Hallo Steffen,
wir können uns im Spätherbst gerne auch mal dort treffen, wir dürften es mit jeweils etwa 90 Minuten Fahrt dorthin gleich weit haben.
FG
Oehrling
Hallo Steffen,
wir können uns im Spätherbst gerne auch mal dort treffen, wir dürften es mit jeweils etwa 90 Minuten Fahrt dorthin gleich weit haben.
FG
Oehrling
Hallo Michael,
von der Optik her ist das für mich ein recht klarer Apfeltäubling, aber die von dir angegebene Merkmalsbeschreibung passt nun mal so gar nicht dazu. Bist du dir sicher, dass du alle Merkmale richtig erhoben hast? Z. B. das mit dem weißen Sporenpulver kann meiner Meinung nach nicht stimmen. Es gibt schlichtweg keine so aussehenden, dazu noch vollständig milden Täublinge mit weißem Sporenpulver. Auch bei den anderen Merkmalen stutze ich. Ich fürchte, das ist ein Weg ins Bestimmungsnirvana.
FG
Oehrling
Hmmm,
zwischen Heidelbeeren und Moos wachsend ist das eher nicht R. formosa - das wäre eine Art des basischen Laubwaldes, dort wachsend, wo auch Totentrompeten, Herkuleskeulen oder Rotschuppige Rauköpfe auftreten. Das ist eher R. largentii, die ist aber ohne Mikroskopiererei kaum zu bestimmen. Das Foto scheint mir auch leicht überbelichtet zu sein und gibt die wahre Farbe der Koralle (bei R. largentii sehr leuchtendes, fröhliches Dottergelb) wohl nicht hundertprozentig wieder. Und dann ist eigentlich bestimmungsmäßig gar nichts zu machen.
FG
Oehrling.
Hallo zusammen,
diesen Wald, den ich auf euren Fotos erkannt habe, besuche ich alljährlich je nach Witterungslage in der zweiten Oktober- oder ersten Novemberhälfte, wenn es viel und ausgiebig geregnet hat. Die Erbsenstreulinge oder Pfifferlinge sind dann freilich schon hinüber. Aber dann gibt es dort Pilze zum Bei-jedem-Schritt-Drauftreten (viele sind im Sand "vergraben" und müssen ausgebuddelt werden), und ganz unglaubliche Arten, die man sonst nirgendwo findet. Ich habe dort schon gefunden: Sarcodon regalis, Sarcodon squamosus, Hydnellum aurantiacum, Phellodon confluens, Phellodon niger, Phellodon melaleuca, Bankera fuligineoalba, Rhizopogon obtextus, Rhizopogon vulgaris, den Frostschneckling, den Heide-Schleimfuß, dazu eine ziemlich vollständige Ritterlingsflöte: focale, equestre, frondosae, boudieri, virgatum, joachimii, avernense, terreum, albobrunneum, pessundatum, striatum (!), portentosum, aestuans. Man fühlt sich dort meist wie auf einer Live-Pilzausstellung, nur dass es keinen Eintritt kostet und keine Namensschildchen an den Pilzen hängen. KaMaMa die "Sandkästen" in der Oberrheinebene kommen auch in dieser Hinsicht mit der Artenvielfalt nicht nach. Für mich ist es eines der interessantesten Habitate in Mitteldeutschland überhaupt, bevor man wieder so etwas findet, müsste man nach Brandenburg oder Vorpommern zu einem anderen Ingo
fahren. Oder gleich nach Skandinavien.
FG
Oehrling
Sehr wichtig ist auch der Sporenpulverabwurf, der ist beim Risspilz braun, beim Dachpilz altrosa, beim Breitblatt dagegen weiß. Einen Sporenabwurf nimmt man so: Pilzhut vom Stiel trennen und mit der Lamellenseite nach unten auf ein reinweißes Blatt Papier legen, dann eine Obstschale oder einen leeren Joghurtbecher draufsetzen. Alles an einen kühlen, zugfreien Ort stellen. Nach ca. vier bis fünf Stunden sieht man was.
FG
Oehrling
Der vermeintliche Gallenröhrling (was ich erst auch vermutet habe) ist bei Geschmacksprobe nicht bitter gewesen.
Hallo Tilo,
ist aber trotzdem einer.
FG
Oehrling
Schau aber, dass du junge nimmst, bei alten, schon angebräunten will ich für den Geschmack nicht garantieren. Der Hutrand solle jedenfalls noch nach unten und nicht schon nach oben zeigen.
FG
Oehrling
Hallo zusammen,
eigentlich hatte es geheißen, man solle seine Antworten spoilern, aber nachdem das nun zweie schon nicht gemacht haben, mache ich es auch nicht.
Meine unmaßgeblichen Meinungen:
1) eine Stinki
2) Birkenporling
3) Phaeolus schweinitzii
4) Phaeolus schweinitzii
5) ein Cortinarius aus der Sektion Myxacium - so nicht bestimmbar, vllt. Cortinarius stillatitius
6) Amanita umbrinolutea
7) Hydnellum peckii oder ferrugineum - kommt auf den Geschmack an, "bluten" können beide, und sie haben die gleichen Habitatsansprüche
8) ein Schöni
9) einer der Semmelstoppelpilze
10) könnte Catathelesma imperiale (Wurzelmöhrling) sein, wäre ein sensationaller Fund, vielleicht aber auch nur ein popliger Grauer Wulstling
11) ein Schweini
12 (14) ) Hygrophorus olivaceoalbus
13) was besseres als ein Goldröhrling fällt mir nicht ein - du weißt ja: Pilz nur von oben ist wie Käfer nur von unten
Edit: OK,OK, nach Vergrößern des Bildes sieht man durch die Huthaut die Lamellen, ist also dann wohl doch ein Saftling
14) eine Lepiota - vielleicht L. grangei - du weißt ja: Pilz nur von oben ist wie Käfer nur von unten
15) ein Lila-Dickfuß
FG
Oehrling
Das eine ist ein Gallenröhrling, das andere ein Filzröhrling, zu dessen exakter Bestimmung es einen Längsschnitt durch den Pilz von ganz oben bis nach ganz unten (Stielbasis!) braucht. Vielleicht könntest du das noch nachliefern.
FG
Oehrling
Beides mMn korrekt.
FG
Oehrling
Hallo probot,
mit der aktuellen Literatur ist es in der Tat nicht möglich, jedem einzelnen aufgesammelten Heringstäubling einen Artnamen zu geben. Ganz viel läuft noch über den Begleitbaum bzw. das Fundhabitat. Eher klein gewachsene, dunkel weinrote Exemplare unter Eiche, so wie deiner, werden typischerweise als R. graveolens betitelt. Etwas größere, fleischrosa bzw. fleischrote, unter Buche gewachsene nennen die meisten Hobbypilzkundler R. faginea. Weiterhin gut kenntliche Arten sind die Nadelwaldarten R. xerampelina und (im Hochgebirge) R. favrei. Grünlichgelbe Exemplare im eichendominierten Laubwald nennt man R. cicatricata, orangehütige Exemplare im Alpinhabitat nennt man R. chamitae. Aber was macht man mit den violettbraunhütigen mit der olivgelb entfärbten Hutmitte, oder mit den hellgelben mit rosa Stiel, oder mit den olivgrünen mit orangefarbigem Hutrand? Alles selber schon gefunden und auf Basis der mir vorliegenden Literatur nicht benennen gekonnt. Zur Beruhigung sei gesagt, dass man unter den Heringstäublingen noch keinen scharfen oder gar giftigen entdeckt hat, also probieren kann man die durchaus mal.
FG
Oehrling
Hallo,
rein vom Aussehen her würde ich auch den Blaugrünen Reiftäubling (Russula parazurea) vermuten. Leider gibt es noch ein paar andere Täublingsarten mit sehr ähnlichen Hutfarben, so dass allein aufgrund von Fotos wenig zu machen ist. Lediglich der Frauentäubling lässt sich aufgrund der splitternden Lamellen ausschließen.
FG
Oehrling
Hallo Schrumz,
das hat er in Beitrag #1 geschrieben, ziemlich weit unten. Mischwald über kalkhaltigem Boden, mit Fichten und Buchen. Das passt für R. r. recht gut, zumindest warten meine Funde von R. r. immer in solchen Wäldern.
FG
Oehrling
Hallo Ruben,
was da letztlich für eine Art herauskommt, ist bezüglich des Speisewertes egal. Es ist vermutlich eine Pilzart, die so selten ist, dass man gar nicht weiß, ob sie essbar ist oder nicht. Suillellus mendax ist hier nur eine Option, es könnte auch was aus der Gattung Rubroboletus (Satanspilze) sein, und da wäre die Vergiftungsgefahr groß. Also: Speisewert nicht sicher feststellbar, könnte giftig sein.
FG
Oehrling
Also gut, wenn du von mir weiterhin Kommentare haben möchtest, sage ich dazu nicht nein. Meine Ausdrucksweise ist bekannt grob, daher auch die Titulierung als "Notorische Spassbremse", da musst du dir nichts denken, das ist nie persönlich abwertend gemeint. Puuh, was bin ich jetzt erkeichtert.
Freundliche Grüße
Oehrling
Ich verstehe nicht wirklich, warum du mir vorwirfst, dass "eine so gemachte Anfrage" sinnlos sei
Hallo Austernseitling,
mein Zitat hast du inhaltlich verdreht (wahrscheinlich nicht bewusst). Ich habe nicht geschrieben, dass deine Anfrage sinnlos sei (wie käme ich auch dazu, eine solche Aussage zu treffen?!), sondern, dass es sinnlos sei darauf zu antworten. Mit was denn auch: etwa dass es diese oder jene oder vielleicht noch eine andere Gattung sein könnte? Das kann dich doch nicht zufriedenstellen, du willst ja wissen welche Gattung bzw. sogar welche Art es ist. Und das ist nun mal ohne richtige Bestimmungsarbeit nicht sinnvoll leistbar. Ein Foto vom Pilz machen und dann beschreiben wie er aussieht ist mMn noch keine richtige Bestimmungsarbeit.
Die restlichen Angaben, die du gemacht hast, sagen nicht viel aus, z. B. die Geruchsangabe mit evtl und könnte und vielleicht aber doch nicht, oder die Beschreibung der Lamellenfarbe als "beige-weiss" (was jetzt: beige oder weiss?) mit dem erst in Beitrag #14 sehr spät erwähnten Rosaschimmer. Auch die Fotos sind meiner Meinung nach noch mit Luft nach oben, da mit viel Hintergrund und wenig Pilz. Du fragtest "kann jemand mit diesen Angaben mehr sagen?", ich antwortete sinngemäss und wertfrei "mit diesen Angaben leider nein". Ich habe dann sogar noch gesagt, welche Angabe (die der Sporenpulverfarbe) gefehlt hat, damit deine nächste Anfrage leichter beantwortbar ist. Im Übrigen denke ich, dass du mit einem Rötling auf der richtigen Spur sein könntest - wie toll es doch jetzt wäre, hättest du einen entsprechenden Sporenabwurf parat.
Wie auch immer - ich ärgere mich gerade tierisch über mich selber und darüber, dass ich hier was geschrieben habe - gegen mein Credo, dass das nicht viel Sinn macht. Also voll mein Fehler. Ich bitte dich ehrlich um Entschuldigung und gelobe, dass es nicht wieder vorkommt. Denn das ist wirklich das Letzte, was ich in meiner Freizeit will, Stress und Ärger mit anderen Leuten wegen kleinen grauen Pilzchen.
FG
Oehrling
Na dann war ja alles gut!
FG
Oehrling
Hallo Pilzfreund77,
nach meinem Verständnis erfolgte die Nennung der Gattungen "Graublätter, Rasling, Rötlinge" willkürlich als Platzhalter. Stattdessen hätte es genausogut "Schnecklinge, Trichterlinge, Heftelnabelinge" heißen können. Darauf hätte dann jemand gefragt: "Und Rötlinge sind von vornherein ausgeschlossen?"
Es ist halt wenig sinnvoll, auf eine so gemachte Anfrage überhaupt irgendwas zu antworten, aber der User will ja vielleicht wissen, warum er hier keinen Artnamen bekommt, und fühlt sich nicht aus Unhöflichkeit ignoriert.
FG
Oehrling
Liebe Corinne,
ich meine da auch Integra-Sporen zu sehen. Was diese langen, dünnen Elemente sein sollen, kann ich dagegen nicht sagen, vielleicht eine Kontamination? Textilfasern können z. B. so aussehen.
FG
Oehrling
Nein, andere Scheidenstreiflinge haben das auch, z. B. Amanita beckeri. Bei Scheidenstreiflingen ist die Form des Hutvelums ein gutes Unterscheidungsmerkmal.
FG
Oehrling
Man sieht den Pilz gar nicht richtig, da ist ja auch die Stielbasis abgeschnitten, potentiell kann das alles mögliche sein, auch was Giftiges. Z. B. ein durchgeschnittener Tigerritterling kann so aussehen. Vielleicht ist es aber auch nur ein harmloser Täubling. Nur ein Steinpilz kann es nicht sein. Die Bekannte soll sich ein paar Tage selbst beobachten und, sobald Ausfallerscheinungen auftreten, sofort zu einem Arzt oder gleich ins Krankenhaus gehen und wahrheitsgemäß sagen, was sie getan hat, damit ihr richtig geholfen werden kann.
FG
Oehrling
Tja, da hat er mich sauber ausgetrickst. Aber die Pilze lagen immerhin nicht auf einem karierten Wachstuch, sondern auf einem Untersetzer, und vorgeputzt waren sie auch nicht. Den Austrickssatz hat er ja erst nach meinem Lob losgeschickt, als ich das Lob gab, sah es noch nicht nach Verzehrsabsicht aus
.
du kennst den Hintergrund dieses Geplänkels? Nämlich dass du einen Pilz gegessen hast, den du nicht wirklich kanntest? Bzw. so schlecht kanntest, dass du ihn im Forum anfragen musstest? Und ihn nach der Aussage eines Wildfremden gegessen und dich damit in Gefahr gebracht hast.
FG
Oehrling
Es ist ja überhaupt nicht schlimm, wenn wir zu diesem Pilz kein Bestimmungsergebnis bekommen. Aber nächstes Mal, wenn er dir wieder unterkommt, weisst du, was du zu tun hast, wenn du ihn bestimmt haben willst. Nämlich mehr als ein Foto zu machen. Das gilt für fast jeden Pilz, den du unterwegs zufällig irgendwo findest. Ein blosses Foto reicht meistens nicht, du müsstest auch noch Bestimmungsarbeit leisten, so wie jeder, der zu einem solchen Pilz einen Namen haben will. Freilich ist das eine Abwägungssache. Wenn man sich die Mühe mit der Bestimmungsarbeit nicht machen will, lässt man den Pilz einfach stehen und rupft ihn nicht raus.
Niemand hat einen Schneckling gleich ausgeschieden. Ich will hier nur nicht 20 mögliche Gattungsnamen wild durcheinander raushauen, das macht keinen Sinn. Wenn du in diesem Pilz einen Schneckling siehst, schlage doch mal was vor, jeder ist dir dafür dankbar.
FG
Oehrling
Hallo Alis,
hast du den CHRISTAN? In dieser schon etwas älteren Korallen-Monografie wird Asteroramaria als Untergattung geführt. Es sind solche Korallen, bei denen CHRISTAN zwischen den Rhizomorphen sternförmige Kristalle entdeckt hat. Irgendwer, vielleicht CHRISTAN selber, hat aus dieser Untergattung eine eigenständige Gattung gemacht, weil diese Korallen eine gänzlich andere Lebensweise haben als die "Dickkorallen".
FG
Oehrling
Und immerhin erkennst du jetzt den Milchbrätling auch ohne Expertenrat. Zuerst an der reichlichen weißen Milch, die aus jeder verletzten Stelle des Pilzes hervorquillt. Diese Milch riecht nicht gleich nach Fisch, sondern nach Artischocke oder Topinamburknolle. Sie wird nach etwa eine halben Stunde in Verbindung mit dem Fleisch braun, und dann riecht sie ordentlich nach Fisch. Vor allem deine Hände riechen dann nach Fisch, auch ein gutes Erkennungszeichen. Beim Erhitzen in der Pfanne verfliegt der Fischgeruch nach ein paar Minuten, und dann ist der Milchbrätling auch schon essfertig. Kleinere Hüte brät man im Ganzen, große halbiert man. Weiteres Zerkleinern geht auf Kosten der Textur.
Das mit dem Doppelpilz ist so zu erklären, dass die Pilze ursprünglich als Paar wachsen sollten, und der größere Pilz den kleineren dann mit in die Höhe gerissen hat. Die Wasserversorgung läuft über den größeren Pilz, weswegen auch der kleinere beim Anschneiden milcht.
FG
Oehrling
