Beiträge von lamproderma

    Hallo felli,

    da hast Du einen sehr hübschen seltenen Schleimi gefunden:

    das ist mit ziemlicher Sicherheit Lepidoderma tigrinum.

    Die Art besiedelt meist Moose, sowohl auf Holz, aber man kann sie auch an erdbewohnenden Moosen z.B. auf Sandböden finden. Die französische Myxomyceten-Spezialistin Marianne Meyer berichtete auch von Funden an Moos, das an Steinwänden wächst.


    LG Ulla

    Hallo Erwin,

    Dein Fund ist leider noch nicht reif. Deshalb sieht man nicht wie die Peridie oben aufbricht.

    Ansonsten ist Dein Fund Trichia botrytis am ähnlichsten. Da müßte man in reifem Zustand auch das feldrige Aufbrechen der oberen Peridie sehen.

    Die Sporengröße paßt und das Capillitium hat lang ausgezogene Spitzen, kann auch verzweigt sein.

    Trichia botrytis ist sehr vielgestaltig. Sie ist ja eine Spätherbstart, die oft durch Witterungsunbilden nicht typisch ausgebildet ist. Sie ist auch recht häufig und besiedelt verschiedene Laubhölzer.

    Ähnlich ist noch Trichia flavicoma und trichia munda, beide auch mit länger ausgezogenen Capillitiumenden. Trichia munda ist aber eine sehr winzige Art, die bisher auch nur selten gefunden wurde und eine mehrschwartzbraune Peridie hat. Diese würde ich ausschließen.

    Trichia flavicoma kenne ich nicht von eigenen Funden, sie soll aber auch sehr klein sein.


    LG Ulla

    Liebe Maria,

    Deine erneuten Funde halte ich alle für Geastrum badium (elegans).

    Der fragliche auf dem ersten Foto: Dich machte da Fehlen der Mycelialschicht auf der Unterseite stutzig.

    Das ist aber nicht ungewöhnlich. Bei Dörfelt heißt es: "Mycelialschicht nicht oder in Schollen lösend".

    Geastrum kotlabae (ambiguum) habe ich leider nicht life gesehen, aber nach Abbildungen im Erdsternbuch von M.Jeppson (2013) sieht man den gravierenden Unterschied zu G. badium: die Endoperidie ist hygrometrisch, d.h. beim Trocknen der Fruchtkörper schließen sich die "Arme" wieder zur Kugel wie beim Wetterstern. Bei G. badium rollen sich die Arme immer mehr oder weniger nach unten, sind nie hygrometrisch.

    Geastrum kotlabae (ambiguum) ist bisher für Deutschland auch nur einmal in den 50er Jahren genannt worden (Fund von Stefan Rauschert vom Trockenrasen auf den Bottendorfer Höhen in Thüringen --> pilze-deutschland.de). Der Fund wird aber bei H. Dörfelt nicht genannt (vielleicht nicht belegt?).

    Also ich denke, dass Du bei diesen Funden auch "nur" Geastrum badium an diesem Standort hast.

    Trotzdem ist es bemerkenswert, dass Du diese auch recht seltene Art bei Dir im Gebiet schon an mehreren Stellen gefunden hast! Es bewahrheiten sich die Angaben aus der Literatur, dass die Art sowohl an geeigneten Stellen in Fichtenforsten und sogar in Trockenrasen zu finden ist.

    LG Ulla

    Hallo Maria,

    bei Deinem Erdstern Nr.3 wäre ich wie Wolfgang auch wieder bei Geastrum badium.

    NR. 1,2 und 4 würde ich für die selbe Art halten. Geastrum pedicellatum (oder campestre) schließe ich eher aus, dafür ist die Exoperidie zu glatt. Die müßte sandig-rau (wie Sandpapier) sein. Geastrum nanum (schmidelii) hat keine so stark raue Exoperidie. Das würde passen. Bei den jungen Fruchtkörpern (Nr.1+4) sieht man den Stiel der Exoperidie noch nicht. Nur bei Nr. 2 sieht man das. Geastrum schmidelii ist eine Art der Trockenrasen. Dein Habitat sieht ja danach aus.

    Ähnlich ist ja noch G. berkeley, den wir bei Dir im Nadelwald neben G. badium hatten. Da würde aber das Habitat nicht stimmen. Ich denke, dass Du bei G. schmidelii bleiben kannst.

    Schön ist es ja , dass Du bei Nr. 1 einen Fruchtkörper erwischt hast, der eine doppelte Mündung hat. Das ist nicht so häufig.


    LG Ulla

    Hallo Thomas,


    Dein Erdstern ist keinesfalls Geastrum lageniforme. Der hätte nämlich eine gehöfte Mündung.

    Leider ist der Erdstern noch recht unreif und man kann auch aufgrund Deines nur einen Fotos nicht sehen, ob er noch einen Stiel zwischen Exo- und Endoperidie bekommt.

    Makroskopisch ähnlich ist der Rötende Erdstern - Geastrum rufescens, obwohl ich auf dem Foto keine sichere Rötung sehe. Man müßte eben mehr Informationen und Fotos haben.

    Deshalb wird es sicher nur bei Deinem schönen Weihnachtsstern-Foto bleiben ohne genaue Artbestimmung.

    VG Ulla

    Hallo Roland,

    zu Deinen Schleimpilzen:

    Badhamia utricularis ist o.k.

    Auf dem Foto Nr. 3 ist kein Schleimpilz (von Dir als Tubulifera) zu sehen, sondern Phlebia radiata - Orangeroter Kammpilz.

    Die auf Foto Nr. 5 sind ein Schleimpilz - aber unreif und so nicht zu bestimmen.

    Die Schleimis von Deinem ersten Beitrag und von den letzten Fotos in diesem ist ein Physarum, erkennbar an Deinem letzten Foto, da sieht man dass die Art weiße Kalkknoten im Innern hat. Zusammen mit dem weißen Stiel könnte es Physarum leucopus oder eventuell aber auch Ph. leucophaeum sein. Das müßte man dann genauer mikroskopisch untersuchen.

    LG Ulla

    Hallo,

    Will ja nicht meinen (nicht vorhandenen) Doktortitel abgeben, deshalb halte ich mich beim Abkupfern (obwohl ich da die Lösung auch gefunden habe) zurück. Hab auch noch 'ne Menge Unbestimmtes liegen.

    Entschuldige bitte Peter!

    LG Ulla

    Hallo,

    Deine Pilze sehen schon etwas geschädigt (Frost?) aus. Deshalb gibts hier nur eine Vermutung in Richtung Psathyrella (Faserling-Mürbling).

    Vielleicht waren das mal Weißstielige Stockschwämmchen=Wässrige Mürblinge - Psathyrella piluliformis.

    Ist allerdings nur eine Vermutung.

    VG Ulla

    Hallo Erwin, da liegst Du sicher richtig.

    Trichia contorta ist eine Art die sehr vielgestaltig ist. Sie kann kugelige Fruchtkörper bilden oder Plasmodiokarpien wie in Deinem Fall. Auch die Farbe der Peridie variiert von gelb bis braun. Das Capillitium ist aber meist gelb.

    Das ist m.M. abhängig von den Witterungsverhältnissen. Die Art fruktifiziert meist vom Spätherbst bis übern Winter, da spielen diese scheinbar eine große Rolle wie sich der Fruchtkörper entwickelt. Wichtig sind die mikroskopischen Merkmale, die stimmen ja für Trichia contorta.

    Wenns zu unwirtlich für den Schleim wird, kann das Plasmodium ja auch als Sklerotium quasi "erstarren" und bei besseren Bedingungen wieder auftauen und dann versuchen Fruchtkörper zu bilden. Das hatte ich Dir ja PN schon geschrieben.

    LG Ulla

    Hallo Ingo,

    bei Deinen gefundenen Stielbovisten ab Bild 2 handelt es sich ganz sicher nicht um T. fimbriatum, da sie ein definiertes (gerandetes) Peristom haben.

    Das spricht eher für Tulostoma aus der brumalis-Richtung.

    Aber ohne genauere Untersuchung ist das nicht entgültig festzumachen.

    VG Ulla

    Hallo Bernd,

    ich würde das auch so sehen.

    Der erste Schleimi ist auf jeden Fall keine Badhamia, man sieht auf dem 2. Foto dass das Capillitium Kalkknoten mit fädigen Verbindungen hat und kein röhrenförmiges Kalkgerüst.

    Physarum cinereum ist deshalb wahrscheinlich.

    Mucilago crustacea ist sicher und leicht kenntlich.

    LG Ulla

    Hallo,

    ja für T. botrytis sind die Sporen eigentlich zu groß, obwohl die Fruchtkörper danach aussehen.

    Wie groß sind denn die Fruchtkörper?

    Es käme noch T. flavocomum in Frage, die hätte die Sporenmaße. Aber das sind eigentlich winzige Fruchtkörper, viel kleiner als T. botrytis.


    Mehr kann ich im Moment nicht dazu sagen.

    LG Ulla

    Also, ich hab noch mal darüber geschlafen und da kam mir zuerst im Traum die Lösung des 3.Bildes, die mich dann auch auf die anderen beiden Lösungen brachten.

    Da hatte ich dieses Mal aber eine lange Leitung. ==Gnolm2

    Wenn man's dann weiß ist es ja ganz leicht. Schönes Rätzel! ==Pilz24

    LG Ulla

    Hallo,

    also bei dem Rätsel und dem Joker (ohne weitere Erklärungen) gebe ich auf. Habe zwar die Buchstaben den Zahlen zuordnen können, aber die Lösung war kryptisch. Vielleicht bin ich zu ...<X

    Das ist mir zu speziell und nicht nicht verständlich. So viel Zeit habe ich nicht darüber nachzudenken.

    Da gehe ich lieber raus um richtige Pilze zu finden!

    Sicher werde ich dann zwar erstaunt sein was beim Rätsel rauskommt, aber das ist dann halt so.

    Die Pfähle (?) haben mir nicht geholfen. Manchmal hat man eben ein Brett vor dem Kopf.

    Mal sehen, ob ich beim nächsten Rätsel mehr durchblicke.

    LG Ulla

    Hallo Erwin,

    da gehe ich mit Dir mit, dass Licea variabilis rausfällt. Die ist wesentlich größer, sieht mehr nach Perichaena aus, hat eine irisierende Peridie, die sich unregelmäßig öffnet. Bisher habe ich Licea variabilis auch nur auf Kiefernrinde gefunden.

    Deine Licea öffnet sich entlang vorgezeichneter Grate, die Sporen sind glatt und ca. 11um groß. Das spricht auch für mich für L. castanea.

    LG Ulla

    Also dieses Mal steht ich total auf 'nem platten Schlauch (oder leerem Glas?) ==Gnolm6==Gnolm6

    Da springt mich völlig gar keine Idee an. Noch nicht mal die Gattung. Das wäre ja die halbe Miete. Die Postleitzahlen bringen mich auch nicht weiter.

    Ist das nun ein Rechenrätsel oder sind die Zahlen nur zur Irreführung da?

    LG Ulla