Beiträge von Wolfgang P.

    Hallo Bernd,

    ich empfehle Dir Høiland Opera Botanica 71 (1983).


    Die Anthrachinonfarbstoffe muss man aber erst chromatographisch trennen, jede Art hat 5 -15 Farbstoffe in unterschiedlicher Konzentration.


    Gruber hat anders als Hoiland dazu mit einem sehr giftigen Flußmittel (überwiegend Pyridin) gearbeitet, das heutzutage für Privatpersonen zu Recht nicht zu beschaffen sein dürfte, d.h. ihre Daten sind für Dich nutzlos.


    Gruß,

    Wolfgang

    Hallo

    der Stoppler sollte H. rufescens sein, mit dem rötlichen Hut und dem abrupten Übergang von Hut zu Stiel.


    Bei der Ziegenlippe würde ich erstmal bei subtomentosus mitgehen, weil der Hut für ferrugineus recht hell wäre, aber das bessere Merkmal der Farbe des Basismycels kann man am Bild leider nicht erkennen.


    Gruß, Wolfgang

    Hallo Schupfi,


    >>Hooks on the pleurocystidia predominantly bifid = P. hongoi <<


    Weil ich den Satz auch nicht verstanden habe und das Epithet hongoi nicht kenne, habe ich eben einfach mal nach Bildern gegoogelt, und da werden Zystiden abgebildet, bei denen jeder der 3 Haken sich selbst wieder in 2 Spitzen verzweigt.


    Das mit der Schnalle sehe ich wie Pablo.


    Insofern kommst Du mit dem Schlüssel doch zu einem klaren Ergebnis.


    Gruß,

    Wolfgang

    Hallo lubeca,


    es gibt durchaus Leute, die leicht bittere Täublinge noch sammeln, wie den Ockertäubling. Die kann man dann gut mit viel Currypulver zubereiten, dann weiß man beim Essen nicht mehr, woher das leichte Kratzen kommt ;)


    Richtig scharfe Täublinge wie der Stachelbeertäubling können aber eine Entzündung der Magenschleimhaut auslösen, das ist dann schon nicht lustig, diese Pilze sind als giftig zu bezeichnen.

    Wie immer: die Dosis macht das Gift.


    Wenn Du also zu Kriegszeiten Deine sieben hungrigen Kinder durchfüttern musst, kannst Du auch in kleiner Menge leicht schärfliche Täublinge verarbeiten.

    In den aktuellen Zeiten solltest Du aber nie das Ziel aus den Augen verlieren, dass es darum geht, ein positives Geschmackserlebnis zu erzielen, das wird Dir mit bitteren oder schärflichen Arten nicht gelingen.


    Grüße,


    Wolfgang

    Ich glaube mein Hauptproblem wäre einfach, dass mir nach ein paar Jährchen Pilze angucken trotzdem regelmäßig noch Zeug unter die Augen kommt, bei dem ich mich am Kopf kratze. In der Körbchenkontrolle ist's kein Problem das beiseite zu tun und zu sagen "Weiß ich nicht". Wenn die gefuttert worden sind, wäre das aber natürlich suboptimal.

    Hallo Schupfi,

    das mit dem Zeug, bei dem ich mir den Kopf kratze, passiert mir auch nach ein paar Jahrzehnten PSV noch.


    Das ist aber gar kein Argument gegen Vergiftungsberatung. Sieh' es mal so: wenn Du in 90% der Fälle den Ratsuchenden die Gattung sagen kannst (die Art ist ja meist nicht nötig), hast Du in diesen 90% der Fälle dem Gesundheitssystem ein paar Tausend Euro für eine prophylaktische Silibinin-Behandlung erspart, und vielleicht einem kleinen Kind und dem Elternteil eine überflüssige Nacht im Krankenhaus.


    Die Alternative ist ja nicht, dass es jemand anderes besser macht als Du, sondern dass der Arzt gar keine Diagnose bekommt und daher immer vom worst-case-Szenario ausgehen muss.


    Grüße,


    Wolfgang

    Hallo Raphael,

    spannend dieser Fund, den sollte man sequenzieren.


    Ich finde die Sporen letztlich doch eher Entoloma-eckig als Rhodocybe-knotig oder Clitopilus-streifig. Aber gerade bei Rhodocybe gibt es anscheinend noch einiges zu forschen, vor ein paar Jahren hatten wir asanii, die erst kurz zuvor aus der Türkei beschrieben wurde. Aber soo knotige Sporen, dass der Umriss eckig wird?


    Eine passende Entoloma-Art kenne ich aber auch nicht. Am ehesten erinnert sie mich an undulatosporum, aber die Huthaut wirkt so matt? Das kann aber ein Artefakt der starken Bild-Kompression sein. Wenn es eine Entoloma ist, würde ich aber darauf wetten, dass man nach noch fleißigerer Schnallensuche irgendwann fündig würde. Das eine Septum ist schon so verdächtig abgeknickt...


    Grüße,


    Wolfgang

    Hallo an alle,


    bitte beachten, dass in DE inzwischen schon die südliche A. pseudopratensis nachgewiesen wurde, eine Art aus den Karbolis, die aber weder richtig gilbt, noch richtig stinkt.



    Daher gibts bei mir keine Essensfreigaben für Champis mehr.


    Grüße,


    Wolfgang

    Hallo Oliver,


    in dem relativ aktuellen Paper

    Growing a circular economy with fungal biotechnology: a white paper


    gibt es einen Abschnitt zu Pilzen als Fleischersatz, dort wird auch z.B. die Firma Mycorena genannt.


    M.E. eher ein Flop ist wohl Fungi Mutarium von LIVIN Studio (siehe youtube unten)


    Ich bin ganz sicher, dass Lebensmittel auf Pilz-Basis mit dem Trend zu fleischarmer Ernährung zunehmen werden, aber ob diese Entwicklung letztlich von Startups, dazu noch börsennotierten, getrieben wird, oder ob nicht Firmen wie Unilever längst auch solche Produkte in ihren Laboren entwickeln, dazu wage ich mir kein Urteil.


    Biotechnologie mit Pilzen zur Nahrungsmittelerzeugung ist letztlich ein alter Hut (Bier, Brot, Tempeh, Quorn, ...).


    Gruß,



    Wolfgang


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    Das klingt für mich halbwegs plausibel. Aber bei allen 6? 🤔

    Hi Sloopec,

    die 6 kommen ja alle aus demselben Mycel, sind also genetisch identisch, und sind auch unter den gleichen Witterungsbedingungen gewachsen. Wieso sollten sie sich da unterschiedlich entwickeln?


    Gruß,

    Wolfgang

    Hallo Timm,

    wunderschöne Bilder eines Rötlings. Leider sind "die Blauen" zur Bestimmung recht verworren, und die Stielfarbe sieht auf meinem Display zu rötlich aus für chalybaeum und am Basismycel stimmt der Weißabgleich nicht. Was sind künstlerische Farbverschiebungen und was ist echt? Sind die Lamellen blau mit einer partiell leicht gefäbten Schneide?


    Grüße,


    Wolfgang