Was völlig Irres

Es gibt 7 Antworten in diesem Thema, welches 571 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Felli.

  • Servus,

    Pilzausstellungen sind toll, oft bekommt man Pilze zu sehen mit denen man schon überhaupt nichts anfangen kann.

    Leider war der Pilz schon relativ weich und in mehrere Teile zerbrochen.

    Beschreibung:

    abgeflacht kugelförmig, ca. 3 cm Durchmesser, Oberfläche dunkelrosalich-gescheckt ( ähnlich der Hutoberfläche von Hygrophorus russula)

    Kommt auf den Bildern nicht so rüber X(

    Erst dachte ich an eine Rhizopogon, aber als ich das mit der Lupe betrachtete kamen ernste Zweifel auf.

    Mikroskopisch:

    Das Innere bestand aus einem Wirrwar an Hyphen, dichte Textura intricata


    makroskopischer Schnitt


    anstatt einer festen Aussenseite bestand der Rand aus rötlichen Konidienlager

    x400

    x1000


    Die Konidien sind zweigeteilt, der gefärbte Teil ist zudem warzig


    MIT 5% KOH

    Konidien mit IKI


    Hat jemand eine Ahnung was das darstellen soll?

    Ist das evtl tasächlich ein Hygrophorus mit irgendeinem parasitischen Befall?

    Die Konidien erinnern an die Gattung Tranzschelia


    Grüße

    Felli

  • Hallo Felli,


    das erinnert mich entfernt an einen eigenen Fund von Pezziza subisabellina. Die Apos können, wenn alt, fast kissenförmig werden.

    Siehe hier Bild 3:

    Peziza subisabellina (Řasnatka vínová)
    Syn.: Pachyella subisabellina, Purpureodiscus subisabellinus Roztroušeně se vyskytující druh rostoucí od pozdního jara do podzimu na silně rozloženém dřevě…
    www.mykologie.net

    oder hier:

    Peziza subisabellina P. Blank, Häffner & Hohmeyer 1993
    Peziza subisabellina P. Blank, Häffner & Hohmeyer 1993 Tassonomia Divisione Ascomycota Classe Pezizomycetes Ordine Pezizales Famiglia Pezizaceae Foto e…
    www.funghiitaliani.it


    Die Konidien könnten dann zu einem "Befall" gehören.


    Dass keine Asci und Sporen zu finden sind, passt nicht so recht.


    LG,

    Alex

  • Servus Alex,

    ganz ausschließen kann ich das nicht, werd ich auch nochmals überprüfen;

    halte es aber eher für unwahrscheinlich da ich im äußeren Bereich kein Excipulum / keine Textuta angularis erkannt habe,

    die zumindest an der Basis vorhanden sein müßte.

    Die komplette Aussenseite besteht nur aus diesen Konidien, ähnlich einer Glomusart.

    Und wie du selber sagst, keine Asci ,Paraphysen oder Pezizasporen.


    Grüße

    Felli

  • Hallo Felli,


    hat einige Ähnlichkeit mit dem, wo ich immer noch rätsele



    LG, Bernd

  • Servus,

    Nun hab ich nochmals reinmikoskopiert. Leider ohne Ergebnis.

    Für etwas stäublings- bzw. schleimpilzartiges halt ich es nicht, da fehlen mir die langen Capilitiumfasern.

    Trotzdem Danke für deinen Vorschlag, Bernd.

    Gewachsen ist das ja im Moos/ Erde.


    Ich hab mir auch noch das Excipulum von meiner P. subisabellina vor Augen geführt und kann keine Übereinstimmungen feststellen.


    Hier nochmals die Konidienbildung und das Fruchtkörperinnere etwas deutlicher.





    auch werden im Innern diese Konidien gebildet, nur nicht so häufig und dann etwas farbloser



    Zusätzlich machen sich nun auch noch hyperparasitäre Pilze breit



    sodass ich die Reste nun entsorge.


    Grüße

    Felli

  • Hallo Felli,


    von Stäubling und Schleimpilz war ich schon abgekommen. Ich hatte darüber mit Matthias gesprochen und ihm auch eine Probe zukommen lassen, die er aber nicht mehr bearbeitet hat. Das muss schon was aus der Richtung Mycogone etc. pp sein, wie Toni das vorschlägt. Matthias hatte auch einiges in die Richtung vorgeschlagen, aber nichts was schon überzeugend wirkte.


    In deinem Fall könnte der eine Teil tatsächlich Mycogone perniciosa sein, der Größe der aleuriosporen nach (falls deine Skala kalibriert ist). Die geht so ziemlich auf alles. Abgesehen von Entoloma (diverse), habe ich die auch auf Inocybe und Tricholoma terrestris (Mega-Agg) gefunden. Letztere wird dabei völlig entstellt im Wuchs. Könnte da bei dir irgendein Lamellenpilz beteiligt sein?



    LG, Bernd

  • Servus

    Ich glaube ihr habt rech recht was die Mycogone angeht. :)

    Vielleicht auch M. rosea

    Was allerdings der Wirt sein könnte,? Einen Stielrest konnte man nicht erkennen.

    Möglicher Weise war es tatsächlich ein Schneckling.

    Dank euch für die Hilfe

    Grüße

    Felli