Beiträge von Wolfgang P.

    über diese Keule haben wir in der Kneipe noch philosophiert.

    Clavulinopsis umbrinella ist es nicht, die hätte viel größere und kugelige Sporen. Diese hat bei 1000x glatte Sporen von ca. 3x5 my, damit landet man im italienischen Schlüssel bei den unreichend bekannten Taxa C. microspora und C. hisingeri (...noch nie gehört).

    Bei den Franzosen gibt es noch einen Verweis auf Ramariopsis luteo-ochracea mit unter dem Elektronenmikroskop warzigen Sporen. Die meine ich aber anders zu kennen, und meine auch dass man die Warzen bei 1000x erahnen kann. Klingt nach einem Fall für Sequenzierung.


    Andere hatten sich mit dem Foto mehr Mühe gegeben als ich - ... EmilS ?? Da würde ich mich über Zusendung freuen.

    Sebastian_RLP das Original dieses Fruchtkörpers liegt bei Dir. Daran kannst Du üben, was weite Schnallenbögen sind - findet man schon in der Trama immer wieder mal ;)


    Wolfgang


    Hier bin ich mir ebenfalls unsicher, ob ohne Mikroskop eine Unterscheidung zwischen der Goldgelben Wiesenkeule (CLAVULINOPSIS HELVOLA) und der Schönen Wiesenkeule (CLAVULINOPSIS LAETICOLOR) möglich ist.

    Hallo Jonas,

    diese großen goldgelben Fruchtkörper gehören schon gewöhnlich zu der häufigen helvola.

    Eine tiefere Beschäftigung mit Wiesenkeulen ist ohne Mikroskop aber nicht sinnvoll, und es gibt auch mehr Verwechslungspartner als nur laeticolor (deren Originalbeschreibung sich übrigens auf eine leuchtend rote Art aus Kuba bezieht - mal sehen wie lange der Name noch für europäische Funde genutzt wird).


    Für die weiße Art ist R. subtilis auch eine brauchbare Hypothese - da gibt es aber vermutlich in der Natur mehr Arten als in der Literatur, also noch eine Menge Arbeit.


    Grüße,


    Wolfgang

    das ist ja ein Traum, daß die in so großer Zahl im Garten aufgehen!

    Hallo Markus,

    Hallimasch als potentiell aggressiver Parasit (gilt nicht für alle Arten der Gattung gleichermaßen - diese kann ich nicht erkennen) im Garten ist ja eher ein Alptraum. Der Speisewert ist zumindest umstritten - roh sehr giftig, auch gut gebraten nicht von allen vertragen, und abführend wirkend ("hell im Arsch", daher der Name).


    Grüße,

    Wolfgang

    Hallo Pilzkörble,

    ob die Champignon-Regeln von 123 genügen, hängt auch davon ab, wie Du es selbst mit extrem Cadmium-sammelnden Arten und mit extrem Agaritin-haltigen Arten halten willst.

    Die würden bei 123 noch durchgehen, sind aber umstritten. Wenn Du auch diese Risiken meiden willst, kaufst Du die Champignons am besten im Supermarkt.


    Grüße,


    Wolfgang

    Neben der von dir genannten Art hatte ich auch C. cinnamomeus im Visier (Winkler/Keller Seite 660). Allerdings soll diese Art mit Kalilauge am Stielfleisch orange bis rot verfärben, was nicht geschehen ist.

    Wie konzentriert war Deine KOH?

    Für Schleierlinge nimmt man ja sonst oft 20%, aber die Pigmente der Hautköpfe färben schon mit schwachen Laugen wie NH3 oder 3% KOH um. Gut möglich, dass mit starkem KOH alle Dermocyben schwarz werden.

    C. cinnamomeus hat normal leuchtend orange Lamellen, das sehe ich bei Deinem Fund nicht. Eher rein gelb, und durch ausfallende Sporen leicht rötlich. Für solche Fotos ist eine Tageslichtlampe mit hohem CRI nützlich.


    Grüße,

    Wolfgang

    Hi Frank,

    eine Dermocybe ist das sicherlich.

    Zur Artbestimmung ist die Farbe der Lamellen sehr wichtig - und die ist auf Deinen Fotos von Bild zu Bild sehr unterschiedlich.


    Das Foto, das mir am wenigsten verfälscht aussieht, könnte zu Cortinarius cinnamomeoluteus passen. In dem Umfeld ist die Artbestimmung aber schwer.


    Grüße,


    Wolfgang

    Ich fange mal mit Psilocybe cyanescens als Tipp an und freue mich auf Mitratende.

    ...das ist mir auch durch den Kopf gegangen, aber so ganz ohne blau?

    Jetzt sehe ich aber, dass auf dem Übersichtsfoto ganz viele Fruchtkörper blaustielig aussehen, nur das Exemplar des Detailfotos nicht.


    Hier muss bohlinni nachlegen und mehr Fruchtkörper nach blaugrünen Tönen absuchen und hier dokumentieren.


    Die Menge reicht dann jedenfalls für einige Tripps ;)


    Wolfgang

    Hallo Andreas,

    Du zeigst korrekt eine Kammkoralle und einen Geflecktblättrigen Flämmling.


    Die Kammkoralle wächst auf Boden (Mykorrhiza), ein Stachelbart kommt immer aus Holz. Leider finde ich zu selten Stachenbärte, als dass ich das Verzweigungsmuster im Kopf hätte.


    123 solltest Du als Quelle mit Vorsicht verwenden - zu viele Fehler.


    Grüße,


    Wolfgang

    Hallo Wanderer,

    was du so schreibst, werden Dir die Odenwälder vermutlich auch nicht so viel helfen können.

    Da musst Du schon Spezialkurse besuchen, oder dich mit einzelnen Experten privat treffen. Oder mal in der Uni Frankfurt bei Frau Piepenbring fragen, ob Du bei Studentenexkursionen mitgehen darfst.

    In ihrer Gruppe sind z.Z. mehrere excellente Pilzkenner*innen.

    Wenn Du den Radius erweiterst, kommt als Verein zuerst Sulzbach/Taunus dazu, da sind auch Leute von denen man viel lernen kann.

    Dann kommen Bingen und Mannheim. Da wir in Bingen nach der Exkursion die Funde mikroskopieren, lohnt sich vielleicht mal die lange Anfahrt für den ganzen Tag...


    Grüße,

    Wolfgang

    Hallo Wolfgang, ein tolles Tool. Weißt du ob es das auch für andere Bundesländer gibt?

    Die FFH-Gebiete sind EU-weit so dokumentiert, aber ich glaube nicht überall sind alle Daten online verfügbar.


    RLP hat auch ein gutes Tool, Thüringen ist am besten, in Niedersachsen und Hessen fand ich es umständlicher, andere Bundesländer hab ich nicht probiert.


    Grüße,

    Wolfgang

    Hallo Wanderer,

    Die DGfM hat eine Seite mit Pilzvereinen.

    Die ist zwar leider nicht immer aktuell, aber im Rhein-Main-Gebiet sollte das m.E. passen.


    Ich denke auch, dass Du in den Vereinen am leichtesten Personen findest, von denen Du was lernen kannst.


    Bingen ist vom Odenwald weit entfernt, aber wer mykologisch dazulernen will, kann das bei uns, deswegen haben wir einen Einzugsbereich bis Bonn.


    Grüße,


    Wolfgang

    ... hmmm, müsste man nicht bei dem Standort auch über den Weißseitling Pleurocybella porrigens nachdenken?

    Mehr kann ich nicht dazu beitragen, weil ich hier keine Bergnadelwälder habe... nur so ne Idee.


    Grüße,

    Wolfgang

    Hi Timm,

    Augsburg hat solche Wiesen - frag mal Andreas Kunze, der dort lange gewohnt hat.

    Hier im Forum ist er meines Wissens nicht aktiv, aber im DGfM-Forum kannst Du ihm eine PN schicken (Username Andreas Kunze), oder bei Facebook, da kenn'ich mich aber wieder nicht aus.


    Oder Du suchst in den Natura-2000-Daten nach den Lebensraumtypen wie 6210 (Kalkmagerrasen), 5130 (Wacholderheiden), 6520 (Berg-Mähwiesen), 6510 (Magere Flachland-Mähwiesen).


    Dort findest Du z.B. unter

    NATURA 2000 in Bayern - Managementpläne - LfU Bayern

    detaillierte Karten zu den Lebensraumtypen in den Lechauen zwischen Königsbrunn und Augsburg.


    Grüße,


    Wolfgang

    Hallo Frank,


    anhand der Sporen und/oder Zystiden kann man den olivbraunen, den gewöhnlichen und den giftigen problemlos unterscheiden. Kennst Du einen Mikroskopiker?


    Der giftige, C. brunneum, hat meistens eine deutlich gerandete Knolle, während die von C. rhacodes eher zwiebelförmig ist wie bei Dir.


    Gruß,


    Wolfgang