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letzter Beitrag von thorben96 am

Lactarius omphaliformis

  • Hallo zusammen,


    am 20.09.2020 konnte ich an einem Bachrand, in der Nähe von Erlen, diese Lactarius finden. Ich würde diesen Pilz gerne als Lactarius omphaliformis bezeichnen.

    Da ich diese Art nicht kenne und keine Mikrobilder im Netz gefunden habe, besteht eine Unsicherheit.

    Was meint ihr dazu ?

    Hier sind die Bilder:

    1.


    2.


    3.


    4. Stiel


    5. HDS


    6. Cheilomakrozystiden ?


    7. Cheilomakrozystiden ?


    8.


    9.


    10. Melzer


    11. Melzer


    VG : Thorben

  • Hallo Thorben,


    kann sein. Es fehlen die Olivtöne, der Hut hat ein Spitzchen, die Mikromerkmale (Sporen, Huthaut), das alles würde passen.


    Was mir nicht gefällt: Die Hutriefung am Rand sollte feiner sein, die Farbe deutlicher orangebraun. Der Stiel ist etwas dick.


    Die Art habe ich nur zweimal gesehen. Im ersten Moment erinnert sie an eine Laccaria. Beide Mal stand sie auf sehr feuchtem Boden. Ein gutes Merkmal fand ich, dass die Huthaut im Alter "schürfelig" aufreißt. Das ist bei deinem Exemplar nicht so. Ich denke, der gezeigte Pilz ist eben noch recht jung.


    Es bleibt wohl nur, den Standort im Auge zu behalten und auf mehr Material zu warten. :saint:


    Gruß

    Peter

  • Hallo Peter,


    Laccaria war auch mein erster Gedanke, aber das habe ich schnell verworfen und bin auf die Lactarius gestoßen.

    Nur die Farbe ist wirklich komisch. Mal schauen, vielleicht sind mittlerweile ein paar Frk. nachgewachsen, dann werde ich diese am Wochenende einsammeln :)


    VG : Thorben

  • Hallo zusammen,


    ich bekam eine Nachricht von Peter Püwert mit dem Tipp, diesen Pilz mit Lactarius obscuratus zu vergleichen.

    So auf die schnelle scheint das besser zu passen als Lactarius omphaliformis, aber muss mir das die Tage genauer anschauen.


    VG : Thorben

  • ich bekam eine Nachricht von Peter Püwert mit dem Tipp, diesen Pilz mit Lactarius obscuratus zu vergleichen.

    So auf die schnelle scheint das besser zu passen als Lactarius omphaliformis, aber muss mir das die Tage genauer anschauen.

    Hallo Thorben,

    anhand eines jungen Einzelexemplars dürfte eine Trennung extrem schwer fallen. Tendeziell neige ich allerdings auch eher zu L. obscuratus

    LG Karl

  • Servus Thorben,


    an Lactarius omphaliformis glaube ich nicht wirklich. Den kenne ich nur ohne Papille (wobei ich eben nochmal nachgelesen habe in den FoNE, dass er selten auch mal eine haben kann). Auch passen die Farben nicht - und der sollte deutlich durchscheinend gestreift sein.

    Ich vermute eher Lactarius obscuratus oder Lactarius cyathuliformis. Die Sporen von letzterem sind größer, bis 11 µm lang und bis 8 µm breit, die von L. obscuratus nur bis 9 x 7 µm. Deine reichen ja bis knapp 10 x 8. Wenn der Fruchtkörper reifer wäre, kann gut sein, dass es entsprechend große Sporen werden. Dann wäre es L. cyathuliformis.

    Das ist das, was Moser (und viele weitere) früher als L. obscuratus angesehen haben - die Art hat gerne (aber nicht immer) olivgrünliche Töne im Hut. L. cyathuliformis gibt es von ungerieft bis durchscheinend gerieft.


    Daher mein Tipp: ein noch sehr junger Lactarius cyathuliformis.


    Liebe Grüße,

    Christoph

  • Hallo zusammen,


    Karl :

    anhand eines jungen Einzelexemplars dürfte eine Trennung extrem schwer fallen. Tendeziell neige ich allerdings auch eher zu L. obscuratus

    An dem Fundort gab es insgesamt 3 Frk. die auch alle diese helle Farbe aufwiesen.


    Christoph:

    Die Sporen von letzterem sind größer, bis 11 µm lang und bis 8 µm breit, die von L. obscuratus nur bis 9 x 7 µm. Deine reichen ja bis knapp 10 x 8. Wenn der Fruchtkörper reifer wäre, kann gut sein, dass es entsprechend große Sporen werden. Dann wäre es L. cyathuliformis.

    Insgesamt konnte ich nur 2 Sporen messen, die 9,5 Mikrometer lang waren, dementsprechend würde ich den Fund eher bei L. obscuratus sehen.

    Denn an die 11 Mikrometer kam keine Spore ansatzweise heran.

    Ich werde aber gleich in den Wald gehen und nach frischen Material Ausschau halten.


    Mir aufgefallen, dass ich vor 2 Jahren schon eine Lactarius obscuratus gefunden hatte und hier vorgestellt habe.

    Da waren allerdings die Sporen kleiner und ich konnte die Makrozystiden finden.


    VG : Thorben

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