Schnallen bei Ganoderma pfeifferi?

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  • Ihr Lieben, ich hatte heute Ganoderma pfeifferi am Wickel. Ich konnte einfach keine Schnallen finden und auch keine Basidien. Ich habe zig Präperate (in KOH3%) von verschiedenen Stellen gemacht und die generativen Hyphen waren eh schon kaum zu finden. Wo genau schau ich nach um Schnallen zu finden? Ich habe nur ein kleines Stück vom Fachgruppenabend mit nach hause genommen. Makroskopisch aber typisch G.pfeifferi (Harzschicht, dunkler Kontext, süßer Geruch, lebende Buche)

    Liebe Grüße

    Ria


    Sporen sehen aus wie kleine Melonenkerne mit Warzen. Hab nicht viele gemessen, ca 9-10x6-7. ( Im Vergleich dazu war G. resinaceum siehe unten ca. 11- 12x7)


    Sporenornamente



    Röhren, irgendwelche Verdickungen? Ich dachte im ersten Moment Basidiolen, aber aus ihnen sind verästelte Hyphen heraus gewachsen



    Trimitischer Kontext


    Kontext in der Nähe der Röhren



    Links G.pfeifferi, rechts G. resinaceum zum Vergleich



    Alte oben abgebrochene Buche

  • Und warum soll das nicht G. resinaceum sein?

    Risspilz: hui; Rissklettern: bisher pfui; ab nun: na ja mal sehen...


    Derzeit so pilzgeschädigt, das geht auf keine Huthaut. :D


    Meine Antworten hier stellen nur Bestimmungsvorschläge dar. Verzehrsfreigaben gibts nur vom PSV vor Ort.

  • Hallo Ria,


    um Schnallen an generativen Hyphen bei solchen Porlingen zu suchen, würde ich immer ein kleines Fitzelchen der Porenschicht mikroskopieren (dabei aber nicht die Porenöffnungen nehmen, sondern eher bei einem Schnitt wie von dir unten gezeigt etwas aus dem Poreninneren kratzen). Das ganze dann mit Phloxin B anfärben, da erkennt man dann anschließend schon mal, was wirklich generative Hyphen sind, denn Skeletthyphen und Bindehyphen haben in der Regel sehr dicke Wände aber wenig Lumen und nur das Zellinnere wird ja von Phloxin angefärbt.


    Nach dem Auswaschen dann einen Tropfen 3% KOH auf den gefärbten Pilz geben und das Ganze mit Nadeln zerzutzeln. Porlinge sind ja nunmal aufgrund der verwobenen Hyphen sehr fest und alles, was man vorher mit den Nadeln auseinanderzieht, macht einem hinterher das Leben nicht unnötig schwer. Anschließend Deckglas drauf und mit einem Radiergummi ordentlich quetschen und drücken um das Pilzmaterial noch weiter auseinander zu dröseln. Am Ende überschüssige Flüssigkeit absaugen und suchen.


    Björn

  • Liebe Ria,


    G. pfeifferi ist sehr selten und wird oft falsch bestimmt. Der Porling auf deinem Pilz sieht mir eher wie G. resinaceum aus. Bei älteren Fruchtkörpern wird der Context auch mal etwas dunkler. G. pfeifferi muss eine sehr dicke Harzschicht aufweisen, bildet "riesige" Fruchtkörper an sehr alten Buchen, hat einen deutlich dunkelbraunen Context und ca. 2 µm breitere Sporen (8-9 µm breit) als G. resinaceum (bis 7 µm breit).

    Die Suche nach Schnallen hat ja Björn schon bestens beschrieben. Der Weg gilt ja für alle di- trimitischen Porlinge. Oft ist das Hymenium aber auch kollabiert und die Suche wird echt mühsam.


    LG

    Frank