Hallo Björn,
Nr. 6 halte ich auch für etwas Anderes und habe noch Material davon. Leider habe ich mikroskopisch noch nichts Verwertbares ermitteln können. Leptopeltopsis nebulosa habe ich an einem anderen Stängel jedoch typisch gefunden.
LG Karl
Beiträge von Karl W
-
-
-
Hallo Christoph,
die variable Sporengröße fand ich immer schon problematisch und habe gaaaanz früher C. ellisii nicht mal getrennt. Alle Funde mit kleinen Sporen, habe ich nie direkt an/auf Holz gefunden, wie die typischen C. domesticus. Meine einzigen "sicheren" Kollektionen von C. ellisii wuchsen auf Erde, wobei ich kleine Holzstückchen nicht absolut ausschließen möchte.
LG Karl -
Hallo Wolfgang
Tolle Aufnahmen von dem Getiegerten, den ich leider bisther nur überständig gefunden habe. Das hübsche Grüppchen würde ich makroskopisch als Psathyrella multipedata ansprechen. Toll finde ich auch die "Speisemorchel". Dunkle Grundfarbe mit fast weißen Rändern und die unregelmäßige Struktur, die nicht so wabenförmig ist wie bei Morchella. esculenta, sprechen sehr für Morchella vulgaris.
LG Karl -
-
Hallo magellan
1. ist sicher ein Netzstieliger Hexenröhrling. So stark blaut kein Schönfuß.
6. sieht mir sehr nach Inocybe geophylla var. lilacea aus oder wie immer er inzwischen auch heißen mag.
LG Karl -
Ich habe hier im Forum gelesen, daß man einen Tropfen Schwefelsäure nimmt, dort Vanillinkristalle zufügt und rührt bis eine quittengelbe Lösung entsteht. Das war bei mir auch nach minutenlangem Rühren nicht der Fall. Muß man da einfach noch länger warten?
Hallo Björn,
ich mache das immer so wie beschrieben und es funktioniert problemlos. Wenn ich SV-Kristalle in die Schwefelsäure gebe sehe ich schon beim ersten Kontakt mit der Säure (ohne zu rühren) sofort eine Gelbfärbung um die einzelnen Kristalle herum. An hoher Reinheit des von Dir verwendeten SV dürfte es nicht liegen, da mein SV mit DAB7 sehr rein ist. Vielleicht bist Du zu sparsam mit SV (oder verschwenderich mit Schwefelsäure
). Bliebe die Konzentration der Schwefelsäure als mögliche Ursache. Ich verwende 65%ige.
LG Karl -
Danke für den tollen Beitrag.
So bebildert und mit praktischen Tipps, weckt dass echt Interesse weiter einzusteigen.
Dass werde ich mal ausprobieren falls ich demnächst noch einen Prachtbecherling finde.
Lg Stefan
Hallo Stefan,
ältere Fruchtkörper sind sicher noch zu finden und damit klappt es wohl am Besten. Ich wünsche Dir viel Finderglück.
LG KarlServus Karl,
eine tolle Dokumentation hast du auf die Beine gestellt.
Paraphysenzellen sind ein Merkmal von S. austriaca, damit kann S. coccinea nicht aufwarten,Hallo Peter,
danke für das Kompliment. Leider kann ich den direkten Vergleich der Paraphysen nicht sofort nachvollziehen, da an zwei mir bekannten Standorten S. coccinea in diesem Jahr ausgeblieben ist. Ein sicherer Standort von S. jurana und ein weitere von S. coccinea sind mir zu weit entfernt, aber ich werde das für nächstes Jahr im Auge behalten.
LG KarlHallo Karl,
toller Thread

bisher habe ich die Kelchbecher immer ohne Konidienstadium Mikroskopiert, aber jetzt bekomme ich auch Lust die Konidien zu Mikroskopieren.
Danke Thorben, mir hat es auch viel Spaß gemacht und ich denke es wird noch den ein- oder anderen Pilzfreund zur einem Versuch bewegen.
LG Karl
@ Pablo und Christoph
Das die Aufnahmen Euch gefallen freut mich. Ich kann Euch garantieren, dass das Forum bei der Darstellung von interessanten Dingen zu Pilzen nie zu kurz kommen wird
.
LG Karl -
Ich habe heute noch etwas weiter an diesen Konidien gespielt und auffällig war, das die keimenden Sporen cyanophil sind, nicht keimenden Sporen bleiben hingegen bleiben fast ungefärbt.
Hallo Alex,
interessante Feststellung :). Ich habe noch weiteres Material in Arbeit und werde in den nächsten Tagen mal versuchen, ob ich das so nachstellen kann.
LG Karl -
Hallo zusammen,
gewöhnlich bestimme ich den Österreichischen Kelchbecherling (Sarcoscypha austriaca) anhand der Sporen und der Haare der Außenseite.
Ein Teil der Sporen ist an den Enden eingedellt und im Inneren sind viele, kleine Tropfen zu sehen.
Die Haare der Außenseite sind gekräuselt bis korkenzieherartig verdreht
Auch wenn damit die Bestimmung der mitteleuropäischen Arten ausreichen abgesichert ist habe ich jetzt mal versucht, die bei der Keimung von S. austriaca beschrieben Bildung von Konidiosporen zu beobachten. Versuchsobjekt war ein voll ausgereifter Fruchtkörper in dessen Inneren schon weißes Sporenpulver zu sehen war.
Mit einigen Tropfen Wasser wurden die Sporen in die Mitte des Fruchtkörpers gespült und dieser dann in einer verschlossenen Dose drei Tage bei Raumtemperatur gelagert. Hier das erfreuliche Ergebnis
Der überwiegende Teil der Sporen hatte zu keimen begonnen.
Auch im Präparat gut sichtbar
Daneben auch bereits abgelöste Konidiosporen
LG Karl -
Heute habe ich es endlich geschafft mir die Konidienkeimung von Sarcoscypha austriaca anzuschauen.
Und? Was sagt ihr dazu!?
Hallo Alex,
das sieht genau so aus, wie in der Literatur für S. austriaca beschrieben.
LG Karl -
Alles anzeigen
Hallo Beli,
ja - bei diesem Helmling wurde auch zwischen M stipata und M. leptocephala geschwankt.
Laut Wachtum und Fundort passt stipata. Aber mich stört die Form der Zystiden.
Gruß Nosozia
Hallo Noszia,
zu der Zeichnung bei Robch passen die Zystiden recht gut, womit hast Du denn verglichen?
LG karl -
Hallo Claudia,
Es war ein Vergnügen die wunderschönen Blder aus Deinem Beitrag zu sehen. Schade, da wir nicht einen Teil der Küchenschellen und Adonisröschen austauschen können
LG Karl -
Halo Nobi
Tierportrait-Fotografie braucht Du nicht mehr zu üben, darin kannst Du Seminare abhalten. Absolut großartig
LG Karl -
Alles anzeigen
Hallo Karl,
sehr schöner Bericht. Bin gleich motiviert ein paar Kilometer in ein Kalkgebiet zu fahren.
Der Schuppenwurz interessiert mich besonders. Du hast bestimmt einen latienischen Namen.
Hier, in Nordhessen, kenne ich eine völlig unspektakuläre Stelle mit einem Schuppenwurz, Lathraea squamaria.
LG Brassella
Hallo Brassella
Die Violette Schuppenwurz wird auch Gewöhnliche Schuppenwurz genannt und ist Lathraea squamaria. Die violette Fabrbe kann sehr unscheinbar sein, ist bei ganz jungen Exemplaren meist am Schönsten, kann aber auch weniger spektakulär aussehen.
LG Karl
Hier noch eine Aufnahme von einem anderen Standort aus dem Vorjahr -
Auch ich bin wieder hin und weg, Karl!
Völlig begeistert von den gezeigten Pilzen und Blumen, von den Fotos sowieso!
Rainer und Dich sehe ich gemeinsam mit Dieter und Matthias als eines der "Dreamteams" in Sachen Pilzwanderungen und ~fotografie.
Hallo Nobi,
danke für das dicke Kompliment, das ich gerne an Rainer weitergebe. Du brauchst Dein Licht aber nicht unter den Scheffel zu stellen, da Deine Berichte von der Qualität locker mithalten können.
LG KarlAlles anzeigenLieber Karl,
was für herrliche Fotos, ich bin begeistert

Vor allem habe ich dazu gelernt: Endlich habe ich einen Namen für dieses kleine, niedliche Zwiebelgewächs, welches ich kürzlich am Wiesenrand vor einem Gebüsch fand: Acker-Gelbstern! Danke!!Was gucken da für schwarze Spitzen zwischen den Küchenschellen hervor?
Vielleicht Ackerschachtelhalm, Spitzwegerich oder gar Keulen?

Du wirst es uns hoffentlich verraten!Tja, die lieben Morcheln... grummel... außer von Hunden marinierte Rindenmulchmorcheln, die ich stehen lasse, gibt's hier mangels Kalk leider keine

Hallo Kuschel,
den Acker-Gelbstern oder auch Acker-Goldstern haben wir uns mal von Spezialisten bestätigen lassen, da Pflanzenbestimmung nicht wirklich unsere Stärke ist. Es gibt da noch einige änliche Arten, mit denen Du zur Sicherheit vergleichen kannst. gagea_haar.htm#1
Die schwarzen Spitzen gehören zu einer kleinen Segge, die noch nicht voll entwickelt ist.
LG Karl -
@ Karl , deine Sarcoscypha austriaca hat sehr gelbliche töne , ist das Falschverfärbung oder echt ?
Hallo Beli,
die Aufnahme wurde in praller Sonne gemacht, ohne den Weißabgleich zu verändern, weil mir das warme Rot gefiel.
Bei der var. lutea ist die Innenseite gelb. Gelegentlich kommen auch Fruchtkörper in orange oder sogar weiß vor, was m. E. allerdings ebenso wenig taxonomisch relevant ist, wie die var. luta.
LG Karl -
Danke für Euer positives Feedback

Ach Karl, was für eine seelische Grausamkeit! Morcheln- sogar unterschiedlicher Arten und Größe, Becher und dann diese bezaubernden Blüten. Wunderschön. Am meisten beeindruckt hat mich die Violette Schuppenwurz. Die habe ich noch nie gesehen. Danke fürs Mitnehmen auf Eure Frühlingsexkursion.
Morcheln finden wir in Erster Linie durch die jahrelange, regelmäßige und oft vergebliche Fahrerei von Rainer. Über die Schuppenwurz habe ich ich auch gefreut, da sie mir bisher nur von einem anderen Standort bekannt war.
Wow - ganz tolle Fotos Karl!
Danke Maria, das ermutigt zu weiteren Beiträgen
Alles anzeigenman muss schon sagen, echt krasse Funde für den 31.03.

1. S. austriaca
2. P. nigrella
3. G. ancilis
4. M. elata (Die wir hier zwar nicht häufig finden, aber an sich ist sie die erste Morchel im Jahr)
5. M. esculenta
Das Schlusslicht würde dann bei den Morcheln die Käppchenmorchel bilden...
Irgendwie scheint alles anders zu sein in diesem Jahr. Wie sagt man so schön, es ist alles im Fluss

Auch Euch Danke für die netten Worte.
Die Erscheinungszeiten der Pilze sind kaum zu vergleichen, da unsere Fundgebiete aus ca.100 bis fast 500 m Höhe stammen und wir sowohl schattige Tallage als auch wärmebegünstigte Südlagen besucht haben. Hinzu kommt, dass die gezeigten Pile teilweise in den letzten Zügen liegen und schon seit fast 4 Wochen zu beobachten sind. Die Reihenfolge des Auftretens dürfte davon unabhängig ähnlich wie bei Euch sein.So frühe Speisemorcheln in der Eifel finde ich auch bemerkenswert.

Hallo Pablo,
die Speisemorcheln hatten wir auf der Rückfahrt an einem südlich exponierten Standort. In der Kalk- und Vulkaneifel sucht man noch vergebens.Hallo Karl,
hach was für ein Träumchen deine Bilder. Manchmal bin ich schon sehr frustriert, dass wir hier in Sachsen sehr wenig Kalkgebiete haben. Was würde ich für eine schöne Orchideenwiese geben mit Küchenschellen.

Hallo Stefan,
freut mich, dass der Bericht so gut bei Dir angekommen ist. Ja und die Küchenschellen sind wirklich ein Traum, aber werden durch viele Dinge in Deiner wunderbaren Gegend sicher aufgehoben.Wahrscheinlich war ich zu falscher Zeit am falschen Ort...
Hallo Joli
Auch wir haben insgesamt nur sehr wenige Arten gefunden, wie Du am Bericht siehst. An eingen Stellen sind wir auch völlig ins Leere gelaufen was die Bilder natürlich nicht erkennen lassen.Morcheln finden würde ich aber auch schon mal gerne. Falls Dir nichts ausmacht, gebe bitte Bescheid, wenn Du nächstest Mal Richtung Eifel fährst.

Wie bereits geschrieben ist das Auffinden von Morcheln trotz guter Standortkenntnisse von Rainer Glücksache. Von 10 Exkursionen ist vielleicht nur eine wirklich gut, eine mittelmäßig und der Rest schlecht und in manchen Jahren bleiben die Speisemorcheln fast völlig aus, was natürlich eine gemeinsame Tour nicht ausschließt.
LG Karl -
Alles anzeigen
Hallo Björn,
hat jemand von euch die Daldinia untersucht? Da gibts mehrere Arten; auch in der Größe.

l.g.
Stefan
Hallo Stefan
Ich verwende gewöhnlich die Arbeit von Wollweber & Stadler ZfM 67/1. Das Vorkommen an Esche, die Größe der Fruchtkörper und der weit fortgeschrittene Entwicklungsstand bereits im März, lassen es m. E. zu auf eine genauere Untersuchung zu verzichten. Die Extraktion von Pigmenten in 10% iger KOH wird jedoch noch von einem weiteren Exkursionsteilnehmer durchgeführt.
LG Karl -
Alles klar. Ich habe bei 123pilze gelesen, dass C.ellisii eher einzelne Fruchtkörper bildet. Das würde bei meinem Fund zutreffen...
Weitere Beschreibungen über C. Ellisii habe ich leider nicht gefunden. Kann jmd.bestätigen, dass diese Art gerne nur die vereinzelte FK ausbildet?
Hallo Joli
Nach meiner Beobachtung kommt auch C. domesticus zu mindestens 50% als Einzelexemplar vor, nahezu immer an morschem Totholz und fast immer mit ausgeprägtem Ozonium. C. elisii finde ich hingegen eher auf dem Erdboden ohne Ozonium. C. domesticus ist darüber hinaus gewöhnlich deutlich größer und ich halte Deinen Fund daher ziemlich sicher für C. domesticus. Ohne Mikroskop gibt es jedoch keine sichere Bestimmung, da sich alle Merkrmale in beiden Richtungen überschneiden können
LG Karl
PS. Gute Beschreibungen gibt es hier coprinus.html -
Liebe Pilzfreunde
Am letzten Tag im Monat März brachen Rainer und ich wie schon so oft in die Eifel auf. Zunächst erkundeten wir einen bisher noch unbekannten Standort und wurden bald mit einem Prachtexemplar belohnt.
Scheiben-Lorchel (Gyromitra ancilis, Syn.: Discina perlata)
Weitere Exemplare fanden sich an einem bereits länger bekannten Standort
Ob wir noch Spitzmorcheln finden? Erfreut durften wir feststellen, dass es sogar Nachschub gegeben hatte. Von Jung bis alt war eine ganze Familie vertreten.
Spitzmorchel (Morchella elata agg.)
In einem sauren Fichtenwald entdeckten wir noch einige Exemplare des Glänzenden Schwarzborstlings (Pseudoplectania nigrella)
Den Leuchtenden Prachtbecher (Caloscypha fulgens) suchten wir zwar vergeblich, wurden dafür aber noch mit anderen Prachtexemplaren belohnt.
Gemeiner Kelchbecherling (Sarcoscypha austriaca)
Wesentlich weniger farbenprächtig, aber nicht weniger attraktiv
waren erste Speisemorcheln (Morchella esculenta)
Macht auch in der Sonne eine gute Figur
Auch die sonstige Naturschönheiten kamen nicht zu kurz. Der Seidelbast war teilweise schon verblüht, aber für Einzelblüten reichte es allemal noch.
An einem Waldrand zeigten sich Prachtexemplare der Violetten Schuppenwurz in unterschiedlichen Farbtönen.
Beim Aussteigen aus dem Auto entdeckten wir den Acker-Gelbstern
In der angrenzenden Wiese fanden sich erste Schlüsselblumen
Vor "Probleme" stellte uns dann die letzte Blütenpflanze meines Berichtes. Was macht man bloß, wenn eine Wiese von der Größe eines Fußballfeldes mit Küchenschellen in Vollblüte übersäht ist?
Von jung bis alt war alles vertreten
Eine Gruppe war schöner als die andere
Und irgenwie gleicht kein Exemplar dem nächsten
Schließlich konnten wir uns von dem Anblick losreißen und nach einem langen Tag die Heimreise antreten.
LG Karl -
Hallo Nobi,
danke für diesen wunderbaren Bericht und die Eindrücke einer großartigen Landschaft.
LG Karl -
Hallo, Dieter und Matthias
Danke für diese erneut wunderschöne Serie Eurer beeindruckenden Arbeit.
LG Karl -
Hallo, Beate & Ralf,
sehr schöne und stimmungsvolle Bilder einer mir gut bekannten Ecke Deutschlands
LG Karl -
Hallo Claudia,
Sehr schöner Bericht! Adonisröschen am Standort stehen noch auf meiner Wunschliste, aber 400 km Entfernung sind eine hohe Hürde.
LG Karl
