Hallo Norbert,
Beitrag läßt sich über die 3sat-Mediathek abrufen.
VG Ulla
Hallo Norbert,
Beitrag läßt sich über die 3sat-Mediathek abrufen.
VG Ulla
Hallo Christoph,
danke für den Literaturhinweis, das paßt ja schon sehr auf unseren Fund. Uns war ja nicht nur die Färbung des Stieles aufgefallen, sondern auch dass manche Hüte nicht so stark hirnartig gewunden waren, sondern mehr zipfelig.
Da wir einige Fruchtkörper mitgenommen haben, werden wir davon auf jeden Fall etwas zur Sequenzierung schicken, damit unser Fund klar wird.
LG Ulla
Hallo Ralph, da kann ich Dich beruhigen, bei uns wurde nur Kohle gefördert.
VG Ulla
Hallo,
falls es mehrere Interessenten gibt:
Ich hätte ebenfalls die gleiche Anzahl der Boletus-Hefte aus einem Nachlaß zu bieten.
VG Ulla
Liebe Grüni,
da muß ich mal das Forstamt (G(n)olmgenlin anschreiben (der Ort besteht nur aus dem Forsthaus und 2-3 weiteren Häusern und 5 Spitzbuben) und um Umbenennung bitten!
Im Forsthaus wohnt scheinbar ein Kettensägenfan, der diese Figuren geschaffen hat.
LG Ulla
Hallo Bernd,
bei uns in Sachsen-Anhalt gibt es einen Fund von 1981 auf Fagus.
Leider war es auch der einzige, wurde dort auch nicht wieder gefunden.
LG Ulla
Hallo Martin,
jeder der neu ins Forum eintritt hat automatisch 100 Chips. Die kann man dann bei Rätseln, Wetten etc. einsetzen.
Das kann man dann in seinem Avatar einfügen, damit man es nicht vergißt. Ist also nur wichtig, wenn man so etwas mitmacht.
LG Ulla
Hallo liebes Forum,
Am Wochenende waren wir auf den Spuren eines bekannten Mykologen aus Sachsen-Anhalt – Karl Kersten. Die wenigsten (oder vielleicht gar keiner) werden ihn wenigstens vom Hörensagen kennen.
Karl Kersten hat war vor und nach dem 2. Weltkrieg im Gebiet des heutigen Sachsen-Anhalt als Mykologe tätig, hat dort die Pilzkartierung unter den damaligen Pilzberatern forciert. Deshalb sind vor allem aus den Jahren 1930-1970 viele Daten auf ihn zurückzuführen.
Durch ihn ist die sogenannte „Morchel-Linie“ im südlichen Fläming bekannt geworden, die eigentlich die „Lorchel-Linie“ heißen muss. Denn nicht die Speisemorchel Morchella esculenta war dabei gemeint, sondern die Frühjahrslorchel Gyromitra esculenta. Dort wurden in den 30er Jahren unglaubliche Mengen an Frühjahrslorcheln gefunden. Die Pilzsammler aus den Ortschaften um Grimme nannten die Pilze aber „Morcheln“, deshalb „Morchel-Linie“.
Damals wurde die Frühjahrslorchel oft noch zu Speisezwecken gesammelt.
Deshalb machten wir uns am Wochenende auf, um auf dieser Linie nach den Frühjahrslorcheln zu suchen. Diese Pilze sind für uns aus dem südlichen Sachsen-Anhalt doch etwas Besonderes, da es die entsprechenden Habitate (sandige Kiefernwälder) im Süden von Sachsen-Anhalt nicht gibt.
Im Gebiet um Grimme - Golmenglin sind solche Habitate zu finden.
Dort machten wir Station.
Da wir im letzten Herbst, dort auch eine große Waldbrandstelle aus dem Jahr 2019 aufgesucht haben, versuchten wir es erst dort. Vom Biotop konnte es passen: offene Flächen, Kahlschlag, viel Holz im Boden.
Wir mussen nicht lange suchen, dann entdeckten wir die ersten Fruchtköper.
Und es hörte nicht auf: hunderte, vielleicht tausende Fruchtkörper waren auf der Fläche zu finden, meist noch recht jung, aber einige doch schon größer. Für uns ein unglaublich schöner Fund.
Manchmal waren die Stiele der Lorcheln nicht ganz weiß, sondern bis ins graulila gefärbt (ähnlich der Bischofsmütze Gyromitra infula).
Leider haben wir dazu in der Literatur nichts gefunden. Vielleicht hat jemand so etwas auch schon festgestellt..
Danach haben wir auch angrenzende, noch intakte Kiefernschläge abgesucht und sind auch dort auf sehr viele Lorcheln gestoßen.
Es scheint dieses Jahr ein gutes Lorchel-Jahr zu sein.
Auf jeden Fall für uns!
LG Ulla
Ja, Schleimpilze können so dicht beieinander wachsen, da die Plasmodien auch übereinander kriechen können ohne sich zu vermischen.
Allerdings ist Badhamia utricularis eine Art, die typischerweise an den Stielchen herabhängt, aber es kann auch vorkommen, dass sie keine Stiele ausbildet und deshalb sitzend erscheint. Es muß deshalb nicht sein, dass die ungestielten was anderes sind. Badhamia ist es auf jeden Fall. Da würde also wirklich nur das Mikroskop helfen eine andere Art auszuschließen oder zu benennen.
VG Ulla
Hallo Martin,
Dein Schleimpilzfund (Foto 4) könnte durchaus Badhamia utricularis sein. Dafür sprechen die gelblichen Stielchen der Fruchtkörper. Ob die Schleimpilze der Fotos 2+3 aber dasselbe sind, kann ich nicht genau sagen. Manchmal wachsen die Arten auch dicht beieinander. Es könnte auch eine andere Badhamia sein. Dazu müßte man mikroskopieren.
Der Belag auf dem Porling hat aber sicher nichts mit dem Schleimpilz zu tun. Eventuell ist es ein Schimmel.
LG Ulla
Hallo Simon,
nur nicht die Hoffnung aufgeben.
Auwald ist schon gut, aber m.E. nach dauert es noch etwas ehe die Morchel so groß sind, dass man sie auch sehen kann.
Wir finden die Morcheln meist erst Ende April im Auwald. Da ist zwar das Kraut schon ziemlich hoch und man muß schon sehr gut schauen um die Fruchtkörper zu sehen.
VG Ulla
Hallo Kauz,
zu deinem unbekannten Blätterpilz kann ich nicht viel sagen. Wäre schön wenn Du die Pilze auch von unten fotografiert hättest. Ich tippe eventuell auf eine Psathyrella.
Zum Schleimpilz kann ich schon eher mehr sagen. Mit Ceratiomyxa fruticulosa liegst Du allerdings völlig daneben.
Das ist eine Art, die im Frühjahr noch gar nicht vorkommt und vom Aussehen auch völlig anders aussieht. Dieser Art fehlt z.B. das Capillitium, welches Du auf deinem Foto als gelbes, wolliges Geflecht erkennen kannst.
Deine Fund gehört zu der Gattung Trichia. Allerdings ohne mikroskopische Untersuchung kann ich nur die Art vermuten.
Es kämen zwei Arten in Frage, Trichia scabra oder Trichia persimilis. Diese beiden Arten kann man aber leicht an der Sporenskulptur unterscheiden. Trichis scabra hat Sporen mit einem kleinmaschigem Netz als Skulptur, während T. persimilis ein grobmaschiges unvollständiges Netz auf der Spore hat.
VG Ulla
Hallo Alex,
mein Lieblingsmorchelrezept ist
Gefüllte Morcheln
In die Füllung kommt bei mir kleingeschnittener Kochschinken und kleingehackte Morcheln, die Zutaten vorher zusammen garen und danach erst in die Morcheln füllen.
Die gefüllten Morcheln dann in einer Jenaer Glas Form im Ofen in Butterschmalz garen.
LG Ulla
Hallo,
da könnte ich auch, falls Interesse mal was über Schleimpilze erzählen.
LG Ulla
Hallo Stefan,
ja beim Korrekturlesen verschlimmbessert!
Sollte nur einfach sein.
Hallo Bernd,
"Weintrauben-Schleimi" finde ich super und sehr zutreffend für Badhamia utricularis! ![]()
![]()
LG Ulla
Hallo Stefan,
ich tippe da nicht mit, denn ich bin nicht der Meinung, dass man Zapfenrüblinge makroskopisch nicht wirklich unterscheiden kann. Ich muß mindestens wissen, welcher Zapfen und bei den Kiezarü's muß ich mikroskopieren.
Aber vielleicht haben da die nicht genannten Fories einen Tipp wie es auch ohne geht.
Würde mich freuen.
LG und eine schönes Rest-Ostern!
Ulla
Hallo,
meinst Du, dass die Masken die Morchelsucher abhalten werden? Ich glaube kaum.
Aber originelle Idee! ![]()
Ein schönes Osterfest aus dem z.Z. noch morchelfreien Sachsen-Anhalt!
VG Ulla
Hallo Pablo,
ich glaube, da kommt nichts anderes in Frage als Geastrum fimbriatum.
Im Dörfelt wird als Größe angegeben: Gesamtdurchmesser 1-8cm, Exoperidie 0,4-2,5cm, im Jeppson: 2-5cm Durchmesser. Sporengröße würde auch noch ins Spektrum passen.
Die Größe der Fruchtkörper wird sicher durch die Entwicklungsbedingungen beeinflußt.
So klein habe ich G. fimbriatum zwar noch nicht gefunden, aber das muß nichts heißen. Ich denke, dass er trotzdem so klein kann.
LG Ulla
Hallo Timm,
bei Deinen Schleimis könnte es sich entweder um ein Physarum oder ein Didymium handeln.
So vom Foto ist das nicht eindeutig zu lösen. Da müßte man mikroskopieren. Didymium hat im Vergleich zu Physarum kristallinen Kalk auf der Peridie.
Beim Wachstum auf pflanzlichem Abfall kommen aus beiden Gattungen mehrere Arten in Frage.
VG Ulla
Hallo liebes Forum,
am letzten Wochenende waren wir auf der Suche nach der Teufelsurne - Urnula craterium.
Die Fundstelle ist schon länger bekannt, aber es ist immer wieder interessant ob der Pilz wieder erscheint.
Urnula craterium erscheint schon im auslaufenden Winter, aber da ist sie sehr schwer zu finden, durch ihre schwarzen Fruchtkörper. Da muß man schon genau hinschauen um sie zu finden.
Auch uns ging es so, sie an der Fundstelle bei Naumburg zu finden. Aber wir hatten Glück. Der Fundort wurde schon von Frieder Gröger vor vielen Jahren bekanntgemacht und sie kommt regelmäßig jedes Jahr wieder.
Dieses Mal hatten wir das Glück einen unglaublich großen Fruchtkörper zu finden, ein Euro-Stück daneben zeigt die Größe.
Wir waren dann noch weiter auf dem Wanderweg unterwegs und fanden an einem Fraxinus(Eschen) Stubben eine unglaubliche Anzahl an Kohlen-Kugelpilze (Daldinia).
Nach mikroskopischer Untersuchung (KOH Reaktion rötlich-lila) und Sporengröße, ergab sich "nur" Daldinia concentrica.
Aber das dichte Wachstum war schon beeindruckend.
Liebe Grüße
Ulla
Hallo Luca,
bei Euch ist ja alles schon sehr weit.
Davon können wir bei uns noch träumen. Der Bärlauch fängt erst an zu sprießen, die Verpeln/Morchelbecher lassen sich noch nicht sehen oder sind unterm Laub versteckt.
Eine Frage zu Deiner Kräuterausbeute hätte ich:
die Kräuter links unten. Da sehe ich Lerchensporn (ev. Mittlerer L.) oder täusche ich mich?
Meines Wissen ist Lerchensporn, egal welche Art, giftig. Vielleicht kannst Du mich aufklären.
VG Ulla
Hallo liebes Forum, besonders die kreativen Pilzfreunde,
beim Stöbern im Netz nach geeigneten Ostergeschenken stieß ich auf folgenden lustigen Artikel:
Das ist wohl ein Muß für alle Waldfeen und die es noch werden wollen.
Der feenhafte Preis liegt bei 210,00€ . ![]()
![]()
So sollen die Fotos dieses Modells eigentlich mehr zur Anregung dienen.
Vielleicht hat jemand Lust darauf.
LG Ulla
Hallo Christian,

Schön, dass Du gleich mit einer Schleimpilzfrage anfängst!
Ich kann Erwin nur zustimmen, dass das Perichaena corticalis ist. Man sieht ja gut der vorgebildeten Deckel. Trichia-Arten öffenen sich nie mit einem Deckel. Etwas ungewöhnlich ist die Wuchsform einiger Fruchtkörper Deines Fundes, da P.corticalis eigentlich meist rundliche Fruchtkörper ausbildet. Bei Deinem Fund sieht man auch Plasmodiocarpien, die schon etwas an Perichaena depressa erinnern. Das könnte man aber in Zweifelsfall mikroskopisch abklären, da P.corticalis größere Sporen hat (10-14um). Möglicherweise ist die Fruchtkörperform aber auch dadurch entstanden, dass die Schleimis sehr dicht beieinander gewachsen sind.
Die durchsichtige Haut auf der die Fruchtkörper sitzen ist der Hypothallus, eine Unterlage, die vom Plasmodium angelegt wird um daraus die Fruchtkörper zu bilden.
Perichaena corticalis wächst typischerweise, wie Du sie auch gefunden hast, meist an der Innenseite von Laubholzrinde, gern in der lockeren Bastschicht. Sie ist eine Herbst/Winterart.
VG Ulla
