Beiträge von Karl W

    Hallo Claudia,

    Entoloma chalybaeum kenne ich nur mit glatten Stielen. Deutlich blaue Lamellen kann auch E. serrulatum haben und da passen auch die Stiele und die deutlich pigmentierten Lamellenschneiden von Bild 2 besser.
    kruenta Bernd: Die Lamellen von E. chalybaeum können ebenfalls so blau sein

    LG Karl

    Hallo Bernd

    1. Sieht zwar wie Mycena olivaceomarginata aus, aber die dürfte keine Pleurozystiden haben.
    2. Arrhenia bzw. Omphalina hat weiße Sporen. Ohne Zystiden habe ich momentan keine Idee
    3. Bei den kleinen hellen Keulchen musst Du mit Kongorot anfärben ein winziges Präparat von der Oberfläche machen und quetschen. Wichtig ist zu sehen, ob es an der Basis der Basidien Bogenschnallen gibt oder nicht. Wenn Du so viel frisches Material hast lege auch mal zwei oder drei Keulchen auf einen Objekttrage und decke mir einem kleinen Deckel ab. Man erhält fast immer einen Sporenabwurf.

    LG Karl

    Hallo Rainer,

    Bei Nr. 1 kann ich mir eher Cortinarius saniosus vorstellen, der gerne auch bei Birke vorkommt. Ohne zumindest die Sporen zu sehen aber nicht eindeutig

    Zu den Weißtäublingen hat Werner den aktuellen Stand bereits geschildert

    Gegen Tricholoma acerbum habe ich keine Einwände. Der Stiel ist sehr typisch und wenn man Bild 3 etwas abdunkelt, sind die Rippen gut zu erkennen


    LG Karl

    Hallo zusammen,

    Neben Schleierlingen Bald fliegen sie wieder und Cortinarien aus der Eifel gab es zahlreiche weitere Pilze und bei der überwältigenden Vielfalt blieben die meist roten Täublinge und viele Kleinpilze unberücksichtigt, um tagelange Bestimmungsarbeit zu vermeiden.

    Zunächst einige Eindrücke aus einem Mischwald mit eingestreuten Kiefern und Lärchen

    Suillus viscidus (Grauer Lärchenröhrling)




    Suillus variegatus (Sandröhrling)


    Schon ein älterer Herr aber noch erkennbar
    Lactarius sanguifluus (Weinrote Kiefern-Reizker)


    In einem Fichtenbestand stockte mir fast der Atem, als Rainer mich auf einen Stacheling aufmerksam machte. Er kannte die Art aus dem Schwarzwald und alpinen Bereichen, aber aus Rheinland-Pfalz und den umliegenden Bundesländern liegen auf Pilze Deutschland keine Meldungen vor.
    Hydnellum caeruleum (Bläulicher Korkstacheling)




    Die orangebraune Farbe im Stiel ist wichtiges bestimmungsrelevantes Merkmal


    Auch häufige Arten sind ein Foto Wert
    Craterellus tubaeformis (Trompetenpfifferling)


    Weiter geht es in einem nahgelegenen Buchenwald

    Hygroporus penarius (Trockener Schneckling)


    Tricholoma acerbum (Gerippter Ritterling)


    Tricholoma saponaceum (Seifen-Ritterling)


    Tricholoma ustale (Brandiger Ritterling)




    Lycoperdon mammiforme (Flockenstäubling)




    Eine der häufigsten Korallen in den Buchenwäldern der Eifel. Schon jung 20 cm breit und 15 cm hoch. Die Orangetöne sind noch nicht deutlich ausgebildet
    Ramaria flavescens (Gelbliche Koralle)


    Auch hier gab es Craterellus tubaeformis (Trompetenpfifferling) in hübschen Gruppen und extrem zahlreich


    Ein erster Boletus edulis (Steinpilz)


    Es wurden mehr. Boletus edulis (Steinpilz)


    Jetzt musste eine Entscheidung getroffen werden. Umschalten auf Speisepilzmodus oder noch auf eine nahgelegene Wiese. Die Entscheidung viel uns nicht schwer und wir wurden belohnt.

    Immer ein Hingucker ist Hygrocybe intermedia (Feuerschuppiger Saftling)


    Hut und Stiel glatt und trocken. Hygrocybe citrinovirens (Grüngelber Saftling)


    Sehr unscheinbar und kaum als Saftling zu erkennen Neohygrocybe ingrata (Rötender Nitratsaftling)


    Vor dem nächsten Fund bückte ich mich nach einem vergammelten, schwarzen Etwas das nach Hygrocybe conica (Schwärzender Saftling) aussah, aber es war noch ein kompakter Stiel dran. Vorsichtige Suche in tiefem Gras brachte dann frische Exemplare zum Vorschein und es wurden immer mehr
    Neohygrocybe ovina (Rötender Saftling) im Topzustand




    Toller Fund zum Abschluss des Tages, der mir in der Eifel seit 7 Jahren nicht begegnet ist und neu für diese Wiese.
    Clavaria fumosa (Rauchgraue Keule)


    LG Karl

    Hallo Kaede,

    der zweifarbige wäre auch an der Stielbasis violett. Ohne Mikros ist der Fund nicht bestimmbar. Der längsgestreifte Stiel erinnert an L. proxima aber dazu passt der fast glatte geriefte Hut nicht

    LG Karl

    Hallo zusammen,

    bei der Eifeltour mit Rainer am letzten Sonntag gab es neben den Schleiereulen Bald fliegen sie wieder weitere Cortinarien.

    Leider nur ein verregnetes Einzelexemplar, aber die rundlichen Sporen passen
    Cortinarius venetus (Grüner- oder Grünfaseriger Rauhkopf)


    Ein leicht kenntlicher Hautkopf mit leuchtend orangefarbenen Lamellen und Olivtönen im Stielfleisch
    Cortinarius malicorius (Orangerandiger Hautkopf)


    Ein Schleimfuß, den ich zuletzt im Jahr 2010 gesehen habe. Die jung intensiv blauen Töne, sind durch Regen teiweise ausgewaschen. Der häufig verwendete Name Safranblauer Schleimkopf ist irreführend, da die Art eindeutig zu den Schleimfüßen (Untergattung: Myxacium) gehört.
    Cortinarius croceocoeruleus (Safranblauer Schleimfuß)




    Cortinarius violaceus (Dunkelvioletter Dickfuß) im Buchenwald. Sein Doppelgänger Cortinarius hercynicus (Dunkelvioletter Nadelwald-Dickfuß) ist genetisch eigenständig.


    Auch verschieden Phlegmacien ließen sich schon blicken. Im Fichtenwald gab es an bekannter Stelle ein Grüppchen, dass sich seinen deutschen Namen mehr als verdient hat
    Cortinarius terpsichores (Pracht-Klumpfuß oder auch Schönvioletter Klumpfuß)

    Da kamen sicherlich noch 20 weitere kleine Köpfchen.Leider kann ich den Fundort in den nächsten Tagen nicht erneut aufsuchen, um die Entwicklung zu beobachten ;(
    Eine weiter Art mit jung ähnlicher Farbe aus dem Laubwald. Bisher hatte ich nur Exemplare gefunden, die in der Hutmitte deutliche ockerlich ausgeblasst waren und Blautöne nur am Hutrand aufwiesen. Dieses mal gab es wahre Prachtstücke von
    Cortinarius caerulescens ss. Brandr. & al. (Blauer Klumpfuß)








    Bei einem kleinen Einzelexemplar fielen sehr unscheinbare, blasse Violettöne an der Knolle auf und die rote KOH-Reaktion in allen Teilen (Bild 2) führt eindeutig zu
    Cortinarius arcuatorum (Violettgesäumter Klumpfuß)


    Durch die dicke Schleimschicht trat die Reaktion mit der verfügbaren 20%igen KOH leicht verzögert auf, was zunächst irritierte.
    Die Verwendung von mindestens 30%iger KOH ist daher sehr zu empfehlen


    Vorkommen im Kalkbuchenwald wenn auch mit einzelnen Nadelbäumen gemischt. Die weißlichen Velumflocken auf dem Hut zeigt sehr gerne
    Cortinarius saporatus (Breitknolliger Klumpfuß)


    Gleicher Standort. Die auffälligen Sprenkel in der Hutmitte und gelbe Farbe mit leichtem Grünstich führt zu
    Cortinarius citrinus (Zitronengelber Klumpfuß)


    Gleicher Standort. Violettliche Lamellen, gerandete Knolle und rote KOH-Rektion auf dem Hut (ohne Bild). Aus Zeitgründen nicht näher untersuchtCortinarius callochrous agg. (Amethystblättriger Buchenwaldklumpfuß)




    Noch eine Art vom gleichen Standort, die ich bisher nie gesehen habe. Hellgelber Hut, deutlich violette Stiele KOH-Reaktion negativ (Bild 2), wird noch von Rainer untersucht.Cortinarius sp.




    LG Karl



    da wirst Du Dich wohl verschrieben haben

    Einspruch Euer Ehren. Da hast Du dich verschrieben. Der heißt ja C. strossmayeri :D . Danke dass Du mich auf einen für mich unbekannten Tintling aufmerksam gemacht hast :thumbup: .

    Sorry Jörg, jetzt weiß ich auch warum ich ein Poltern gehört habe. Der gute Herr Strossmayer hat sich bei der Verballhornung seines Namens einmal im Grab umgedreht :D

    LG Karl

    Hallo zusammen,

    am letzten Sonntag gab es erste Schleiereulen in der Eifel. Diese schönen Exemplare sind mir einen Einzelbeitrag wert :). Die Art wird ja häufig als Speisepilz angepriesen, aber ein Versuch mit ähnlich frischen Exemplaren vor einigen Jahren lud nicht zu einer Wiederholung ein. Ich finde selbst junge, festfleischige Exemplare schmecken irgendwie muffig.

    Cortinarius praestans (Schleiereule)














    LG Karl

    Hallo zusammen,

    ich bin da ganz bei Stefan. Im Hintergrund bei Bild 2 sieht man doch, das die Hüte komplett mit feinen Flöckchen besetzt sind. Das sieht doch sehr nach C. strossmayrei aus. Das abgeregnete Exemplar im Vordergrund "zerschlägt" leider dieses Mermal.

    LG Karl

    Vielen Dank Karl, dein Einschätzung halte ich für sehr zutreffend (Pholiotina velata - der geschmückte Glockenschüppling) toller Name :).

    Diese Art scheint ja nicht nicht sehr verbreitet zu sein. Kennst Du diesen Glöckling aus eigener Ansicht?

    Hallo Rainer,

    die Art war bei uns früher recht häufig und ich sah sie erstmals 1997, damals noch als P. appendiculata. Ich habe sicherlich mehr als 10 Eigenfunde.
    P. vestita habe ich lange vergeblich gesucht, fand dann allerdings 2018 gleich eine Traumkollekion.



    LG Karl