Beiträge von Climbingfreak

    Hi,


    ich bin nicht sicher, ob das bei I. corydalina zutrifft. Es stehen im neuen Giftpilzbuch von Flammer die Arten drin, welche Psilocybin enthalten. Ich meine, dass da I. corydalina nicht aufgeführt ist.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    ja der Geruch von fraudans ist schon sehr speziell und ja der Geruch von corydalina ist etwas anders, milder nicht ganz so stechend.==Gnolm7==Gnolm8


    Zu deinem 3. Detailbilder von der Hutoberfläche uns Stieloberfläche über den ganzen Stiel wären hilfreich. Makroskopisch ist der so nicht zu lösen. Du kannst aber gerne mal ein Stück Lamelle unters Mikro packen und etwas von der Stieloberfläche mit einer feinen Pinzette abzupfen. Dabei auf die metuloiden Zystiden achten (dickwandig mit Kristallschopf) und ob und wie weit die den Stiel herabreichen. Nur oben, bis zur Mitte oder zur Basis. Bei der Lamelle auf die Sporen, Sporengröße und Form achten. Ebenso ist die Ausprägung und Form der Pleuros und Cheilos achten. Dann kann eine Bestimmung möglich sein. Achte bitte auch, ob der Fruchtkörper am Stiel bräunt. Alles weitere dann wenn du dir das angesehen hast. Wenn du nur dünnwandige, clavate Cheilos findest, dann brauchst du dir den Stiel erstmal nicht ansehen. Fang am besten mit einem Lamellenpräparat an.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    ich halte von Pilzapps wenig, zumindest so lange, bis mal eine rauskommt, die gescheit Inocyben bestimmen kann. ==Gnolm7==Gnolm10


    Nee kleiner Scherz. Ich nutze und brauche keine konventionellen Pilzapps, da ich mich hauptsächlich mit Gattungen beschäftige, die mikroskopischische Untersuchungen erfordern und wo feinste Farbschattierungen und Huthautmerkmale bestimmungsrelevant sind.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    nach einem anstrengenden Konzert voller Wald- und Jagdlieder lasse ich euch gerne an meinem neuen Ohrwurm teilhaben.


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    Bringt auch mal wieder etwas Kultur hier. ;)


    l.g.

    Stefan

    Och du musst nur noch 3-4 Jahre dort wohnen bleiben. Den Rest machen wir schon. *kicher* Gerade bei Bestimmungsproblemen "solcher" Pilze haben wir Erfahrung. ;)

    Hi,


    na ja einige von denen sind bitter; einige scharf. Aufgrund der weißen Stacheln bin ich aber bei einem Weißsporer und damit ist der Geschmack aus meiner Sicht unerheblich. Die Stachelinge kannst du gerne trocknen und mir schicken, wenn niemand anders sich darum kümmern mag. Tomentella-Frank ist z.B. ein Experte auch für Stachelinge. Seine Meinung wäre schon dazu mal interessant.


    l.g.

    Stefan

    Hallo Pablo,


    ich hab nur das eine Bild. Der Filzer ging leider bei den anderen Funden im Korb unter, bzw. habe ich den zu Hause zwischen den anderen FK nicht wiederfinden können.


    Auf der Tour habe ich X. chrysenteron, X. pruinatus, X. cinsalpinus und X. engelii sicher nachweisen können. Unsichere Funde hat Toffel bekommen. Da stehen die Ergebnisse noch aus.


    l.g.

    Stefan

    Hallo ihr lieben,


    herzlichen Dank für das Feedback.


    Joseph na ja. Ich freue mich immer über Brandpilze. Die nehmen einen wichtigen ökologischen Stellenwert ein. Da ich ja Vollblutmykologe bin, freue ich mich dann doch lieber über die phytopathogenen Pilze als gesunde Pflanzen. Das ist immer so deprimierend durch gesunde Bestände zu laufen. ==Gnolm7


    Solche Tintlinge gehören unters Mikro. Die Setulosi sind nicht ganz einfach in der Bestimmung, das habe ich gestern gemerkt.


    Hi Pablo,


    keine Ahnung. Bei Pilze Deutschlands steht davon nix; nur von Lepiota und Leucuagaricus.


    l.g.

    Stefan

    Hi Heidi,


    wir lernen alle mit jeder Exkursion dazu. :) Und wenn es bei mir, wie so oft in letzter Zeit, neue Pflanzenarten sind. Das lebt natürlich auch davon, dass man sich mit anderen austauscht, bzw. auch mit den Experten in Kontakt tritt. Jule z.B. hat einen monatlichen Newsletter.


    Ansonsten geht es mir zumindest auch so, dass ich immer wieder hier oder bei FB über Dinge stolpere und mich mit den Leuten austausche, bzw. auch gerne mal in Pilzbüchern blättere. Insbesondere bietet sich dazu der Ludwig an.


    l.g.

    Stefan

    Hallo ihr lieben,


    irgendwie hat ja jeder seine Fundwünsche. Für mich z.B. sind es halt tolle Boleten, Inocyben oder Phlegmacien. Dann untersucht man einfach einen Misthaufen und hat dort einen Fund den ich so gar nicht auf dem Schirm hatte.


    Dazu kommen wir später. ==Gnolm7 Fachgruppenexkursion sind immer besonders toll, denn zu anderen Gelegenheiten sehe ich meine Dresdner Pilzfreunde nicht. Wenn es dann noch vorher ein bisschen geregnet hat, dann um so besser. Große Speisepilzmengen hatten wir nicht. Ein paar Rotfüße, einen Perli, einen Birkenpilz und einen Steini. Reicht ja für die Kartierung.


    Es ging auch mit Stropharia semiglobata schon mal gut los.



    Gleich daneben gab es einen schönen Hexenring mit Rhodocybe gemina.




    Strubbel darf auch nicht fehlen.



    Rechts und links des Weges waren viele Pferdeäpfel mit winzigen Tintlingen dran. Ein Foto konnte ich nicht machen, dafür waren die zu klein. Bis jetzt sind es 3 Tintlingsarten, die ich darauf nachgewiesen habe.


    Jetzt zum Sensations-Misthaufen-Fund. ==Gnolm19==Gnolm7==Gnolm25Weiße flockige Pilze auf Misthaufen kann nur Coprinopsis nivea sein. Pustekuchen, die hatten weiße Lamellen und einen Stielring. Schnell war die Gattung Leucocoprinus klar. Ich sehr überrascht. Ich hätte so was eher in einem Blumentopf in der Tropenhalle erwartet aber in keinem Misthaufen. Nach ein bisschen Recherche wars dann klar. Es ist Leucocoprinus cretaceus. Sein Erscheinen auf Misthaufen ist typisch. Es waren dort auch noch andere Pilze. Es seien noch Bolbitius coprophilus und noch unbestimmte schuppige Champis aus der Minores-Sektion genannt.



    Auf dem Rückweg gabs im Dorfteich noch das obligatorische Wassertreten. ==Gnolm3==Gnolm7 Der Seerosenbrand Rhamphospora nymphaea musste ja auch gefunden werden.



    P1240010.JPG


    Zu Hause hatte ich dann noch eine große Überraschung als ich auf einmal Coprinellus ephemerus - Morgenrötetlintling in meinem Kästchen hatte.



    Trotz der wenigen Speisepilzfruchtkörper war das wirklich eine befriedigende Exkursion; schon allein aufgrund der vielen nicht alltäglichen Funde. Ich hatte noch nie so viele Tintlingsarten an einem Tag in einem Gebiet nachgewiesen. Über den Wiederfund des Seerosenbrandes haben wir uns auch sehr gefreut. Ich denke mal schon, dass die Art stark unterkartiert ist. Wer sieht sich schon Seerosenblätter in Dorfteichen an? ==Gnolm19==Gnolm7


    l.g.

    Stefan