Beiträge von lamproderma

    Hallo beisammen,


    heute auf unserem Winterspaziergang nahe Sangerhausen rund um die Hohe Linde (Kupferschieferhalde)



    trafen wir auf folgenden Alien (könnten auch Gnolmenfinger sein? ==Gnolm10 ) :




    Da dachte ich mir, dass ist die Gelegenheit für ein entspannendes Zwischenrätsel fürs APR ohne Rangeleien ums Treppchen etc.

    Wer also eine Idee dazu hat, welcher Außerirdische sich da niedergelassen hat, melde sich hier gleich im Beitrag.

    Es gibt aber nichts zu gewinnen. :gwinken:g:(

    Wer die erste richtige Lösung schreibt, darf sich selbst loben und auf die Schulter klopfen. :gfreuen: :gbravo:


    Die Auflösung kommt dann morgen.


    LG Ulla

    Hallo Erwin,

    vergleich mal mit Didymium bahiense. da passen die Warzengruppen gut, die Sporengröße paßt und auf Deinem letzten Makrofoto sieht man auch die etwas nach oben gewölbte (schirmartig) Pseudocolumella.

    LG Ulla

    Hallo Björn,

    die Kalkkristalle erkennt man schon als Kristalle, wie Salzkristalle in Miniformat. Auch wenn die peridie zerbröselt, bleiben immer noch einige Kristalle erhalten.

    Amorpher Kalk sieht mehr aus wie rundliche Salzkörner.

    LG Ulla

    Hallo Björn,


    mit Trichia decipiens liegst Du richtig. Ist z.Z. in der kalten Jahreszeit eine sehr häufige Art.

    Die 2. Art ist ein Didymium, erkennbar daran, dass kristalliner Kalk vorhanden ist (auf deinen Fotos undeutlich zu sehen) und das Capillitium keine Kalkknoten hat..

    Leider sieht man nicht ob die Fruchtkörper gestielt sind, aber ich denke nicht, denn die Sporen die einseitig heller sind sprechen für Didymium difforme. Die Art ist auf pflanzlichen Abfällen recht häufig, kommt das ganze Jahr vor.

    LG Ulla

    Hallo,

    ich hatte auch schon ein Plasmodium auf dem 2. Foto von Roland vermutet.

    Christine hat das so schön dokumentiert. ==Pilz22

    Badhamia utricularis ist eine Art der kälteren Jahreszeit, ist z.Z. überall zu finden und liebt Pilze, vor allem Porlinge und wie hier eben auch Phlebia. Normalerweise kriechen die Plasmodien über das Substrat hinweg ohne es zu beschädigen, aber Badhamia ist eine Art, die ernährt sich auch von Pilzen. Vielleicht weil sie mehr Nahrung für ihre großen Fruchtkörperkolonien braucht?

    Mir hat sie schon einmal vor vielen Jahren einen ganzen Klapperschwamm weggeschnappt und zerlegt.

    LG Ulla

    Hallo Hagen,

    leider läßt sich der Schleim in Deiner Kultur so nicht zu bestimmen.

    Es könnte sowohl ein Physarum als auch ein Didymium sein. So rote Stiele gibt es beiden Gattungen

    Physarum mußte ein Capillitium mit Kalkknoten haben und auf der Peridie granulierten Kalk, während Didymium keine Kalkknoten im Capillitium hat dafür aber auf der Peridie kristallinen Kalk.

    Mikroskopieren sollte man Myxos erst, wenn sie trocken sind. Da kann man die Sporen ausblasen, um die Capillitiumstruktur besser sehen zu können. Die Sporen sind danach erst von Bedeutung.

    LG Ulla

    Hallo Ingo,

    wurde etwas vom Geruch gepostet?

    Mich erinnert der Pilz an Haasiella venustissima, den Goldnabeling oder Prachtnabeling.

    Der müßte intensiv nach Fruchtbonbon o.ä.süßlich riechen.

    Wächst gern an halbruderalen Stellen in Laubwäldern.

    LG Ulla

    Hallo Brigitte,

    Norbert kann recht haben mit Trichia decipiens. Rotköpfiger Schleimpilz ist aber kein wirklich passender Name für die Art. Stammt sicher aus "123Pilze".

    Schleimpilze haben meist keine gängigen deutschen Namen. Nur die ganz häufigen und auffälligen wie Lohblüte oder Blutmilchpilz.

    Zu Deinem Fund: der Schleimpilz ist noch unreif und da ist es nicht immer 100%ig möglich die Art genau zu bestimmen.

    Dazu gehört auch Dein Fund, das kann also Trichia decipiens werden - da würden sich die kleinen Köpfchen gelbbraun verfärben.

    Aber auch eine der rötlichen Arcyria-Arten (Stielschleimpilze) käme in Frage. Da gabs gerade vom naturgucker einen Beitrag dazu.

    Aber Trichia decipiens ist eine Art, die jetzt in der kalten Jahreszeit sehr häufig ist, während die Arcyria-Arten jetzt kaum noch wachsen. Deshalb pflichte ich Norbert bei mit Trichia decipiens.

    Wenn Du es genau wissen willst und die Winzlinge auf der Borke mitgenommen hast, kannst Du sie für ein paar Tage in eine Dose sperren und darauf warten, dass sie noch reif wird.


    VG Ulla

    Hallo Pablo,

    die Vergesellschaftung mit Plicatura crispa ist ja interessant.

    Die Art ist bei uns ja sehr häufig geworden, bisher haben wir aber Tectella nur einmal selbst gefunden.

    Vielleicht hat man sie doch irgendwie übersehen oder hast Du eventuell den Eindruck dass sie häufiger geworden ist?

    Wir werden jedenfalls jetzt noch bewußter nach dieser Art schauen.

    LG Ulla

    Hallo Chris,

    Dein Schleimi sieht makroskopisch nicht ganz typisch wie Arcyria ferruginea aus, aber die Mikromerkmale könnten so stimmen. Leider sieht man die Capillitiumskulptur nicht so richtig, aber es ist stark strukturiert, hat nicht nur Stacheln, sondern auch netzige Strukturen mit Ringen, Warzen. Die Verdickungen der Capillitiumstränge sind in der Literatur auch beschrieben. Sporengröße paßt genauso.

    Du kannst ja noch mal testen ob sich der Capillitiumpuschel leicht vom Stielbecher trennen läßt. Das wär auch typisch für A. ferruginea.

    Die Art kommt ja auch gern auf Kiefernholz vor.

    Deshalb denke ich, dass Du den wirklich als A. ferruginea abhaken kannst.

    LG Ulla

    Hallo,

    bei uns in Sachsen-Anhalt war der Pilz vor den 90ern vorwiegend im Gebirge (Harz) auf Nadelholz zu finden.

    Später tauchte er dann auch auf Laubholz im Hügelland auf und ist seitdem auch auf Laubholz nicht selten.


    VG Ulla

    Bei mir stehen die Kulturen immer bei ca. 15 grad und nicht zu hell. Das Küchenpapier, was ich als Unterlage in der Box nutze, nicht zu triefend naß machen, sodass das Substrat gerade so feucht bleibt. Ich weiche das Substrat aber vorher immer ca. einen Tag ein.

    LG Ulla

    Hallo Erwin, ja Arcyria margino-undulata wächst regelmäßig an Erlenzapfen in Kultur.

    Auch im Freiland hatte ich sie schon.

    Dann kommt auch oft noch am gleichen Substrat Comatricha rutilipedata, Craterium concinnum.


    LG Ulla

    Hallo Erwin,

    Du findest ja immer tolle Sachen.

    Leider kann ich Deine Echinostelium brooksii nicht so bestätigen, da ich die Art bisher noch nie gefunden habe.

    Ich hatte nur bisher Echinostelium minutum.

    Leider gibt es auch in den gängigen Bestimmungsbüchern oder im Netz keine aussagekräftigen Fotos zum Habitus.

    Ohne mikroskopische Untersuchung zu den Sporen, zur Pseudocolumella kann man nichts dazu sagen.

    Im Forum gabs mal vor über einem Jahr einen Beitrag von #Pälitzhofer zu der Art. Schau es Dir da mal an.

    Es ist natürlich problematisch sowas winziges zu mikroskopieren. Ich, mit meiner Altersfehlsichtigkeit habe da große Probleme.


    LG Ulla