Beiträge von lamproderma

    Liebe Maria,

    Brefeldia maxima ist völlig raus.

    Deine reifen Fruchtkörper zeigen eine kalkhaltige Kruste, die für Diderma spumarioides spricht.

    Leider reifen die Fruchtkörper oft nicht völlig problemlos aus, wie auf Deinen Fotos zu sehen ist. Aber ich bin mir sicher, dass es D. spumarioides ist.


    LG Ulla

    Hallo Bernd,

    Ich kannte G. striatum bisher nur aus dem Laubwald. Wenn er bei Dir im Nadelwald wächst, ist das für mich eine neue Erfahrung. Man lernt ja nicht aus.

    Deine Bestimmung ist auf jeden Fall exakt.


    LG Ulla

    Hallo Bernd,

    ich würde Deinen Fund auch als G. quadrifidum bezeichen, obwohl er eine ausgeprägte Apophyse (kragenartiges unten an der Staubkugel) hat. Leider fehlt dabei das Nest, aber das trennt sich oft vom oberen Teil des Erdsterns oder zerfällt schon. Der Standort im Fichtenwald ist ganz typisch für die Art.

    Mit G. striatum ist er überhaupt nicht zu verwechseln, den G. striatum hat eine gefaltete (striate) Mündung (Peristom) und kommt auch nicht im Nadelwald vor.


    LG Ulla

    Hallo,


    ich hab zwar keine Ahnung von Flechten, aber bei der Bildsuche im internet findest Du eine ganze Menge an Abbildungen wo solche wabenartigen Strukturen zu sehen sind.

    Diese Strukturen scheinen also zur Flechte Pertusaria sp. zu gehören.


    VG Ulla

    Hallo Sebastian,

    Deine kleinen schwarzen Fruchtkörper sind Myxomyceten, Schleimpilze.

    Anhand Deiner Mikroaufnahmen ist es mit großer Sicherheit - Metatrichia floriforme - ein Verwandter des Wespennestes (Metatrichia vesparium). Typisch für die Art ist das Capillitium mit Spiralleisten und den lang ausgezogenen, zugespitzten Enden.

    Das Capillitium von Metatrichia vesparium hat dagegen nur kurze Enden, aber die Spiralleisten sind dagegen bestachelt.


    LG Ulla

    Hallo Bernd,

    ich habe auch schon mal vor Jahren zu Pfingsten junge Riesenboviste gefunden. Die könnten also auch schon so früh.

    Allerdings hat Beli die marmorierte Oberfläche ins Spiel gebracht. Das paßt natürlich auf Bovista plumbea oder nigrescens.


    Die Marderhunde: ganz toll, dass Du die Gelegenheit hattest sowas niedliches zu beobachten! (Auch wenn die Marderhunde sicher auch bei Dir nicht heimisch sind?)


    LG Ulla

    Hallo Walter,

    auch von mir alles erdenklich Gute zu Deinem 89. Geburtstag. Ich wünsche Dir vor allem viel Gesundheit, dass Du noch lange Deinem Pilzhobby frönen kannst und uns im Forum auch weiter tolle Beiträge beisteuerst!


    Ein kleiner Blumengruß von mir!


    Liebe Grüße

    Ulla

    Hallo Mausmann,

    ja eine Ähnlichkeit ist bei den ganz unreifen Fruchtkörpern vorhanden, aber bei den letzten Fotos von Maria sieht man, dass sich der Schleim beim Reifen dann zu definierten kugeligen Sporocarpien entwickelt, die dicht beieinander sitzen. Das macht Brefeldia maxima nicht. Da sind die einzelnen Sporocarpien sehr viel dichter zusammen, bilden keine kugeligen Fruchtkörper. Auch ist die Verfärbung vom unreifen zum reifen Fruchtkörper anders (von weiß über rosa, rotviolett, braun bis schwarz). Brefeldia maxima wächst ausschließlich an Holz (meist an Stubben), kann zwar dann auf die Umgebung des Stumpfes ausufern, aber bleibt in der Nähe des Holzes.

    Marias Fund wächst auf Laub, lebenden krautigen Teilen u.ä.

    Falls Maria nochmals an die Stellen gehen würde, dann hätte die Einzelfruchtkörper einen kalkhaltige Kruste ausgebildet, während bei Brefeldia kein Kalk vorhanden ist und die Fruchtkörper dann nur noch als dunkelbraune/schwarze Sporenmasse zurückbleiben.

    Mikroskopisch unterscheiden sich die Arten auch gravierend. Brefeldia hat ganz typische Strukturen im Capillitium (blasenförmige Erweiterungen), die eindeutig wären.

    Dein Fund damals war aber eindeutig Brefeldia.


    LG Ulla

    Hallo,

    unreifer Schleimpilz aus der Gattung Stemonitis ist richtig, aber es gibt auch andere Arten, außer Stemonitis flavogenita die in unreifem Zustand gelb sind.

    Welche Art es genau ist, kann nur an reifen Fruchtkörpern mikroskopisch abgeklärt werden.


    VG Ulla

    Liebe Maria,

    ja man sieht jetzt schon etwas mehr, obwohl der Schleimer immer noch nicht völlig reif ist.

    Aber ich vermute jetzt, dass es sich um Diderma spumarioides handelt.

    Die Art kommt jetzt vom Frühsommer bis in den Herbst rein vor.

    Sie besiedelt pflanzliche Abfälle, Laub, kleine Ästchen und kommt auch in so großer Ausdehnung vor wie Du sie beobachtet hast. Reif sind die Einzelfruchtkörper von einer glatten, weißen, festen Kalkkruste umschlossen, Sie sitzen dann dicht gedrängt auf einer ebenso weißlichen dünnen Unterlage (Hypothallus).

    Entgültige Klarheit gibt es allerdings nur nach mikroskopischer Untersuchung der reifen Fruchtkörper. Wenn Peter Karrasch was mitgenommen hat, kann er es eventuell mikroskopisch bestätigen.

    Diderma spumarioides ist eine recht häufige Art.

    Liebe Grüße

    Ulla

    Liebe Maria,

    leider ist der Schleim ja noch sehr unreif und es könnte sonstwas sein.

    Du denkst bei dem von Dir erwähnten Schleim vielleicht an Brefeldia maxima, die wir im letzten Jahr bei Dir an einem Stubben gefunden hatten. An den glaube ich aber nicht so richtig.

    Wie groß war denn die Fläche auf dem Du obigen Schleim hattest? War da nur Laub oder auch ein Stubben oder anderes Holz drunter?

    Falls Du Dir die Stelle gemerkt hast, könntest Du ja nochmal in ein paar Tagen hinschauen und ein erneutes Foto machen?

    Mehr kann ich leider im Moment nicht dazu sagen.

    LG Ulla

    Lieber Jan-Arne,

    zu Deinem heutigen runden Bürzeltag wünsche ich Dir alles Gute.

    Bleib vor allem gesund und habe weiterhin viel Spaß mit den Pilzen.

    Wär schön, wenn Du vielleicht mal wieder ein paar Schleimis findet. Da könnte man sich eventuell auch wieder austauschen.

    Aber egal, mach was dir Spaß macht.

    Viele interessante Funde wünscht Dir

    Ulla

    Hallo Wastl,

    das ist wirklich ein Schleimpilz, welcher aber noch unreif ist. Es ist mit großer Wahrscheinlichkeit der, den Matthias schon vermutete:

    Tubifera ferruginosa -Fischeier-Schleimpilz


    VG Ulla

    Lieber Stefan,

    zu Deinem heutigen Ehrentag alles Gute, viel Gesundheit

    und natürlich immer interessante und spannende Pilzfunde.

    Hoffentlich treffen wir uns dieses Jahr wieder, vielleicht im Elbsandsteingebirge, bei der Sachsen- oder der DGfM-Tagung!

    Ein kleiner Blumengruß mit Scilla bifolia von uns, leider ohne Phytos.


    Liebe Grüße Ulla und Gunnar

    Ich hatte ja vorm Joker auch die Himbeerrote Hundsrute in die engere Wahl genommen, aber dann nach dem Joker doch den richtigen Riecher gehabt und auf den Rotschuppigen getippt.

    LG

    Ulla

    Hallo umossoh,

    ja von den Beschwerden an die lukullischen Seiten der Morcheln zu kommen berichtet keiner.

    Ameisen, Nacktschnecken, Kellerasseln, Hundertfüßer und und und... was es noch an so kleinen Kriechtieren gibt. Ameisen sind allerdings meist unangenehm, da sie in der Morchel meinen einen Staat zu gründen und dann noch viel Nistmaterial (Erde) eintragen. Aber ein kleiner stabiler, nicht zu steifer Pinsel kann diese Mißlichkeiten leicht beseitigen. Bei Nacktschnecken sollte man die Teile dann doch waschen um den ekligen Schleim loszuwerden oder man schmeißt diese wegen Ekelfaktor gleich weg.

    Ach ja, Maden gibt es in Morcheln auch - meist wenn das Wetter ungünstig (zu warm) ist und die Morcheln wegen fehlender Feuchtigkeit langsam wachsen. In dem Fall bleibt nur - wegwerfen!

    Aber was tut man nicht alles um seine pilzliche Beute optimal und kulinarisch auszunutzen.


    LG Ulla

    Hallo Karl,

    Deine Beobachtungen kann ich nur bestätigen.

    Genauso wie es ein gutes Frühjahrsascomyceten-Jahr ist, scheinen auch die Schlehenrötlinge-Entoloma sepium vom feuchten Wetter zu profitieren.

    Im Auwald in der Elster-Luppe-Aue bei Schkeuditz, aber noch Sachsen-Anhalt, fanden wir gestern am verregneten Himmelfahrtstag mehrere reichlich besetzte Hexenringe der Art.


    Auch mit der Chemie (Anilin) habe ich gespielt und die Farbreaktion nach 5 - 10 - 15 min (von rechts betrachtet) beobachtet.

    Die rötlichen Fraßgänge der Maden waren aber auch gut zu sehen.

    Außer diesen Pilzen fanden wir zum ersten Mal im Gebiet die Glockenverpel - Verpa conica in direkter Gemeinschaft mit den Käppchenmorcheln - Morchella semilibera, die dort nicht selten ist.




    LG Ulla

    Hallo Björn,

    bei uns in Sachsen-Anhalt haben wir die Helvella spadicea in verschiedenen Tagebaufolgelandschaften.

    Wir fanden sie auch am letzten Wochenende auf den Spülhalden der Sodaindustrie bei Bernburg.

    Ich denke, dass Deine Fund diese Art ist. Bei Pappel auf kalkhaltigem Boden stimmt ja auch.


    LG Ulla

    Hallo Alis,

    toller Fund der Spinnenragwurz.:gbravo:

    Die haben wir hier noch nicht gesichtet.

    Deinen Jupitermond würde ich als Tulostoma brumale bezeichnen.


    LG Ulla

    Hallo Thomas,

    Deinen ersten Porling würde ich für den Schwarzroten Porling(Kastanienbraunen Porling) - Polyporus badius halten und den zweiten eher für den Sklerotienporling - Polyporus tuberaster.

    Für den Waben-Porling hat der zu kleine Poren.


    LG Ulla