Volles Spektrum der Leichen

Es gibt 6 Antworten in diesem Thema, welches 1.234 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Alejandro90.

  • Hallo zusammen,

    ich habe heute meine wöchentliche Kontrolle gemacht, ob endlich mal etwas wächst. Die Schnecken sind jetzt auch in Köln unterwegs, in dieser Zahl habe ich sie noch nie gesehen, und war erstmal optimistisch, dass ihre Anwesenheit mit dem Pilzwachstum zusammenhängen könnte. Irgendwie sind sie ja auch interessant, an mehreren Stellen fand ich Schneckenpaare, die sich über blauen Schleim hermachten, eine Schnecke hatte wohl Durst, und eine weitere war komplett schwarz.



    Wie erwartet fand ich an gewohnter Stelle Semmelstoppelpilze, die nun schon deutlich größer als die Funde letzte Woche waren. Die zweite Stelle suchte ich heute nicht auf, sondern machte eine größere Runde.



    Auf dem Weg diverse Opfer der Schnecken: ein Täubling,



    diese Gruppe Schwefelköpfe, denen der Feind sich schon näherte...



    Zwei Gallenröhrlings-Leichen (die ersten diese Saison)



    ein weiterer Täubling, der gerade verspeist wurde...



    und weitere Leichen, die den Alterstod gestorben waren.



    Ansonsten alles so leer, dass ich mich sogar für diesen Winzling bückte um auch mal etwas intaktes zu fotografieren. Daneben ein Kartoffelbovist...



    ... und in der Folge die spektakulärsten (Leichen-)Funde des Tages: Zuerst an einer Kiefer diese Glucke, ich vermute die Krause. Noch recht klein, aber viel größer darf sie wohl nicht mehr wachsen. In jedem Fall ein Erstfund für mich!



    Dann in dieser Grube ein paar Leichenreste, den Schädelknochen nach mindestens 3 nicht zu kleine Hirsche o.ä. Letzten Herbst hatte ich an dem Hang schon mehrfach einzelne Knochen gefunden. Ob da auch die Schnecken die Täter sind :haue: ?



    Am gleichen Hang dann dieser Leichnam (Schneckenopfer) eines größeren Röhrlings, die Hutfarbe und das vermeintliche Verblassen zum Rand ließ mich kurz an einen Steinpilz denken, aber das gelbe Fleisch passte da nicht, Röhren schon abgefressen, Stielreste ließen noch ein paar rötliche Töne erkennen, und das Blauen beim Anschneiden deutete dann ganz klar auf einen Flocki hin, der an diesem Hang auch immer in großer Zahl gewachsen ist. Ebenfalls meine erste Sichtung dieser Saison.



    Dann beendete ich die Runde, kurz vor dem Parkplatz machte ich noch dieses letzte Foto, um zum Abschluss wenigstens etwas lebendiges und hübsches zeigen zu können.



    Nächste Woche dann auf ein neues...

    Ale

  • Beim Erstellen über den PC wird irgendwie nie was angezeigt, und die Beiträge auf dem Handydisplay sind viel Arbeit. Deshalb mach ich den Beitrag schnell am PC, lade dann über Handy die Bilder hoch und ziehe sie mir wieder am PC an die richtige Stelle :cool: jetzt dürfte alles da sein

  • Servus Ale, ja die „Nacktschnecken“ haben ein überraschend komplexes Paarungsverhalten. Sie sind außerdem Zwitter und was man auf dem Bild sieht sind ihre ineinander gewundenen Penes, sie sich gegenseitig begatten. Aber auch behauste Schnecken sind sexuell nicht verklemmt, die beißen sich im Liebesspiel schon mal ein Stückchen Fleisch aus der Haut oder stechen sich mit Kalksplittern.
    LG Ingo