Beiträge von Climbingfreak

    Hi,


    so vom ersten Eindruck sind das alles Schmetterlinge. Wenn diese dunklen, schwarzblauen Linien in der Zonierung auftreten, ist die Schmetterlingstramete eindeutig. Pilz 1 hat noch leichte Chancen Trametes ochracea zu sein, weil diese Zonierung/Linien fehlen. Da müsste dann das Schnittbild für die Bestimmung herhalten...


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    wissen musst du das nicht.


    Auch bei "normaler" Schlüsselarbeit ist es wichtig ggf. beide Wege zu gehen und zu sehen, wo du landest. In dem Fall führt dich 8. zu den Täublingen und Milchlingen=Russulales, die bei den genannten Beispielen nicht zutreffen. Das heißt, der andere Schlüsselschritt muss derjenige welche sein (Ausschlussprinzip)


    8* passt auf die genannten Pilze, weil 1. Fleisch auffasernd, was du nicht auf den Fotos siehst und auch das Vorhandensein von Velum führt dich in diese Richtung.


    Ein Seminar musst du nicht besucht haben; oft hilft auch das Prinzip "learning by doing". Zudem ist es immer so eine Sache die Schlüsselpunkte richtig zu interpretieren, die der Autor meint. Und ja ich gebe sehr gerne zu, dass beide Schlüsselpunkte bei 8/8* aufrund der Länge und der Fülle der Merkmale sehr verwirrend sein können.


    Ich würde dich bitten beide Pilze mal weiter zu schlüsseln. Christoph ist sehr dankbar über einen Praxistest von Jemanden aus der "Zielgruppe" des Buches. Wenn noch weitere Fragen/Anmerkungen bestehen, dann schreib hier bitte wieder rein. Ich würde mich freuen, weil ich ja auch an der Rezension des Buches sitze.


    l.g.

    Stefan

    Hallo Stefan,


    schön, dass du dich hier her gefunden hast. :) Ich hoffe ja sehr, dass wir nach dem Lockdown im Frühling mal wieder eine Exkursion machen können, bzw. auch die Fundvorträge bald laufen können.


    l.g.

    Stefan

    Endlich hat die Stunde der Physiker bei der Pilzbestimmung geschlagen :D


    Björn

    Chemiker, wolltest du sagen. Maldi-TOF-MS hatten wir Chemiker ausgiebig im Studium. ;)


    l.g.

    Stefan


    P.S. ja spannend, aber die Analysenkosten sind trotzdem deutlich höher als für eine Sequenzierung z.B.

    Hi Wolfgang,


    es reicht, wenn du die Bilder im Startbeitrag noch Mal hochlädst und und einbindest. Das geht über die nachträglic-bearbeiten-Option. Der Text ist ja da. Zur Not den Text kopieren und dann in einem neuen Beitrag wieder einfügen.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    so anhand einer Einzelkonsole, tue ich mich da schwer. Besser wäre es gewesen, wenn du ein Gesamtbild von den FK am Substrat auch noch eingestellt hättest. St. hirsutum ist möglich, allerdings mag ich anhand der Bildlage St. subtomentosum, bzw. St. insignitum nicht aussließen.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    Farbe und Form der Stromata passt aus meiner Sicht besser für eine Hypoxylon-Art. Auf Hasel wäre H. fuscum eine Option, die allerdings mikroskopisch abgesichert werden sollte...


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    da ich auf dem Sporenbild keine mit Keimporus sehe, wäre P. subochracea ein Kandidat mit dem zu abgleichen könntest. Das Wachstum auf Nadelholz passt dafür auch. Ansonsten lohnt es sicht vielleicht noch bei anderen Gattungen mit Chrysozystiden abzugleichen; Hypholoma z.B.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    1. Sandra: Ich sehe nur einen Bilddateinamen und dann "Es grüßt die Schwarzhex"


    2. Auflösung: Herzlichen Glückwunsch an Ulla und Andreas für die richtigen Antworten. Ja das sind "Bürstenzellen" (ich kannte die bisher nur als "Besenzellen"=Broomcells; deswegen auch die Hexenanspielung). ==Gnolm8==Gnolm8==Gnolm8:gklimper:


    Das Bild stammt von dem "Morphologie der Großpilze"-Fachberaterkurs bei Prof. Kost und Dr. Rexer in Marburg. Es war Anfang September 2018 und es wuchsen im Wald wenig bis sehr wenig Pilze, so dass wir dann auch mal eine Kurzxkursion in das Tropenhaus des benachbarten Bot. Garten machten. Dort wuchsen dann reichlich tropische Saprobionten unter Anderem auch dieser Marasmius, der aus von Andreas genannten Gründen auch unbestimmt blieb. Prof. Kost hat die Besenzellen erwähnt und ich wollte die mir mal ansehen.


    Er hat das als Bestimmungsmerkmal für tropische Marasmien vorgestellt. Ich meine nicht, dass er erwähnte, dass diese auch bei einheimischen Arten vorkommen können. :/ Wie dem auch sei. Er meinte, dass diese Zellen in den Tropen einen tollen Sinn haben, was wir auch ausprobierten. Zu viel Wasser/Luftfeuchtigkeit ist für die Sporenausbreitung eher hinderlich (insbesondere, wenn die Lamellen nass sind). Diese Zellen aber halten bei Benetzung mit Wasser aber kleine Luftblasen fest, so dass der Hut durch eine dünne Luftschicht "trocken" bleibt und die Sporen durchaus noch fliegen können. Wenn ich mich dessen recht entsinne, haben wir den Hut in ein Becherglas mit Wasser getaucht und er blieb "trocken".


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    SPP (rot)braun oder eher schon mehr schwarzbraun? Hast du vielleicht einen (verfault) kohligen Geruch wahrgenommen. So rein von der Optik (Velumstruktur) mit der Sporenpulverfarbe "braun" sehe ich hier eine Coprinopsis oder Coprinellus flocculosus. Aus meiner Sicht wird das ohne Mikro aber nicht zu knacken sein. Wenn du die Möglichkeit hast, den zu mikroskopieren; wichtig wären:


    1.Velumstruktur

    2. Hymenialzystiden

    3. reife Sporen


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    etwas längere Antwort zu der kurzen Frage. ;)


    Meiner Meinung nach ist beides synonym. Es kann aber gut sein, dass es da vielleicht doch taxonomisch ein kleiner Unterscheid gibt. Zumindest ist auffällig, dass noch vor 4-5 Jahren in der deutschen Tax-Ref-Liste eher s.l. bevorzugt wurde; nun aber die Angaben alle auf agg. geändert wurden.


    Das mag sich an dem sich immer wieder ändernden wissenschaftlichen Zeitgeist liegen oder doch andere Gründe haben...


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    den Perlpilz sehe ich persönlich als relativ unkritisch an, da der für einigermaßen Versierte gut kenntlich ist. Natürlich muss man da auch aufpassen und in letzter Zeit wurde er nicht nur mit dem Pantherpilz, sondern auch verstärkt mit dem Königsfliegenpilz verwechselt. Dennoch ist der aufgrund der Rötung der Trama z.B. gut erkenntlich. Den nehme ich nur mit, wenn der noch sehr jung und vollkommen geruchlos ist. So bald der nach irgendwas riecht, wird das Pilzgericht muffig und schmeckt mir nicht mehr. Zumindest meiner Erfahrung nach.


    Bei Stockschwämmchen bin ich persönlich auch sehr vorsichtig. Ich sehe die mir immer doppelt an; einmal beim Sammeln (ich "ernte" die nur und schneide die Hüte vor Ort noch nicht ab) und dann noch zu Hause, wenn ich dann die Stiele entferne beim Putzen. So habe ich die doppelte Sicherheit, dass nicht doch 1-2 Gifhäublinge darunter sind.


    Ergo: du machst das vollkommen richtig so Andre´.


    l.g.

    Stefan