemacht hat.


    11 Die anderen Röhrlinge sahen mehr oder weniger so aus. Die Steinpilze hat hier am Ende niemand mehr gesammelt ab Mitte September.


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    12b Den Grünblättrigen Schwefelkopf gibt es quasi flächendeckend. Gestern sah ich nur Winzlinge, heute ist der Wald voll davon.


    12c Manchmal hängt er sich an die Stockschwämmchen-hotspots und das ist eine ziemlich fiese Nummer. Obwohl hoffentlich niemand mehr Stockis in diesem Stadium sammelt.



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    14 Und es gab Risspilze. Andere Arten als bisher und eine Art war dabei (Nummer 14, Foto über dem Text), die ich sogar selbst bestimmen konnte. Inocybe geophyllum.

    Die erste Inocybe harrt der genaueren Betrachtung unter den "scharfen Augen".


    15 Nebelkappen. Es ist also Herbst.


    16 Dufttrichterlinge, die sind auch gerade erst gewachsen. Ich habe sie in den Wochen zuvor nicht gesehen.


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    18 Leckere, knackig frische Hallimaschen. Die waren allerdings voller Käfer, wie sich blöderweise erst zu Hause herausstellte. Hätte ich die mal lieber stehenlassen. Ein ganzes Glas voll Krabbeltiere. Inzwischen durften die wieder ihrer Wege gehen., denn es sind vermutlich harmlose Holzzersetzer - Margarinotus purpurascens und keine Borkenkäfer.


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    20 Abschließend noch ein großer Wolliger Milchling und ein frischer Nadelholz-Braunporling. Den Rest erspare ich euch und mir. All die Scheidenstreifling, Fliegenpilze, Grauen Wulstlinge, Kremplinge, Falschen Pfifferlinge. Ein schöner bunter Pilzwald. Heute früh hatte ich Jörg versprochen, dass sie wachsen werden: et voilà - da sind sie==Gnolm13! Was für eine schöne Zeit!



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    Ganz zum Schluss noch ein kleines Rudel Saprobionten, zu dem ich gar keine Idee habe. Vielleicht habt ihr eine?

    Danke und Respekt, dass ihr bis hierher durchgehalten habt. Wie immer freue ich mich über zweckdienliche Hinweise.

    Apropos Schlauch, da war doch mal was mit Wein und Schläuchen. Egal. Heute trinke ich ein ein Hefe auf den erwachenden Pilzwald. Verrückt. Gestern war noch gar nichts und heute überschlägt sich alles. Zig Arten, die es die ganze Zeit nicht gab. Und eine Käferinvasion im Hallimasch, die ich alle in der Küche hatte und dann im Glas. Aber ich hab sie wieder freigelassen. Das waren wohl keine Holzschädlinge nur Saprokerfe.

    Hallo Shawn,

    die Fragen, die du stellst, wurden dir alle schon beantwortet. Z.B. am 6. September von Uwe58, Beorn und Pilzmausi. Lies dir doch einfach die Antworten auf deine Fragen noch einmal in Ruhe durch. Du wirst keine anderen Antworten bekommen.

    Ach Jörg, das nenne ich jammern auf hohem Niveau==Gnolm13. Das ist doch recht ansehnlich. Sagst du mir bitte, warum du den unbekannte Täubling nicht als Speisetäubling eingetütet hast? Ich will das endlich einmal richtig verstehen. Von meiner gestrigen Runde habe ich nur einen einzigen Pilz - einen jungen Wieseltäubling- für die Pfanne mitgebracht, und ihn mit der Krausen Glucke von vorgestern zusammen gebraten. Lecker! Alles andere war alt und madig. Nächte knapp über dem Gefrierpunkt sind halt suboptimal. Aber sie kommt noch einmal. Ganz bestimmt.

    Tricky:kaffee: und hier das aussagekräftigste Bild: Danke für den Tipp, lieber Björn. Der Pilz besteht nur jetzt noch aus Schnipseln. Aber: Das war wirklich eine sehr gute Alternative, die feste HDS vom Trama zu trennen.


    Abgesehen vom Maßstab, kommt das vermutlich hin. Nach Schnallen suche ich vielleicht morgen noch in den Schnipseln, die noch da sind. Vielleicht habe ich die übersehen.

    Hi Stefan,


    das geht mir genau so. Ich kenne zwei kleine Parkanlagen, in denen ich noch nie irgendeinen Pilz finden konnte. Warum das so ist, keine Ahnung :/ .


    VG Jörg

    Die Wege der Pilze sind unergründlich. Bei mir gibt es auch pilzleere Waldabschnitte, die sich rein äußerlich nicht von anderen Wäldern unterscheiden. Die Pilze machen das wohl wie immer - einfach, weil sie es können.

    Sodele, die HDS habe ich wie erwarten von dem inzwischen fast trockenen Pilzhut nicht richtig hinbekommen. Das gelingt mir schon bei frischen Pilzen nicht gut. Aber ein bisschen was ist zu sehen- die anderen Versuche waren noch schlechter. Was meinst Du, Björn?


    Das Sporenmaß kommt hin, ich hab jetzt nicht 20 Stück vermessen, aber das passt, denke ich.

    Danke für das Vergleichsbild, Björn. Ich bin da neutral und will nichts bestätigen oder ausschließen, nur einfach wissen, was das ist. Ich guck jetzt gleich nach der Huthaut. Hoffentlich bekomme ich das so ordentlich hin. die Sporen vermesse ich auch gleich noch.

    Hallo zusammen,


    wie sieht denn die Huthaut des Pilzes unterm Mikroskop aus?


    Björn

    Die habe ich mir nicht angesehen Björn, vielleicht sollte ich das noch tun. Worauf sollte ich achten? Danke für deinen Hinweis.


    Ah Matthias,

    jetzt verstehe ich den Hinweis von Schupfnudel mit der Sollbruchstelle. NA gut. Dann habt Ihr mich überzeugtredet, dass das keine neue Art ist, sondern nur ein Langunddünn ohne Gruben und Schleim mit abgebrochener Wurzel==Gnolm6. Obwohl ich jetzt natürlich schwer enttäuscht bin, freue ich mich, wieder ein anderes Gesicht eines Pilzes zu kennen. Ohne eure kritischen Anmerkungen wäre das für mich ein Unbekannter geblieben. Vielen Dank dafür!

    Ist halt genau die Geschichte die meine Freundin in der Pilzkontrolle aufgetischt bekommt. "Habe da beim Wandern diese kleinen braunen Pilze gefunden, was das wohl sein könnte?"

    Ja klar, von all den Pilzen die im Wald und auf der Wiese herumstehen sind dir genau diese kleinen Helmlinge, Düngerlinge, Samthäubchen etc. aufgefallen. Eher unwahrscheinlich. :)


    Also ich hätte ja überhaupt kein Problem damit. Ich finde nur die Frage witzig. Wer weiss auf was er sich einlässt soll so viele Psylos sammeln wie er will. Wenn niemand ein Problem damit hat kann ich bei solchen Anfragen auch diskret per PN einen Link schicken wo man geholfen wird ohne dass man Geschichten erfinden muss.

    Das sehe ich genauso, Philipp. Wer sich Pilzwissen erarbeiten will, fängt nicht mit den kleinen braunen Dingern an. Es ist halt ein zweischneidiges Schwert. Im Zweifel könnte der irrtümliche Verzehr zu tödlichen Verwechslungen führen. Es gab schon einmal Fälle, wo Jugendliche den Spitzgebuckelten Raukopf erwischt hatten. Aber der Forumskodex verbietet die Bestimmung von Psylos. Und so sollte sich der Fragesteller an einen PSV wenden oder aber per PN nachfragen. Das kann er aber möglicherweise noch nicht, da er als Neuling im Forum die Software nicht kennt und auch nicht weiß, wer seine Frage beantworten könnte.

    Moin zurück, Schupfi, ein paar Merkmale passen, andere nicht. Zum Schleimigen Wurzelrübling würden zwar die Sporen passen, aber dafür fehlen die Schnallen, die der an den Basidien hat. Ansonsten sind die Mikromerkmale recht ähnlich. Die Huthaut war allerdings kein bisschen schleimig (obwohl die Wiese nass war), sondern ganz glatt und fühlte sich wachsartig an und es fehlt jeder Ansatz von den typischen Gruben. Das was du auf dem 3. Foto siehst sind durchscheinende Lamellen.

    Der Stiel verjüngte sich unten und hatte keine keulige Basis. Was meinst du mit Sollbruchstelle?


    Vielleicht hast du ja doch recht und es ist ein untypischer Wurzelschleimer==Gnolm2, oder ich habe eine neue Art entdeckt:ghurra:.

    Einigen wir uns also auf den umschleimigen, schnallenlosen, wurzellosen Schleimigen Wurzelrübling.

    Stimmt schon Claudia, aber oft erst bei älteren voll auf geschirmten FK, wenn sich die Hutränder nach oben biegen oder der FK schon sehr trocken ist. Der Speisetäubling hat auch relativ lange einen eingerollten Hut, aber wenn der FK neutral geschmeckt hat, dann wird es wohl eine andere Art sein. Es gibt da ja noch einige Kandidaten.

    LG Mischa

    Danke Mischa. Mit Täublingen hab ich so meine Probleme.

    Hi


    Verdächtig, wenn jemand im ersten Post gleich so kleine braune Pilze bestimmt haben will. ;)

    Warum das? Ich sehe nichts Blaues.


    GR Ig:D

    Hallo Ingo, damit lägst du richtig, wenn dem Fragesteller dies bewusst wäre. Wissen wir aber nicht. Meine Frage, warum er wissen will, ob die giftig sind, hat er jedenfalls noch nicht beantwortet. Vielleicht kommt ja noch was. Gelesen hat er die Antwort jedenfalls, das ein "Gefällt mir" an den Posts ist.

    Du solltest den Täublings-Experten noch verraten, ob der Pilz mild oder scharf war und welche Bäume in der Nähe standen.

    Ja, grundsätzlich bei Täublingen, die so variantenreich daherkommen, bleibt es ohne Chemie und Mikro, meistens eine Raterei. Den zweiten FK habt Ihr ja schon bestimmt. Dann tippe ich beim ersten FK mal auf den Speisetäubling (Russula vesca), nur geraten.

    LG Mischa

    hallo Mischa, hat der nicht „Zähnchen„ und eine etwas zurückgezogene Huthaut?

    Hallo Claus, Lass dir den Kakao schmecken, ich bleib Heute bei Tee==Gnolm7. Die Hasenstäublingebwachsen hierzulande zu solch imposanten Monstern heran. Letztens hatte ich einen reifen, aber noch geschlossenen Fruchtkörper in einen Joghurteimer gelegt, um ihn heil zur Pilzausstellung zu bringen. Blöderweise ist der neugierige Kater in den Eimer getreten. Da wurde schnell klar, der ist wirklich reif und der Kater wurde zum Superspreader. Ich bin gespannt, wo die künftig überall Fuß fassen.
    Ob das bei dir auch der Hase ist, weiß ich nicht. Aber die werden tatsächlich 10-15 cm dick.

    Hallo Forianer,


    mit einem Wiesenpilz komme ich nicht weiter. Wiese 450 m ü.NN, saurer Boden, Weißdorn ca. 15 m entfernt, Ahorn ca. 20 m. Geruch nicht wahrnehmbar


    Ein Einzelexemplar, ca 3,5 cm Hutdurchmesser, hellbraun - hellocker, glatt, Hutoberfläche wie bei Hygrocyben wachsartig, auch noch nach zwei Tagen im Keller.


    Lamellen weiß, fast freistehend, stark gebogen, weich, wachsartig aber unkaputtbar - d.h. beim maßvollen Drücken und Schieben gehen sie wieder in die Ausgangsstellung zurück


    Stiel: zäh längsfaserig aufspleißend, ca 7 cm lang, 0,4 cm Durchmesser


    Es wäre klasse, wenn jemand meine Wissenslücken füllen könnte.