Beiträge von Climbingfreak

    Hi,


    sehr schöne Bilder und Funde. Dennoch kann ich nicht lassen, hier noch ein paar Sachen zu kommentieren.


    also C. traganus da hege ich arge Zweifel. Safranfarben ist die Trama aus meiner Sicht nicht. Das ist eher was aus der Anomalus-Gruppe aus meiner Sicht.


    Dein Hydnellum; hatte der wirklich richtige Stacheln? Der erinnert mich arg an Abortiporus biennis in jung. Ansonsten kannst du deinen Fund mit Hydnellum ferruginuem vergleichen.


    Deinen "König"; hast du mal einen entnommen und dir die Stielbasis angesehen? Nicht, dass du einem Panther aufgessen bist.


    Deinen Cortinarius semisanguineus; schwer zu beurteilen. Normalerweise hat der immer einen ockergelblichen Hut. Entweder ist das C. sanguineus oder aber C. phoeniceus.


    Zu deinem C. malicorius kann ich nix weiter sagen; ich kenne die Art leider nicht. Hast du mit der FN mal versucht zu schlüsseln, sofern du die hast? Da ist der beste Cortinarienschlüssel drin.


    Leider habe ich kein Bild von C. brunneus vor Augen. Ich wollte nur sagen, dass es schwierig ist, so was zu bestimmen. Es gibt so viele Telamonien in der Optik...


    Ansonsten herzlichen Dank für die schöne Fotostrecke


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    DAS ist es leider nicht. Es taugt sehr gut dazu, bei unbekannten Pilzen eine grobe Idee einer Richtung zu bekommen; zu mehr leider nicht. Selbst Wikipedia ist valider als 123-Pilze. Bessere Online-Alternativen gibt es; klar. Allerdings sind die dann eher Gattungsbezogen/Artengruppenbezogen oder regional bezogen.


    Eine sehr umfassende, schöne Seite ist die von Jürgen Marqua, Hartmut Schubert oder Matthias Dondl. Dann gibt es noch gute Seiten, wie z.B. die von Ditte.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    leider taugt 123-Pilze nicht zur validen Quelle. Da steht auch viel Mist mit drin. Leider wurde es verpasst bei den Hinweisen die dazugehörigen Quellen anzugeben, so dass erstmal diese Angaben verifiziert werden müssten.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    ich kann mich auch nur in die Vorredner einreihen. :) Es gibt hier keinen Grund dem Forum fernzubleiben. Du machst das alles genau richtig. Der/die eine lernt mehr systematisch und du halt "chaotisch" anhand deiner Funde. Mach ich btw auch so. Ich nehme immer alle Vertreter bestimmter Gattungen mit und versuch die zu bestimmen. ;)


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    irgendwie interessant/spannend, dass viele von euch mit Begriffen, wie Eppendorf-Tubes und Arabidopsis etc. nix anfangen könnt. Ich bin mit diesen Begriffen durch mein Studium quasi "aufgewachsen" und es sind für mich Selbstverständlichkeiten geworden diese Begriffe auch zu verwenden. Ebenso selbstverständlich ist das für mich, dass ich das auch von anderen erwarte.


    Danke schon mal für die Erinnerung an dieser Stelle. Leider fehlen mir aktuell die Zeit und die Nerven mich hier mit einzubringen. Dazu steht gerade bei mir viel zu viel anderes auf dem Plan. Die Hauptsaison, inkl. Tagungssaison hat begonnen.


    Ich halte dieses Jahr einen Vortrag auf der Boletus-, bzw. Sachsentagung wo ich die Tücken der molekularen Pilzbestimmung am Beispiel der Gattung Leccinum aufzeige.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    gut dann filtern wir mal. Birke, Hasel und Kiefer sind Mykorrhizapartner, die in Frage kommen. Rosaceaen fallen raus, ebenso was wie Hartriegel und dergleichen. Mykorrhizapartner von Ektomykorrhizapilzen sind meist:


    Fichte, Buche, Eiche, Tanne, Lärche, Kiefer, Birke, Hainbuche, Hasel, Linde, Pappel, Weide, Erle (als Gattung).


    Hoffe sehr, dass ich da keinen wichtigen vergessen habe.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    Tryptophan ist nicht schwefelhaltig. ==Gnolm7 Skatol ist auch "nur" methyliertes Indol. In geringen Konzentrationen wird das übrigens als recht angenehm "warm animalisch" beschrieben und trägt z.B. in diversen Käsesorten maßgeblich zur Aromabildung bei. :)


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    nicht jeder Risspilz mit rimoser Huthaut gehört in die Rimosae-Gruppe. Bekannte Beispiele sind I. asterospora oder I. fuscidula. :) Leider sehe ich von den Stielen zu wenig, um das per Ferndiagnose entscheiden zu können. Du kannst die mir gerne schicken Grüni. Siehst du die Möglichkeit, die zu trocknen? Ob ich aber die bestimmen kann, steht auf einem anderen Blatt. Wenn natürlich Ditte Interesse daran hat, dann trete ich selbstverständlich zurück.


    l.g.

    Stefan

    Liebe Leute,


    A. argentea und A. vaginata sind beide nicht eindeutig beschrieben. Christoph hat das ja schon mal gut aufgedröselt hier. Mehr als grauer Scheidenstreifling wird hier nicht gehen. Das einzige was Beli machen könnte die Mikromerkmale sauber erfassen, den Fund exsiccieren und dann mit mehreren Werken schlüsseln und diese Schlüsselergebnisse dann dokumentieren. Wenn dann einmal die Scheidenstreiflinge mal überarbeitet wurden, dann erst wird eine Bestimmung nachträglich möglich sein.


    l.g.

    Stefan

    Da nur bei Xylaria longipes der untere Stielteil steril ist, kann man diese bereits makroskopisch von Xylaria polymorpha, der Vielgestaltigen, unterscheiden.

    Viele Grüße

    Thomas

    Laut Toffel ist das Merkmal aber nicht konstant; zumindest hat er schon auch X. polymorpha mit sterilem Stielteil gefunden.

    Hi,


    das passiert mir "häufiger". Ich gehe suche auch bestimmte Gebiete immer wieder auf und plötzlich steht ein seltener Pilz XY da und taucht Jahre nicht wieder auf. Das sind halt Pilze, die machen immer, was sie wollen. Es gibt bestimmte Arten, die tauchen bei bestimmten Großwetterlagen z.B. häufiger auf und verschwinden dann über viele Jahre. Ein gutes Beispiel ist ein Fund (Link), den Toffel und ich vor Jahren gemacht haben. Zu dem Zeitpunkt wurde die Art deutschlandweit "häufiger" nachgewiesen; also 10-12 Funde zu dem Zeitpunkt.


    Clitocybula lacerata?


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    P. candolleana ist raus, schon allein aufgrund des schuppigen Huts und Stieles. Von der Lamellenfarbe (viel zu hell) mal abgesehen. Mein Tipp wäre Pholiota gummosa. Der kommt gerne auf vergrabenen Holz.


    l.g.

    Stefan