Hallo zusammen,
bei unserer gestrigen Pilzausstellung in der Gruga fielen uns in einem Beet sehr zahlreiche Fruchtkörper eines Pilzes auf, den wir zunächst mal für eine Stropharia hielten. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich dann aber, daß kein deutlicher Ring vorhanden ist und Stropharia damit raus ist. Bleiben noch Leratiomyces und Hypholoma. Von der Optik her würde man sicher erstmal zu Leratiomyces tendieren, aber es handelt sich um Hypholoma tuberosum. Das namensgebende Sklerotium habe ich zwar nicht mit ausgegraben (da ich halt nicht wußte, daß es welche auszubuddeln gibt), aber auffällig ist der lange, wurzelnde Stiel, der dann etwas weiter im Boden sicher in ein Sklerotium mündet. Der Pilz ist erst vor knapp 20 Jahren beschrieben worden. Es gibt in Deutschland relativ verstreut einzelne Fundpunkte, insbesondere in Duisburg konnte Kriemhilde Müller den Pilze über einige Jahre hinweg regelmäßig nachweisen.
Fruchtkörper am Fundort
Huthaut in Wasser. Hyphen sind z.T. deutlich braun inkrustiert
Cheilozystiden mit Kongorot gefärbt
Basidien mit Kongorot gefärbt
Eine einzelne Pleurochrysozystide neben zahlreichen Basidien
Caulozystiden mit Kongorot gefärbt
Sporen in KOH
Björn
