​Trockenpilze: Sandröhrlinge vs. Steinpilze und Verkostung weiterer Pilzarten

Es gibt 104 Antworten in diesem Thema, welches 30.653 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von MeckPilz.

  • Hat jemand Erfahrungen mit Violetten Röttelritterlingen (Lepista nuda) trocknen?

    Ich habe die schon getrocknet, aber dann leider nicht separat probiert. Nichts negatives aufgefallen, und sie sind ja im Spätherbst nicht selten, insofern würde ich durchaus einen Test empfehlen.


    Den rötlichen Holzritterling habe ich einmal frisch probiert, rangiert bei mir unter extrem widerlich - absolut ungenießbar. Wäre nicht uninteressant, falls das getrocknet anders wäre, aber ich teste es definitiv nicht. Berichte gern!

  • Auf den Hohlfuß scheine ich mit einer gewissen Unverträglichkeit zu reagieren. Wir haben ihn hier auch in Massen, in beiden Varietäten, gelb und braun, und ich hab ihn vor ein paar Jahren dann mal frisch und einzeln probiert. Zum einen fand ich ihn extrem sauer - er schmeckte fast wie Zitronensäure -, und zum anderen stellte sich danach schnell ein ekliges Kratzen im Hals ein, das 2-3 Stunden anhielt. Letzteres halte ich aber, wie oben angedeutet, für eine individuelle Unverträglichkeit. Aber auf euren Geschmacksbericht getrocknet bin ich auch gespannt.
    LG Simon

  • Im letzten November gab es hier viele Frostschnecklinge. Da hatte ich mal testweise ein paar Stiele im Ganzen getrocknet (vorher zunächst auf ein Geschirrhandtuch legen und mit einem zweiten von oben sanft abtupfen). Bleibt zwar nicht sehr viel von übrig und es nicht sehr ergiebig, aber geschmacklich recht gut. Den Tipp, die frisch in eine Hühnersuppe zu geben, hatte ich aus dem Forum. Das habe ich dann im frostigen Januar auch mit der Trockenware probiert. Das passt zusammen.


    VG

  • Im letzten November gab es hier viele Frostschnecklinge. Da hatte ich mal testweise ein paar Stiele im Ganzen getrocknet (vorher zunächst auf ein Geschirrhandtuch legen und mit einem zweiten von oben sanft abtupfen). Bleibt zwar nicht sehr viel von übrig und es nicht sehr ergiebig, aber geschmacklich recht gut. Den Tipp, die frisch in eine Hühnersuppe zu geben, hatte ich aus dem Forum. Das habe ich dann im frostigen Januar auch mit der Trockenware probiert. Das passt zusammen.


    VG

    Ich hatte den mal frisch als Reingericht klassisch mit Sahne gemacht und fand das nicht überzeugend. War sehr schleimig und nicht so aromatisch. Da der viele Freunde hat, glaube ich aber, dass es die falsche Zubereitungsmethode war.

    Wenn der tatsächlich durch das Trocknen gewinnt, fände ich das spannend. Finde ich im Raum Berlin/Brandenburg ja doch recht häufig.

  • Wenn die Hüte nur ganz leicht schleimig sind, auch gut trocken tupfen. Ansonsten lass ich die gleich weg, ist eh nicht so viel dran. Wenn die frisch recht schleimig verarbeitet werden und man dann noch Sahne dazu nimmt, wirkt der Schleim wohl als zusätzliches Bindemittel und es wird eher pampig.


    Ist halt ein Pilz, der zuvor etwas Fürsorge benötigt, bevor man ihn verarbeitet. Mangels kommender Alternativen jedoch durchaus der Mühe wert.


    VG