Beiträge von TonioS

    Hallo zusammen,

    Ich muss einen Irrtum eingestehen. Daher änderte ich diesen Beitrag:


    Auf Blutweiderich (Lythrum) wuchs diese synnematös, braun-schwarz gestielte Form. Es werden schleimige, weiß reflektierende Köpfchen gebildet. Die Basis der Stiele sind schwarze Knuddel..Die sehr kleinen, teils allantoiden Konidien [(2,3)2,5-2,8 x 0,8-1,2 µm] erscheinen im Schleim in Massen. Dort spaltet sich der synnematöse Stiel lediglich in Fasern auf; allerdings kann sich im Schleimköpfchen ein Hyphenkranz ausbilden.

    Kann diese Form jemand einordnen?

    HG, Tonio


    P.S. Die Ascosporen von Acaulium albonigrescens sehen auch so aus (https://www.sciencedirect.com/…nload&rr=a402f9a9bc6ce866)

    Hallo Jürgen,

    Ich suchte in den Büchern von Seifert, Ellis, Doveri und Richardson, wurde aber nicht fündig. Aufgrund Deiner Empfehlung googelte ich nach Amphichorda und Onychophora. Bei Amphichorda spp. sah ich gewisse Ähnlichkeiten, z.B. bei den geschwungenen Konidiophoren. Aber auch deutliche Unterschiede zu meinem Fund, z.B. sind dort bei allen Arten die Konidien nicht größer als 3,5-5,5 x 2-3 µm, hier aber 8-11 µm. Zumidest habe ich jetzt einen Arbeitsnamen. Danke für deine Unterstützung!

    Grüße nach dem schönen Ulm, Tonio

    Hallo Juergen,

    ich habe jetzt die Knödel mikroskopiert. Aber nur Pflanzenreste gesehen. Wenn die "Köddel" vom Hasen stammen, wäre es wohl nicht verwunderlich, wenn dort Pflanzenreste zu finden sind. Aber auch, falls es doch pflanzliche Proben sind. Die "Köddel" waren nach so langer Zeit sehr hart. Ich musste erst etwas davon einweichen.

    Tonio

    Hallo zusammen,

    Ich hatte schon früher eine ähnliche Form hier nachgefragt (5.4.2026 „Scodosporium-ähnlich“. Thorben hatte diese Art als „ Anamorphe einer Botryobasidium-Art“ bestimmt. Könnte das auch hier zutreffen?

    Tonio

    Hallo zusammen,

    Ich hatte den Beitrag bereits unter der Rubrik „Dungpilze“ eingestellt, aber nur eine vage Antwort von Jürgen-M erhalten. Deshalb versuche ich es hier nochmal. Diese auffälligen Hyphos könnte doch jemand kennen. Geht das evtl. in Richtung Peronospora/Pseudoperonospora? Dann wären möglicherweise die schwarzen Kugeln gar keine Köddel gewesen, sondern etwas pflanzliches. Aber was, mitten auf einem geschotterten Fahrweg.


    Vormaliger Beitrag:

    bei einem Waldspaziergang sah ich mehrfach kleine schwarze Köddel am Weg liegen. Einige beförderte ich in ein Döschen. Ich vergaß das Döschen und öffnete es erst nach ca. 2 Monaten. Die Köddel waren von einem weißen Flaum überzogen. Das Mikroskopieren ergab Formen, die ich nicht bestimmen konnte [Konidien hyalin, rau, ca. (8)9-10(11) µm] . Über einen Hinweis zur Bestimmung würde ich mich sehr freuen.

    VG, Tonio

    Hallo zusammen,

    bei einem Waldspaziergang sah ich mehrfach kleine schwarze Köddel am Weg liegen. Einige beförderte ich in ein Döschen. Ich vergaß das Döschen und öffnete es erst nach ca. 2 Monaten. Die Köddel waren von einem weißen Flaum überzogen. Das Mikroskopieren ergab Formen, die ich nicht bestimmen konnte [Konidien hyalin, rau, ca. (8)9-10(11) µm] . Über einen Hinweis zur Bestimmung würde ich mich sehr freuen.

    VG, Tonio

    Hallo Thorben und Felli,

    Das sind ja etliche Anregungen dazu. Ich werde denen nachgehen.

    Ich weiß - heute geht ohne Sequenzierung nur selten eine Artzuordnung, und das auch nicht immer. Das war zu den Zeiten der Ellis- Bücher (70er) noch anders. Als Amateur muß man sich wohl oder übel mit einem Gattungsnamen begnügen müssen - wenn man Glück hat. Die exakte Bestimmung muß leider einem wiss. Institut vorbehalten bleiben.

    Ja, dieser Fund stammte von einer Arizona-Zypresse.

    Ich danke Euch für die vielen Hinweise.

    HG, Tonio


    Nachtrag: Ich sah gerade, für die Gattung Pestalotiopsis sind bei IndexFungorum 469 Arten gelistet. Wie soll man denn da als Laie auf eine Art kommen? Man könnte sich lediglich auf den Wirt beziehen, aber die Namen sind selten wirtsspezifisch.

    Hallo zusammen,

    diese Form fand ich schon öfter (Wacholder, Chin. Rotholz, Zypresse, Erika), konnte sie aber bisher nicht einordnen.

    Die Konidien liegen in großen Haufen aber leider sah ich noch nie zugehörige Hyphen. An einem Ende der Konidie befindet sich ein einzelner sehr dünner, peitschenartiger Fortsatz und am anderen 2-4 solche Anhängsel. Die drei Mittelzellen der Konidie sind braun, wobei die mittlere dunkler ist. Die „begeißelten“ Endzellen der Konidie sind hyalin. Konidien ca. 25-28 x 7-9 µm; die einzelne vordere Anhängsel ist kurz, die hinteren mehreren Anhängsel teils bis zu 40 µm lang. Die bei Dubey et al. beschriebenen Phialokonidien sah ich nicht.

    Könnte das eine Quadracaea mediterranea sein? Ich finde keine anderen, nördlich vorkommenden, vergleichbaren Konidien mit solchen Anhängseln.

    HG, Tonio

    Hallo Thorben,

    Danke für den Hinweis. Da werde ich wohl noch etwas (oder tiefer) suchen müssen. Wahrscheinlich wird aber die Bestimmung bei „Chloridium sp. “ bleiben müssen.

    VG, Tonio

    Hallo Thorben, du hattest schon mal diese Art gefunden und hier im Forum vorgestellt. Jetzt konnte ich u.a. diesen Gonytrichum cf. caesium (syn. Chloridium caesium) auf Lärchenzapfen finden, wenn ich richtig bestimmte. Bei IndexFungorum werden 20 Arten gelistet. Daher wage ich nicht, zum Gattungsnamen auch ein klares Epitheton hinzuzufügen. Vor allem, weil ich keine Makroaufnahme und keine Originalliteratur dazu habe. Langgestreckte Hyphen (100-200 µm) teils ohne, teils mit Verzweigungen; Reife Konidien 3-4 x 2-2,5 µm. Könnte ich mit der Bestimmung richtig liegen und evtl. das „cf.“ weglassen?

    VG, Tonio

    Hallo zusammen,

    auf einem Brennnessel-Stiel (Urtica) fand ich einen Cephalotrichum (Doratomyces) mit Seten. Nach M. Sandoval-Denis et al. (2016) könnte es C. gorgonifer (syn. C. heliciforme, Trichurus spiralis, T. gorgonifer) sein. Die Konidien waren oval ohne Zuspitzung (3,5-4,5 x 2,5-3 µm). Einmal gab es am Stiel auf halber Höhe einen Seitenast.

    VG, Tonio


    Hallo Ingo,

    Nachdem die Bienenkörbe das Baumwollblau so stark annahmen, nehme ich an, dass sie hyalin waren. Helicodendron ist (sub)hyalin bis braun. Und Helocoön erscheint mir filigraner zu sein. Aber alle drei sind wohl Wasser- oder Boden-affin. Leider sah ich keine Hyphen dazu. Aber ich habe das Holz feucht eingelagert. Mal sehen, ob noch was kommt.

    LG, Tonio

    Hallo zusammen,

    auf einem morschen Laubholzstück aus Süßwasser sah ich einen punktuellen weißlichen Flaum. Das Klebepräparat mit Baumwollblau +Milchsäure ergab 1) Hobsonia-ähnlich. Nach mehrmaligem Wenden des Holzes auf der Suche nach weiterem Bewuchs konnte ich die vorherige Stelle nicht mehr ausmachen. Somit gelang kein weiteres Präparat mit Wasser oder Kongorot. Ein Blindversuch ergab dagegen große Viererkugeln, die ich als 2) Foraminiferen-ähnlich (ca. 150-300 µm, einzelne Kugel 60-80 µm) einstufe.

    HG, Tonio


    1)


    2)

    Hallo zusammen,

    auf Breitblättriger Platterbse (Lathyrus latifolius) fand ich die Art Chlamydomyces cf. palmarum (Konidien hier ca. 35-45 x 25-30 µm). So jedenfalls wird die Art bei Barnett & Hunter (1972; 3. ed.) sowie bei Seifert et al (2011) beschrieben. Laut Index Fungorum gab es die drei Arten Chl. diffusus, Chl. palmarum und Chl. sympodialis. Nur die erste der drei ist „accepted“, die beiden anderen sind jetzt „synonym“. Sie wurden zu Harzia als H. palmarum und H. sympodialis gestellt. Und Harzia acremonioides (so bei Seifert et al.) könnte bei Ellis & Ellis (1985) als Acremoniella atra (Konidien 20-30 x 15-18 µm) geführt sein, da auch die Arten Harzia verruculosa und H. velata als Acremoniella-Synonyme geführt werden. Bei Humicola atra verzeichnet Indexfungorum keine Synonyme. Somit gibt es derzeit bei Chlamydomyces nur eine Species, bei Harzia dagegen 14. So jedenfalls ist mein Kenntnisstand. Alle sehr verwirrend, man könnte sich noch Tage damit beschäftigen. Auch Olpitrichum macrosporum, der „Vetter“ von Harzia acremonioides, ist jetzt ein Synonym von Harzia macrospora.

    Schade, dass es bei Hyphomyceten nicht so etwas Ähnliches wie bei 123Pilzsuche gibt!

    HG, Tonio


    Hallo an alle Pilzfreunde,

    Auf Edelkastanienblüten fand ich einen mir unbekannten Pilz, Konidien/Sporen (2,8) 3 – 3,5 (4) µm, sehr dunkel, rau. Zunächst dachte ich an einen Periconia minutissima, aber dann kamen mir Zweifel. Dort sollten die Konidien 4-6 µm messen und der Stiel sollte septiert sein. Aufgrund des unseptierten Stiels wäre auch ein Zygomycet möglich (~ Absidia sp.). Auffällig waren auch die „Stöpsel“ an der „Columella“. Bezüglich Zygomyceten fehlt mir eine ausführliche Literatur. Möglicherweise sind es auch verschiedene Formen.

    Servus, Tonio

    Hallo an alle Hyphomycetenfreunde!

    Vermutlich fand ich Monacrosporium sp. (Ellis 1988, Fig. 110) an Kräutern. Aber die seltsamen Auswüchse an einigen Konidien kann ich mir nicht erklären. Sind das spezielle Keimschläuche? Hat jemand dazu eine Idee?

    VG, Tonio


    P.S.: zumindest bei den Formen mit den Auswüchsen ( Stauro) handelt es sich um Hydrometrospora symmetrica (Seifert et al., plate 366D). Vermutlich sind dann auch die ohne Auswüchse von der gleichen Art, aber noch unreif.


    Hallo an alle Hyphomycetenfreunde!

    Vermutlich habe ich Humicola sp. gefunden: Auf Hohlem Lerchensporn, Konidien ca. 7-9 µm. Zudem sah ich vermutlich die Synanamorphe. Was meint Ihr dazu; liege ich mit der Bestimmung richtig?

    VG, Tonio


    P.S.: Die „Synanamorphe“ ist wahrscheinlich Acremonium sp. als Begleitform.

    Hallo an alle Hyphomycetenfreunde!

    Kann jemand mit dieser morphologischen Mischung aus Chaetomium, Chaetosphaeria, Chalara, Fusichalara ... etwas anfangen bzw. die Gattung bestimmen? Isoliert von dürren Dipsacus strigosus-Stängeln. Dort ein Massenvorkommen. Konidien sah ich höchst selten und diese wenigen (2,5-3,5 x 0,6 µm) könnten auch zu etwas anderem gehören. Möglicherweise vermehrt sich diese Art auch durch die sehr zerbrechlichen braunen Hyphen. Oder sind die Gebilde pflanzlich bzw.. tierisch? Über einen Kommentar, Literaturhinweis oder eine Bestimmungshilfe würde ich mich sehr freuen.

    HG, Tonio


    P.S.: offenbar handelt es sich um einen unreifen Chaetomium sp., also um einen Ascomyceten


    Hallo Ulla,

    Könnte das ein Schleimpilz sein? Gewachsen auf Milzkraut (Chrysosplenium) in einer Feuchtkammer. Gelbe Sporen 18-20 x 11-12. Klammerähnliche Hyphen in Massen. Ich bin hierbei total ratlos.

    VG, Tonio

    Hallo zusammen,

    auf Purpurglöckchen (Heuchera) fand ich diesen Schipi, denn ich als Anungitea sp. bestimmte. Konidien didymo 9-11 x 2,5-3 µm.

    VG, Tonio