Beiträge von Karl W

    Hallo Raphael,

    um M. juniperina bist Du zu beneiden. Ich war einmal im dem Glauben, die Art gefunden zu haben aber letzlich war es nur M. meliigena. Da wusste ich noch nicht, dass die Art ebenso wie M. pseudocorticola und weitere Arten auch an Wacholder vorkommen können.


    LG Karl

    Hallo Marcel,

    sicher meinst Du G. vleugelianum.

    Leider wird auf die inzwischen zahlreichen neu beschriebenen Arten bei Glutinoglossum nicht eingegangen und alles von 0 - 7 Septen in einen Pott geschmissen. Im Schlüssel sind weder Microglosum tenebrosum noch M. truncatum enthalten (in Vlaanderen wohl nicht gefunden), die ich beide schon in der Eifel hatte. Die bei Kees Roobeek sehr überzeugend dargestellte Trennung von G. fallax und G. elongatum ss. Roobeek wird nicht mitgetragen sondern auch bei Sporen unter 60 mµ zu G. fallax gezogen. Lediglich die Tatsache, dass der Typus von G. elongatum nicht identisch ist kann man als neu ansehen. Das man heute mit molekularen Methoden wichtige zusätzliche Informationen erhalten kann wurde komplett ignoriert. Einen erheblichen Teil des Buches nehmen endlose Listen von untersuchtem Frischmaterial und Herbarbelegen ein.

    LG Karl

    Hallo Thorben,

    der Fund fehlt mir in der Gesamtliste für Alme. Ich hatte heute Kontakt zu Ingo Sennepilz und kopiere mal seine Mail hier rein:

    Was nun die beiden Formen von Gamundia striatula betrifft (die eine auf

    Nadelstreu, die andere auf Peltigera) so sollte man sie meines Erachtens

    getrennt kartieren, so wie es in Dänemark schon seit langem praktiziert

    wird. Dort aber auch anderswo in Europa hat sich für die auf

    Schildflechten parasitierende Spezies Gamundia xerophila als Artname

    etabliert (siehe https://svampe.databasen.org/taxon/71848 ) und diese G.

    xerophila ist auch in Norddeutschland nicht allzu selten.

    Mir sind aus Ostwestfalen mittlerweile 9 Fundpunkte bekannt und wo

    Schildflechten in nennenswerten Beständen im Offenland vorkommen, findet

    sich meist auch G. xerophila. Dabei ist sie mindestens so verbreitet wie

    die ebenfalls auf Schildflechten parasitierende Arrhenia peltigerina. Zu

    95 % ist der Wirt die häufige Peltigera rufescens, ich fand G. xerophila

    aber auch schon auf P. canina und P. neckeri. Wahrscheinlich werden alle

    im Offenland vorkommenden Schildflechten-Arten genutzt. Von der

    eigentlichen Gamundia striatula habe ich dagegen nur einen Fund (auf

    Heidekrautstreu), allerdings bin ich nahezu ausschließlich im Offenland

    unterwegs und kann nicht sagen, was sich so alles auf der Nadelstreu in

    unseren Kiefern- und Fichtenwäldern findet.


    Ich tendiere nun dazu, meine Gamundia striatula (sofern auf

    Schildflechten gefunden) in G. xerophila umzubenennen, zumal dieser

    Artname auf pilze-deutschland schon zu finden ist. Ganz aktuell hat

    Jesko Kleine (Sachsen) einen Fund aus dem Januar 2023 so benannt,

    hinzukommen Funde aus SH.


    Ist das aus Deiner Sicht sinnvoll oder sollte man bei Gamundia weiter

    auf eine Klärung mittels Gensequenzierung warten? Aus ökologischer Sicht

    sind es definitiv zwei verschiedene Arten, das "Problem" ist, dass sie

    sich makroskopisch nur in der Färbung und mikroskopisch wohl gar nicht

    unterscheiden.

    Mir ist bekannt, dass auch Lothar Krieglsteiner dazu tendiert, die Arten
    getrennt zu erfassen und ich schließe mich der Auffassung von Ingo an.

    LG Karl

    Paraphysen gebräunt, ohne braune Exkretmasse, Zellen auch im apikalen Bereich mehr oder

    weniger zylindrisch; reife Sporen mit bis zu 7 Septen; Stiel nur feinschuppig . . . . . . . .

    Hallo Felli,

    Paraphysen und Sporen passen natürlich sehr gut zu G. umbratile, aber ich habe bei der Art noch nie spitze Haare im unteren Stielteil gesehen.
    Trichoglossum kann man natürlich bei hyalinen Haaren ausschließen. Momentan fällt mir dazu absolut nichts ein, außer es haftet irgendein Fremdkörper an.

    LG Karl

    neben Geoglossum glutinosum (glitschiger Stiel), wäre Geoglossum fallax mit seinem rauen/schuppigen Stiel eine Erdzunge die mit etwas Erfahrung sogar makroskopisch geht.

    Hallo Martin,

    das war vielleicht früher mal so. Es gibt mehrere Arten mit schleimigen oder schuppigen Stielen, die auch teilweise schon in Deutschland nachgewiesen sind.
    Geoglossum (Hemileucoglossum) elongatum mit Sporen von ca 60 mµ länge und 7 Septen ist ebenfalls schuppig und möglicherweise sogar häufiger als G. fallax.

    https://www.pilze-deutschland.…n/?qstring=Glutinoglossum

    LG Karl

    Hallo,

    ich könnte eine Wiesenpilz-Orgie zeigen ==Gnolm7 . Unklare Funde von Jörg sollten aber vorrangig angesehen werden, da man dabei immer etwas lernen kann.

    LG Karl

    den kann ich/können wir auch ohne Ditte bestimmen. Inocybe obscuroides; in vielen Schlüsseln als I. cincinnata var. major bezeichnet.

    Hallo Stefan

    Wenn Du ihn jetzt noch Inocybe obscurobadia nennst, sind wir uns einig.
    Bei Kuyper & Stangl ist die Art als I. phaeocomis var. major drin

    LG Karl

    Das Kosmos Handbuch Pilze von A. Gminder et al. würd ich definitiv mitnehmen. Mir gefällt, dass es von der DGfM geprüft ist und hinten auf der Rückseite sich ein Siegel von der DGfM befindet.

    Die Prüfer der DGfM sind möglicherweise die gleichen, welche die Schlüsselfehler produziert haben. Ist aber nur eine Vermutung :)


    LG Karl

    Hallo Karl,


    wie von Dir nicht anders zu erwarten sind das wieder einmal Superfunde und sehr schön in Szene gesetzt. Ich erspare mir ab heute so etwas selber finden zu wollen und schau mir lieber deine Fotos an. Bei mir gibt es doch sowieso nichts Gescheites.

    Haallo Jörg,

    ich erinnere mich noch sehr gut an den Sommer 2022, wo Du mich mit Deinen Funden sprachlos gemacht hast und hier war tote Hose.

    LG Karl

    Hallo zusammen,

    nach dem Auftakt zum Anfang des Monats Wiesenpilze auf Friedhof und einer kurzen Pause durch Wärme und Trockenheit, zeigen sich die Wiesen langsam von ihrer besten Seite und man muss die Besuchsintervalle deutlich verkürzen

    18.10.23

    Hygrocybe glutinipes (Schleimfüßiger Saftling) schiebt weiter eifrig frische Fruchtkörper aus der Erde



    Aus wenigen Keulchen wurden viele wenn auch schon leicht angetrocknet


    Wenn man massenweise gelbe Keulchen sieht finden sich bei genauer Suche meist noch frische Exemplare.
    Clavulinopsis laeticolor (Schöne Weisenkeule)


    und mit etwas Glück auch verschiedene Arten
    Clavulinopsis luteoalba (Aprikosenfarbene Wiesenkeule)


    Zwar bei weitem nicht so schön, aber für mich der Knaller. Bei einem völlig schwarzen Exemplar dachte ich zunächst noch an Hygrocybe conica (Schwärzender Saftling) im Endstadium.
    Dann ein frischeres Exemplar und nach weiterer Suche war die Sensation perfekt. Erst der dritte Fundort der Art in NRW
    Dermoloma magicum (Schwärzender Samtritterling) bei Verletzung Lamellen und Stiel oranagerot um später völlig schwarz zu werden




    Vier Tage später

    Clavulinopsis laeticolor (Schöne Weisenkeule) an anderer Stelle


    Ein Nachzügler von Hygrocybe helobia (Gelbblättriger Filzsaftling auch Knoblauchsaftling oder Sumpfsaftling)


    Frische Cuphophyllus pratensis (Oranger Wiesenellerling)


    Währen ich weiter akribisch suchte wurde ich von hinten angesprochen und drehte mich um. "Ach das ist ein Stativ und ich dachte sie arbeiten mit einem Metalldetektor" :D
    Goldzähne habe ich keine gefunden, aber ein gelbes Exemplar ließ mich langsam und vorsichtig in die Knie gehen und im Gras zwischen Moosen wurde es lebendig. Sie sind geschlüpft ;)
    Gliophorus psittacinus (Papageien-Saftling)


    Auf den Knien bewegte ich mich vorsichtig weiter und es wurden immer mehr






    Plötzlich sah ich einige Spitzen aus dem Moos herausschauen und erlebte die nächste Überraschung
    Clavaria flavipes (Strohfarbene Keule) neu für die Wiesen und durch fast runde Sporen leicht von ähnlichen Arten zu unterscheiden


    Ich hatte währen der Suche schon gedacht, dass es auf einer derartigen Wiese doch Erdzungen geben müsste und plötzlich kriegte ich das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht. Der Anfang war gemacht
    Geoglossum fallax (Täuschende Erdzunge)


    Wo ich morgen bin möchtet Ihr wissen? Im Depot NSG Brachter Wald aber spätestens übermorgen sicher wieder auf den Friedhofswiesen

    LG Karl