Es geht um den Zeitpunkt der Abspaltung der gemeinsamen Vorfahren. Je kürzer dieser zurückliegt, desto näher sind diese Verwandt. Wie viele Knoten dazwischen sind, ist nicht entscheidend, weil ja die Arten dann unabhängig voneinander evolvieren.
Was ich nicht ganz nachvollziehen kann, ist die Aussage zu "Nähe" oder "Ferne" der Verwandtschaft. Wie "verwandt" ist ein Lebewesen mit einem anderen? Ein Lebenspfad teilt sich stark und oft (auf der Zeitachse und in die Breite), ein anderer ist stabil über sehr lange Zeit. Schwierig, aber vielleicht schon wieder zu unwissenschaftlich gedacht...
Hi,
so kompliziert ist das nicht. Je kürzer die "Abspaltung" des Lebenspfades zurückliegt, desto näher sind die Lebewesen miteinander verwandt.
Perli stimmt. Beim Täubling aber? Täublinge nur anhand von Bildlage einzugrenzen/zu bestimmen geht in sehr vielen Fällen nicht. Ohne Angaben der Sporenpulverfarbe, genaue Geruchs- und Geschmacksangaben, Ökologie des Fundortes, Abziehbarkeit der Huthaut, evtl. noch Makrochemie (Liste beliebig verlängerbar) ist bei Täublingen nix zu machen. Die Huthautfarbe ist hier eher sekundär. Da gibts einige Arten, die in der Hutfarbe extrem variabel sind. Dein Täubling kann vieles sein. Von R. atrorubens oder R. atropurpurea bis hin zu einem Heringstäubling ist da vieles möglich.
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Düngerlinge haben gescheckte Lamellen. Weswegen bist du so sehr erpicht auf Düngerlinge? Ist zwar ne interessante Gattung, aber auch nix für Anfänger. Ohne Mikroskop geht da in der Artbestimmung gar nix. Ebenso verhält es sich mit den Psathyrellen.
das ist leider nix neues; es gibt Bücher, die werden noch teurer gehandelt; am meisten schmerzt mich der Preis des "Stangl".
l.g.
Stefan
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Hi Stefan,
hast du Interesse am Stangl?
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Hallo,
was das angeht, bin ich versorgt. Ich hatte das Glück den Stangl von einer Haushaltsauflösung zu bekommen. Wenn du allerdings 1-2 Exemplare nicht brauchst, würde ich sehr begrüßen, dass du die Inocybe-Interessierten zur Verfügung stellst.
seit einiger Zeit habe ich nicht nur eine Pilzfundwunschliste, sondern auch eine Pflanzenfundwunschliste. Der Grund ist meine Beschäftigung mit den phytoparasitischen Pilzen. Letzte Woche war ich für ein paar Tage bei einem lieben Freund in Weimar. Auf einem Spaziergang über einem Trockenrasen fielen mir komische markant blaugrüne "Disteln" auf.
Natürlich sind das keine Disteln, sondern Doldenblütler. Aber darauf muss man erstmal kommen. Inzwischen wurde die Pflanze als Eryngium campestre - Feldmannstreu bestimmt. Stand auf meiner Wunschliste ganz oben. Habe mir sehr viele Fotos von der Pflanze angesehen und trotzdem nicht erkannt, da viele Details so nicht zu sehen waren, wie z.B. die stängelumfassenden Blätter. Macht aber nix. Jetzt weiß ich ja, wie sie aussieht und natürlich freue ich mich sehr, dass ich die endlich mal live gesehen habe.
das passt schon so. Eine Nummer dahinter braucht es nicht. Braunsporer mit richtig freien Lamellen und gut vom Hut trennbarem Stiel gibt es so gut wie nicht. Da bleiben dann nur noch die genannten Häublinge über, obwohl die eigentlich angewachsene Lamellen haben.
also durch den Goldschimmelbefall ist der erste schon etwas einzugrenzen, da beide Golddschimmelarten jeweils andere Pilze besiedeln. Allerdings ist der Goldschimmel nur mikroskopisch zu bestimmen.
Beim 2. passt Rübling s.l. Die genaue Art ist hier auch anhand der Bildlage nicht zu klären.
Das ist Volvariella bombycina. Ein seltener Pilz, den man schonen sollte auch wenn er wohl essbar wäre.
LG,
Schupfnudel
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Hi,
Schupfnudel hat vollkommen recht. Übrigens sind die meisten Scheidlings-Arten sowieso nicht schmackhaft. Der einzige, der was taugt ist der Reisstrohpilz V. volvacea. Im Forum gibt es auch aufgrund diverser Gründe keine Verzehrsfreigabe. Ein wichtiger Grund ist, dass niemand aufgrund der Bilder die Frische der Fruchtkörper sicher beurteilen kann.
Wenn du also sicher gehen willst, dann such einen PSV in deiner Nähe auf. Wir können nur Bestimmungsvorschläge aufgrund der vorliegenden Bilder geben. Nicht mehr und nicht weniger.
Beli hat vollkommen recht. Es gibt durchaus bei den Psythyrellen auch Arten, die auf solchen "gedüngten" Böden/Pflanzenerden wachsen können. Ich habe die Düngerlinge nur ins Spiel gebracht, weil ich bei einigen Lamellen auf dem Foto oben auch gescheckte Stellen zu sehen meinte. Wie dem auch sei. In jedem Fall ist der Fund nur mittels Mikro zu bestimmen.
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Sorry ich bin hier überfragt. Das glatte Velum passt nicht zu einem Vertreter der Narcotici. Die Sporen mit Perispor nicht zu den Nivei. Komisches Ding. Schade, dass Andreas Melzer nicht mehr aktiv ist. Vielleicht hat Hans Bender eine Idee zu deinem Fund.
hier beißt sich was. "Dünnwandige Krümelchen, die in Salzsäure sehr schnell weg waren" passen nicht zu den Narcotici, eher zu den Nivei. Die Sporen mit dem deutlichen Perispor aber schon. Ich habe gerade etwas in den Dateien gestöbert, die noch von Andreas Website retten konnte. Deine Sporenmaße passen bei den Narcotici nur zu C. saccharomyces. Hast du auch Pleuros und Cheilos gefunden? Die würden ggf. auch bei der Bestimmung helfen.
na ja ein bisschen was genaueres kann man schon sagen. Die Lamellen sind ja schon bei einigen Exemplaren umgekrempelt und diese sind hell. Auf jeden Fall sind das irgendwelche Rüblinge, wahrscheinlich ein Gymnopus.