Beiträge von lamproderma

    Lieber Stefan,

    zu Deinem heutigen Ehrentag alles Gute, viel Gesundheit

    und natürlich immer interessante und spannende Pilzfunde.

    Hoffentlich treffen wir uns dieses Jahr wieder, vielleicht im Elbsandsteingebirge, bei der Sachsen- oder der DGfM-Tagung!

    Ein kleiner Blumengruß mit Scilla bifolia von uns, leider ohne Phytos.


    Liebe Grüße Ulla und Gunnar

    Ich hatte ja vorm Joker auch die Himbeerrote Hundsrute in die engere Wahl genommen, aber dann nach dem Joker doch den richtigen Riecher gehabt und auf den Rotschuppigen getippt.

    LG

    Ulla

    Hallo umossoh,

    ja von den Beschwerden an die lukullischen Seiten der Morcheln zu kommen berichtet keiner.

    Ameisen, Nacktschnecken, Kellerasseln, Hundertfüßer und und und... was es noch an so kleinen Kriechtieren gibt. Ameisen sind allerdings meist unangenehm, da sie in der Morchel meinen einen Staat zu gründen und dann noch viel Nistmaterial (Erde) eintragen. Aber ein kleiner stabiler, nicht zu steifer Pinsel kann diese Mißlichkeiten leicht beseitigen. Bei Nacktschnecken sollte man die Teile dann doch waschen um den ekligen Schleim loszuwerden oder man schmeißt diese wegen Ekelfaktor gleich weg.

    Ach ja, Maden gibt es in Morcheln auch - meist wenn das Wetter ungünstig (zu warm) ist und die Morcheln wegen fehlender Feuchtigkeit langsam wachsen. In dem Fall bleibt nur - wegwerfen!

    Aber was tut man nicht alles um seine pilzliche Beute optimal und kulinarisch auszunutzen.


    LG Ulla

    Hallo Karl,

    Deine Beobachtungen kann ich nur bestätigen.

    Genauso wie es ein gutes Frühjahrsascomyceten-Jahr ist, scheinen auch die Schlehenrötlinge-Entoloma sepium vom feuchten Wetter zu profitieren.

    Im Auwald in der Elster-Luppe-Aue bei Schkeuditz, aber noch Sachsen-Anhalt, fanden wir gestern am verregneten Himmelfahrtstag mehrere reichlich besetzte Hexenringe der Art.


    Auch mit der Chemie (Anilin) habe ich gespielt und die Farbreaktion nach 5 - 10 - 15 min (von rechts betrachtet) beobachtet.

    Die rötlichen Fraßgänge der Maden waren aber auch gut zu sehen.

    Außer diesen Pilzen fanden wir zum ersten Mal im Gebiet die Glockenverpel - Verpa conica in direkter Gemeinschaft mit den Käppchenmorcheln - Morchella semilibera, die dort nicht selten ist.




    LG Ulla

    Hallo Björn,

    bei uns in Sachsen-Anhalt haben wir die Helvella spadicea in verschiedenen Tagebaufolgelandschaften.

    Wir fanden sie auch am letzten Wochenende auf den Spülhalden der Sodaindustrie bei Bernburg.

    Ich denke, dass Deine Fund diese Art ist. Bei Pappel auf kalkhaltigem Boden stimmt ja auch.


    LG Ulla

    Hallo Alis,

    toller Fund der Spinnenragwurz.:gbravo:

    Die haben wir hier noch nicht gesichtet.

    Deinen Jupitermond würde ich als Tulostoma brumale bezeichnen.


    LG Ulla

    Hallo Thomas,

    Deinen ersten Porling würde ich für den Schwarzroten Porling(Kastanienbraunen Porling) - Polyporus badius halten und den zweiten eher für den Sklerotienporling - Polyporus tuberaster.

    Für den Waben-Porling hat der zu kleine Poren.


    LG Ulla

    Hallo,

    war auch erst beim Splatblättling.

    Den Holländer-Phal habe ich erst nach dem Joker begriffen oder zumindest geahnt und gehofft. Der weiße Flokati hat mich irritiert, aber nach Vergleich bei Tante Google dann doch zum richtigen Ergebnis gebracht.

    LG Ulla

    Hallo liebes Forum,


    Heute machten wir einen Ausflug nach Bernburg in das FND Latdorfer Kalkberge. Dieses Gebiet ist ein Teil der Abraumhalden der Bernburger Sodaindustrie, die teilweise schon ca. 70 Jahre aufgelassen sind. Dort wurden feste Rückstände wie Sand, Kalk und Calciumcarbonat in sogenannten Kalkteichen verspült. Seit der Auflassung entwickelte sich dort eine Pionierflora aus Pappeln, Weiden und Birken. Auch eine reichhaltige Orchideenflora u.a. mit Rotbraunem Sitter, Großes Zweiblatt entwickelte sich dort.

    Heute dominieren vor allem Birken.


    Dieses Gebiet wurde in den 1980er Jahren bereits als Pilzschutzgebiet ausgewiesen.

    Denn dort wurde erstmals für die DDR Massenvorkommen der Weißstielige Lorchel – Helvella spadicea nachgewiesen.


    Nun wollten wir wissen ob wir die Art heute wiederfinden, da die letzten Funde der Art schon ein paar Jahre zurückliegen.


    Gleich am Eingang zum FND trafen wir auf junge Fruchtkörper. Man sah allerdings nur die Hüte aus der Erde gucken, die Stiele waren noch nicht gestreckt. Beim Herausheben eines Fruchtkörpers sieht man diese aber gut.


    In der Nachbarschaft wuchsen Hochgerippte Becherlinge Helvella acetabulum (leider kein Foto).


    Bei Pappeln dann erstmals Morcheln – Morchella vulgaris und auch eine gelbe Morchel, die eventuell Morchella americana sein könnte. Das müßte aber noch geklärt werden.



    Später zwischen Birken und Pappeln dann ein für uns erstaunlicher, aber eindeutiger Fund – Kronenbecherlinge – Sarcosphaeria coronaria. Es war keine Kiefer in der engen und weiteren Umgebung zu sehen. Aber nach Recherche im Internet kann die auch mit Laubbäumen! Wichtig ist der kalkhaltige Untergrund. Das ist auch ein Erstfund für das Gebiet.




    Auf einer Freifläche dann Sandborstlinge, möglicherweise Geopora sepulta, daneben winzige Rißpilze.




    Diese müssen noch untersucht werden, leider erst morgen.


    In gesamten Gebiet waren große Mengen am Großen Zweiblatt, Listera ovata zu sehen, so viele wie ich noch nie gesehen habe. Sie standen so dicht, dass man Angst hatte sie zu zertreten! Die Blüte ist erst am Herausschieben. Für die anderen Orchideenarten (Rotbrauner Sitter, Weißes Waldvöglein u.a.) ist es allerdings noch zu früh. Da schauten nur die Triebspitzen heraus.



    Es hat sich auf jeden Fall gelohnt diese Tour zu unternehmen.


    LG Ulla



    Hallo Hartmut,

    aufgrund dessen, dass sich das Capillitium leicht vom Stielbecher abtrennen läßt, der Sporengröße und Skulptur sowie der Capillitiumstruktur kommt für mich nur Arcyria ferruginea in Frage, auch wenn die Fruchtkörper makroskopisch nicht ganz typisch aussehen.


    VG Ulla

    Das ist doch der Dörrapparat... keine Milch.

    Wir haben auch diesen Dörrapparat und sind sehr zufrieden damit. Unsere Morchelfunde sind da in ca. 10 Std. bei niedrigster Stufe rascheltrocken. Allerdings trocknen wir die Morcheln nicht in Hälften oder Vierteln sondern schneiden sie von oben nach unten in Scheiben.

    Eine Freundin, die ich immer mit Trockenpilzen versorge, fragte mal: "Hast Du da noch welche von den Zahnradpilzen, die sind am besten!"

    Fand ich lustig (die "Zahnradpilze")! :glol:


    LG Ulla

    Hallo Bernd,

    Dein Schleimpilz nr. 1 ist eine Trichia, allerdings kommen da verschiedene Arten in Frage: ich tippe auf Trichia scabra mit Sporen, die ein kleinmaschig netziges Ornament haben, während Trichia persimilis, die andere möglich Art, Sporen mit großmaschigem oft unvollständigem Netz haben.

    Die Nr. 2 sieht nach einer alten, schon ausgestäubten Badhamia utricularis aus, da die Fruchtkörper so am Moos herunterhängend wuchsen. Aber es könnte auch eine ander Badhamia sein. Auf Moos wachsen noch andere Arten.

    100%ige Bestimmung leider auch nur mit Mikroskop.


    LG Ulla

    Ich musste heute leider schwänzen. Aber ich habe eine hervorragende Ausrede: Morcheln💃💃💃.

    Also das würde ich als Ausrede nicht durchgehen lassen. Schnöde Morcheln gegen so tolle Bilder und Erklärungen dazu.

    Das würde ich auch so sehen.

    Wir haben uns auch gestern nachmittag durch unsere Morchelgründe durchge"morchelt" und waren aber pünklich kurz vor 20:00 mit dem Putzen und Schnippeln fertig. Das letzere hätte man natürlich auch beim Vortrag machen können, andere stricken oder kraulen Katzen etc. dabei. :giggle:

    LG Ulla

    Hallo,

    zwar denke ich vom Foto her auch an den Stäublings-Schleimpilz Reticularia lycoperdon.

    Allerdings irritiert mich Deine Bemerkung, dass der Pilz nach dem Zusammendrücken wieder seine ursprüngliche Form annehmen soll. Das paßt für den Schleimpilz nicht. Wenn er noch unreif ist, tritt Saft heraus, aber er ist dann zerdrückt, es sei denn man drückt nur ganz leicht auf die Oberfläche ohne diese zu zerstören. Aber dann tritt dabei kein Saft aus.


    VG Ulla

    Ach so, die nächsten Aufhängebändchen werde ich übrigens zuerst einkleben. Dann kann man sie zum Trocknen aufhängen. Das dauert immer ein Weilchen bei Ölfarben.

    Das ist eine prima Idee.

    Ich habe auch schon fleißig Schneckenhäuschen gesammelt, fehlen noch die Farben. Ich probiere es mal mit Acrylfarben. Denke mit Klarlack kann man die Farben gut vor Außeneinflüssen schützen.

    Bis nächstes Ostern ist ja noch ein bischen Zeit.

    LG Ulla

    Hallo Bernd,

    Du hast bei Deinen Verpeln auch die gelbe Form dabei. Unter welchen Bäumen wuchsen die?

    Bei uns findet man die gelbe Form ausschließlich unter Kirsche. Die sieht man auch Deinem Foto vom Biotop allerdings nicht.


    LG Ulla

    Das Werk kommt sogar fragmentarisch in den Handel:


    Pilze - Claus Caspari : Scharlachroter Saftling. Hygrocybe punicea (Fr.) Karst. | eBay

    Nun auch ein stolzer Preis. Wenn man bedenkt, dass es 180 Tafeln sind...

    Ja schade, dass so häufig ältere Werke einfach auseinandergerissen werden um Geld zu machen.

    Mich ärgert, dass die Verkäufer keine Achtung vor den Werken unserer Altvorderen haben. Bei ebay und anderen Anbietern z.B. delcampe findet man oft solche Angebote. Wenn man die Tafeln vollständig haben möchte, müßte man einen horrenden Preis bezahlen! :cursing:


    LG Ulla

    Hallo Bernd,

    Dein farbenfroher Schleimi sieht mir sehr nach dem Wespennest - Metatrichia vesparium aus. Die ähnliche Metatrichia floriforme sieht makroskopisch schon etwas anders aus. Mikroskopisch unterscheiden sich beide durch die Capillitiumfäden: M. vesparium : stachelig mit kurzen Enden, M. floriforme: glatt mit lang ausgezogenen Enden.

    LG Ulla

    Hallo Stefan,

    den Falschen Mehltau am Hohlen Lerchensporn hatten wir heute bei Bernburg ebenfalls.

    Der Rost an Anemone, Tranzschelia fusca ist bei uns eigentlich häufig, da wundert es mich dass Du ihn noch nicht oft gesehen hast. Er ist eigentlich leicht von fern zu erkennen, die befallenen Blätter sind dann immer etwas nach oben hervorragend und man sie sie schon von weitem, bevor man das Blatt umdreht und den Rostbefall erkennt.

    LG Ulla

    Ich war auch für den Grünblättrigen Schwefelkopf.

    Auf das Weißstielige Stockschwämmchen wäre ich nie gekommen. Das Foto war mir viel zu orange. So habe ich den Pilz noch nie gesehen.


    LG Ulla