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letzter Beitrag von Mreul am

Spumatoria longicollis

  • Hallo Pilzfreunde


    Diesen kleinen Coprophilen hab ich auf einer Probe Pferdedung aus dem Nsg Bockwitz gefunden


    Leider hab ich keinen Idee, in welche Gattung der passen könnte....


    Aber vielleicht ihr.


    Die Perithecien haben einen Durchmesser von knapp 200 µm und einen bis zu 500 µm langen Perithecienhals



    Detail Ostiole


    Asci in Kongo


    Ascusporus in Lugol (bitunikat)


    Sporen bei Reife 1x septiert 22-26 x 7- 7,5 µm


    Mfg Sven

  • Hallo Peter


    Vielen Dank für deine Antwort und die Bestimmung, ich glaub ich hätte den niemals nen Namen geben können.
    Aber nun, da ich weiss, das der ausser in Sachsen nirgends zu finden ist, werd ich mal versuchen noch paar schöne Bilder zu machen.


    Mfg Sven

  • Kaum verkrümelt man sich für ein Wochenende in der eigentlich pilzarmen Zeit zum Skifahren ins tief verschneite Fichtelgebirge (sorry, Matthias und Helmut, ich hatte einfach keine Zeit für ein Treffen, war pausenlos auf den Skiern ;)



    da überschlagen sich hier die Ereignisse! :alright:


    Was, bitte schön, ist die Porenscheibe (Poronia punctata) gegenüber Spumatoria longicollis, dem Langhalsigen Dung-Kugelpilz!
    Da haben wir doch schon die erste Sensation im NSG Bockwitz! :)



    Aber nun, da ich weiss, das der ausser in Sachsen nirgends zu finden ist, werd ich mal versuchen noch paar schöne Bilder zu machen.


    Auf die Bilder freue ich mich bereits!
    Zumal meine Fotos recht unscharf sind.
    Aber anhand meiner Collage solltest du zumindest erkennen, dass es sich um ein und dieselbe Art handelt.



    Den Pilz gibt es aktuell übrigens nicht nur in Sachsen.
    So stammt der dokumentierte Fund aus Bayern, konkret aus dem Fichtelgebirge, womit sich der Kreis schließt! :freebsd:


    LG Nobi

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    Chips: 88 nach diversen Verlusten - 10 APR 2019 = 78 + 6 (150er Prämie APR 2019) = 84 -10 APR 2020 = 74

  • Hallo Nobi


    Auch dir vielen Dank für deine Antwort und deine Kollage.
    Ja, man kann erkennen das dein und mein Fund die selbe Art sind.


    Ich habe aktuell noch 8 Fruchtkörper am Substrat, 2 hatte ich vorhin nochmal unters Mikro gelegt, aber die waren beide noch sehr unreif....da werd ich mal noch paar Tage warten bis ich wieder einen FK entnehme.


    Mfg Sven

  • Eine Sensation! Die Art wurde auf Pferdekot in England gefunden und seitdem galt sie als verschollen.–œ (briefl. Mitt.).
    MÜLLER & ARX (1962) zweifelten bereits an der Existenz der Gattung, da weder im Herbarium in Kew noch im New Yorker Herbarium von Massee Belege vorhanden waren. Lediglich eine Zeichnung fand sich in beiden Herbarien. Nachdem Spumatoria longicollis seit der Erstbeschreibung 1901 also fast ein Jahrhundert verschollen war, liegt mit dem Chemnitzer Fund nun eine weitere Aufsammlung vor. Möglicherweise handelt es sich erst um den dritten Nachweis dieser Art überhaupt.
    Spumatoria ist eine monotypische Gattung, sie wird im INDEX FUNGORUM (2005) zu den Ophiostomataceae gestellt.

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  • Ich habe noch mal recherchiert und konnte mich an einen weiteren Fund aus Belgien von 2013 erinnern.
    Damals bei "Ascofrance" vorgestellt und von mir bestimmt!
    Somit muss ich folgende Aussage von Peter korrigieren.



    Glückwunsch Sven, 4. Fund weltweit.


    Also, es handelt sich um die 5. uns bekannte Aufsammlung weltweit, was natürlich immer noch ein Indiz für die extreme Seltenheit dieser Art ist!


    Die Originalbeschreibung von Massee & Salmon (1901) füge ich zur Vollständigkeit hier an.


    Spumatoria-Massee & Salmon 1901.pdf


    LG Nobi

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  • Hallo Sven,


    absolut genialer Fund - Glückwunsch dazu. :)


    Hallo Nobi,


    Zitat


    Den Pilz gibt es aktuell übrigens nicht nur in Sachsen.
    So stammt der dokumentierte Fund aus Bayern, konkret aus dem Fichtelgebirge, womit sich der Kreis schließt! Freebsd


    Damit hast Du mich schon wieder ordentlich motiviert Pferdedung zu sammeln.
    Wenn's den bei mir hier also auch gibt, dann krieg ich den auch noch - früher oder später.


    Viele Grüße,
    Matthias

    Je intensiver man sich mit Pilzen beschäftigt, desto komplizierter wird es, sie zu bestimmen.

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