Porenschwamm --> makr. n. bestimmb. (Schizopora?)

Es gibt 3 Antworten in diesem Thema, welches 1.634 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Ingo W.

  • Hallo,
    im November habe ich an einem liegenden entrindeten dicken Eichenast diesen schönen Porenpilz gesehen.
    Ist das Junghuhnia nitida, der schönfarbige Porenpilz, oder geht das doch eher in Richtung Ceriporia?


    Bei Junghuhnia sollen ja die Poren ganz fein sein (5-7 pro mm), obwohl ich das auf allen Bildern im Web und in Büchern nicht nachvollziehen kann. Überall sieht man die Poren deutlich, auch im Größenvergleich zum Umfeld.
    Die feinsten Poren, die ich bisher kenne, sind bei Polyporus badius (die sind wirklich kaum zu sehen und zu fotografieren, die sollen 6-8 pro mm sein), die zweitfeinsten Poren, die ich bisher kenne, bei Bjerkandera adusta (4-6 pro mm), die sind deutlicher zu sehen und gut zu fotografieren.
    Hier die Poren waren etwas deutlicher, also größer als bei Bjerkandera, ich schätze ca. 4 pro mm (allerhöchstens, eher grober)


    Dann wäre die Poren für Junghuhnia zu groß und für Ceriporia zu klein...
    Der Rand war relativ glatt ohne Mycelfasern, der Pilz war ablösbar, einen Geruch habe ich nicht wahrgenommen.

    Detail geblitzt

  • Hallo abeja!


    Interessantes Thema, bei der ich gleich im Vorfeld sagen muss, eine befriedigende Antwort gibt ´s von mir nicht. Müsste man sich einfach intensiver damit beschäftigen.


    Das, was du zeigst, da gebe ich dir recht, hat eigentlich zu grobe Poren und ist außerdem viel zu weiß durchsetzt für Junghuhnia nitida.
    Junghuhnia nitida (Schönfarbiger Porenschwamm) hat eigentlich einen gleichmäßig orange-eingefärbten Fruchtkörper, ist vielleicht auch ein Quentchen polsteriger, also dicker, und die Poren sind wirklich fein, also mit bloßem Auge kaum wahrnehmbar. Und der wächst eigentlich auch nicht so "fleckig", sondern von den Rändern her gesehen viel gleichmäßiger ohne viele Kurven.


    Bei den Fruchtkörpern, die du zeigst, fällt mir immer Schizopora radula (Orangeporiger Spaltporling) ein. Ob es sein kann, habe ich mir bisher selbst nie bewiesen.
    Folgend den richtigen Namen wählen und anklicken:
    http://www.aranzadi-zientziak.org/micologia/s?lang=eu


    Womöglich kommen aber auch noch andere Arten in Frage. Müsste man wohl mal reinschauen.


    VG Ingo W

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    "Pilz nur von oben ist wie Käfer nur von unten"

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    Einmal editiert, zuletzt von Ingo W ()

  • Hallo Ingo,
    danke für deinen Kommentar zu meinen - wie gewohnt :) :) makroskopisch nicht bestimmbaren Pp.
    Wenn das in Richtung Schizopora geht, dann müsste der Pilz sich ja noch in Richtung "Spaltung der Poren" verändern.
    Jedenfalls hatte ich im letzten Jahr einige Flächendings fotografiert (sahen aber etwas anders aus), die ich jetzt als Anfangsstadium von Schizopora paradoxa betrachten würde (zumindest bei manchen Funden waren beide Stadien an einer pilzigen Fläche sichtbar).


    Mal schauen, vielleicht finde ich den Pilz wieder : beim Querwaldeingang - von schmaler Waldwiese zwischen Hochsitz und Birnbaum rechts schräg in nordöstlicher Richtung hinter großer toter Eiche beim großem Ast-X .... so ungefähr müsste ich suchen :) :)

  • Hallo abeja!


    Ich denke, man muss manchmal den Gattungsnamen nicht ganz so ernst nehmen. Also, wenn da als deutscher Name "Spaltporling" steht, bedeutet das nicht automatisch dass auch alle Arten geschlitzte Poren haben müssen.
    Ist so ähnlich wie z.B. bei Steccherinum = Resupinat-Stacheling. Da gibt es auch etliche Arten, die nicht ausschließlich resupinat wachsen.
    Oder Sklerotien-Rübling (Collybia), wo es eine Art gibt, die eben keine Sklerotien bildet.
    Wenn man ein bisschen sinniert, fallen einem bestimmt noch viele Beispiele ein.


    VG Ingo W

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