Guten Abend allerseits,
heute habe ich eine längere Radtour am bayrischen Untermain unternommen und mehrere hundert Fruchtkörper in Dutzenden von Hexenringen gesichtet. So schlecht es derzeit den Mykorrhiza-Pilzen im Wald geht, so gut ist es derzeit um die Saprobionten auf den Wiesen und Feldern bestellt.
Ein markantes Pärchen habe ich mir gegriffen , da hoffe ich aufgrund der Merkmalskombination den Kreis der Verdächtigen eingrenzen zu können.
Zunächst dachte ich aufgrund der Hutfarbe und Struktur gar nicht an einen Champignon, da die beiden Exemplare nur einige Meter vom Waldrand in der Nähe einer Pappel auf einer Wiese standen. Dort war letztes Jahr Stallmist verteilt worden, also reichliche Stickstoffversorgung.
Wenn ich mal so bilderbuchmäßig mit meiner Literatur ( Gminder/ Karasch und Winkler/Keller ) abgleiche, gefällt mir der Purpurfaseriger ( Wurzel-)Egerling am besten, zumal das Gilben in der unteren Stielhälfte dazu passt. Allerdings kann ich kein Bittermandel- oder Anisgeruch wahrnehmen. Was könnte denn sonst noch in Betracht kommen? Mikro habe ich ( noch) keines, aber morgen könnte ich diverse Chemie (KOH, Anilin und Salpetersäure etc.) zum Einsatz bringen, falls das einen Erkenntnisgewinn verspricht.
Kommentare und Namensvorschläge sind willkommen.
Beste Grüße,
Frank
