Pilz Nr. 3 könnte aufgrund der sehr speziellen, gedrungenen Struktur und des knopfförmigen Hutes der Stadtchampignon sein - bei dieser Art ist das im Anschnitt gezeigte Hutfleischbreite-Lamellenbreite-Verhältnis recht typisch ausgeprägt: breites Hutfleisch, schmale bis sehr schmale Lamellen. Ebenso das eingerollte Hutrandvelum (heißt bei KIBBY "inrolled tissue").
Hi,
leider ist Kibby für eine gescheite Agaricus-Bestimmung ungeeignet. Man kann mal reinsehen, wie sein Artkonzept so ist. Das wars dann aber auch. Das Buch ist leider mit den Beschreibungen sehr kurz gehalten und die wichtigen Bestimmungsmerkmale werden teilweise gar nicht erwähnt. Aktuell sind für Agaricus wirklich nur der Para Band 1+2 und in Abstrichen noch der Gröger geeignet. Das Verhältnis Lamellenbreite vs. Hutfleischbreite ist für mich nicht nachvollziehbar, denn bei jungen A. bisporus ist das ähnlich.
Klar ist die Sektion des Fundes: Bivelares/Chitoniodes. Man kann erkennen, dass das Velum höchstwahrscheinlich einen Doppelring bilden wird. Dann sollte aber nicht das erwähnte Verhältnis als sicheres Bestimmungsmerkmal herangezogen werden, sondern die Velumbeschaffenheit.
l.g.
Stefan