Beiträge von Karl W

    Hallo Jan-Arne

    H. hetieri in FNE ist H. odoratissima in FE 14
    H. fusipes und H. gigasperma in FNE sind H. nauseosum in FE 14

    H. sachariolens ist raus über Sporen. bleibt wie Du auch feststellst H. fusisporum. H. ischnostylum ist in FNE nicht drin
    Übrigens wird das Bild von H. fusisporum S. 129 in FNE in FE 14 als H. ischnostylum reproduziert.

    LG Karl


    Hallo Harald

    Du hast Dir sehr viel Arbeit gemacht, Beschreibung und sehr gute Mikrofotos erstellt, sowie fast alle relvanten Maße ermittelt. Dann schmeißt Du alles über den Haufen, ermittelst die Gattung nach Standort und Sporen und die Art nach dem Geruch. Eigentlich schade für die wirklich gute Vorarbeit die Du geleistet hast und mit der Du es weit bringen kannst.
    Ein Tipp noch zur Gattungsbestimmung. Ermittelung der Sporenpulverfarbe und ein Blick auf die Hutdeckschicht (hyphig oder zellig) kann enorm weiterhelfen.
    Welche Literatur (Gattungsschlüssel) besitzt Du denn?
    Bezüglich der Bestimmung bin ich der gleichen Ansicht wie Jan-Arne. Es handelt sich sicher um eine Hebeloma aus der Sektion Sacchariolentia.

    LG Karl

    Ergänzung: Ich ha
    be mal in die bereits zitierte aktuelle Fälblingsmonographie gesehen. Es gibt immerhin 5 Arten mit süßlichem Geruch.
    Sporen im Mittel breiter als 7 haben H. odoratissima und H. nauseosum.
    Von den verbleibenden ist H. sacchariolens raus wegen Q < 1,8
    H. fusisporum Sporen mindestens 6,4 breit oder länger als 12 wäre auch raus.

    Es bleibt laut Schlüssel H. ischnostylum Sporen schmaler als 6,4 und höchstens 12 lang.
    Beschreibung passt auch und eine deutliche Dunkelfärbung im Exsikkat soll nicht erfolgen korrigiert

    Und jetzt versuche ich zu verstehen woran man erkennen kann, dass es sich um Armillaria gallica handelt. Könnte mir da bitte jemand auf die Sprünge helfen?

    Hallo Maria

    Das wichtigste Merkmal sind die Gelbtöne am Velum. Beim Honiggelben Hallimasch sind diese zwar ebenfalls vorhanden aber der hat dünnere Stiele und einen ausdauernden Ring.

    LG Karl

    PS. Die meisten Bilder vom Zwiebelfüßigen Hallimasch sind Fehlbestimmungen von A. gallica.

    Liebe Pilzfreunde,

    Danke für Euer Lob!


    Dankenswerterwesie hat auch der schöne blaustielige Rötling einen Namen bekommen hat.

    Hallo Stefan,
    War ich froh, den noch live sehen zu können :love:. Rainer hatte zwar Belegmaterial zur Untersuchung für mich, aber nichts geht über einen Frischfund.


    Dieses punktuelle Pilzwachstum im Moment, konzentriert auf einzelne Stellen (und dazwischen meilenweit nichts) ist hier auch zu beobachten, aber auch an den "Stellen" finden sich meistens eher vereinzelte Exemplare.

    Cystolepiota seminuda mit so eingezipfelten Huträndern hatte ich noch nie gesehen, auch ein famoser Anblick.

    Hallo Pablo,
    das verrückteste ist, das wir die Standorte mit Ausnahme des Letzten meistens unbeachtet lassen. Gewöhnlich kommen in der Nachbarschaft Phlegmacien, Edelröhrlinge, zahlose Täublinge und vieles mehr. Ich frage mich, was wir da schon alles verpasst haben. 5 für mich neue Arten an einem Tag finde ich in der Eifel nicht so schnell.
    Die Cystolepiota stand absolut frei. Gesehen hab ich sie schon mehrfach so, aber wenn man einige Blätter oder Grashalme entfernen muss, fallen die Flocken selbst bei aller Vorsicht teilweise ab und einen Vorteil muss die Trockenheit ja wenigsten haben. Bei Regen sind die Flöckchen sofort verschwunden.

    Am besten bringst Du ein wenig Eifel mit in die Lausitz.;)

    Hallo Nobi,
    das geht nicht, dann wird mir mein bester Pilzkumpel Rainer böse ^^

    Ich freu mich, Dich bald mal wieder zu sehen.

    LG Karl

    Hallo Edwin,

    Schön, das es bei Dir jetzt auch losgeht. T. columbetta ist ein toler Fund. Bei dem Täubling denke ich eher an R. vesca statt an R. heterophylla.

    LG Karl

    Liebe Pilzfreunde

    Nach dem Ein toller Eifeltrip vom 04.09.18 ging es gestern erneut mit Rainer in die Eifel. Gründliches Studium von Niederschlagskarten und die Suche nach lokal höheren Regenmengen bildete diesmal die Grundlage. Außerdem wollten wir uns noch einige „neue“ Buchenwälder auf Kalkboden ansehen, was jedoch nur zu einem einzigen Fund führte. Wenn jemals ein Männlein allein im Wald stand, war es dieses :).


    Spechttinling (Coprinopsis picacea)





    Schnell stand der Entschluss fest die bewährten Gebiete der Vorwoche erneut zu besuchen und die Entscheidung erwies sich als richtig. In einem Bachtal zeigte sich besonders an Totholz eine erfreuliche Zunahme der Fruchtkörper und der Artenzahl.

    Gelborangemilchender Helmling (Mycena crocata)





    Großer Blut-Helmling (Mycena haematopus)



    Rehbrauner Dachpilz (Pluteus cervinus)



    Netzaderiger Dachpilz (Pluteus phlebophorus)



    Schwarzsamtiger Dachpilz (Pluteus umbrosus)



    Löwengelber Dachpilz (Pluteus leoninus)



    Selbst Stockschwämmchen (Kuehneromyces mutabilis) gaben sich die Ehre





    Beim nächsten Fund war wegen der noch weißen Lamellen zunächst nicht mal die Gattung sicher, aber ein Blick ins Mikroskop, oder besser mehrere J, brachten ein eindeutiges Ergebnis.

    Abgeflachtes Stummelfüßchen (Crepidotus applanatus)



    Dann Freude über einen Erstfund für mich. Schwarzfaseriger Faserling (Psathyrella maculata)





    Am Boden zeigte sich der Braunfleckige Milchling (Lactarius fluens)



    Krönender Abschluss mit einer für mich neuen Art und dann noch aus einer meiner Lieblingsgruppen:)

    Schönstieliger Zärtling (Entoloma lampropus) © Rainer Wald



    Weiter ging zum bekannten Bruchwald. Einige Arten waren vergangen, einige habe ich im letzten Bericht gezeigt, aber es gab auch Neues. Nichts kann schlimmer sein, als bei Sonne weiße Pilze auf dunklem Boden zu fotografieren, aber das Ergebnis von zahlreichen Versuchen, sehe ich noch als recht gelungen an.

    Behangener Mehlschirmling (Cystolepiota seminuda)



    Der nächste Fund war eine Art meiner Top 10 Wunschliste, nach der ich schon lange vergeblich Ausschau gehalten habe.

    Schorfiger Filz-Rötling (Entoloma scabiosum)



    Kurzer Stopp bei einer Birke am Grabenrand Diesmal gab es statt eines Einzelexemplars eine komplette Kollektion

    Weicher Dotter-Täubling (Russula intermedia)


    Und gleich daneben eine Weitere. Birken Speitäubling (Russula betularum)


    Weiter ging es zum moorigen Fichtenwald mit einzelne Erlen, wo sich ebenfalls eine positive Tendenz zeigte. Zunächst was für´s Auge.

    Kirschroter Speitäubling (Russula emetica agg.)



    Violetter Lacktrichterling (Laccaria amethystina)



    Dann kamen einige Arten, die mikroskopisch abgesichert werden mussten.

    Wolliger Risspilz (Inocybe lanuginosa)



    Honiggelber Erlenschnitzling (Naucoria escharoides)



    Kahler Erlenschnitzling (Naucoria scolecina)



    Das ging ja noch aber bei der nächsten Art musste ich mich schon durchringen sie zu sammeln. Seit Erscheinen der Gattugsmonogaphie in Fungi Europaei Band 14, fängt man bei Fälblingen am Besten wieder bei Null an, auch wenn man sehr viel messen und nachlesen muss. Zumindest kam ich zu einem sicheren Ergebnis. Die Art wird in FUNGI Of NORTHERN EUROPE Vol. 3 noch mit H. velutipes gleichgesetzt.

    Weißfleischiger Fälbling (Hebeloma leucosarx)





    Den Fund zu fotografieren und zu sammeln hat sich doppelt gelohnt. In der Zwischenzeit fand Rainer einen Täubling, der für mich neu war :)

    Gilbender Erlentäubling (Russula pumila)

    30 Russula pumila 14.09.18 Eifel Mkr.jpg


    Inzwischen ging es zwar auf 16:00 zu also noch Zeit für die Endstation der letzten Eifeltour. Den Erlen-, Birken-, Eichen-Buchwald, wollten wir nicht auslassen. Der erste Eindruck war enttäuschend da der Dreckswind der letzten Tage für oberflächliche Trockenheit, raschelndes Laub und blassgrüne Torfmoospolster gesorgt hatte. Mit den Pilzen verhielt es sich geradezu umgekehrt, da offenbar im Untergrund noch genügend Feuchtigkeit vorhanden war.

    Frische Gelbe Graustiel Täublinge (Russula claroflava)



    Unglaubliche Mengen Geschmückter Gürtelfuß (Cortinarius armillatus)





    Nordischer Milchling (Lactarus trivialis)



    Zahlreiche Wollstielige Raufuß-Röhrlinge (Leccinum cyaneobasileucum)





    Zum guten Schluss noch ein weitere Raufuß, den wir vor einer Woche noch nicht hatten

    Vielverfärbender Birkenpilz (Leccinum variicolor)





    LG Karl

    Hallo Adrian

    Wenn Du mit Scharfer Zinnobertäbling Russula rubra meinst, den würde ich ausschließen. Lamellen zu dunkel, Hut glänzend statt matt und violtte Farbanteile sind gleich 3 Merkmale, die ich bei R. rubra nicht kenne. Für eine echte Alternative müsste ich meine Literatur durchsehen, aber da sowohl Buchenblätter als auch Nadeln zu sehen sind, wird es immer unsicher bleiben.

    Nr.2b evt. Tränender Saumpilz

    Nr. 3 evt. sehr junger Herbstrotfuß

    Nr. 4 eher Rosablättriger Helmling

    Nr. 5 wie Nr. 2

    Nr. 6 älterer Goldmistpilz oder eine Varietät davon

    Nr. 7 einer der Büschelraslinge

    LG Karl

    Hallo Rudi,


    was spricht deiner Meinung nach gegen einen Safranschirmling? Auf den Fotos kommt das vielleicht nicht so rüber, aber im Schnittbild zeigte sich im Hutbereich ein leichtes Röten.


    Björn

    Ich bin zwar nicht Rudi, habe mich aber mit der Gattung schon intensiv beschäftigt. Schon der genatterte Stiel schließt den Safranschirmling und wohl die ganze Gattung Chlorophyllum aus. Eine rotbraune Verfärbung in der Stielrinde (nicht im gesamten Fleisch) findest Du bei einigen Macrolepioten. Macrolepiota rhodosperma = Sternschuppiger Riesenschirmling
    Dazu die Arbeit von Gernot Friebes als Anhang und Du hast Alles was du brauchst. Macrolepiota-1.pdf


    LG Karl

    Hallo Felli

    Ich finder da unterschiedliche Angaben für die Länge der Pleuros, wobei ja auch noch darauf zu achten ist, dass jeweils die gleiche Art gemeint ist :)

    In den Texten wird die Länge auch nicht als Trennmerkmal erwähnt.

    -------------------------------------------------------------L. pyrogalus------------------------------------- L. circellatus

    Fungi of Northern Europe Vol. 2 ---------45 - 105 x (5)7 - 10 ------------------------45 - 70 x 7,5 - 8,5
    Flora Agaricina Neerlandica Vol. 7 -------40 - 70 x 7 - 11 ---------------------------- 35 - 70 x 6 - 12
    Fungi Europaei Vol. 7 ----------------------- 62,5-109 x 6,5 -8.5------------------------- 66,5 - 86 x 7,4 -8.6
    Galli -----------------------------------------------------50 - 90 x 7 - 10 --------------------------------70 - 90 x 7 -10


    Hallo Pablo,

    das sind wirklich typische Kollektionen beider Arten, bei denen man sogar die gleichzeitige Anwesenheit von Hasel und Hainbuche ignorieren könte. Leider ist das nicht immer so ^^

    LG Karl

    Ist der unter Hasel mit den ziemlich entfernten, oft blass gelblichen Lamellen nicht Lactarius pyrogalus, und der mit der tendenziell dunkleren Huthaut, den weniger entfernten (und +/- weißlichen) Lamellen unter Hainbuche nicht Lactarius circellatus?

    Halo Pablo,

    L. pyrogalus mit entfernteren oft gelblichen Lamellen unter Hasel wird auch in der neuen Flora Agaricina Neerlandica Vol. 7 vertreten. Auch L. circellatus tendentell dunkler unter Hainbuche ist unstrittig, aber tendentiell und oft hilt natürlich nicht immer weiter. Augenscheinlich variieren die Farben mit dem Alter und es bleibt letztlich fast nur der Lamellenabstand und der Wirt, wobei der Lamellenabstand im Bild oben natürlich zu L. pyrogalus (=Haselmilchling :) ) passt.
    Die enfernteren Lamellen beim Haselmilchling stehen auch in GBW Band 2 aber dort heißt die Art L. hortensis und der Hainbuchenmilchling L. pyrogalus. Daher wohl das Namenchaos.

    LG Karl

    Hallo Ralf,

    sehr schöne Fortsetzung meine Eifeltrips. Bei einigen Fruchtkörpern hab ich den Eindruck, sie drei Tage zuvor in klein gesehen zu haben ;)

    LG karl

    Hallo Steinpils,

    nach einem kurzen Überblick auf Deine sehr gute Beschreibung, dachte ich spontan an R. ionochlora. Was mich irritiert ist die Angabe der Sporenpulverfarbe. Blasscreme würde passen, aber das wäre eher
    IIa - IIb. Selbst wenn es sich bei IIIa um einen Tippfehler handelt, würde das wieder mit 40y 10M kollidieren, was etwa IIIa entspricht (damit wäre ionochlora raus).
    Zu Deinen ?.
    Ja, das Sporenornament ist warzig einzeln (isoliert). Ich glaube, wenn Du vorsichtig mit dem Feintrieb arbeitest, wirst Du auch einige kurze Verbindungen sehen.


    Pileozystiden sind eindeutig vorhanden.

    LG Karl

    PS. wenn Du weiterhin Täublinge bearbeitest, solltest Du Dir unbedingt die Huthauthaare (Endzellen) ansehen. In Kongorot siehst Du meisten auch die Pileozystiden schon ohne SV.

    Liebe Pilzfrende,

    danke für Eure netten Kommentare :) Es freut mich, dass der Bericht so gut angekommen ist.

    @ Mausmann: Eigentlich hast Du für Deine Spitzfindigkeit ja :haue: verdient. Da Tuppi wahrscheinlich erst durch Dich auf die Idee mit der Zeichnung gekommen ist, wird Dir natürlich verziehen :Kuschel:
    @ Tuppi: Deine Veränderung der Nahaufnahme ist einfach großartig :* und gefält nicht nur mir, wie Du vielleicht auf FB gesehen hast ^^
    @ Stefan: Ich habe schon einen Regentanz für Sachsen aufgeführt und hoffe das hilft ;) Auf unser Kennenlernen freue ich mich ebenfalls sehr :)


    LG Karl