Moin zusammen,
obwohl das Jahr zur Neige geht und wir im November frostige Temperaturen bis -13 Grad hatten, haben sich wieder einige Pilze hervorgewagt. Ich nehme euch heute mit mit auf zwei Winterwanderungen in der Umgebung.
Ein klarer Wintertag im Hochmoor. Der Rennsteig machte seinem Namen als Wetterscheide alle Ehre. Dicker Nebel in Oberfranken, während Richtung Norden die Sonne lachte. Die Nebelschwaden waberten am Rande des Moors.
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Raureif verzierte Moose und Gräser. Eine ganz besondere Stimmung.
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Die "Blüten" der Moose hatten sich mit kleinen Eiströpfchen geschmückt.
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Manchmal knallte unerwartet Rot ins Bild, eigentlich erwartet man diese Farben nicht im Winter.
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Aber Rot ist gar nicht so selten, auch die Cladonien überzogen größere Flächen mit leuchtender Farbe. Ein kleiner Gelbblättriger Hautkopf fror mittendrin vor sich hin.
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Ein unbestimmter kleiner Eis-Schleierling, dem ich seine Winterruhe gelassen habe.
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Am Waldrand bei alten Weidenästen gab's das erste Haareis des Winters. Ich hatte es bislang nur an Buchenästen gefunde.
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Haareis, besonders sorgfältig gescheitelt und onduliert.
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Ergiebige Pilzfunde hätte man an Totholz machen können, Phlebia, Ascocoryne, Hypoxylon, Stereum und Arten aus weiterenGattungen schmückten die Baumstämme. Doch da der Göttergatte drängelte, konnte ich meiner Pilzlust nicht frönen, sondern musste mich auf ein paar Schnappschüsse beschränken. Rindengeschwurbel mit Zähnchen. Vielleicht ein Reibeisen.
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Austernseitlinge in allen Altersstadien. So schön bekomme ich sie nicht allzuoft zu sehen.
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Deshalb gleich noch ein Foto von dem ergiebigen Stamm.
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Schmetterlingstrameten. Ich finde sie so, oben auf dem Stamm und einen Kreis bildend, immer am schönsten.
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Zwerglfeuer sagen die Bayern passenderweise zum Klebrigen Hörnling. Die tausendste Aufnahme auf der Festplatte, trotzdem, einer geht immer noch!
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Abschließend kleine Tannenbäumchen aus aus Moos an Blaubeerstängeln. Passend zur Weihnachtszeit.
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Solche Waldspaziergänge erden und schärfen die Sinne für die kleinen Schönheiten und Wunder der Natur. In diesem Sinne: blendet die unerfreulichen Dinge aus, wenigstens für ein paar Tage und lasst es euch gut gehen über die Feiertage!
Danke fürs Mitkommen.
Edit hat mich erinnert, dass ich eigentlich mit dem verlorenen Hasen abschließen wollte!
Irgendwie sieht das Plüschtier wirklich verloren aus. Das erinnert mich daran, dass in der Zeit des Überflusses immer auch lebende Tiere unter den Weihnachtsbaum gelegt werden, die dann, wenns weniger schlecht läuft im Tierheim oder schlimmer, so wie der Plüschhase enden. Vielleicht kennt ihr ja jemanden, den ihr von solchen Fehlkäufen abhalten könnt.
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